Beiträge von Laffer

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    Das japanische Eheleben, bzw. die Vorstellung von Familie ist in Japan teilweise noch sehr anders als bei uns. Das ist so eher der schwierigste Teil an Japan.

    Liebe wird selbst in der Familie mit Babies nicht so in der Berührung ausgedrückt, wie bei uns. Die Distanz ist dort viel größer, deshalb wachsen die Kinder ohne das Gefühl des Streichelns und Schmusens auf, was für uns ein Ausdruck von Liebe ist.

    In der Jugend verwechseln Sie dadurch jedwede Nettigkeit und Berührung sofort mit Liebe. Außerdem ist der gesellschaftliche Druck sehr hoch mit 25 verheiratet zu sein. Weil sie heiraten ohne tief zu lieben, ist schon sehr bald die Luft raus. Da man sich aber nicht scheiden lässt führt man den Rest des Lebens eine Versorgungsehe. Daher ist es ok, dass beide Fremdgehen, nur darf keiner die Beziehung verlassen.

    Die tausenden von Love Hotels sprechen Bände....

    Hallo, habe 2014 zwei Wochen in einer japanischen Familie verbracht, kann dadurch ein paar Eindrücke zur Sprache schildern.

    Dem kann ich nur zustimmen. Die älteren Semester können in der Regel GAR KEIN Englisch, die jüngeren nur bedingt!Zum Zeitpunkt des Reiseantritts konnte ich immerhin Hiragana lesen, Katakana zwar auch ansatzweise aber meistens noch mit Fehlern und langsam, ansonsten kannte ich einige Vokabeln des täglichen Lebens, also vorallem Namen der Nahrungsmittel, danke bitte gute Nacht etc.
    Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, die Japaner versuchen dich zu verstehen, sie versuchen zu helfen! Ich bin mit meinem gebrochenem Japanisch und viel Zeichensprache gut um die Runden gekommen! Außerdem hab ich mir ein Notizbuch gekauft und immer mit mir rumgeschleppt um mir in der Not etwas notieren zu lassen oder Skizzen zu zeichnen :D

    Kleine Anekdote zur Kommunikation:
    An einem Tag war ich auf dem Rückweg zu meiner Gastfamilie und habe mein Handy in der Ubahn verloren. Krise! Mir ist der Verlust direkt nach dem Verlassen der Ubahn aufgefallen woraufhin ich vor meiner größten Aufgabe im Hinblick auf Kommunikation stand.
    Ich bin zum Station-Manager gegangen (in Japan hat jede Ubahn-Haltestelle Manager vor Ort), dort saßen nun 2 Ü50 Männer. Es hat definitiv einige Zeit gedauert auf das Thema zu kommen (das die japanische Vokabel einfach Smartphone in sehr japanischer Aussprache ist hätte ich vorher ahnen sollen). Beschreiben konnte ich mein Handy dann auch nur mit den Wort für die Farbe "weiß" begleitet von einem Kopfschütteln und dem Wort nein, aber diese Tabu-artige Kommunikation hat schließlich dazu geführt das ich eine Adresse bekommen hab (komplett in Kanji damit es schwere ist :D) und somit zum Fundbüro gelangen konnte. Tatsächlich wurde es dort abgegeben! (Bemerkung: es war ein für den Zeitpunkt recht neues handy, ein paar Wochen vorher hatte ich hier in Deutschland ein altes klumpen handy auf ähnliche weise verloren welches natürlich nie in einem Fundbüro ankam)
    Mein total ratloser Blick beim Begutachten des Rückerhaltformulares ersparte mir dann das ausfüllen :D Immerhin war es auch das einzige Handy mit deutschen Einstellungen in dem Fundbüro.
    Ein-zwei Tage später saß ich wieder an der Ubahn Haltestelle, dieses mal mit meinem Kollegen. Plötzlich steht ein Mann vor mir, verbeugt sich tief und sagt etwas. Mein Kollege teilte mir dann mit, dass der Mann sich als einer der Station-Manager geoutet hat und sich für seine fehlenden Englischkenntnisse entschuldigte. Das hat mich tief beeindruckt, immerhin hat das gesamte Team nicht nur alles gegeben um den Rückerhalt zu ermöglichen, nun auch noch eine Entschuldigung wobei ich mich eigentlich für mein geringes Japanisch hätte entschuldigen müssen.

    Am besten immer Frauen ansprechen, bei denen ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass sie Englisch sprechen....

    Also, so negativ wie ihr es darstellt, ist es überhaupt nicht. Die Nachteile überwiegen meines Erachtens die Vorteile. Das mit dem Arbeiten ist gar nicht so schlimm. Viel Stress, der bei uns durch Egoismus, Rücksichtslosigkeit etc. entsteht, den gibt es in Japan nicht. Die Fahrt in Öffis ist Erholung, viele Japaner können bei dieser Ruhe schlafen und selbst ich konnte das nach mehreren Monaten problemlos.
    Alle alltäglichen Dinge, wie Einkaufen gehen, sind in Japan vollkommen stressfrei und angenehm. Man kann es am Sonntag, oder ganz spät abends. Im selben Kaufhaus sind Kinos und Restaurants, das ist Entspannung. Die Onsen, die Kenkolands, all das macht das Leben angenehm. Kleine Reisen am Wochenende, das Land ist dafür organisiert. Niemals auf Abfahrtszeiten von Zügen zu schauen, sondern einfach zum Bahnhof gehen, der max 5 Minuten von mir zu Fuß entfernt liegt, einfach göttlich.

    Und wie gesagt, das Arbeiten ist gar kein so schlimmes Thema. 12-13 Stunden arbeiten hauptsächlich Selbständige, aber das ist in Deutschland auch so. Der normale Industriearbeiter hat seine geregelten 8 Stunden, der Büroangestellte max 10... In Tokio fangen die meisten Büroangestellten nicht vor 9:15 an..., dann ist doch klar, dass es abends später ist... 1 Stunde Mittagspause, dann ist die Regelarbeitszeit erst nach 18:15 vorbei. 1 - 2 Überstunden, die die Japaner aus Finanzgrünen machen und es ist halt 19:15 oder 20:15.... danach arbeitet fast keiner mehr. Danach gehen viele mit Kollegen in eine Bar.... aber das aus familiären Gründen, die ich euch gerne auch erläutern kann, wenn Interesse besteht....

    Ich habe 2 mal in Japan gelebt.

    1 Jahr 1998-1999 in Mukogaoka-yuen, Kawasaki-shi und in Tokio Idabashii gearbeitet....

    9 Monate 2007 in Yokohama und auch in Yokohama gearbeitet.

    Ich habe durchaus gemischte Erfahrungen gemacht...

    In vielerlei Richtung ist das Leben in Japan deutlich angenehmer. Es gibt keine Kleinkriminalität, es wird nicht versucht einen übers Ohr zu hauen.
    Essen und Touristik sind absolut fantastisch.
    Die Sauberkeit und der Zustand von öffentlichen Toiletten etc. fantastisch.

    Aber es gibt auch nervige Sachen. In den meisten Geschäften haben die Mitarbeiter überhaupt keine Ahnung, fragst du nach einem TV und nach technischen Details, weiß keiner Bescheid. Alle sind super freundlich, aber haben keine Ahnung. Akihabara mag da etwas eine Ausnahme darstellen.

    - Arbeitsmoral (für den Chef gut aussehen und dein ganzes Leben für die Arbeit opfern ist die Norm, minimale Freizeit)

    Die Arbeitsmoral ist nicht besser als in Deutschland, nur folgendes ist zu beachten! Japan ist teuer und die Japaner lieben Luxus. Die Gehälter reichen im Normalfall nicht aus. Aber Überstunden werden bezahlt. Daher schläft der Standardbüro Angestellte von 14 - 16 Uhr mit offenen Augen am Schreibtisch, um dann bis nach 20 Uhr durchzuarbeiten. Aber nicht weil er zuviel Arbeit hat, sondern das Überstunden Geld braucht.

    Hallo und willkommen in der Community Laffer,

    so sehr ich mich auch freue zu lesen, dass du versuchst deine alten Websites mit neuen Inhalten wieder zu beleben, so schade finde ich es, dass du so offene Werbung und Abwerbeversuche von Mitgliedern startest.
    Normal solltest du wissen, dass sowas immer einen faden Beigeschmack hat. Vielleicht überdenkst du deine Werbestrategie noch einmal.

    In unserem Vorstellungsbereich sollte es um dich als Person gehen und nicht um deine Arbeitsprojekte. :eo-sweat:

    Ich wünsche dir natürlich trotzdem viel Spaß in der ebenfalls nicht kommerziellen Anime Community Germany

    Hallo Da loco,

    abwerben ist überhaupt nicht mein Ziel. Abwerben bedeutet, dass diese Personen hier nicht mehr hin kommen. Das wünsche ich mir nicht! Also keine Sorge. Ich würde unsere Seiten eher als komplementär, denn als konkurrierend einschätzen. Daher interessiert mich Demographie und Interessen und wo nicht besser als in einer aktiven Community!

    Obwohl ich zu den älteren gehöre zählen Comics, Manga und Anime seit meiner Jugend zu meinen Hobbies. In den 90ern habe ich die ersten deutschen Comic Websites gemacht und betreibe auch die nicht kommerziellen Fan Websites http://www.manga.de und http://www.draongall.de . Hier war ich lange abstinent, aber wir haben diese gerade mit viel Aufwand neu gestartet und befinden uns in der Beta Phase. Deshalb schaue ich mich gerne bei den aktuellen Communities um und suche nach neuen Ideen und Erfahrungen. Bin gespannt, was ich hier lernen kann. :):)