Am Ende des Tages steht auf der einen Seite das Individuum, und auf der anderen Seite die Gesellschaft als gesamtes.
Und irgendwo dazwischen muss man dann halt verschiedene Individuen basierend auf entsprechend gewählten Gemeinsamkeiten zusammenfassen, wenn man über gewisse Themen in einem größeren Maßstab sprechen möchte.
Klar, "links" und "rechts" ist sehr groß, und auch bei "linksextrem" und "rechtsextrem" hat man immer noch eine Menge Unterschiede zwischen den verschiedenen Individuen; aber wenn man dann irgendwann anfängt diese Gruppen wieder und wieder zu unterteilen kommt man am Ende doch wieder bei der einzelnen Person raus. Das ist für Grundsatzdiskussionen nicht hilfreich imo.
Die Frage ist am Ende also, welche Einteilung man wählen und nach welchen Kriterien man unterteilen möchte.
Wie Incubusbereits sagte, und da stimme ich zu - "links" und "rechts" sind Begriffe, die mittlerweile überholt sein sollten. Die schleppen wir seit der französischen Revolution mit uns rum, weil die Leute da halt grade so saßen. Wow.
Ich glaube, dass es da wirklich Zeit für neue Einteilungen wird. Vielleicht basierend auf dem jeweiligen Feindbild? Also menschenfeindlich, systemfeindlich, kapitalismusfeindlich, demokratiefeindlich, andersgläubigfeindlich, bla bla? Keine Ahnung, da müssten klügere Köpfe ihren Gehirnschmalz investieren. Aber grundsätzlich denke ich auch, dass das System links/rechts nicht mehr zeitgemäß ist.
Das ist nicht böse gemeint, aber die Bibel wird auch nicht neu erfunden nur weil sie ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Ein möglicher Kompromiss könnte jedoch sein, dass man sich zum Beispiel bei Begriffen wie Systemfeind oder Andersgläubigfeindlich entscheiden kann ob man eben entweder diese Wörter verwenden möchte oder nostalgische Klassiker wie Kollaborateur beziehungsweise Ketzer anwenden mag.
P.s. Sollte deine Bemerkung Sarkasmus gewesen sein, dann ignoriere meine Antwort da ich es in diesem Fall offensichtlich missverstanden habe.
