Inwiefern sollen Weltereignisse beeinflussen, ob ich mich als Mensch oder biologischen Mann sehe? Solang mich niemand in einen Computer stopft (oder ich sterbe, nur noch ein menschlicher Körper und ggf. verrottet bin), bin und bleibe ich ein Mensch und biologischer Mann. Ich behaupte ja nicht, dass jegliche Form der künstlichen Veränderung einem Mensch das Menschsein raubt. Bei einer totalen Konversion wäre das der Fall, sprich keine (oder nur eine minimale Anzahl) Zelle(n) entspringt deinen Genen. Das Beispiel der Gurke ist zugegeben etwas random, aber genetisch sind Mensch und Gurke eindeutig trenn- und definierbar. Stellt sich die Frage, wie lange eine Gurke noch eine Gurke ist, wenn sie keine Gurkenzellen beinhaltet. Man könnte (kann?) Gurkenzellen bestimmt synthetisch herstellen und zu einer Gurke formen und diese wohlmöglich auch Gurke nennen. Ein menschliches Bewusstsein könnte aber etwas komplizierter sein. Wiederum reine Zukunftsmusik. Wahrscheinlicher wäre eine Ausrottung des Menschen oder der Erde und unsere fortlaufende Existenz als verstreute Atome im Kosmos. Trotzdem definiere ich mich lieber als Mensch, anstatt als Teil einer Gaswolke im nahezu leeren Raum. Folglich wäre alles andere anzunehmen, als dass im hier und jetzt biologische Frauen und Männer existieren, aus meiner Sicht reine Spinnerei. Natürlich sind das menschengemachte Definitionen anhand von Regeln und Gesetzen die eigentlich keine sind, genau wie alles andere, das wir sagen, denken und wahrnehmen.