Mir hat der Anime sehr gefallen. Ich habe gemerkt, dass Krimis ziemlich interessant sind und ich viel zu wenig sehe.
Die Anzahl der Episoden war gut gewählt, selbst wenn ich am Anfang dachte, es würde nicht reichen, da in der ersten Hälfte kein richtiger Hinweis zu Tage kam und alle nur gemutmaßt haben. Dann allerdings hat Saikawa die Geschichte ziemlich schnell durchschaut. Mir hätte es besser gefallen, wenn schon zur ersten Hälfte hin, die ersten Beweise vorgelegen hätten. Aber schlimm fand ich es nicht. Man wurde jedoch mit der Menge an Zusammenhängen am Ende regelrecht überrumpelt, was ich persönlich wieder mag, da es einen zum Denken herausfordert. Trotzdem hat mir, glaube ich, noch etwas mehr Drama gefehlt. Denn so richtig mitgefiebert habe ich leider nicht.
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Ich habe noch eine Verständnisfrage zur Handlung. Als die Leiche von Magata's Tochter aus der Wohnung gerollt kam und das Licht aus ging. Ist dann Magata an der Gruppe vorbei und hat sich auf das Dach geschlichen, um dann mit Shindou die Ankunft per Hubschrauber zu simulieren? Hab ich das richtig verstanden? Denn bei der Ergründung der Vergangenheit und Motive der Morde ist der Tathergang leider etwas untergegangen.
Mit Saikawa hatte ich schon von Anfang an Sympathie geschlossen. Seine Art, das Sein und die Dinge des Alltags in Frage zu stellen und sich nach etwas anderem, fast schon unerreichbarem, zu sehnen ist beeindruckend. Diese Thematiken werden im Verlauf der Serie immer Wichtiger und steigern sich auch. Für Abwechslung sorgte Nashinosono. Ihre aufgeweckte und neugierige Art wirkte einer durchgängigen düsteren Atmosphäre des Animes entgegen. Von der optischen und musikalischen Sicht aus, war er gut umgesetzt und alles hat gepasst.
Der Anime wird zum Ende hin recht anspruchsvoll. Dennoch ist er gut gelungen und es Wert, von allen Rätselfreunden geguckt zu werden.