Joa, war ehrlich gesagt ziemlich klasse, der Anime. Ich bin zwar zur Zeit etwas demotiviert, was das Anfangen von neuen Anime angeht. Aber da ich selbst elf Jahre getanzt habe, weckte die Serie dann doch das Interesse in mir.
Ich kann nur sagen, Tatara, ein naives kleines Bürschchen, ist ein echtes Wunderkind. Schon allein durchs Zusehen komplizierte Figuren zu meistern und Choreografien zu tanzen. Dann noch innerhalb eines Jahres nicht nur an Breitensportwettbewerben, sondern auch noch an Turnieren teilzunehmen ist einfach nur verrückt. Aber wenn man nun mal ein Wunderkind ist, geht das. Ich finde es ganz gut, dass die Story zweigeteilt ist. Er tanzt erst mit Mako und im weiteren Verlauf mit Chinatsu. Zwei völlig verschiedene Mädels. Wobei ich richtig traurig war, dass er aufhörte, mit Mako zu tanzen, nur um seine Aufgabe zu erfüllen. Die beiden passten so wunderbar zusammen. Da war ja die Dame Nummer Zwei ein absoluter Krampf. Aber ich finde, es schadet nicht, mal so einen großen Kontrast darzustellen. Desweiteren wurde auch auf die Vergangenheit der Nebencharaktere eingegangen. Besonders rührend war die Geschichte mit Akira und Chinatsu. In sofern fand ich den Handlungsablauf und die Charaktere gut gestaltet.
Die Animationen sind leider doch nicht so schön, wie ich sie mir gewünscht hätte. So wirklich flüssig waren sie nicht. Da in dieser Serie so viel Bewegung drin steckt, hätte man das mit den Animationen eigentlich ausnutzen müssen. Was hier allerdings sehr hervor sticht sind die Mimiken. Sie sind schon regelrecht grotesk, aber sagen dadurch viel über den Gemütszustand der jeweiligen Person aus. Ansonsten ist der Soundtrack ganz ok. Ich habe logischerweise auch auf die Musik in den Tänzen geachtet, ob mir etwas bekannt vorkam. Da war dann eigentlich doch nur "Sing, sing, sing", was die Erinnerungen wieder hervorholte. Nebenbei hasse ich dieses Lied.
Alles in Allem fand ich den Anime aber dennoch gut. Es wurden viele Aspekte des Tanzens beleuchtet und auch die Gedanken der Tänzer dargestellt. Man hätte jedoch noch so viel mehr ansprechen können. Jedenfalls ist es eine gelungene Serie, welche durchaus im Sport-Genre erwähnt werden sollte.
So, und in der zweiten Staffel geht es dann mit Latein weiter.

