Beiträge von Hattori

    Shuusei Totsuka

    Akira stimmt mir zu und schlägt zugleich vor, dass wir uns nochmal schlafen legen sollten. Im selben Moment öffnet sich eine Schranktür und vier Körper fallen auf den Boden. Ich springe sofort auf, lasse die Shotgun fallen und ziehe meine Schwert; Inyong ist ebenfalls kampfbereit. Nur Akira gibt ein genervtes „Nicht schon wieder.“ von sich. Erst jetzt sehe ich, dass die vier Körper sich nicht bewegen; also tot sind. Ich atme tief aus. //Was ein Schreck, aber was machen die dort drin?// Akira erklärt uns warum sie die Vier dort versteckt und scheint sich aber auch schon aus dem Staub machen zu wollen. Da sie sich die ganze Zeit über schon die Nase zugehalten hat, scheint sie der Gestank absolut anzuwidern. //Schon verständlich... Doch leider kein Problem mehr, wenn man selber die ganze Zeit nach Verwesung riecht.// Akira geht zur Tür und erinnert uns noch, dass wir uns dann, wenn alle im Bett liegen, vor der Garage treffen. Ich nicke ihr zu, sie schließt die Tür und ich gehe zu den leblosen Männern. //Deswegen hat es also so gestunken, als wir hier reingekommen sind.// Ich will gerade nach Inyong schauen, als dieser die Tür geöffnet hat und Akira am Arm ins Zimmer zieht. „Nix da mit einfach aus dem Staub machen! Wir sind doch nicht deine Handlanger! Und was machen die Typen da überhaupt in dem Schrank? Waren das Menschen oder Zombies? Hää?!“ Ich zerre Inyong weg von Akira so, dass er sie loslassen muss. „Ey!“ brüllt er und schlägt meine Hand weg. „Das hätte auch etwas netter gehen können.“ versuche ich ihm sachte zu erklären; möchte ihn nicht noch wütender machen. Er grummelt und scheint sich ein wenig beruhigt zu haben. „Trotzdem soll sie mir meine Fragen beantworten.“ Ich schaue zu Akira und zucke hilflos mit den Schultern.

    Shuusei Totsuka

    Nach Akiras Bemerkung - bei der ich mir ein Kichern verkneifen muss - ballen sich Inyongs Hände zu Fäuste und ist kurz davor irgendein Kommentar abzulassen. Aber anscheinend fällt ihm kein passender Kommentar dazu ein. Akira zeigt mir ihre Waffe und schlägt vor, dass wir direkt nach Sonnenuntergang los machen sollten. „Aber wäre es nicht besser unseren Start auf dann zu verlegen, bis alle im Bett sind? Das sollte doch fürs erste eine geheime Mission sein oder nicht?“ frage ich und denke dabei an Benji, der uns sicherlich nicht alleine gehen lassen würde.

    Shuusei Totsuka

    „Das heißt ihr seid dabei?!“ fragt Akira auf einmal; wobei ihre Frage eher nach einer Feststellung klingt und kein Ja oder Nein als antwort benötigt. „Ja, dass bin ich. Habe ich doch aber auch schon gesagt.“ erinnere ich sie und zwinker dabei. Akira gibt Inyong die Aufgabe mit dem Scharfschützengewehr uns von hinten Deckung zu geben. Ein Blick zu Inyong zeigt mir, dass er das wohl alles andere als erfreut darüber ist. Er scheint auch gerade widersprechen zu wollen, als Akira auch schon weiter redet. In dem Sniper sollen demnach nur noch fünf Schuss im Magazin sein und die anderen Gewehre haben auch jeweils nur noch das halbe Magazin zur Verfügung.

    Inyong scheint sich mit seiner Aufgabe letztendlich doch abgefunden zu haben. Er schnappt sich sein Gewehr und schaut durchs Zielrohr. „Hab noch nie mit so nem Ding geschossen. Kann also sein, dass ich eich treffen könnte wenn es hart auf hart kommt.“ grinzt er und setzt sich wieder auf seinen fetten Arsch. //Wichser...// Ich stehe ebenfalls auf und schnappe mir die Shotgun. „Würde die nehmen, falls du sie nicht haben willst?“ frage ich an Akira gerichtet. „Und wann soll es eigentlich los gehen?“

    Shuusei Totsuka

    Akira freut sich über meinen Kommentar und holt im selben Atemzug eine Karte aus einer Schublade hervor. //Meint sie jetzt mich oder Inyong?// Sie erzählt uns, dass sie diese ebenfalls von einen ihrer Angreifer ergattern konnte. //Das Glück scheint wohl auch mit ihr zu sein.// Akira fährt mit der Beschreibung der Karte fort und übergibt sie dann an Inyong; anscheinend hat sie Inyong und mich Vorhinn doch nicht verwechselt. Danach geht sie auf meine Anmerkung ein und veranschaulicht genau das, was mir, kurz nachdem ich meine Meinung abgegeben hatte, auch durch den Kopf ging. „Mir gefällt das eigentlich auch nicht, aber das wird anscheinend die beste Lösung sein; plus dass es bestimmt nicht jeder über Herz bringen kann einen Menschen zu töten.“ ich schaue kurz zu Inyong, der darauf mit einem Achselzucken antwortet. //Scheint ihm wohl egal zu sein... Ob ich es auch so einfach nochmal tun kann?// frage ich mich und wende mich wieder an Akira. „Also planst du heute Abend mit dem Wagen zu fahren? Da sollten wir aber zeitig genug das Auto abstellen um nicht vorher schon entdeckt zu werden.“ erkläre ich.

    Shuusei Totsuka

    Keine lange Zeit später kommt auch schon Akira hoch und zwinkert mich an. Für einen kurzen Moment werde ich wieder nervös, bis ich Inyong hinter ihr erblicke. //Puh! Also doch was anderes.// Erleichtert folge ich ihnen in das kleine Zimmer. Sofort steigt mir der eiserne Geruch von Blut in die Nase und meine Sinne beginnen sich automatisch zu verschärfen. Mein Blick fällt zuerst auf die eingetrocknete Blutlache und dann auf die Gewehre, die neben dem Bett aufgestellt sind. Erst nachdem ich mich positioniert habe, fallen mir auch die Blutspritzer an der Wand auf. //Was hier wohl geschehen ist?// Akira setzt sich auf das Bett und bittet uns - ihre Stimme ist ernster geworden - uns zu setzen. Da es wirklich was wichtiges zu sein scheint, setze ich mich ohne Widerrede neben sie auf das Bett. Inyong setzt sich auf den von ihr gezeigten Stuhl. Sie erzählt uns von ihrem Vorhaben, dass wir einen Wagen brauchen und besorgen sollen und von dem Zustand der Stadt als sie hier ankam. Weiter erzählt sie von ihrem Erlebnis mit Yuusei, der dabei sein Leben verloren hat und das Akira höchstwahrscheinlich für immer im Gedächtnis bleibt. //Ob das noch so schlimm ist? Wer weiß, was wir noch erleben werden.// Sie konnte einen von ihnen ausfragen und damit in Erfahrung bringen, dass es noch mehr von dieser Gruppe gibt und wir damit hier alles andere als sicher wären.

    Ein wenig mulmig wird mir schon, wenn ich daran denke, dass Außerhalb neben den Zombies noch weitaus schlimmeres auf und lauert und nur darauf wartet zuzuschlagen. Mein Blick geht zu der Shotgun und ich lasse mir meine Aussage von Vorhin nochmal durch den Kopf gehen.

    Anscheinend war die Gruppe heute morgen sogar hier und haben die Nachbarschaft durchsucht. Akira hat das Glück gehabt einen ihrer Angreifer einen Autoschlüssel abzunehmen und diesen Wagen müssen wir uns holen.

    „Ich bin auf jeden Fall dabei. Zumindest kann ich sowas besser als organisatorische Dinge. Aber sollten wir unsere aktuelle Situation nicht jedem mitteilen? Wer weiß wie gefährlich es eigentlich ist sich außerhalb des Hauses aufzuhalten. Benji schien Vorhin alleine draußen gewesen zu sein; er hätte entführt oder sonste was werden können.“ erkläre ich etwas verärgert. „Abgesehen davon.“ beginnt Inygon „Weißt du denn auch wo diese Gruppe sich befindet?“

    Shuusei Totsuka

    Während ich die Treppe hochgehen, höre ich Benji, der auf einmal lauter wird, und Akira die seinen Namen silbenweise sagt. //Über was unterhalten die beiden sich denn?// Ein bisschen neugierig bin ich schon, aber vielleicht würde ich Benji zu sehr auf den Sack gehen, wenn ich jetzt auch noch mit dazu stoße.

    Ich entscheide mich am oberen Ende der Treppen zu warten. Meinen Rücken lasse ich gegen die Wand fallen und ich schaue ungeduldig die Treppe runter. //Wo bleibt sie denn nur?// Ich bin immer noch recht nervös, dass sie mich ins Schlafzimmer bestellt hat, aber vielleicht mach ich mir auch nur zu viel Gedanken drüber. //Bestimmt geht es einfach nur um das Waffenthema von Vorhin.// Ich atme lange aus und versuche ruhiger zu werden.

    Shuusei Totsuka

    Wie von Akira auch nicht anders zu erwarten war, gibt sie eine witzelnde Antwort auf meine schon eher ernste Aussage. //Wenigsten kann sie immer so positiv bleiben.// Dabei geht mein Blick ins Wohnzimmer, wo Benji auf dem Tisch liegt und sich anscheinend wieder über irgendwas den Kopf zerbricht. //Er könnte sich davon gerne mal ne Scheibe abschneiden.// Erst jetzt bemerke ich, dass Benji von oben bis unten mit Blut besudelt ist. //Woher...// Akira bittet mich mit ihr nach oben zu kommen. Etwas abwesend nicke ich ihr zu. "Komme sofort." Während Akira schon zur Treppe geht, gehe ich weiter zu Benji. Im Hintergrund höre ich noch Jayson der mir irgendwas zu vermitteln versucht, doch Benji ist wichtiger. "Alles gut bei dir? Du bist voller Blut." frage ich ihn besorgt und lege meine Hand auf seine Schulter.

    Shuusei Totsuka

    Als wenn Jayson etwas dagegen hätte über das Thema zu sprechen, möchte Jayson die Diskussion über einen Anführer nach hinten verschieben und sich lieber darauf konzentrieren unsere verschwundenen Freunde zu finden. //Warum denn das jetzt auf einmal? Und warum entscheidet er was wichtiger ist? Will er etwa der Anführer sein?// Akira scheint das auch nicht so toll zu finden und versucht spaßig wieder zurpck zum Thema zu finden. Doch Jayson scheint das etwas ernster genommen zu haben und erklärt, zwar ruhig, aber mit recht direkten Worten, dass, was er vorher schon gesagt hat. "Mir scheint es ganz so, dass du gar keinen Anführer willst." witzle ich. "Wohl Angst, dass du deinen Kommando-Ton nicht so oft benutzen kannst oder was?" Ich zwinkere ihm zu und schlage ihn leicht gegen die Schulter. "Aber jetzt mal Spaß beiseite. Klar ist es wichtig die anderen zu finden, aber mit Ayumi und co können wir uns nebenbei per Telefon verständigen und bei ihnen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass wir ihnen entgegen Fahren. Die anderen wisse, was unser Ziel ist. Wir können nicht das wohl aller aufs Spiel setzen nur um unsere Freunde zu finden. Da ist es eher wahrscheinlicher, dass wir sterben, als dass wir unser Ziel; Tokyo; erreichen. Und eben um zu überleben ist die Wahl eines oder zwei Anführer in unserer Gruppe enorm wichtig; sonst beginnt noch jeder seinen eigenen Weg zu gehen und wir spalten uns auf. Verstehste?" Ich wende mich direkt an Akira. "Am besten wir sprechen das Thema mal mit allen zusammen an. So unter uns Pläne zu schmieden ist ja gut und schön, aber bringt nichts, wenn dann keiner so wirklich Bock drauf hat."

    Shussei Totsuka

    Jayson erklärt mir genauer, was er mit seiner Frage beantwortet haben möchte. //Warum nicht gleich so!// Akira hat aber sein Anliegen kurz und prägnant geklärt, so dass Jayson auch schon auf das Thema des Anführers eingeht und uns beiden das Profil eines perfekten Anführers vorträgt. //Unrecht hat er da ja nicht, aber das wäre glaube schon mit bedacht worden.// Akira ist die erste, die auf das gesagte eingeht und weist darauf hin, dass wir keinen "perfekten Anführer" finden werden und nur mit dem arbeiten können, was wir zu Verfügung haben; gleichzeitig stellt sich auch schon eine andere Frage. //Was für einen moralischen Weg?// Kaum habe ich den Gedanken zu ende gebracht, fragt sie mich auch schon ob ich für mein eigenes Überleben einen anderen Menschen töten würde. //Ist schon geschehen...// denke ich und sehe den mit Blut besudelten Mann aus dem Haus im Wald vor mir. Doch bevor ich ihr dies mitteilen kann, schaut sie mich direkt an. So, dass ich das Gefühl habe, dass ihre Augen mich durchbohren wollen. Dazu kam sie auch noch immer näher an mich heran, bis sie auf einmal mein Schwert aus der Saya zieht und Jayson an die Nase hält. "Und was wäre, wenn ein Freund deinen Tod will?" Schon seitdem sie mein Katana gezogen hat, ist meine Sicht eingeschränkt. Wie durch eine Papprolle, schaue ich auf Akira, wie sie mein Schwert hält; Jayson ist mir dabei egal. Kurze Gedanken wie "Gefahr" oder "Töten" steigen mir in den Kopf und ich spüre, wie es in meinem Arm zuckt. Noch bevor irgendetwas passiert, streckt sie mir mein Schwert entgegen und sagt abschließend, dass ein Anführer sowas mit bedenken sollte. Etwas gelähmt nehme ich mein Katana und nachdem ich es wieder auf meinen Rücken verstaut habe, ist auch der Tunnelblick verschwunden. //Was war das?// Ich bin komplett neben der Spur und bekomme nur gerade so Akiras Frage mit. "Äh! Ne, das wäre mir wohl glaube zu viel Verantwortung." versuche ich etwas scherzhaft rüber zu bringen um mich selbst zu beruhigen und damit Akira und Jayson nicht mitbekommen, dass meine Gedanken eigentlich vollkommen wo anders sind. "Willst du damit sagen, dass weder Benji noch Takeru dafür geeignet sind? Oder auf was willst du damit hinaus?" füge ich noch hinzu.

    Shuusei Totsuka

    Akira beharrt darauf, dass ich eine Feuerwaffe haben sollte. //Wenn sie es glücklich macht.// Benutzen werde ich sie dennoch nicht. Pistolen und des gleichen fand ich noch nie wirklich "cool". Sie sind wie eigene kleine Wesen, die nur auf die Befehle des Nutzers hören und den Nutzern selbst ein wenig die Last des Tötens abnehmen. Ein Schert wird Teil deines Körpers. Du entscheidest wie tief der Schnitt gehen sollen und spürst wenn die Klinge den Gegner tötet; man trägt die volle Verantwortung dafür was man mit ihr tut.

    Was mich aber verwundert ist ihre Bemerkung, dass wir eventuell auf was anderes als Zombies treffen könnten. Nach kurzer Bedenkzeit erinnere ich mich sofort an die Hütte im Wald und den Mann, der Jun schwer verletzt hat. Die Bilder die in meinem Kopf herumgeistern lassen meine Sicht kurz schwarz werden. Dennoch höre ich noch, was Akira weiter sagt. "Vielleicht wären auch zwei besser, denn mir würde sofort Benji als Anführer in den Kopf springen. Doch wie ihn kenne würde er es nicht machen wollen oder nicht genügen Autorität besitzen um durchgreifen zu können. Deswegen denke ich auch gleichzeitig noch an Takeru. Er ist schnell im handeln und denken, sollte aber zweiteres vielleicht etwas intensiver machen." erkläre ich und atme kurz durch. "Die beiden könnte ich mir gut in den Anführerpositionen vorstellen." Jayson kommt zu uns in die Küche und fragt, ob es was neues gibt. "In wie weit was neues?" frage ich ihn.

    Shuusei Totsuka

    Wie zu erwarten, wird die kleine Auseinandersetzung von Vorhin von ihr indirekt angesprochen. Zwar witzelt sie etwas darüber, doch mir ist der eigentliche Ernst ihrer Aussage bewusste. Als sie dann auch noch Benji erwähnt wird mir erst recht ein wenig mulmig. //Recht hat sie ja, aber was soll ich denn machen?// Kurz bin ich am überlegen ob ich nicht näher auf Benji eingehen soll, doch da hat sie schon das Thema gewechselt und ich verwerfe die Idee wieder. "Ist zwar net gemeint, aber ich bleibe lieber bei meinem Katana. Schusswaffen sind nicht so meins." erkläre ich ihr und trockne einen weiteren Teller ab. "Was das Streiten betrifft." beginne ich weiter zu reden unterbreche aber, weil Benji auf einmal in der Tür steht und dann zu Jun sagt, dass er draußen mal schaut, wo wir wirklich gerade sind und scheint Akira und mich dabei zu ignorieren. //Was hat er denn eigentlich? Glaubt er mir und Akira etwa wirklich nicht? Selbst wenn das nicht stimmen sollte, was Akira gesagt hat, kann er doch erst mal zu uns kommen und kurz Absprache halten oder etwa nicht? Typisch Einzelgänger mal wieder.// frage ich mich und wende mich dann wieder zu Akira."Recht hast du absolut. Wir müssen was dagegen unternehmen, aber jeder, eher viele von uns haben ihren eigenen Dickschädel den sie durchbringen wollen und letztendlich sind wir alle noch Kinder. Zumindest die, die aus unserer Klasse kommen. Vielleicht müssen wir uns auf jemanden einigen, der das letzte Wort spricht oder was meinst du?"

    Shuusei Totsuka

    Ihre Antwort bringt mich nur noch mehr in Verlegenheit und gerade als ich mich vor ihr rechtfertigen will, gibt sie mir doch noch meine Antwort. //Komoro also.... sagt mir nichts.// Bevor ich mich bei ihr bedanken kann bittet sie mich nich darum ihr beim Geschirr spülen zu helfen. „Ja, mach ich sofort. Ich sage nur schnell Benji bescheid.“ Ich husche zurück ins Wohnzimmer. „Wir sind in Komoro hat Akira gesagt. Muss auch gleich wieder zu ihr; sie hat mich gebeten ihr beim Abwasch zu helfen.“ Prompt bim ich zurück in der Küche, schnappe mir ein Küchentuch und beginne die schon sauberen Teller abzutrocknen.

    Shuusei Totsuka

    Hiko scheint meinen Blick zu ihr gesehen zu haben, denn sie lächelt mich direkt an, bevor sie kurz wegschaut und sich ein weiteres mal mit einem Lächeln zu mir wendet. Die leichte perplex sein, von ihrem ersten unerwarteten Lächeln, ist vergangen und ich kann ihr endlich zurück lächeln. Ihr lächeln wirkt zum Ende hin ein bisschen verlegen. Ich fühle mich etwas schuldig sie in so eine Situation gebracht zu haben und schaue ihr etwas hilflos hinterher, als sie aus der Küche geht. Als mein Blick zurück zu Akira geht, scheint so auf irgendwas zu warten. //Hat sie mir etwa schon geantwortet?// Ein weiterer merkwürdiger Augenblick vergeht bevor ich etwas sagen kann. "Äh... Sorry, aber ich hab gerade nicht zu gehört." entschuldige ich mich und werde bei dem Gedanken, dass ich von Hiko vollkommen aus der Bahn geworfen wurde, rot im Gesicht.

    Shuusei Totsuka

    „Das reicht mir.“ sagt Akira zu mir und erklärt im Nachhinein was ihr Plan ist. Sie will mit Inyong und mir heute Abend ein weiteres Gefährt anschaffen und ich soll anscheinend der Fahrer sein. //Soll ich das echt machen?// Mit der erneuten Erwähnung, dass das Schlafzimmer oben tabu ist, verschwindet sie in die Küche. Während ich mein Glas Wasser austrinke, höre ich von Benji aus leises Gemurmel. Irgendwas von „Karte“ und „nicht einfach“ kann ich verstehen, bevor Takeru sich plötzlich einschaltet und kritisierend zu Benji sagt, dass er, wenn er Angst hat, doch hierbleiben soll. Benji bleibt erstaunlich ruhig und versichert Takeru, dass er keine Angst habe und beleidigt indirekt andere von uns, dass er hingegen anderen auch mal seinen Kopf einschaltet bevor er etwas macht. //Wohl doch nicht so ruhig.// Man kann spühren, wie die Stimmung bei allen vob uns in den Bach fällt. Hiko scheint genug zu haben und schnautzt beide an. Man könnte sogar meinen, dass es an uns alle gerichtet war. Mit Jun im schleptau verzieht sie sich ebenfalls in die Küche. Mich drängt es innerlich noch irgendwelche beruhigenden Worte zu sprechen, doch ein Kloß in meinem Hals verbietet es mir. //Das würde bestimmt nicht helfen. Vielleicht ist die harte Art und Weise für die beiden die Beste.// Benji entschuldigt sich leise und legt darauf Stift und Karte auf den Tisch, bevor er in die Runde fragt, ob jemand weiß wie der Ort heißt indem wir uns befinden. „Ich weis es nicht. Werde aber mal Akira fragen gehen. Bin gleich wieder da.“ Mit meinem Geschirr gehe ich in die Küche und stelle es neben der Spühle ab. „Weißt du wie der Ort hier heißt?“ Mein Blick schweift von ihr zu Hiko rüber.

    Shuusei Totsuka

    Hiko erklärt mir, warum ich ihre Frage wohl etwas missverstanden habe und fügt noch hinzu, dass sie zwar gerne anrufen würde, aber weder Telefonnummern noch ein aufgeladenes Handy hat. //Hätte ich mir auch denken können.// ärgere ich mich ein wenig, bis Akira micht leicht angeht, dass ich Benji nicht so unter Druck stellen soll. //Aber...// zum diskutieren komme ich gar nicht erst. Akira legt fest, dass mir morgen abhauen werden, da wir uns morgen auch theoretisch mit ihr in Nagoya getroffen hätten. Dann wendet sie sich an mich und fragt, ob ich Auto fahren kann. „Also ich bin das eine oder andere Mal mit dem Auto von meiben Vater zur Probe gefahren. Aber sagen dass ich wirklich fahren kann würde ich nicht. Wieso?“

    Shuusei Totsuka

    Nachdem sich alle anderen ebenfalls an den Tisch gesetzt haben, setzt sich Benji nun auch endlich richtig dazu. Mein Teller ist schon fast leer, als Sakura vor sich ihren Teller füllt und verschwindet. //Wenigstens zum Essen hätte sie sich zu uns gesellen können.// nörgle ich in meinen Gedanken und beobachte das Geschehen am Tisch. Alle sind ruhig und genießen das leckere Essen; an sich ein gutes Zeichen. Nur Hikos Kommentar zu Benjis gut gekochtem Essen stört diese Stille für einen kurzen Moment. Darauf nickt Benji verlegen und rührt in seinem Essen. //Freuen ist nicht verboten.//

    Mit einem Klirren lasse ich meinen Löffel in die leere Schüssel fallen, als Hiko plötzlich anfängt fragen über unseres weiteres Vorgehen stellt. "Unser Hauptziel ist es immer noch nach Tokyo zu fahren. Das weiß auch die andere Gruppe. Wenn du sie erreichen willst, kannst du sie doch anrufen. Da brauchst du doch unsere Meinung nicht oder?" Mein Blick geht von Hiko zu Benji. "Was denkst du wie lange wir hier bleiben sollten? Hab keine Ahnung wie unsere Lage so im allgemeinen gerade ist. Da hast du ja ne bessere Übersicht." konfrontiere ich Benji direkt, so dass er unmöglich ausweichen kann.