Ich habe eher gemischte Gefühle, jetzt wo ich mit dem Anime durch bin. Eigentlich dachte ich, es ginge hauptsächlich nur um Shizuka und das Opening spoilert dann schon die Geschichte. Dem war aber nicht so. Eigentlich ist auch Marina ein Hauptcharakter, was mir dann nach anfänglicher Verwirrung in der fünften Episode klar wurde. Zeitreisen sind nun mal verwirrend.
Letzten Endes sank mit fortschreitendem Verlauf meine Sympathie für Shizuka und sie stieg dagegen bei Marina an. Allerdings nur ein bisschen. Ein kleines Licht am Rande spielt Naoki. Ich denke, er und seine Probleme hätten auch etwas mehr Tiefgang bekommen können. Das Ende war ein etwas merkwürdiger Frieden, wenn man bedenkt, dass die familiären Probleme der Kinder gar nicht gelöst sind.
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Zwar hat Takopi eigentlich alles verschlimmert, aber er ist Shizuka und Marina im Gedächtnis geblieben sodass eine einzige Skizze ausgereicht hat, dass sie sich nicht mehr ganz so sehr hassen. Vielleicht haben sie sich ja von ihm irgendwie verarscht gefühlt.
Takopi konnte ich kaum ertragen. Seine extrem naive Art und quietschiges Auftreten hat einen absoluten Kontrast zu den restlichen Protagonisten erzeugt. Dazu auch immer wieder fröhliche Musikuntermalung, während Shizuka oder wer auch immer gerade existenziell am Boden zerstört ist. Kann man machen, aber das hat vieles an Immersion zerschossen.
Takopi's Original Sin spart nicht mit expliziten Szenen von Mobbing, Suizid und Gewalt. Opfer werden zu Tätern und Täter zu Opfern. Schade, dass das Ende nicht sonderlich viel löst. Für mich ist der Anime weder überragend, noch für die Tonne.
Aber ich liebe diesen schroffen Zeichenstil.