Beiträge von Aka

    Finde das äußerst problematisch. Auch wenn das Thema überraschenderweise bisher an mir vorbeizog, so ist dieser Online Markt an sich doch weniger verwunderlich. Aber logischerweise liegt wie auch bereits von Chojin angesprochen darin das Problem. Würde es zum Beispiel stattdessen "nur" um Artefakte rund um die Berliner Mauer gehen (Bruchstücke der Mauer selbst, Tagebücher von Bewohner der Ost und Westgrenze, Erinnerungsfotos auf denen zwischen den Grenzsoldaten Kinder spielen ...) so würde ich darin ein deutlich geringeres Problem sehen. Denn um es mal ganz einfach zu formulieren: Natürlich gibt es nicht nur in Deutschland Extrem Rechtsradikale und bei der Vorstellung das sich solche beim Lesen eines Briefes verfasst von einem K.Z. Insassen ergötzen wird mir übel. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit das dieser Brief mit Respekt behandelt wird natürlich gleich null. Wäre jedoch schön wenn mindestens jeder zweite Brief/jedes Dokument den Weg zu seinen Nachkommen oder den ins Museum finden könnte. Mag sein das es private Sammler geben mag, die ohne böswillige Absichten erwähnte Schriftstücke sammeln. Aber ich würde es gerechter finden wenn diese Egoisten die Schriftstücke mit der Welt teilen würdn. Schließlich sind und waren es nie ihre eigenen Erlebnisse oder Geschichten. Auch ist es aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich das viele der Auktionatoren aus Nächstenliebe von den möglichen Profit absehen würden. Schließlich geht es um den größten Krieg der Menschheitsgeschichte, da dürfte es doch genügend Interessenten geben um es mal kühl zu formulieren.

    Habe in der letzten Zeit eher weniger Lust Fleisch zu essen, was immer mal wieder Phasenweise auftritt. Selbst wenn welches von mir verzehrt wird ist es nicht so das ich nicht anschließend an die dafür gezüchteten und geschlachteten Tiere denke. Offen gesagt: Ja, früher besaß meine Person noch diese "Ist mir doch egal" Einstellung. Aber in der letzten Zeit muss ich immer wieder (auch wenn es mal nur zwischendurch ist) darüber nachzudenken, dass es einfach nicht richtig sein kann das ein lebendiges und fühlendes Lebewesen sterben muss nur um meine Gelüste nach Lebensmitteln zu befriedigen. Außerdem ist die ganze Geschichte hinter dem Billigfleisch zutiefst abartig. Die Rede ist hier nicht bloß von Tierleid, (was für sich genommen schon schlimm genug ist) sondern von Strategien die auch Lebensmittel Giganten wie Coca Cola, Nestlé und Co. anwenden. Sprich: Import ihrer Waren in Schwellenländer, (manchmal auch Entwicklungsländern wenn es sich rechnet) langsame Übernahme der dort heimischen Märkte, (was einen Teufelskreis nach sich zieht) Errichtung einer oder sogar mehrerer Fabriken (die selten von den jeweiligen Staaten kontrolliert werden da ordentlich Schmiergelder fließen, wodurch fröhlich das meist ohnehin schon knappe Grundwasser verunreinigt wird) usw. Es ist halt ein (m.M.n.) komplexes Thema, aber stumpfe Slogans wie "Hör lieber auf Tierkadaver zu essen!" tragen nichts zum Thema bei und dürften kaum jemanden zum Umdenken bewegen.

    P.s. Falls ich mich irgendwo unklar ausgedrückt haben sollte, bitte gerne nachfragen.

    A silent voice

    War ganz in Ordnung und auch hier und da mal ganz ergreifend. Shoko gefiel mir auch ausgesprochen gut als weiblicher Hauptcharakter. Nur konnte ich bis einschließlich zum Schluss nicht mit Shoya warm werden, was nicht an seiner Vergangenheit als Mobber sondern seiner gesamten Person als solcher lag. Jedenfalls ein starker Anime wenn man bedenkt worum es eigentlich ging. Nur Naoka war wirklich ein widerliches Miststück und hat mich tatsächlich öfters beinahe zur Weißglut gebracht. Aber selbst bei ihr zeigte (wenn auch eine sehr späte) Einsicht - auch wenn das im Anime nicht deutlich projiziert wurde.

    Als nächstes steht "Orange" auf der Liste. Ebenfalls eine Empfehlung von Miako .

    Für mich persönlich ist das schwer zu beantworten. Ich habe meine Katze. Gut möglich das wenn mein Leben reibungslos verlaufen wäre ich Sie niemals im Arm halten oder gar hätte streicheln dürfen. Aber (auch wenn ich es immer wieder versuche klein zu reden) durch meine Erkrankung bin ich für mittlerweile für den freien Arbeitsmarkt ungeeignet. Manch einer würde jetzt vielleicht denken: "Ist doch keine große Sache." Oder: "Ha, Der hat es gut, kann faulenzen und beschwert sich auch noch." Aber so ganz richtig trifft das nicht zu. Zum einen habe ich mal vor circa so 1 bis 2 Jahren das Glück haben dürfen über die A.W.O. (Arbeiter Wohlfahrt Organisationen) an einigen tollen Orten arbeiten zu dürfen (wenn auch nur vorübergehend.) Darunter waren auch Stellen als Küchenhilfskraft in Kindergärten. Tatsächlich hat (zu meiner eigenen Überraschung) gerade diese Tätigkeit sehr viel Spaß gemacht. Nur musste die A.W.O. Bielefeld Einsparungen vornehmen, weswegen diese Projekte keine Unterstützung mehr fanden. Zum anderen war es auch so, daß diese Art der Arbeit für mich Selbstbestimmung bedeutete und meinen Alltag einen nennenswerten Sinn verlieren hat - der kleine finanzielle Bonus war natürlich auch nicht zu verachten. Mir wurde zwar auch angeboten in Werkstätten für Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen zu arbeiten, allerdings war ich schon immer sehr grobmotorisch. Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht wählerisch, sondern einfach nur überdurchschnittlich schlecht in der Ausführung der meisten Tätigkeiten. Also, trotzdem würde ich sagen zufrieden zu sein. Es ist halt einfach schwer zu definieren. Könnte mich zu 100% darauf einigen wenn ich einen Job hätte der mir Spaß macht.

    Edit: Persönlich finde ich es überaus wichtig auch mal mit weniger zufrieden sein zu können. Alles andere kann entweder schon in Richtung Glück (ein inflationär benutzter Begriff dessen Zustand jedoch eher selten im Kontext erreicht wird) oder Unzufriedenheit gehen. Ja, meiner Auffassung nach bedeutet Einfachheit/Minimalismus (für mich selbst gesprochen) Zufriedenheit.

    Hatte gestern mal wieder kein Verlangen danach verspürt etwas zu essen. Das kam erst gerade eben auf und für solche besonderen Anlässe sind meiner Erfahrungen nach Instant Noodles prädestiniert. Natürlich werden diese nicht einfach nur mit heißen Wasser aufgegossen, mit den beigelegten getrockneten Gewürzen beziehungsweise Geschmacksverstärkern bestreut und anschließend verzehrt. Nein, die Instant Noodles werden (zumindest bei mir) immer mit dem gewürzt was gerade da ist. Egal ob Ingwer, Chilli, Zwiebeln, Knoblauch ... so wird aus einen an sich tristen Gericht jeh nach verwendeten Gewürzen eine kleine aber intensive Reise.

    Oh - und dazu gibt es stilles Wasser sowie Tee.

    Nachdem der vergangene Tag größtenteils überaus bescheiden an mir vorbeizog wird die einzig vorhandene Option daraus bestehen abzuwarten das der hiesige Einkaufsladen wieder seine (wenn auch recht schmucklosen) Pforten öffnet, sodass ich meine Vorräte aufstocken kann.