Aber wenn selbst Mediziner sagen, dass der einzige wirklich große Unterschied zwischen dem Coronavirus und der Grippe darin besteht, dass es noch kein Impfstoff gegen Corona gibt.
In den Medien (egal welche) wird gerne von "Experten" gesprochen. Das Problem, was ist denn nun ein Experte? Ein Hausarzt, ein Virologe oder was? Wenn ich mir die Medien anschaue (zu diesem aber auch zu anderen Themen) scheint mir irgendwie jeder ein Experte zu sein, bis hin zum Studenten.
Leider ist es aber auch so, dass selbst unter den Experten scheinbar unterschiedliche Meinungen vorhanden sind. Die einen sagen "nicht so schlimm", die anderen widersprechen dem und fordern, Corona-Ferien für Schüler, Reisewarnungen oder gar Verbote. Dieses hin und her, die Tatsache das es keine einheitliche Sichtweise oder gar belegbare Fakten für irgendeine Seite gibt, gepaart mit reisserischen oder beschwichtigenden News der Medien, führen zu Verunsicherung der Bevölkerung. Und wenn man dann noch die Twitter-Hashtags verfolgt, ist eh alles verloren. Auch was die Zahl der Infizierten betrifft bekommt man keine klare Antworten. Die einen nennen eine Zahl, von anderer Stelle hört man andere Zahlen. Die Faktenlage ist in meinen Augen also eher Richtung mangehalft.
Diese Verunsicherung führt dann eben auch zu panikartigen Handlungen wie z.B. den Hamsterkäufen. Man möchte vorbereitet sein, für alle Fälle. Ich kann es den Leuten eigentlich nicht einmal verübeln, auch wenn ich es stark übertrieben finde. Die Bevölkerung will schlicht und einfach vernünftig informiert werden.
Die Frage ist nun, nimmt man diese Erkrankung nun ernst oder nicht. Oder, soll man sie ernst nehmen oder nicht. Je nachdem müsste man handeln. Würde man sie ernst nehmen, wäre sie so gefährlich wie mancherorts beschrieben, dann müsste man auch vollkommen anders handeln, dann müsste mit aller Kraft versucht werden die Ausbreitung einzudämmen oder zumindest zu verringern. Dazu gehören dann Reisebeschränkungen oder Verbote, Verbote von Veranstaltungen, Quarantäne von Infektionsgebieten und und und. Also im Prinzip vieles von dem was in anderen Ländern bereits praktiziert wird, hier aber als übertrieben belächelt wird. Man müsste auch neben den bekannten Fällen jene einrechnen, die sich schon angesteckt haben, aber von ihrem Glück nichts wissen und natürlich auch eine gewisse Dunkelziffer. Denn die Zahl 670 (aktuell bekannte fälle in Deutschland) ist jetzt schon veraltet, das war sie schon als sie niedergeschrieben wurde.
Vorkehrungen werden aktuell nur von Betrieben getroffen, jene die ihre Mitarbeitet soweit möglich von zu Hause arbeiten lassen. Von Seiten der Poltik gibt es nichts neues, nur ein Reagieren, keine (pro)aktiven Maßnahmen. Ich habe das Gefühl, man will das aussitzen. Warten auf wärmeres Wetter mit der Hoffnung das es dann ähnlich läuft wie bei der Grippe, die sich in sommerlichen Temperaturen ja auch eher schwer tut. Vielleicht wird es so ablaufen, aber vielleicht auch nicht.