Ich habe in mehreren Wohnungen mit Treppenhäusern und potenziellem Narbarkontakt gewohnt, jetzt nicht mehr. Ich habe unterschiedliche Erfahrungen gemacht:
Im Studentenwohnheim (Flurgemeinschaft) wars mir egal. "Hallo" (wenn überhaupt) und weitergehen. Hab da eh nur 7 Monate gewohnt.
Dann in ner WG. Das war grauenvoll, weil wir da mit der älteren Nachbarin unter uns (und in Folge mit dem Vermieter) diverse Streitigkeiten hatten (vor allem das übliche: wir Studis sind zu laut, wenn wir über den Flur schleichen). Da habe ich nachhaltige Angst vor Geräuschen im Treppenhaus, Tür- und Telefonklingeln entwickelt. Da bin ich nur raus, wenn ich mir 110% sicher war, dass niemand im Treppenhaus ist.
Danach in ein Einfamilienhaus. WG mit einem Mitbewohner im Obergeschoss, unten drunter die Vermieterin. Darauf habe ich mich nur eingelassen, weil ich halt sonst nix gefunden habe. Da bin ich Anfangs auch nicht gerne jemandem begegnet, aber die Vermieterin war so nett, dass sich meine Angst nach vielen Monaten langsam gelegt hat. Dann waren mir Begegnungen wieder egal.
Danach bin ich noch 3 mal umgezogen. Flurgemeinschaft, 6-Parteien-Haus und jetzt Doppelhaushälfte, wo ich Nachbarn noch in der Tiefgarage oder am Gartenzaun begegnen kann.
Im 6-Parteien-Haus bin ich den Nachbarn neben uns eigentlich sogar ganz gerne begegnet, besonders als unser erstes Kind da war, da die schon zwei Kinder hatten. Kinder verbinden :D
Wenn wir also müde und erschöpft die Treppe hochgeschlappt sind und dann 3 Worte Zuspruch kamen "Das wird besser", hat mich das tatsächlich aufgebaut.
Und jetzt begegne ich den Nachbarn im Garten wirklich gerne, weil sich da durchaus oft spontane Grillgelegenheiten ergeben oder die Kinder (es hat sehr viele Kinder hier) eben zusammen spielen. Aber im Garten sitzen und Quatschen kann man schwer mit ner Begegnung im Treppenhaus vergleichen :D