Ich finde es schade, dass viele durchaus interessante Diskussionsthemen neuerdings in einem unnötigen verbalen Schlagabtausch zweier Seiten ausarten. Oftmals liest man dabei dann die gleichen Namen in den verschiedenen Themen. Dabei wäre es doch so einfach: schreibt eure Meinung zum Thema und respektiert Meinungen anderer. Gerne darf diskutiert werden, aber dann geht anderen Mitglieder mit einer abweichenden Meinung nicht gleich an den Hals. Auch auf Fehler darf gerne hingewiesen werden, aber ohne sein Gegenüber als dümmlich oder unwissend zu bezeichnen. Ich frage mich ernsthaft, was daran so verdammt schwer sein kann, diese wirklich simpeln Spielregeln einzuhalten.
Da es einige aber nun scheinbar nicht verstehen möchten, weise ich gerne noch einmal darauf hin. Benehmt euch. Wer dazu nicht in der Lage ist, bekommt künftig dann eben entsprechend Verwarnungen. Das Gleiche gilt für jene unter euch die der Meinung sind, jedes Thema in ihr persönliches Spamparadies verwandeln zu müssen.
Und zurück zum Thema:
Ich bin gläubiger Katholik...zumindest auf dem Papier. Ich bin damals getauft worden (hatte ja keine Wahl), habe die Kommunion und die Firmung mitgemacht. Letzteres wollte ich eigentlich nicht mehr, aber meine Eltern. Den Religionsunterricht habe ich nach der Firmung abgewählt, gab nette Freistunden, der Ersatzunterricht wurde erst nach mir eingeführt.
Gläubig in dem Sinne bin ich jedenfalls nicht. Ich glaube nicht an einen Gott, so wie er gerne beschrieben wird. Ich kann aber natürlich nicht ausschließen das es wirklich ein oder gar mehrere höhere Wesen gibt. Ich lasse aber auch jedem seinen Glauben und respektiere die Religionen und Gläubigen - solange sie friedlich sind und anderen nicht ihren Glauben aufzwingen wollen.
Als "Papierkatholik" mit Kommunion und Firmung habe ich in der Vergangenheit mehrfach unsere Kirche besucht, ich war auch in anderen Christlichen Gotteshäusern wie z.B. dem Kölner Dom. Ich bewundere die jeweilige Architektur der Gebäude und auch die teilweise sehr interessante Geschichte dahinter. Auch die "Geschichten" (neues und altes Testament) sind teilweise recht interessant.
Viel interessanter finde ich aber die Überlegungen wie die Religionen samt ihrer Götter und Propheten entstanden sind. Da gibt es ja durchaus einige Ansätze. Ich persönlich favorisiere den Versuch der frühen Menschen Naturereignisse wie Blitz und Donner, Erdbeben, Tsunamis, Kometen, Sonnenfinsternisse, usw. zu erklären. Heute verstehen wir natürlich weitesgehend wie z.B. ein Gewitter entsteht, die Menschen vor tausenden Jahren verstanden es nicht und die einfache Erklärung war: das ist die Strafe eines höheren Wesens, bzw. eines Gottes. So gab es dann in manchen frühen Religionen Götter für nahezu jedes Ereignis. Und um sie milde zu Stimmen wurden sie dementsprechend angebetet. Natürlich dürften die tatsächlichen Abläufe um einiges komplexer gewesen sein, aber ich denke ich versteht auf was ich hinaus möchte.
Eine andere Idee, die vielfach (und teilweise auch zurecht) belächelt wird: Aliens! (ihr dürft jetzt lachen!) Klingt wahrlich absurd. Ich schaue sehr gerne die Doku-Reihe Ancient Aliens. Generell kann ich die Doku sehr empfehlen, ist sehr interessant. Aber wie schon gesagt, wird sehr gerne belächelt. Vieles von dem was man dort sieht und hört ist auch wirklich dämlich. Es wird ein Stein umgedreht: da waren Aliens am Werk! Aber der Grundgedanke dahinter, dass es in der Vergangenheit Besucher von anderen Welten gab, die dank fortschrittlicher Technologie und Wissen von unseren Vorfahren in den Götterstand befördert und angebetet wurden, finde ich persönlich tatsächlich gar nicht so abwegig. Ist für mich auf jeden Fall deutlich wahrscheinlicher als der Gedanke das "da oben" tatsächlich ein bärtiges Wesen im weißen Gewand sitzt, welches Himmel, Erde und Leben in nur 7 Tagen erschuf.
Auf jeden Fall gibt es zur Entstehung der Religionen und des Glaubens an Götter und dergleichen viel interessenten Lesestoff.
Wie schon gesagt respektiere ich alle Glaubensrichtungen wenn sie friedlich ausgelebt werden. Problematisch wird es wenn irgendwelche Fanatiker einen anderen Glauben nicht respektieren wollen. Viele Kriege der Geschichte haben direkt oder indirekt mit unterschiedlichen Glaubensvorstellungen zu tun. Und auch heute noch entstehen immer wieder Konflikte aufgrund unterschiedlicher Religionen.
Auf der anderen Seite finden sehr viele Gläubige in ihrem jeweiligen Glauben Halt, auch in den schlimmsten Phasen ihres Lebens. Der Glaube gibt ihnen Kraft diverse Situationen zu überstehen und manchmal auch einen Sinn im Leben. Teilweise wirklich bewundernswert.