Ich selbst besitze keinen Organspendeausweis. Mein Bruder besitzt einen und hat uns, also die Familie, auch gebeten einen auszufüllen. Hab mich aber nie weiter damit beschäftigt und besitze daher nur Halbwissen darüber. Prinzipiell hab ich nichts dagegen, wenn anderen Menschen damit geholfen werden kann. Ich muss aber zugeben, dass ich nicht den Elan besitze mich da drum zu kümmern und zu informieren. Von daher wird es wohl ewig dauern, bis ich einen haben werde, wenn denn überhaupt.
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„Schrecklich“, dachten wir uns, als wir verstanden hatten, was der Aufdruck zu bedeuten hatte. Nur weil es an Organspenden fehlte, musste die Person unter dem anonymen Grab sterben. Demotiviert und in melancholischer Stimmung stiegen wir auf der anderen Seite des Friedhofs wieder in den Fahrstuhl und fuhren bis in die oberste Etage, dem Aussichtsturm der Akademie. Wir brauchten etwas frische Luft und wollten so weit Weg wie möglich von diesem dunkeln Ort.
Die Fahrstuhltür schob sich auf und wir erblickten einen wunderschönen blauen Himmel und eine warm scheinende Sonne. In der Mitte der Aussichtskuppel stand eine aus Bronze gegossene und etwa 3 Meter große Statur des vitruvianischen Menschens. Beeindruckt von Ihrer Ausstrahlung fingen wir an die Figur zu umkreisen. Doch auf einmal stießen wir mit etwas zusammen. „Entschuldigung“, sagten wir schneller als wir überhaupt erkennen konnten, mit wem oder was wir zusammengestoßen waren. Eine Frau, schlank und groß gebaut, Sie trug eine rote Wollmütze auf dem Kopf, verbarg Ihr Gesichter hinter einem grünen Schal und hielt ein kleines Sparschwein unter Ihrem Arm. Ihre Augen sagten uns, dass Sie uns ebensowenig bemerkt hatte wie wir Sie.
Unserem Blick kaum glaubend und den Mund offen lassend griffen wir sofort nach dem Sparschwein und hielten es so fest wie wir konnten. Die Frau hingegen zerrt mit aller Kraft und versucht unsere Hände vom Sparschwein wegzuschlagen. „Her mit dem Sparschwein du Diebin. Dafür gehörst du hinter Gittern!“, schrieen wir der unbekannten Person entgegen. Diese entgegnet nur „Dann halt zur Hölle mit den Münzen, ich befreie meinen Bruder auch ohne Kaution. Hier, da hast du sie.“ und schleuderte das Sparschwein Richtung Boden. Vergeblich versuchen wir das fallende Sparschwein aufzuhalten und konnten nur mit beobachten, wie das Porzellan zerbricht und die Münzen zum Vorschein kamen. „Nein, wie konntest du das nur tun?“, fragen wir die Person, ohne jedoch eine Antwort zu erwarten.
Viel mehr konnte Sie uns auch gar nicht mehr antworten, Sie hatte jedenfalls nicht die Absicht dazu. Im Moment, wo wir unseren Satz beendet hatten, sahen wir, wie die Frau über das Geländer des Turms in den Abgrund sprang. Erschrocken standen wir auf und rannten zum Geländer, Richtung Abgrund blickend. Doch da war niemand, keine fallende Person und - zum Glück - keine auf dem Boden liegende Person. Verwirrt blickten wir uns weiter um und waren uns sicher, dass wir etwas übersehen hatten. In dem Moment sahen wir wie die gesuchte Person aus einem Karren gefüllt mit Heu kletterte und das weite suchte.
„Mist!“, sagten wir uns, verärgert, dass uns der Dieb entkommen zu sein schien, gleichzeitig aber erleichtert, dass es nicht nach dem Aussah, was wir im ersten Moment dachten. Immerhin haben wir Ihr die Münzen vom Schweinchen entwenden können. Ich ruf das Schweinchen gleich mal an und sage Ihm was Ich für Ihn habe.
HINWEIS: Du erhältst einen Award und Münzen entsprechend deiner Antwort in der oben stehenden Umfrage im laufe des 24. Dezembers.