Moe-Soldatinnen! Das schreit förmlich wieder nach Klischee. Aber so ist das nicht.
Soweit ich mich erinnern kann, sind diese Elemente zwar enthalten, jedoch beherrschen sie nicht den gesamten Anime. Mit dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges (hier als dieser aber nicht betitelt) sind die Mädchen nun in einer Festung in der Nähe eines französischen Dorfes (wahrscheinlich irgendwo in den Alpen) stationiert. Zwischendurch werden persönliche Hintergründe, wie Verluste durch den Krieg, und geschichtliche Aspekte des Dorfes aufgegriffen. Diese beeinflussen die Handlung auch zu einem gewissen Teil. Auch die Ablehnung der Soldatinnen und Bräuche des Dorfes werden aufgezeigt. Ansonsten besteht die Geschichte aus dem Alltag der Mädchen auf dem Fort. Doch zum Ende nimmt der Anime neue Ausmaße an, welche nichts mehr an einen entspannten Slice of Life erinnern.
Großes Lob verdient der Anime auch beim Soundtrack. Die Untermalung mit der klassischen Musik wirkt sehr professionell und passt ebenso zum Anime. Einer der besten OSTs, die ich erlebt habe. Eine kleine Sache gab es aber doch, die mich gestört hat. Die Vermischung der 40er Jahre mit Panzertechnologien aus der Zukunft. Das passte mir nicht ganz ins Bild und erweckte gegen Ende hin den Eindruck einen Star Wars-Film zu sehen.
Dennoch ist er sehr gelungen und greift trotz seiner augenscheinlichen Einfachheit komplexe Themen auf, welche sich jedoch nicht in den Vordergrund drängen. Er ist daher eine gute Empfehlung meinerseits.
