Harry - Im Wald auf halbem Weg zwischen Kliff und Ostschleuse
Eine Woge der Erleichterung durchfuhr mich, als Flora und die anderen tatsächlich geneigt schienen mir zumindest den Ärger vom Hals zu schaffen, den Dämonen mir einbrocken konnten.
Die Bemerkung aber, die sie an mich gerichtet hinterherschob während die anderen sich zum Gehen wandten nahm mir jedoch rasch wieder den Wind aus den gerade noch geblähten Segeln.
"Ich schätze du willst nicht allzuschnell zurück."
Ich erwiderte Floras Blick und überlegte wortlos.
Was sollte das nun wieder bedeuten? Was genau wusste die Frau, oder meinte sie zu wissen - oder meinte sie überhaupt? War mein Unverständnis irgendwie genetisch bedingt? Lag es an dem Leiden in den Chromosomen, welches seit Anbeginn der Zeit dafür sorgte dass manches Rätsel und Mysterium zwischen den Geschlechtern für immer ungelöst blieb?
Ich hatte keine Ahnung, stellte ich fest. Ich war im Nachteil, so wie immer. Und Flora wusste, dass ich im Nachteil war, allein schon ihr Blick verriet das. Denn er war mild und mitfühlend... Und er machte mich völlig kirre!
Dabei hätte er mir egal sein können, ja sogar Willkommen, denn wenn es etwas gab, was tatsächlich Notleidenden, aber auch kleinen Gaunern wie mir am Besten weiterhalf, so war es das Mitgefühl anderer.
Aber irgendwie war es bei Flora anders, ich konnte es mir selbst nicht recht erklären, aber ich wollte nicht, das sie mich ansah, und nichts anderes in ihrem Blick lag als Mitleid und Bedauern.
Vielleicht wäre es klüger gewesen, einfach sachlich nachzufragen, was Flora denn nun meinte. Oder vernünftiger ihr alles Vorgefallene zu schildern. Nur tat ich das nicht! Ich konsultierte den Winkeladvokaten in mir, der mir einen vielversprechenden Gedanken ins Ohr flüsterte - und entschied mich dann für die Flucht nach Vorne...
"Warum denn das?" lächelte ich also vielsagend und winkte ab. "Ich brenne gerade zu darauf zur Ostschleuse zurück zu kommen; Ich muss mal die hohen Tiere sprechen..."