Während ich die Serie nun erneut durchgesuchtet habe, ist mir aufgefallen, dass ich zu Ghost in the Shell allgemein noch nie mein Fazit geschrieben habe. Zeit, das nachzuholen, auch wenn dieser Thread viel mehr für den allerersten Film bestimmt ist.
Wie man sich sicherlich denken kann, bin ich großer Fan des Franchises. Als ich mich damals an den Cyberpunk-Anime heranwagte, war ich schnell fasziniert und habe mir ein Film/Serie nach der anderen angeschaut. Ich bin leider nicht mehr sicher, was ich alles angesehen habe. An GitS Arise kann ich mich noch als letztes erinnern, aber dazu werde ich zu einem anderen Zeitpunkt meine Meinung schreiben. Lediglich die Hollywood-Verfilmung und diese 3D-animierte Serie, sind neuere Ableger, die ich bisher ignoriert habe.
Generell habe ich bei Ghost in the Shell eigentlich keine Kritikpunkte. Während die Filme eine eigens entwickelte Story besitzen, bieten die Serien Stand Alone Complex und 2nd GIG mehr Abwechslung mit kleineren Geschichten. Dennoch gibt es auch dort einen Hauptleitfaden, wie zum Beispiel der Fall des Lachenden Mannes. Die Charaktere sind alle wie perfekt für ihre Rolle geschaffen. Ich habe ehrlich gesagt keinen Lieblingsprotagonisten, weil ich alle einfach toll finde. Wobei die Tachikoma mit ihrer niedlichen, aber intelligenten Art auch ein bisschen Humor reinbringen. Neben dem Science-Fiction-Setting und der Action, ist die Atmopshäre nämlich ziemlich düster. Im Prinzip ist der Anime eine Art Actionkrimi/Politthriller. Die Handlung ist dementsprechend anspruchsvoll und nicht unbedingt leicht zu verstehen. Musikalisch kann ich auch nicht meckern. Vor allem die Openings der Serie feiere ich. Mit Yoko Kanno als Komponistin hat man beim Soundtrack auch nichts falsch gemacht.
Für mich zählt Ghost in the Shell mit seinen Fortsetzungen zu einem ungeschlagenen Cyberpunk-Werk. Für Leute, die anspruchsvolle Kost suchen, sind die Einstätze von Sektion 9 genau das richtige.