Beiträge von Akihito

    Sure, die Vertreterin spielt hierbei aber tbh weniger eine Rolle, da du diese Situation als Beispiel genommen hast.

    Es ist schlicht weg nicht erlaubt und laut deiner Meinung ist es ja nicht so schlimm, wenn hauptsächlich ein Geschlecht gesucht wird.

    Warum auch? Da dann "ein Fass aufzumachen" ist gar nicht mal so unwichtig.

    Deswegen fand ich auch deine Argumentation so löchrig.

    Von einem Zitat der überall anwendbar ist, zu einer Situation die auch unabhängig der Thematik nicht legal ist und der Rest war viele Meinungsäußerungen die teils widersprüchlich sind.

    Grundsätzlich denke ich, dass alle Geschlechter angeschrieben werden sollten. In welcher Form auch immer. Das wird in nahezu allen Anzeigen (zumindest bei uns) auch so gemacht. Wenn denn da mal einer dabei ist, der bei rot über die Ampel geht, dann weiß ich zumindest woran ich bin und brauch mir die Mühe gar nicht machen mich zu bewerben. Zu dem weise ich die Person, die die Anzeige geschrieben hat, höflich und freundlich darauf hin, dass es nicht korrekt ist. Fertig.
    Wenn andere Dramen ok finden und als hilfreich erachten, dann ist das deren Meinung. Darüber zu diskutieren, ob ein Drama hilfreich ist oder nicht macht in meinen Augen aber keinen Sinn. Ist einfach Annsichtssache.
    Ich bin kein Freund von Dramen, für mich führt das in den meisten Fällen eher zum Gegenteil von dem, was man erreichen möchte.
    Und in meinem Beispiel ging es tatsächlich schlichtweg darum, dass mich diese Dramen nerven, weil man es in meinen Augen auch anders lösen kann.

    Das Zitat habe ich verwendet, weil es in diesem Fall eben nicht überall antwendbar ist, finde ich. Der Vertreter der Sinti und Roma sprach davon, dass die Änderung des Soßennamens nicht wirklich etwas bringt, sondern man am Verständnis der Bevölkerung für diese Begrifflichkeit arbeiten muss. Würde jemand sich wirklich mit ihnen unterhalten um etwas zu ändern, hätten sie mehr gewonnen, als eine Namensänderung, die zwar hübsch aussieht, aber das eigentliche Problem in keinsterweise vermittelt.
    Was eben auch daran liegt, dass die Menschen, die sich um soetwas kümmern, häufig selbst nicht betroffen sind und das eigentliche Problem nicht richtig erkennen.

    Also hat es nichts an der Gesamtsituation verbessert, obwohl damit scheinbar alle angesprochen werden, weil es diejenigen stört, die dafür sowieso kein Verständnis dafür haben.

    Ich für meinen Teil finde, dass es an der Gesamtsituation nicht wirklich etwas verbessert hat. Schön, dass ich jetzt "sehen" kann, dass ich angesprochen werde und es auch andere "sehen". Ich empfand das vorher jedoch auch schon so. Aber auch da hat jeder ein eigenes Empfinden.

    In meinen Augen hilft man durch Gendern scheinbar einem kleinen Teil der Bevölkerung. Grundsätzlich gut, aber andere Minderheiten dadurch zu behindern zB. blinde Menschen, die auf Computer angewiesen sind, die ihnen etwas vorlesen, Menschen mit einer Lese-/Rechtschreibschwäche oder Menschen, die unsere Sprache neu erlernen müssen, finde ich dahingegen jedoch nicht gut.


    Woran sollen diese Menschen sich jetzt halten? Was ist richtig gegendert, was nicht? Hänge ich an jedes ER einfach ein *innen hinten dran? Nein, das ist grammatikalisch einfach nicht korrekt, auch wenn es schön aussieht.

    "Die Mitglieder*innen" war da ein Beispiel dafür.

    Es gibt bei diesem Zeichenchaos nichts wirklich Eindeutiges wonach man sich richten kann.


    Von der Aussprache mal abgesehen. Wie Simitar bereits mehrfach erwähnt hat, wird zB der Genderstern oftmals auch einfach "überlesen". Wodurch dann zB. Liebe Sportler*innen zu Liebe Sportlerinnen wird. Dadurch, finde ich, habe ich dann aber auch nichts gewonnen.

    Wie bereits gesagt, Ausdrucksweisen, wie zB. Fachkraft für Lagerlogistik finde ich gut, völlig legitim, nachvollziehbar und sinnvoll. Das ist aber eindeutig und sollte für jeden verständlich sein.

    Für mich würde etwas die Gesamtsituation verbessern, was zu mehr Sichtbarkeit, Akzeptanz und Verständnis im breiten Spektrum der Bevölkerung führen würde. Dem ist aber bei der aktuellen Gendersprache für mich nicht so. Ich habe eher den Eindruck, dass das Gegenteil der Fall ist. Sowohl bei den Menschen die eh kein Verständnis haben, als auch bei den Menschen, die im allgemeinen Verständnis haben oder selbst betroffen sind. Was mir persönlich sehr missfällt, weil es nicht das ist, was in mein Augen viel wichtiger ist. Nämlich Akzeptanz und Verständnis füreinander.

    Hab auch das Gefühl, dass hier ein paar grundlegend dagegen sind und es nicht wirklich um die Lesbarkeit oder "Erhalt!" der deutschen Sprache geht, sondern eher schlichtweg dagegen sind.

    Und soll dem so sein, dass man verschiedene Meinungen hat, wenn dies auch vernünftig diskutiert wird.

    Ein paar würde ich jetzt nicht sagen. Ich denke eher, dass die meisten auch hier Verständnis haben und nicht grundsätzlich dagegen sind. Wenn Du aber ein Minimum mit ein paar meinst, dann gebe ich Dir Recht. Ausnahmen gibt's immer und wird es immer geben. Hast Du ja auch schon geschrieben.

    Ich finde, der Eindruck, dass ein paar mehr grundlegend gegen das Gendern sind, entsteht durch die Art und Weise der Diskussion.

    Wenn in einer Diskussion auf eine Meinung "scharf geschossen wird", dann schießt die Gegenpartei meist scharf zurück. Dies erweckt dann sicherlich eher den Eindruck, dass man zB grundlegend gegen etwas ist, auch wenn dem eigentlich nicht so ist.

    Es gibt Sätze und Äußerungen, die bei einer Diskussion einfach überflüssig und unnötig sind.

    Es macht alleine schon einen Unterschied, ob ich schreibe: "Das ist nicht so" oder "Ich finde, dass das nicht so ist".

    Weil das schlicht nicht erlaubt ist?

    Sagst doch selbst, dass das AGG richtig und wichtig ist.

    Und genau sowas beinhaltet auch das AGG?

    Außerdem sollte es doch nicht so sein, dass hauptsächlich nur ein Geschlecht gesucht wird??

    Das stimmt, es spricht aber auch nichts dagegen jemanden höflich und freundlich auf einen Fehler hinzuweisen, ohne gleich ein Fass auf zu machen. Unsere Gleichberechtigungsvertreterin hat in diesem Fall jedoch in der Tat ein riesen "Drama" davon gemacht.

    Tbh gehst du mehr auf die Schreibweise/Art von Incubus ein als wirklich zu diskutieren.

    Auch das ist korrekt.

    Anhand der Art des Postes und der voran gegangenen Seiten, kann ich erkennen, dass es für mich einfach keinen Sinn macht.

    Es würde in meinen Augen nichts bringen, da wir uns schlicht weg im Kreis drehen würden.

    Daran habe ich kein Intresse.

    Es geht und ging nie um das Meinen, sondern um das Repräsentieren.

    Das ist in meinen Augen doch Wortklauberei.


    Für mich ist klar, dass mit "Meinen" in diesem Fall auch "Repräsentieren" gemeint ist. Wenn alle gemeint sind, werden für mich alle angesprochen und somit alle repräsentiert.

    Wenn Du mich als respektlos erachtest, bitte. Ich sehe das anders.

    Ich finde, Menschen machen ständig "Dramen" oder "Theater", ganz gleich worum es geht.

    Würden die Menschen sich ALLE mit etwas mehr Respekt behandeln und die Meinungen anderer zumindest tolerieren, ohne gleich aggressiv zu werden, sich angegriffen fühlen oder zu provozieren, würde es deutlich weniger Dramen geben.

    Sicherlich ist meine Wortwahl etwas überspitzt. Aber aus Deinem Post schließe ich, dass Du die Kernaussage meines Postes nicht verstehst, nicht verstehen kannst oder willst oder einfach ignorierst.

    Selbstverständlich ist das AGG richtig und wichtig, darüber brauchen wir nicht diskutieren.


    Bezüglich der Stellenanzeige:

    Wenn jemand eine Frau sucht, haben die anderen eh keine Chance. Warum sollten alle angeschrieben werden?

    Das ist für mich pure Scheinheiligkeit. Sieht schön aus, ist es aber nicht.

    Was ich im übrigen noch viel schlimmer finde, als wenn ich selbst nicht angesprochen werde.

    Ich befürworte das Gendern durchaus, aber doch bitte so, dass es allen nutzt, sinnvoll und nachvollziehbar ist.

    Ich könnte noch weiter auf Deinen Post eingehen, das möchte ich aber nicht, denn sonst wären wir wieder an diesem Punkt:

    eine ewig lange Diskussion, bei der man nahezu nie auf einen Nenner kommen wird

    Was mir vor 'ner Weile mal wieder aufgefallen ist: In manchen Texten steht am Anfang oder irgendwo klein unten, dass zur Lesbarkeit nur die männliche Form verwendet wurde, aber natürlich alle Geschlechter gemeint sind. Wie ist'n eure Meinung zu so 'nem Kram?

    So lange es keine einheitliche Regelung gibt und nicht jeder genau weiß was richtig und was falsch ist fnde ich das absolut ok. Letztendlich sind mit dem generischen Maskulinum ja auch alle gemeint.

    Was mich am meisten an diesen ganzen Diskussionen über der Art Themen nervt ist, dass mehr als häufig Leute darüber streiten, die es gar nicht betrifft.
    Wie sagte ein Sprecher der Sinti und Roma in einem Interview: Es ist gut, dass der Begriff "Zigeunersoße" geändert wurde, aber es gibt viel wichtigeres an dem man arbeiten muss.
    Da kann ich nur zustimmmen.

    Wie bereits erwähnt, halte ich das Gendern für ok, so es mit der Sprache vereinbar ist. (Lehrkraft, Fachkraft für Lagerlogistik, etc.)
    Aber bei Mitglieder*innen hört mein Verständnis dafür dann auf. DAS Mitglied bezeichnet alle, entsprechend DIE MitgliedER ebenfalls. Wenn man Singular nicht Gendert, warum dann bitte Plural??? Weil da jetzt ER dahinter steht und es dadurch männlich wird??? Ja.... Nee,.... Das machen so viele falsch, das es mich schon echt nervt.
    Für mich gefühlt gendert jeder so, wie es ihm in den Kopf kommt. Wer soll da wissen was richtig und was falsch ist? Schreiben wir doch alle so, wie es uns gefällt. Warum nicht?......

    Auch diese ewige Beschwererei über alles geht mir auf den Sack.
    Wir hatten bei uns im Ort eine Stellenausschreibung: Junge Putzfrau gesucht.
    Riesen Theater von ner Gleichberechtigungsvertreterin, dass es ja wohl so nicht richtig seien könnte, man muss die Stellenanzeige genderneutral formulieren.
    Nach ihrem Drama wurde die Anzeige genderneutral ausgeschrieben. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass trotzdem eine junge Putzfrau eingestellt wurde.
    Aber Hauptsache irgendwer macht ein Drama draus und bekommt Recht.

    Mir ist es völlig Wurscht, ob es Vaterland und Muttererde heißt.
    Ich muss daraus nicht Heimatland oder Heimaterde machen, nur damit alle gleich berechtigt sind und sich angesprochen fühlen.

    Für mich bräuchten wir keinen Genderstern, keinen Unterstrich oder sonst etwas, wenn wir uns alle gegenseitig akzeptieren und als "gleich" bezeichnen würden. Dann würden auch alle irgendwann verstehen, das ein Koch sowohl männlich, weiblich, transgender, etc. ist. Dem ist aber nicht so.
    Diese typischen Klischees halten sich mehr als hartnäckig in unser Gesellschaft.
    Nur weil eine männliche Person Glitzer mag, ist er nicht gleich schwul. Eine weibliche Person, die vielleicht ein eher kantiges Gesicht hat und sehr kurze Haare, ist nicht gleich lesbisch. Dennoch hört man derart Sprüche nach wie vor ständig. "Warum magst Du das? Bist Du schwul, oder was?". Das fängt schon bei den Kindern an. "Heul nicht rum, Du bist doch kein Mädchen." etc. pp.

    Der Genderstern zeigt einem zwar auf, dass es mehr gibt, als männlich und weiblich, den einen oder anderen mag es freuen, weil alle scheinbar endlich angesprochen werden werden, aber bisher sehe ich dadurch keinerlei Verbesserung der Gesamtsituation. Im Gegenteil, diejenigen, die eh schon kein Verständnis dafür haben, regen sich noch viel mehr auf und es gibt zu Hauf Menschen, die zwar Verständnis haben, aber vom ganzen Gendern, was ist richtig oder falsch, mehr als genervt sind.
    Dazu zählen Menschen diverser Geschlechter.

    Was haben wir also durch die Gendersprache erreicht? Außer eine ewig lange Diskussion, bei der man nahezu nie auf einen Nenner kommen wird, im Grunde nicht viel und auch das Gegenteil von dem, was man erreichen will/wollte, ist mit dabei.

    Zu mehr Akzeptanz und Verständnis für einander führt das in meinen Augen eher nicht. Aber ich finde, genau das ist es, was unserer Gesellschaft fehlt.