Ich denke schon, dass kleine Unterschiede in den Erfahrungen (zB mit wem man unmittelbar vorher gesprochen hat) ziemliche Unterschiede bei zB der Beurteilung einer Situation machen können.
Dass man gleich "tickt", muss nicht unbedingt heißen, dass man immer die gleiche Meinung hat oder gar über das gleiche Wissen verfügt.
Ich habe mich jetzt erst einmal wortgetreu an das theoretische Szenario der Überschrift gehalten. Also das ich wirklich mir selbst begegne, nicht jemandem anderen der nur ähnlich tickt. Und in dem Fall gilt für mich wirklich meine Aussage.
Wenn es um ein natürlich auch realistischeres Szenario ginge, also einem anderen Menschen zu treffen, der mir nur ähnlich ist, dann sieht die Sache natürlich anders. aus. Hier wäre die Frage, wie ähnlich diese Person mir ist. Und von was für ein Begegnen oder was für eine Beziehung reden wir.
Oder anders: Ich verstehe mich langfristig am Besten mit Menschen, die ähnlich ticken wie ich, aber eben nur ähnlich. Also Menschen, die schon die gleichen Interessen haben, hier im Detail aber eben doch auch mal andere Geschmäcker. Denn genau diese Differenzen machen es dann interessant.
Für nur einmalige Begegnungen finde ich dagegen durchaus Menschen am Interessantesten, mit denen die Unterschiede im Lebenslauf sehr extrem sind. Mit solchen Menschen Erfahrungen über das Leben auszutauschen, komplett andere Perspektiven aufgezeigt zu bekommen, all das macht solche Begegnungen reizvoll.