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Beiträge von Chojin
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Aka Danke für die Erläuterung.
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Kommentare wie "Bergen Belsen war nur ein Seuchenlager."
Rein aus Neugierde: Lieferte derjenige auch eine Begründung zu diesem Schwachsinn? Wie kam er zu dieser Ansicht?
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Da weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll. :D
Das eine, was ich in dieser Sache kritisiere bzw. auch nicht verstehe - und das sieht man auch an manchem Kommentar hier - ist die fehlende Differenzierung bzgl. Lieder aus der NS-Zeit. Nicht jedes Lied aus den Jahren 1933-1945 ist im Sinne unserer Gesetzgebung zu Recht verboten bzw. strafbar. Jene Lieder, die unter diese Kategorie fallen, propagieren die NS-Ideologie - daher auch Propaganda - seien es antisemitische-, antibritische-, antipolnische-, rassistische-, völkische- oder kriegsverherrlichende Motive. Im Zuge der Entnazifizierung nach Kriegsende 1945 wurde da auch in allen Bereichen gestöbert, gesucht, untersucht, differenziert ob NS-propagandistisch oder nicht und dementsprechend ein Verbot ausgesprochen, oder nicht. Das Lied "Erika" fällt letztlich nicht darunter - auch wenn manche bzgl. der NS-Herkunft Schnappatmung bekommen mögen. Hätten die Schüler beispielsweise das verbotene "Horst Wessel Lied" abgespielt, gesummt oder geträllert, wäre ich vollends dabei, wenn die Schule da ein Verbot auspricht - wie gesagt, zu Recht. Übrigens ist auch nicht jeder Film aus der NS-Zeit gleichzeitig ein NS-Propagandafilm. Auch hier wurde differenziert, was die obigen Kriterien erfüllt - dementsprechend verboten wurde - und welche nicht. Aber das tut hier nichts zur Sache.
Zum Komponisten Herms Niel - weil in jedem Artikel auch sein Eintrittsjahr in die NSDAP steht. Was sagt das nun aus? Nur, das er in der Partei war, nicht mehr und nicht weniger. Wieviele Leute, beispielsweise Staatsbeamte, Professoren, Lehrer, etc. sind bzw. mussten in die NSDAP eingetreten, weil ihnen sonst keine berufliche Perspektive mehr blieb oder ihnen ihre Pension aberkannt wurde. Wieviele sind aus rein opportunistischen Gründen eingetreten, ohne glühende Nationalsozialisten gewesen zu sein. Und wieviele Wehrmachtssoldaten, die nicht gleichzeitig in der Partei Mitglied waren bzw. durften (erst ab 1944), waren aktiv an Kriegsverbrechen beteiligt. Aber das ist ein anderes Thema.
Der andere Kritikpunkt ist das Verbot. Persönlich glaube ich kaum, das es die meisten Schüler davon abhalten dürfte. Das sind keine 3-jährigen Kleinkinder mehr. Auch wären die Hintergründe zu klären, wie denn die Schüler das Lied verwenden. Marschieren sie im Stechschritt mit erhobenem rechten Arm über das Gelände uns singen Erika? Finden sie das Lied, den Gesang oder den Text einfach nur witzig? Was fasziniert die Schüler daran? Hier wäre der richtigere Weg - was ja das Gymnasium wohl auch vor hat - das Lied bzw. dessen Hintergrund zu thematisieren. Pickt euch doch die Schüler heraus, die das Lied via Social-Media umherverteilen und besprecht das Lied mit ihnen, dessen Geschichte, macht eine Textanalyse, durchforscht die Motive, vergleicht diese mit richtigen NS-Propaganda-Liedern (um NS-Propaganda zu erkennen, muss man sich mit solcher auch auseinandersetzen),... Es gäbe viele Ansätze, das einem jungen Menschen näher zu bringen, ohne es mit einem Verbot vom Tisch zu fegen.
etwas posten kann, dass auch nur im Ansatz eine Verharmlosung der NS Zeit darstellen könnte ist mir unbegreiflich.
Beziehst du das auf meine Frage zur "An der schönen blauen Donau" und Mengele? Wenn du dich ein wenig mit der Geschichte um Auschwitz-Birkenau beschäftigst, viele Berichte und Dokumentationen mit/von ehemaligen KZ-Häftlingen, SS-Männern, dem staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau, und vielen anderen Quellen suchst, liest und siehst, findest du auch diese belegte Tatsache.
Gerade bei dem immer stärkeren Aufkeimen von rechtem und teils rechtsradikalem Gedankengut bei jungen Menschen. Gerade dank solchen Liedern und Inhalten auf Tiktok und co.
Da hilft nur Aufklärung, Reflektion, geschichtliches Aufarbeiten und Differenzierung - kein Verbot. Schon gar nicht bei einem nicht verbotenen Lied.
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Ich frage mich gerade, ob besagtes Gymnasium auch "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauß verbieten würde, wüßten die Verantwortlichen, das Dr. Josef Mengele dessen Melodie bei der Selektion an der Rampe von Auschwitz-Birkenau fröhlich vor sich hin pfiff?
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Mal was geschichtlich einzigartiges: Drei Arbeits-Tagebücher zum "Landjahrheim 1935 - Niederschreiberhau" (Schlesien) vom 24.4.1935 bis zum 30.10.1935. Jetzt kann ich mein Sütterlin-Verständnis mal richtig zur Anwendung bringen und die Eintragungen Stück für Stück "übersetzen". So macht Geschichte Spaß!

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Diese ganzen KI-synchronisierten "Holocaust-Dokus" auf Youtube, deren fehlerhaft-verfäschten KI-generierten Titelbilder alles zeigen, nur nicht die damalige Realität. Gibt genug Bildmaterial aus jener Zeit, die man für eine seriöse Doku nutzen könnte, aber die KI machts halt fehlerhaft leicht und sorgt wohl für haufenweise Klicks...
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Bananen sind radioaktiv...
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Neulich in der Bahn: Zwei Schülerinnen (wohl Gymnasiastinnen) unterhielten sich über diverse Lehrer und Lehrerinnen und deren - ihrer Auffassung nach - "rassistischen" Äußerungen und Ähnlichem, woraus ich folgendes vernahm: "Und bei Lehrerin X lasen wir im Deutschunterricht ein älteres Buch, da kam ein Wort vor (ich nehme mal an "Zigeuner"?) und als Schülerin X an die Stelle kam, stockte sie, da sie nicht wusste, was sie nun machen soll."
Das solche Begriffe mittlerweile nicht mehr zum guten Sprachgebrauch zählen, dürfte jedem bewusst sein, aber das man so "sensibilisiert" ist, das man bei einem Buch von Anno-Dazumal, wo bestimmte Begriffe noch geschrieben wurden, ins Stocken gerät, weil man so verunsichert ist, ob man das Wort nun ausprechen/vorlesen darf oder nicht, anstatt den Text einfach weiter vorzutragen, kann ich beim besten Willen nicht verstehen... Mit einem gesunden Maß an geschichtlichem Kontextverständnis sollte das eigentlich kein Problem darstellen?
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Prinzipiell bevorzuge ich in der Regel das gedruckte Buch, doch folgendes Hörbuch hat mich enorm gefesselt:
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Die markante Stimme von Schauspieler Udo Samel ist pure Gänsehaut!
Kurz zur Einordnung: Während seiner Gefangenschaft in Polen verfasste Rudolf Höß, erster Kommandant von Auschwitz, seine Memoirien. Diese wurden von Jürg Amann 2011 zu einem Monolog zusammengekürzt und bietet somit einen noch intensiveren Einblick in die Psyche Höß's.
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Der 1942 berechnete Kostenvoranschlag für den Bau des ersten Krematoriums in Auschwitz-Birkenau betrug 133 756,65 RM.
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Endlich eingetroffen:
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Auch ist es aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich das viele der Auktionatoren aus Nächstenliebe von den möglichen Profit absehen würden. Schließlich geht es um den größten Krieg der Menschheitsgeschichte, da dürfte es doch genügend Interessenten geben um es mal kühl zu formulieren.
Hierzu kam vor wenigen Tagen folgender Artikel heraus:
Griechenland Neu entdeckte Fotos sollen Hinrichtungen durch die Nazis zeigen200 Griechen, ermordet als Vergeltung für den Tod von vier Wehrmachtssoldaten: Bislang war von diesem NS-Verbrechen aus dem Jahr 1944 kein Bildmaterial…www.spiegel.deOb die Bilder nun an Griechenland übergeben werden, steht zwar noch nicht fest, aber der Anbieter scheint auf Anfrage der griechischen Behörden doch eingelenkt zu haben. Kann also durchaus Sinn machen, bei solchen Anbietern anzufragen. Mag unter Umständen aber auch nur ein Einzelfall sein?
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Vor einigen Tagen erschien eine recht interessante Reportage darüber, wie mit Fotografien und Dokumenten (in diesem Falle Häftlings-Briefe aus Konzentrations- und Vernichtungslagern) welche schon seit Jahren immer wieder auf Ebay zum Kauf angeboten werden, umgegangen werden soll?
Ist es moral-ethisch vertretbar, solche Relikte als Privatperson zu verkaufen und zu kaufen?
Welches Klientel hegt daran ein Interesse?
Sollten solche nicht eher in Museen, Gedenkstätten oder Archiven Einzug halten, als bei Privatpersonen?
Hier das Video:
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Laut dem in der Reportage zu Wort kommenden Gedenkstätten-Leiter des KZ-Buchenwald ist diese Problematik wohl schon seit vielen Jahren bekannt und bis jetzt auch ungelöst. Das ihn das aktuelle Ausmaß an solchen Auktionen überrascht, verwundert mich doch ein wenig... Wenn ein Problem schon seit Jahren bekannt ist, sollte man dann nicht regelmäßig oder noch besser ein durchweg wachsames Auge darauf haben, gerade wenn es sich um KZ-Briefe oder andere -Relikte aus besagten Lagern handelt?
Das solche Gedenkstätten diese nicht käuflich erwerben, macht wohl dahingehend Sinn, das man solche Händler oder den Markt allgemein nicht finanziell unterstützen möchte. Kann ich verstehen. Solche Institutionen sind in der Regel eher auf Schenkungen angewiesen. Doch da frage ich mich wiederum: Wieso keinen Kontakt zum jeweiligen Verkäufer suchen, um ihn eventuell von einer Schenkung an die jeweilig betreffende Gedenkstätte zu überzeugen?
Solche Angebote auf Ebay löschen lassen? Eine Möglichkeit, aber das Problem besteht weiter - und wenn die Artefakte nicht auf Ebay unter den Hammer kommen, dann wo anders. Militaria-Händler und -Shops sowie andere Online-Auktionen gibt's wie Sand am mehr.
Ist der Handel mit solchen allgemein verboten? Nein - jedoch bestehen strenge Regularien für Händler, die mit Artefakten aus der NS-Zeit Handel treiben. Hier geht es aber vor allem um die Einhaltung des §86 StGB.
Das man im Video die Käufer solcher Gegenstände nur in die Kategorie A: >>Die sich einen "Schauer" verschaffen wollen<< oder B: >>Weil man "Anhänger" dieser Verbrechen ist.<< steckt, halte ich für recht befangen.
Aus rein geschichtlichem Interesse kann dies nicht geschehen?
Klar, es gibt unzähliche Bücher, Schriften, Dokumentationen uvm zum Holocaust - aber auch diese sind selbst nach über 80 Jahren der Forschung nicht lückenlos. Es kommen immer wieder neue Erkenntnisse, Fotografien, Dokumente usw. aus der Versenkung empor (zumeist eben aus Privathaushalten), die meiner Ansicht nach auf Menschen, die sich ausgiebig mit dieser Thematik auseinandersetzen - ich beziehe mich hier in erster Linie auf Privatpersonen - eine so große Faszination ausüben, das wohlmöglich der Wissensdurst die moralischen Bedenken überwiegt. Auch mag der Aspekt, etwas aus dieser Zeit in Händen zu halten, eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Eben ein Stück Zeitgeschichte.
Was ich eher kritisch sehe ist nicht der Käufer selbst, sondern sein vorhandenes Wissen über diese Verbrechen, jene Zeit und wie er diese zu nutzen weiß.
Durchweg sind offizielle Lager-Briefe - ganz gleich ob aus Auschwitz I, Dachau, Buchenwald, usw. sehr positiv verfasst - dem Häftling geht's gut, er ist bei bester Gesundheit, die Versorgung und Behandlung ist human - da könnte mancher Kleingeist auf den Trichter kommen: "Ha, so schlimm war es wohl doch nicht - schau, ich hab es hier schwarz auf weiß mit dem Brief aus Auschwitz!" - Das diese Briefe einer strengen Post-Zensur unterstanden, muss man immer im Hinterkopf behalten. Hier könnten eben bei fehlendem Wissen falsche Eindrücke entstehen, die es zu vermeiden gilt. Gerade bei der jüngeren Generation scheint das allgemeine Wissen zum Holocaust eh mehr und mehr zu verwässern...
Immerhin braucht man sich bei den Menschen, die sich solche Briefe oder Fotos käuflich erwerben, keine Sorgen darüber zu machen, dass sie auf fiktive KI-generierten Holocaust-Bilder, wie sie seit Kurzem zu Hauf in den sozialen Netzwerken kursieren, hereinfallen, doch das ist wieder eine andere Geschichte.
Aber wie seht ihr das?
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Neuzugänge der letzten Tage und Wochen:
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"Arbeitsdienst für die weibliche Jugend - Antworten nach 40 Jahren"
"Mädchen in RAD-Uniform - Erinnerungen einer Österreicherin an den Reichsarbeitsdienst und die Zeit danach"
"Die Bagatelle - Als Arbeitsmaid im Reichsarbeitsdienst"
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Naja, klassische Neonazis und extremistische Islamisten haben durchaus diverse Überschneidungen. In manchen Regionen Deutschlands gibt es sogar Allianzen zwischen beiden Gruppen.
Und wenn man ehrlich ist: Hass gegen andere Bevölkerungsgruppen; Hass und Gewalt aufgrund von Herkunft, sexueller Orientierung oder Religion; konservative Frauen- und Familienbilder; ... sofern man weiterhin an der rechts/links-Begrifflichkeit festhalten möchte, dann sind Islamisten definitiv rechtsextrem, und nicht linksextrem oder irgendwo in der Mitte anzusiedeln. 😅Mir geht es hierbei weniger um die Überschneidungen oder Gemeinsamkeiten, als mehr um die Definition selbst.
Kurz und bündig: "Islamist" steht schon für sich allein für einen Anhänger extremistischer Strömungen innerhalb des Islam. Wieso noch ein "rechtsextrem" beifügen? Ist genauso wie wenn man sagen würde: "Ein rechtsextremer Neonazi" - Neonazismus schließt das Rechtsextreme schon mit ein. Und es gibt doch noch so manchen Unterschied zwischen den beiden Ideologien.
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als auch durch rechtsextreme Islamisten
Das erste Mal, dass ich von "rechtsextremen" Islamisten lese...
