Ich finde es immer wieder faszinierend, wie von der Ablehnung eines "Extrems" auf die Befürwortung des anderen Extrems geschlossen wird. Hier und anderswo.
Nur, weil man sagt, es bringt nichts, Fleischesser aggressiv anzugehen (und man sollte lieber XY), heißt das doch nicht, dass man fordert, die sollen mit Samthandschuhen angefasst werden? Es gibt so viele Nuancen in Kommunikation, da ist einiges möglich, was weder unter Samthandschuhe noch aggressives Verhalten fällt.
Ein wesentlicher Faktor, wie was wirkt, hängt daran, mit wem man redet. Die Nachricht entsteht beim Empfänger und so. Manche lassen sich eher auf etwas vorsichtig formuliertes ein, bei anderen wirkt etwas längerfristig erst mit mehr Nachdruck.
Und natürlich ist die Frage, was ich erreichen möchte. Eine Anregung zum Umdenken (mehr als anregen kann man ja nicht)? Oder möchte ich meinem Gegenüber nur mitteilen, dass sein Verhalten moralisch verwerflich ist und mir ist egal, ob er sein Verhalten ändert oder nicht? Bei letzterem kommt es nicht so sehr drauf an...