Aufgrund dieses Artikels habe ich es mir mal durchgelesen. Also wirklich sozialistisch (Staatseigentum, Verstaatlichungen etc.) klingt es nicht.
Es kommen Bekenntnisse zum deutschen Mittelstand, so etwas könnte man auch bei der FDP oder CDU finden.
Zum Thema Faschismus: "
Rechtsextreme, rassistische und gewaltbereite Ideologien jeder Art lehnen wir ab." Darunter dürfte auch Faschismus fallen. Nach dem Wortlaut müssten aber auch die Ideologie der Hamas (aber auch das Handeln der israelischen Siedler) oder Putins Handeln darunter fallen.
"Das Gleiche gilt für den neuen politischen Autoritarismus, der sich anmaßt, Menschen zu erziehen und ihren Lebensstil oder ihre Sprache zu reglementieren. Wir verurteilen Versuche zur umfassenden Überwachung und Manipulation der Menschen durch Konzerne, Geheimdienste und Regierungen."
Danach dürfte sie Putin eigentlich nicht mögen, denn der ist autoritär, reglementiert die Sprache (es darf nicht von Angriffskrieg gesprochen werden), die Russen werden überwacht und manipuliert.
Aus dem Programm geht jedenfalls eine Ablehnung der NATO unter Führung der USA hervor.
Siehe auch eine Einschätzung des DLF
Sahra Wagenknechts Aussagen zum Ukraine-Krieg (deutschlandfunk.de)
Fazit: Wirklich sozialistisch klingt das Parteiprogramm meiner Meinung nach nicht, Worte wie "Verstaatlichung" kommen nicht vor. Wenn man Frau Wagenknecht etwas vorwerfen kann, dann ist es die Unterstützung Russlands, die nicht zum Parteiprogramm passt.