Also ich bin ein Mensch, der alles bis zum Erbrechen aufschiebt. Egal, worum es geht. Ich erledige die Dinge dann meist erst, wenn ich sonst Konsequenzen davon tragen würde. Alias Haushalt wird nur gemacht, wenn Besuch kommt, davor kann ich mich absolut nicht dafür aufraffen. (Denn es wurde einem mal beigebracht, dass man keinen Besuch in komplett verdreckte Wohnungen lässt). Der Geschirrspüler wird nur angestellt, wenn kein Besteck mehr da ist. Wäsche gewaschen, wenn nix mehr da ist. Und so weiter und so fort.
Termine schiebe ich in der Regel ewig vor mich hin. Ich brauch seit ca. 2 Jahren einen neuen Führerschein, krieg ich nicht gebacken, mir einen Termin zu machen und einen neuen zu beantragen. Ich will mir 'nen Reisepass beantragen, krieg ich auch nicht hin einen Termin zu machen. Ich müsste eigentlich mal zu 1-2 Ärzten. Auch das krieg ich nicht hin.
Oft finde ich einfach keine Motivation dafür. Bei vielen Dingen hoffe ich einfach, dass es jemand anderes erledigt oder mir Druck macht. Von mir aus alleine bin ich mir sehr sicher, dass ich die meisten Dinge vermutlich nie bewältigt kriege.
Hab das auch in der Schule früher oft gehabt. Da wird dann halt erst 1 Tag vor der Prüfung gelernt oder teilweise in den 10 Minuten Pause in der Schule für einen Test.
Also...nee, ich hab da absolut kein "Rezept" für Motivation. Höchtens andere Menschen, die mir in den Arsch treten oder helfen. Oder wenn Dinge absolut notwenig sind, also quasi irgendwie eine Art Druck. Ich verstehe auch nicht dieses Gefühl der "Belohnung" dahinter. Ich fühle mich nach unliebsamen Aufgaben nie belohnt, sondern nur meiner Zeit beraubt.