Beiträge von Freigeist

    Vergesst Katzen und denkt an Säbelzähne, vergesst Orcas und denkt an richtige Killerwale, vergesst Eidechsen und denkt an Dinosaurier! Mit dieser schlechten Einleitung würde ich gerne den Urzeit-Thread in diesem Forum eröffnen.

    Dinos und Urzeitlebewesen haben bei vielen Menschen schon in frühem Kindesalter Interesse geweckt. Ich gehöre auch dazu. Die erste große Leidenschaft kam mit den schrecklichen Echsen. Traurigerweise ist dieses spätestens ab der weiterführenden Schule verkommen. Doch es schlummert noch in mir. Also lasst uns dieses Interesse noch einmal beleben. Gerne können wir hier über Lieblingstiere aus der Urzeit, Filme, Serien und Bücher, Paläontologie oder über andere persönliche Erfahrungen damit sprechen. Was euch eben zu dieser Faszination einfällt.

    Irgenwie bereue ich es auch, nicht mit nostalgischen Klassikern großgeworden zu sein. Na gut, da waren zwar Kinderserien wie Wickie und die starken Männer oder Heidi, aber zum Programm auf VOX und RTL II kann ich leider nichts beitragen. Umso mehr erfreut es mich, wenn ich dann doch (teils durch euch) Interesse entwickele und mir etwas aus dem älteren Repertoire vornehme. Ich kann, z.B. bei Lupin, dem Dritten, dann zwar nicht sagen: "Ach wie schön, endlich mal wieder meinen Lieblings-Dieb in Aktion zu sehen". Doch den Nostalgie-Wert spüre ich trotzdem. Ein Gefühl, das bei heutigen Anime fehlt. So unterscheiden sich diese in Charakteristik und Animation doch sehr. Daher kann ich auch jüngeren Generationen empfehlen, sich etwas aus der Zeit vor ihrer Geburt anzusehen. Denn schlecht waren die Filme und Serien nicht.

    Bisher habe ich dieses Problem nicht in extremer Form bemängeln können. Jedoch fiel es mir zuletzt bei Jigoku Shoujo auf.

    Kurz gefasst, ein Mädchen, dass einen Bund mit einem Menschen eingeht, um eine verhasste Person in die Hölle zu schicken. Klingt interessant. Doch der Anime wurde einfach komplett kaputt gemacht, aufgrund seiner übermäßigen Episodenanzahl, aufgeteilt auf insgesamt drei Staffeln. Ich habe nichts gegen episodische Handlung. Doch diese macht einen Großteil der Serie aus und wird dementsprechend irgendwann langweilig.

    Dass am Ende jeder Staffel versucht wurde, alles noch mit ein bisschen Hintergrundgeschichte aufzuwerten, hat in meinen Augen nicht funktioniert. Meines Erachtens wäre eine anfängliche episodische Handlung nicht schlecht gewesen. Diese hätte sich mehr und mehr zu etwas Großem entwickeln sollen. Der Bezug zur Vergangenheit wäre da kein schlechter Ansatz.

    Eine Serie, welche es fertig bringt, sie immer wieder zu anzusehen.

    Nicht, wie es bei mir oft ist, in erster Linie der Handlungsstruktur wegen. Ich neige dazu, Anime mit komplexen und auf den ersten Blick unverständlichen Geschichten zu favorisieren, da das Auseinandernehmen und Antworten selbst zu erschließen unglaublich spannend ist. Doch hierbei haben sich doch vergleichsweise wenig Fragen aufgetan, da diese während der Serie schon beantwortet werden. Es ist aber nicht so, dass sie dem Zuschauer ins Ohr geschrien werden. Relativ verständlich und doch ist das eigene Denken selbst von Nöten, um dahinter zu kommen. Was hierbei vielmehr zum Vorschein kommt ist die Dramatik, welche mich eigentlich in ihren Bann zog. Fehler aus der Vergangenheit tragen sich oft mit in die Zukunft. Somit entsteht ein Katz und Maus-Spiel. Lisa's Rolle als Unwissende, welche nur ihren persönlichen Problemen zu entfliehen versucht, wird in ein Ereignis geworfen, in dem sie entgegen mancher Erwartungen nicht die leitende Rolle spielt und ebenso nicht den Faden der Geschichte in der Hand hält. Und dennoch beeinflusst sie indirekt das Geschehen mit. Auch Nine und Twelfe sind aufgrund ihrer kontrastreichen Persönlichkeiten sehr interessant, wenn sie im Handlungsgeschehen mitwirken. Shibazaki ist in seiner Art und Position ebenfalls wunderbar gestaltet. Dadurch zieht sich das Genre mit in einen Krimi hinein, wobei Geschichten, die uns aus unserer Welt bekannt sind, aufgegriffen werden.

    Unterstrichen von gelungenen Animationen und einer Filmmusik, welche die Ambiente der Szenen gelungen untermalt, ist dieses Drama ein wundervoller Anime, welcher tiefgründig, mitreißend und einfühlsam ist.

    @Hououin;Kyouma Ich gebe zu, ich tue mich hin und wieder schwer Handlungen und Zusammenhänge richtig zu erfassen. Doch hier sah ich lediglich nur, wie das Duo mit jedem Sieg mehr Motivation entwickelt, gegen Gott zu gewinnen. Wenn diese Handlung doch eine (mir versteckte) Tiefsinnigkeit besitzt, dann würde ich dies natürlich gerne von dir erfahren.

    Ich tippe mal auf Johann aus dem Anime "Monster".

    Du bist also ein Mensch, der vielleicht etwas altbacken ist und nicht unüberlegt handelt. Finde ich gut. Das mit dem Forensterben kenne ich auch. Nun ja.
    Dann also Herzlich Willkommen in der ACG. Leb' dich gut ein.

    An mir prallen die Smartphones ab, wie Flummis an einer Wand. Ich hielt von Anfang nichts von dem neuen Wandel. Ich hatte auch nie das Bedürfnis mich ständig und überall von diesem "Telefon" bespaßen und überwachen zu lassen. Ich habe keines und das wird auch so bleiben.

    PS: Ein normales Handy habe ich trotzdem, falls jemand meint ich würde dann aus der Steinzeit kommen xD

    Was hab ich da gerade gesehen? 5/10

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    4/10 Die Musik ist toll, aber der Gesang nicht so.

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    Ich glaube ich habe einen neuen Lieblingsfilm. Der Zeichenstil ist wunderschön, die Charaktere sind wundervoll und das ständige Überleben und miterleben des Krieges in der Heimat versetzt einen in Atem. Auch hier verlieren nahstehende Menschen ihr Leben und grundlegende Fragen kommen auf. Wo ist mein Platz in dieser Welt? Suzu habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Verträumt, kreativ und nachdenklich - fast so wie ich manchmal. Nur am Anfang des Films kam ich mit den vielen Personen durcheinander. Doch sonst bin ich absolut begeistert. Man merkt schon, ich kriege es kaum noch hin eine objektive Kritik zu schreiben. Deshalb beende ich meinen Beitrag mit dem Zitat:

    "Menschen verlieren sich schnell aus den Augen. Wenn ihre Gestalt erstmal unserem Blick entschwindet, erreichen auch unsere Worte sie nicht mehr."

    Spoiler anzeigen

    Tut mir Leid. Habe noch einen Kritikpunkt vergessen. Das Ende hat mich ehrlich gesagt schockiert. So waren doch zuvor keine blutigen Szenen zu sehen. Und dass die Familie das Waisenkind aufnimmt ist zwar nett, aber es passt nicht so ganz rein. Es war doch eigentlich ein zufriedenstellendes Ende. Also wieso dann noch diese Unterbrechung mit dem Kind? Gut, das wollte ich nochmal loswerden. An meiner Gesamteinstellung zum Film zum ändert das trotzdem nichts.

    Länge: ca. 80 Minuten
    Erscheinungsjahr: 1999
    Genres: Drama, Slice of Life, School
    Regie: Satoshi Dezaki
    Studio: Magic Bus Inc.

    Nachdem Asuka von ihrer Mutter sowohl körperlich als auch geistig misshandelt wird, nehmen sich ihre Großeltern ihr an. Langsam lernt sie ihren eigenen Wert als menschliches Wesen kennen und überwindet derweil viele Hindernisse. Doch auch in der Schule gilt es, die Probleme zu überwinden. So lernt sie neue Freunde kennen und wird selbst zur Hoffnungsträgerin. Denn auch die anderen Kinder haben ihre Probleme, mit denen sie kämpfen.

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    Meinung: Dieses Alltagsdrama richtet seinen Fokus nicht nur auf Hauptprotagonistin Asuka. Neben Mobbing werden auch Behinderung, Suizid, Selbstbestimmung und unbewältigte Konflikte aus der Vergangenheit behandelt. Dabei kommt das Mädchen mit vielen Personen in Berührung, sodass deren Konflikte in nachvollziehbarer Weise aufgezeigt werden. Doch auch wenn es langsam bergauf geht, werden manche Hoffnungen zerstört und der Verlust trifft auch den Zuschauer selbst. Denn das Charakterdesign lässt einem so manche Menschen ans Herz wachsen. Trotzdem konnte der Film die Emotionen nicht genügend ausschöpfen. Meiner Meinung nach wechseln die Konfliktszenen relativ schnell, sodass Angestautes schnell wieder verpufft. Auch die Musik untermalt die Handlung nicht wirklich passend. Es ist aber auch ein Kinderfilm, sodass man nachvollziehen kann, dass die junge Zuschauerschaft nicht zu sehr mitgerissen werden soll.

    Vielleicht ist der Film nach manchen Standpunkten nicht perfekt, doch er spricht viele soziale Probleme ausführlich an und ist deshalb auch weiter zu empfehlen.

    Länge: ca. 48 Minuten
    Erscheinungsjahr: 1992
    Genres: Drama, Horror, Gewalt, Historisch
    Idee: Suehiro Maruo
    Regie: Hiroshi Harada

    Midori ist eine zwölfjährige Blumenverkäuferin im Tokio der späten zwanziger Jahre. Durch den Tod der Mutter völlig allein und mittellos, schließt sie sich einer reisenden zwielichtigen Schaustellergruppe an, die ihr Publikum mit einer klassischen Freakshow unterhalten. Inmitten obskurer Krüppel und bizarrer Fetischisten fristet sie nun ein hoffnungsloses Dasein, welches geprägt ist von Schlägen, Vergewaltigungen und Sklavenarbeit. Erst als sich der kleinwüchsige Magier Masamitsu der Truppe anschließt, scheinen sich die Dinge für Midori zum Guten zu wenden.

    Meinung: Abstrakt und obskur ist dieser Anime allemal. Doch völlig unrealistisch ist er dennoch nicht. Viele Formen der Gewalt finden in dieser Zeit ihren Platz. Aus freien Stücken und dennoch gefangen muss Midori Tag ein Tag aus, das Leid, das die verstoßene Truppe verübt und ausstrahlt, miterleben. Dabei gehen manche Szenen über die Grenzen der Realität hinaus und verblüffen auf eine abstoßende Weise den Zuschauer. Trotzdem behält sich die Geschichte noch einen kleinen Funken Hoffnung, der auch in der so widerlichen Zirkustruppe noch zu stecken scheint. Der Film ist durch und durch ausgefallen, unterstützt durch unmenschliche und doch realitätsnahe Handlungsweisen, sowie einem äußerst interessanten Zeichenstil.

    Es ist herzzerreißend. Nicht anders von einem Kriegsdrama zu erwarten, das von Studio Ghibli kommt. Mir gefallen die beiden Hauptcharakter sehr. Und auch der Handlungsstrang. Zwar wird das ausreißerische Verhalten erst Recht für das Drama sorgen. Doch das macht diese Geschichte besonders und erzählt eine interessante Sichtweise, während alle anderen noch jemanden haben und sich einander helfen. Mit viel Liebe, die in den Protagonisten, den Animationen und der Musik steckt, ist dieser Film ein herausragendes und äußerst dramatisches Werk - Und ein Muss, wenn man sich Ghibli-Filme ansehen will.

    Hmmm, es heißt nichts gutes, wenn ich mich an den Anime zurück erinnere und er mir nicht mehr wirklich im Kopf hängen geblieben ist. Mirai Nikki ist ja sehr bekannt und beliebt. Trotzdem versuche ich mal so viel wie möglich aus dem Gedächtnis zu holen.

    Gefangen in ein Spiel um Leben und Tod, als Ziel ein Gott zu werden, klingt doch sehr spannend. Vor allem, wenn noch ein wenig Tomatensaft hinzukommt. Rückblicke in Yunos Vergangenheit stellen Fragen auf und machen den Anime dramatischer. Doch irgendwie war Miss Yandere die einzige Person, die ich wirklich spannend fand. Yukiteru hat als Weichkeks nicht wirklich in die Hauptrolle gepasst. Und dann kamen die Gegner. Ich habe trotz des guten Charakterdesigns oft vergessen, wer nochmal wer war. Ansonsten gab es auch zahlreiche weitere Konflikte neben Yunos früheren Zeiten. Allerdings kam bei mir nicht wirklich Spannung auf. Irgendwie fehlte dem Ganzen so eine Art "Pfiff". Es war halt nach dem Prinzip: Alle Gegner durchrattern und fertig. So richtig zufrieden war ich am Ende der Serie nicht. Aber vielleicht auch, weil ich nicht alles verstanden habe und keine Lust hatte die Fragen nochmal aufzugreifen.

    Jetzt, wo ich das schreibe überlege ich, Mirai Nikki nochmal anzusehen. Denn einfach ist die Handlung nicht und bei einem zweiten Mal kann man durchaus mehr in die Tiefe gehen.