Die Sprecherposition spielt eben ein Rolle, wenn es um soziale Wahrnehmungen geht, sorry. Du weißt das hoffentlich auch (?) Ist nun wirklich nichts Neues in der Sozialtheorie.
Als Betroffener sehe ich das ganz anders. Ich weiß auch nicht, woher du dir die Dreistigkeit nimmst zu denken, du könntest dich auch nur ansatzweise in andere Menschen hineinversetzen und Hypothesen dazu aufstellen, wie sie etwas empfinden oder was sie zu empfinden haben. Soziale Ungerechtigkeit und Rassismus können genau so einen weißen, gebildeten Mann treffen und das tun sie auch. Das ist pure Diskriminierung.
Und natürlich kenne ich mich nicht mit Sozialtheorie aus. Woher zum Teufel auch? In beinahe jedem Thread stichelst du mit diesen nervtötenden Anspielungen, dass du ja so tiefgehendes Wissen im relevanten Gebiet hast. Es gibt tatsächlich Menschen, die nicht über beide Ohren in Fachliteratur stecken. Oder halt anderer. Wie wäre es mal mit einem kleinen Funken weniger Selbstverherrlichung, das käme bestimmt gut an.
Ah, das gute alte "Kinder hungern in Afrika"-Argument, das keines ist. Deiner Logik nach können wir ja ganz schön tief sinken, bis wir uns dem Standard ausgebeuteter Entwicklungsländer angleichen? Klingt für mich eher wie ein Totschlagargument, um Reformen und Verbesserungsanliegen abzuschmettern. Stimmt, wir sollten unbedingt auf der ganzen Welt sämtlichen Fortschritt genau synchronisieren, oder was? Und seit wann wird ein Unrecht besser, nur weil ein zweites dazu kommt? Das ist alles höchst fragwürdig, was du da schreibst.
Es gibt viele Gründe zu meckern - klar sind das die typischen Totschlagargumente. Dass sich die Gesellschaft ernsthaft mit so einem trivialen Thema auseinandersetzt zeigt doch, wie gut es uns geht. Da kann man nur auf hohem Niveau meckern und offensichtlich wird davon reichlich Gebrauch gemacht. Folglich: Mimosen. Wie wärs mal mit angemessener Förderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache. DAS gleicht soziale Ungerechtigkeit aus. Geht dafür jemand auf die Straße? Nein! Gendersprache ist ein Witz und ich verstehe nicht, wie sie so viele ernster nehmen, als tatsächliche Verbesserungsvorschläge!
Und daher auch das "Woanders-ist-es-noch-schlimmer"-Argument. Verstehe.
Wo ist das ein Widerspruch? Ich interessiere mich für relevante Probleme, von wem die ausgehen ist mir egal.

