Der individualistische Macher ist ein selbstbewusster und sehr unabhängiger Mensch. Er ist eine ruhige und sachliche Person, sehr rational, ein ausgesprochener Verstandesmensch. Seinen Individualismus pflegt er intensiv und er genießt es, seine analytischen Fähigkeiten an neuen Aufgaben zu messen. Dabei ist er jedoch ein sehr spontaner und impulsiver Mensch, der gerne seinen plötzlichen Eingebungen folgt.Der individualistische Macher ist ein guter und genauer Beobachter, der aufmerksam alles registriert, was um ihn herum vorgeht. Für Zwischenmenschliches hat er allerdings weniger feine Antennen und wundert sich, wenn er bei anderen durch seine direkte und unverblümte Art gelegentlich aneckt. Verpflichtungen schätzt er nicht besonders; lässt man ihm aber seine Freiheit, ist er ein unkomplizierter, umgänglicher und fröhlicher Zeitgenosse. Herausforderungen mag der individualistische Macher ganz besonders – Action und ein wenig Nervenkitzel gehören bei ihm einfach dazu. Er liebt es, das Schicksal herauszufordern, und viele Menschen dieses Typus pflegen riskante Hobbys wie Fallschirmspringen oder Bungeejumping. Das gilt auch für den Arbeitsalltag. In Krisen läuft der individualistische Macher zu Höchstform auf; er kann blitzschnell Zusammenhänge erfassen, Entscheidungen treffen und das Notwendige in die Wege leiten. Hierarchien und Autoritäten beeindrucken ihn wenig; wenn ein Vorgesetzter nicht kompetent ist, wird er ihm auch keinen Respekt entgegenbringen.
Müsste man dich mit einem einzigen Wort charakterisieren, wäre es vermutlich: „unabhängig“. Wenige Typen sind so freiheitsliebend und individualistisch wie du (nomen est omen!). Daher solltest du dir besser ein Arbeitsgebiet suchen, in dem Regeln und Strukturen eine möglichst untergeordnete Rolle spielen, die Hierarchien flach sind und du nicht durch zu detaillierte Vorgaben und Arbeitsabläufe eingeschränkt wirst.
Dein Handlungsspielraum kann für deinen Geschmack eigentlich nicht groß genug sein. Du möchtest die Dinge so erledigen, wie du es für richtig hältst und wie sie deinen eigenen (hohen) Standards entsprechen und dir nicht von anderen vorschreiben lassen, wie etwas zu tun ist. Titel und festgelegte Autoritäten beeindrucken dich nicht im Mindesten. Entweder, jemand ist in deinen Augen kompetent, dann lässt du dir auch gerne mal was sagen, oder er ist es nicht, und dann wirst du den Teufel tun, und seine Anweisungen ausführen, bloß weil zufällig „Abteilungsleiter“ an seiner Tür steht. Im übrigen bist du ohnehin ein Gleichheitsfanatiker und magst es am liebsten, wenn alle die gleichen Rechte haben.
Termine und Verpflichtungen sind für dich als „spontanen“ Typ ebenso ein Gräuel wie das langfristige Planen. Auch deine direkte Art (begründet in deiner „logischen“ Persönlichkeitskomponente) kann dich in allzu reglementierten und hierarchisch organisierten Umfeldern in Schwierigkeiten bringen, denn nicht alle Chefs wissen ein offenes Wort oder konstruktive Kritik auch zu schätzen. (Kann es sein, dass du schon in der Schule öfter mal angeeckt bist, weil du keine Lust hattest, etwas zu lernen, was du absolut überflüssig fandest?) Dich mit Missständen einfach schweigend abzufinden, um keine Konflikte zu provozieren, ist dir nahezu unmöglich. In nicht zu konservativen und autoritären Settings wird man deinen Beitrag eher zu schätzen wissen als in ganz traditionellen Berufsfeldern.