Beiträge von Haggard

    Ich bin grade ziemlich geschafft, aber zufrieden; Eine Tatsache, die mich nachsichtiger macht - mir gegenüber zumindest! Deshalb darfs heute auch mal etwas seichte Musik sein :tee:

    Nomadi - La Coerenza


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    Vielleicht sollte ich mich ebenfalls zur Wahl stellen...

    Zwar nimmt mir keiner den Sheriff ab, und ich bin dir in einer intellektuellen Debatte unterlegen, aber wenn ich dem Hasenvolk Brot und Spiele verspräche - und dir vielleicht genug schmutzige Geschichten andichten könnte... wer weiss... :hoho:

    Naja, angesichts dessen, das meine Karriere als Chef de Cuisine dort ein paar üble Dämpfer erfahren hat würde ich mich diesmal nicht am Herd blicken lassen. Aber ich könnte es als Subunternehmer versuchen; Zulieferer für makabere magische Tischlein-deck-dich Tischtücher oder so >:-D

    Wie wärs denn mit einer lockeren 99A Runde? xD So ohne den ganzen Aufwand und Erwartungsdruck einer Runde 100, einfach nur mindestens sechs vermeintliche Hasen, die grad Zeit hätten sich an die Gurgel zu gehen - und sich, natürlich mit einer Prise Ralucasugeschichtenwürze abgeschmeckt, schön in die Pfanne zu hauen. War doch auch sonst oft lustig, auch ohne Jubiläum... xD

    Edit:
    Und ausserdem hab ich vor ein leckeres SelYsüppchen zu kochen, nicht das es mir kalt wird, nach so langer Zeit :please:

    Harry - Am Flussufer auf halbem Wege zwischen Ostschleuse und Kliff

    Ich war noch in Gedanken über die Neuigkeiten in Sachen Dämonen, die Flora mir erzählt hatte. Unterschiedliche Level? Was mochte das zu Bedeuten haben? Ich war bisher nur Halbdämonen begegnet - und nichtmal die waren überall in Animus gerne gesehen. Und wenn sie sich auch in ihrer Abstammung unterschieden besassen diese allermeistens eine humanoide Form und wurden nicht nach Leveln kategorisiert. Aber was sich hier draussen so alles tummelte, davon hatte ich wirklich tödlich wenig Ahnung.
    Ich wollte Flora deshalb schon einen Vorwurf dafür machen, dass sie gestern so plötzlich verschwunden war - denn ihre ID Karte hätte mich in der AR Basis nicht nur in Sachen Informationsbeschaffung sehr weitergeholfen - aber ich kam nicht dazu.
    Denn Flora wandte sich plötzlich an mich.
    "Oh, die anderen Beiden scheinen ein Engelchen gefunden zu haben."
    Etwas irritiert folgte ich ihrem Blick zu einem seltsamen Leuchten am anderen Ufer des Flusses.
    "Scheinbar wirst du bald noch mehr Thunderforce-Mitglieder kennenlernen." fügte Flora hinzu, und schien irgendwie amüsiert darüber zu sein.


    Ganz im Gegensatz zu mir, denn meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Denn die Rate der Leute vom Militär, mit denen ich in den letzten Tagen gut zurecht kam lag unter einem zu geringen Prozentsatz als dass ich mir viele Hoffnungen auf eine vergnügliche Gesellschaft gemacht hätte.

    Harry - Am Flussufer auf halbem Wege zwischen Ostschleuse und Kliff


    Keons unterkühlte Erwiderung meiner Begrüssung begeisterte mich zwar weniger als hätte er sich mit einem höflichen Knicks vor mir verbeugt und sich dann auf Knien zurückgezogen - aus lauter Unterwerfung dabei sorgsam darauf bedacht mir nicht den Rücken zuzuwenden - aber ich war davon auch nicht wirklich gekränkt. Zumal er kein Holzkopf zu sein schien, dafür war sein Blick zu wach, von daher war er wohl eher der Typ der sich erstmal seine eigenen Gedanken machte.
    Was das für mich bedeutete würde sich früher oder später mit Sicherheit zeigen, aber für den Moment war ich froh mich von seiner Seite her keinem Frage-Antwort Spielchen stellen zu müssen.
    Ich nickte ihm also gutmütig aber ernst zu - so mannhaft ich eben konnte - und wandte mich dann von ihm ab, wobei ich aber doch zunächst noch die Ohren sehr gespitzt hielt. Nicht, dass mir das Geräusch seiner Klinge, die doch noch plötzlich und unerwartet aus der Scheide gezogen wurde eventuell entginge...


    Flora hatte sich unterdessen auf einem Stein niedergelassen, wobei es nicht den Anschein machte als täte sie es weil sie sich ausruhen musste; Mit dem Kinn in ihrer Hand ruhend und dem Arm auf ihrem Knie abgestützt schien eher sie es zu sein, die in Plauderlaune war.


    "Das grade war ein Mulmwurm, eine Art fleischfressender Waldgeist. Du bist den Armen gut entkommen." begann sie, und warf dann Keon Blick zu, den dieser zu meinem Erstaunen zustimmend erwiderte. "Und Keon war noch nie sehr gesprächig, also erwarte keinen Smalltalk."


    "Naja... stille Wasser..." begann ich vielsagend während mein Blick zu Keon wanderte, dann aber verkniff ich mir den Rest des Satzes aber doch lieber um nicht in ein Fettnäpchen zu treten. Denn weder stand mir der Sinn danach einen Typen den ich nicht einschätzen konnte durch einen Kommentar, den er vielleicht als wertend oder beleidigend empfinden konnte zu reizen. Noch wollte ich Keon seinerseits dazu einladen, mich gleich als den Klugscheisser vom Dienst abzustempeln.


    Ich lies den Blick sinken und beschloss, lieber auf Floras erstere Bemerkung einzugehen.
    "Ein Mulmwurm..?" murmelte ich überlegend. Flora hatte gemeint, ich wäre seinen Armen gut entkommen, aber nun da ich darüber nachdachte war das vielleicht nicht allein mein Verdienst gewesen. Denn ich erinnerte mich an den Moment, in welchem ich noch vor Schreckstarre dagestanden hatte und ich erst spät bemerkte, wie kleine Ranken aus dem Boden wuchsen um meine Beine zu umklammern.
    Sie hatten gewolltes nur nicht geschafft weil sie sich am Metall meiner Stiefel zu verbrennen schienen. Zumindest hatte es so ausgesehen als hätten die Ranken versucht eine heisse Herdplatte zu fangen zu kriegen.
    Den Blick zu Boden gerichtet hob ich ein Bein leicht an, so wie wenn man einen Kaugummi unter dem Schuh hätte, und betrachtete den Stiefel prüfend.
    Aber mir fiel daran nichts ungewöhnliches auf. Dunkles, starkes Leder, aber recht angenehm zu tragen, die Sohle und der Schaft eingefasst und armiert mit bronzefarbenen, robusten Metallbändern. An manchen Stellen war das Metall etwas abgenutzt, behielt aber dennoch seine Farbe. Offenbar war es also nicht blos einfach beschichtet, was mich - nun da ich darüber nachdachte - doch wunderte. Die Stiefel waren zu leicht, als dass das Metall tatsächlich massive Bronze war. Nur war ich ja schliesslich kein Metallurg - und mir auch gar nicht mehr so sicher, ob mein Erinnerungsvermögen angesichts meiner Überraschung und meiner Panik in dem Moment keinen Streich gespielt hatte.
    Ich beschloss daher, fürs Erste lieber nichts davon zu erzählen und mir, nun da ich bemerkte dass meine sonderbare Geste Floras Aufmerksamkeit erregt hatte eine Ausflucht hierfür einfallen zu lassen.
    "Tja, ich lege eben nicht nur auf der Tanzfläche eine flotte Sohle aufs Parkett!" begann ich also als Antwort und unterlegte diese mit ein paar zackigen, aber unbeholfenen Tangobewegungen.
    Da mir aber selbst die Albernheit meines Verhaltens klar war packte ich das schiefe Grinsen und die ungelenken Verrenkungen schnell wieder in die Kiste und wurde wieder ernster.


    "Naja, war wohl doch auch eine gute Prise Glück dabei..." begann ich deshalb "und ich glaub nicht, das es noch besonders lange gehalten hätte."
    Ich hielt einen Moment inne und druckste etwas herum. "Von daher...Danke. Für gerade."
    Ich schnaubte müde. Gott, es war es mir einfach immer so verdammt unangenehm mich bedanken zu müssen.
    Noch unangenehmer aber, so fiel mir ein, wärs mir sogar noch wenn man darauf rumritt, also beeilte ich mich darum rasch das Thema zu wechseln.


    "Aber was mich wundert ist, das mich die Schattenhyänen nicht erledigt haben. Sicher, ich bin gerannt wie der Teufel..." meinte ich, wurde aber doch etwas kleinlaut. "aber ich glaube, wenn sie wirklich gewollt hätten..."
    Den Rest des Satzes verkniff ich mir, da ich mir die Bedeutung des Folgenden und besonders die Konsequenzen für mich nicht in Gedanken ausmalen wollte.


    "Gibts denn vielleicht sowas wie eine Hackordnung? Zwischen Schattenhyänen und fleischfressenden Waldgeistern, meine ich?" fragte ich, und lies dabei meinen Blick nachdenklich zwischen Flora und Keon wandern.

    Harry - Am Flussufer auf halbem Wege zwischen Ostschleuse und Kliff

    Ich lächelte giftig und nickte Flora ein kurzes Du-mich-auch zu - aber da ich doch heimlich auch amüsiert über ihre Bemerkung war nahm ich sie nicht allzu persönlich und beschloss zur Abwechslung mal zumindest so was ähnliches wie ein guter Junge zu sein. Ärger hatte ich fürs Erste schon genug am Hals, und um es mir mit Flora und dem Bären von einem Kerl, den sie Keon nannte zu verscherzen blieb später immer noch genug Zeit.

    Ich näherte mich ihm auf eine grosszügig gewählte Distanz, schliesslich hatte ich auch seine Fähigkeiten bemerkt und wollte kein Risiko eingehen. Zumal er sich nun, nachdem er sich das Gesicht gewaschen hatte vom Flussufer aufrichtete - was den Blick in ein Gesicht preisgab, das schwer zu lesen war. Markanter Quadratschädel, kräftiges Kinn, einige alte Narben und wachsam funkelnde Äuglein unterstützten mich in der Überlegung das er von allzu extrovertierten Leuten möglicherweise nicht viel hielt.

    "Danke für die Hilfe..." begann ich in ruhigem Ton. "Ich bin Harry Rowland - und ähm... neu hier draussen. Also wenn Flora und Sie mir ein kurze Einführung in Dämonologie geben möchten wäre ich bestimmt ein sehr aufmerksamer Schüler; Ich hab nämlich keinen Dunst, was das grade eben für ein Ding war." lächelte ich verlegen.

    Harry - Am Flussufer auf halbem Wege zwischen Ostschleuse und Kliff


    Als Flora mir Beweisstück A - nämlich eine Kastanie, die mir bei der ganzen Hatz aus den vollgestopften kleinen Taschen und Vertiefungen meiner Rüstung gefallen sein musste - entgegenhielt fühlte ich mich einen Augenblick sehr ertappt und kratzte mich schon verlegen am Hinterkopf. Bis mir einfiel, das Kastanien allein eigentlich gar nichts aussagten.

    "Öhm..." stammelte ich zunächst, ehe meine Stimme sicherer wurde. "Ich war mir eben nicht sicher, wie lange es dauern würde die anderen wiederzufinden und wollte in der Zwischenzeit eben nicht verhungern!" fügte ich hinzu und unterstrich die Bemerkung mit einem bekräftigendem Achselzucken. (in etwa so: ) xD


    Dann schwieg ich nachdenklich, was auch nicht weiter auffiel da Flora sich nach dem Angebot das sie mir unterbreitete daran machte das Waldding - oder wie sie es nannte den Mulmwurm - im Fluss zu erledigen.

    Sie hatte behauptet meine Denkweise zu unterstützen und mir angeboten ihr alles erzählen zu können, aber ich zögerte in Gedanken. Ich musste mir eingestehen, dass ich Flora leiden konnte. Sie war stark, und schien einen unabhängigen, besonnenen Charakter zu haben, und anders als Kioshi, Leala, Wakeyashi und die anderen Schaumschläger lies sie sich nicht gleich ihren Hintern vergolden weil sie Dämonen mit Leichtigkeit einen kurzen Prozess bereiten konnte. Und... sie behandelte andere nicht wie Untermenschen. Noch nichtmal mich.


    Aber ihr gleich alles haarklein beichten? Das war zum einen noch nie meine Art gewesen, und zum anderen, wenn sie meine Denkweise zu unterstützen behauptete, was für ein Spiel trieb sie dann?
    Denn die Denkweise, die sie ansprach bezog sich wohl auf die Dinge, die ich ihr in der Basis erzählt hatte und die mehr als einmal durchklingen liessen das ich vom Militär nicht viel hielt.
    Sie aber war Teil des Militärs; Da sie mir anbot bei ihr und ihrem Begleiter zu bleiben musste sie in diesem Einsatz ja sogar das Kommando haben, andernfalls hätte sie das gar nicht eigenmächtig entscheiden können.
    Als Anführerin einer militärischen Einheit hätte sie meine Denkweise also gar nicht unterstützen können. Noch nichtmal dürfen - ohne gegen irgendwelche idiotischen Militärdogmen zu verstossen.


    Versuchte sie mich also reinzulegen? Der Gedanke war ein Witz, denn wozu? Die Mühe hätte sie sich bei einem unbedeutenden Würstchen wie mir sicher nicht machen müssen. Zum anderen war ich desertiert, da machte es vor Gericht auch keinen Unterschied mehr wenn sie mir negative Äusserungen über das Militär entlocken wollte. Nicht mal mich konnte man zweimal am Galgen baumeln lassen.
    Stimmte es also was sie sagte? Dann müsste sie wenigstens eine Doppelagentin sein, damit für mich ein Schuh aus der Sache werden könnte.
    Ich beschloss weiter vorsichtig zu bleiben und erstmal mehr in Erfahrung zu bringen - und wenn Flora vielleicht nur ahnte, das ich wirklich abgehauen war wäre es auch für sie besser wenn es weiter bei einer Ahnung blieb. Wenn ich es ihr sagte würde das bedeuten, das sie Kenntnis davon hatte. Sie müsste darauf reagieren - oder riskieren den Arsch voll Ärger zu kriegen, weil sie einen Fahnenflüchtigen deckte.


    Ein sonderbares Unbehagen stieg bei diesem Gedanken in mir auf. Was war los mit mir? Machte sich Harry Rowland etwa seit Neuestem irgendwas aus anderen Leuten?!
    Nein! Beantwortete ich mir die Frage selbst. Ich stand einfach nur nicht gerne in anderer Leute Schuld, sagte ich mir. Und schubste im Geiste die leise Stimme in mir, die mich darauf hinwies dass ich allein schon in der Schuld der Leute stand, die mir in den letzten Tagen des öfteren mein erbärmliches Leben gerettet hatten mit einem kräftigen Tritt in den Abgrund meiner Seele.

    Zufrieden mit mir ging ich auf Flora zu, die mit dem Rücken zu mir reglos am Ufer stand und den Überresten des Dämons nachsah, die den Fluss hinab trieben. Die Szene wirkte sonderbar auf mich, zumal ich so auch ihren Blick nicht deuten konnte. Und ich zögerte während ich auf sie zuging - ich wollte sie nicht erschrecken.
    "Hey..." begann ich deshalb nur zögerlich und tippte ihr ein paar Schritte entfernt mit einem herumliegenden dürren Stöckchen auf die Schulter. Denn um meine Hand dazu benutzen zu können hätte ich mich in Reichweite ihres Schwertes begeben müssen, das sie noch zu Boden gesenkt in der Hand hielt. Und falls ich sie wirklich erschreckte konnte das eine recht saublöde Idee sein.
    "...i..ich bin einverstanden. Die Geschichten sparen wir uns vielleicht besser für das Lagerfeuer. Aber lebensmüde bin ich ja nicht, da würde ich all die hübschen Frauen enttäuschen die auch noch was von Harry Rowland haben möchten." Ich lächelte kurz gequält angesichts des flachen Witzes, und bemühte mich dann mehr um Ernsthaftigkeit.
    "Also von daher wärs wohl doch das Sicherste erstmal der Grossmutter im Wald nicht mehr allein Wein und Kuchen bringen zu wollen."

    Harry - Am Flussufer auf halbem Weg zwischen Ostschleuse und Kliff

    "Ich freue mich auch dich zu sehen Harry." erwiderte mir Flora, wobei mir ihr Tonfall verriet das die Aussage alles andere als gänzlich ernst gemeint war - aber da ich keinen wirklichen Zynismus oder Boshaftigkeit darin erkennen konnte ebbte mein gekränter Stolz rasch ab und musste Flora sogar in Sachen Humor einen Pluspunkt zugestehen.

    "Die Thunderforce hat den Auftrag bekommen einen Level 3 Dämon ausfindig und unschädlich zu machen. Scheinbar hast du einen seiner Lakaien gefunden." fuhr sie anschliessend fort, während sie nach dem anderen Kämpfer Ausschau hielt und mir ihr Taschentuch reichte.
    Ich nahm es wortlos entgegen und wischte mir das Gesicht damit ab - ehe ich wiederholt kräftig hineinschneuzte um auch meine Nase restlos vom Zeug zu befreien, das mir ins Gesicht gespritzt war.
    Angewidert davon besah ich den Inhalt und knüllte dann das schmutzige Tuch zusammen, ehe ich mich bei Flora dahingehend für ihren Scherz von vorhin revanchierte, als dass ich sie ebenso scherzhaft anlächelte und ihr das Taschentuch entgegenhielt.
    "Vielen Dank! Kannst es auch wiederhaben, wenn du magst!"
    Man musste kein guter Empath sein um zu erkennen, das Flora nicht auf die Rückgabe des Taschentuchs bestand - ein Blick in ihr Gesicht, das von tiefen Stirnfalten und vor Ekel schräg nach unten verlaufenden, zugekniffenen Lippen gezeichnet war verrieten auch so, das ich es wohl sehr gerne behalten dürfte.

    Einen Moment lang genoss ich das Vergnügen Flora damit etwas piesacken zu können, packte das Ding dann aber doch weg während Flora mir erklärte, das die in meinen Augen auf gröbere Einsätze zugeschneiderte Aufmachung in welcher ich sie nicht erkannt hatte ihre Dienstkleidung für diese Mission war.
    Einen Moment lang schwieg sie darauf hin und betrachtete mich nachdenklich - und ihr Blick beunruhigte mich. Denn es war eben jener, den Leute hatten denen Fragen auf der Zunge lagen...
    Schlagartig aber wandte sie den Blick von mir ab und richtete ihn hinter mich, hinab zum Flussufer, ehe sie einen Sekundenbruchteil später einen Satz nach vorne machte. Und dafür sorgte, dass eine plötzlich aufgetauchte Schattenhyäne ihrem Schöpfer begegnete.


    Ihr nachdenklicher Blick brachte mich dazu, mir meiner Lage rasch wieder klar zu werden; Flora würde natürlich Fragen haben - und ich durfte mich nicht verplaudern. Ansonsten müsste ich Flora vielleicht loswerden, raunte mir ein Stimmchen ins Ohr während ich Flora mitfühlend betrachtete, die mir den Rücken zugewandte hatte - und unterlegte seine Aussage dabei mit für mich beängstigend nachvollziehbaren Schlüssen...
    Ich schüttelte mich und beschwichtigte das Stimmchen damit, dass ich zwar vieles sei, aber doch kein Meuchelmörder. Und da die Stimme immer noch murrte, dass das von hier an doch nur noch ein kleiner Schritt wäre versuchte auch ich es mit Logik; Ich wäre Flora vermutlich ohnehin nicht gewachsen, selbst dann nicht, wenn ich sie von Hinten attakierte.


    Diese Tatsache sah glücklicherweise auch die Stimme in mir ein, was mich doch durchatmen lies. Es musste einen anderen Weg geben, überlegte ich zuversichtlich und bestärkt durch die Hoffnung nicht ausgerechnet gleich Flora ans Fell zu müssen.


    Ich dachte nach. Flora schien nicht zu wissen, das ich desertiert hatte. Hätte sie davon erfahren dass ich diesen Rubikon überquert hatte wäre dieses Thema alles andere als dem Smalltalk hinterhergehinkt.
    Aber hatte sie es noch nicht erfahren, weil sie noch keine Gelegenheit dazu hatte - oder aber wurde ich gar nicht gemeldet? Welchen Grund könnte das haben? Konnte es sein, dass unsere Mission tatsächlich nicht nur vor den Augen einer Genfer Konvention - sofern es sowas für Dämonen überhaupt gab - nicht koscher war, sondern auch tatsächlich keine so ganz offizielle Mission..?


    Ich beschloss mal ganz vorsichtig einen Zeh ins Wasser zu tauchen, als Flora zurückkehrte.
    "Wie, ein Lakai!?" begann ich, und lenkte das Thema damit erstmal auf ihre Suche nach diesem Level 3 Dämon zurück. "Wenn das Ding da draussen nur sein Handlanger ist, dann möchte ich mal nicht dem Ding begegnen, nachdem IHR sucht!" Ich schwieg einen Augenblick und wägte meine nächsten Worte sorgfältig ab während ich mich aufrichtete und Floras Blick suchte.
    "Und im Übrigen hat euer Lakai mich gefunden... denn wir waren unterwegs zu einem Dämonennest, um es mit allem darin und darum, ganz gleich ob jung oder alt dem Erdboden gleichzumachen. Nur war ich eben kurz für Königstiger und muss mich dann wohl leider im Wald verlaufen haben..."

    Harry - Am Flussufer auf halbem Weg zwischen Ostschleuse und Kliff


    Okay, ein besserer Spruch war mir aufgrund der leidigen Tatsache, das mir Dämonen am Hals klebten nicht eingefallen - und vor dem Angesicht der Typen vom Militär angstkreischend und armwedelnd nach Hilfe zu rufen hatte nunmal mein Stolz nicht zugelassen.

    Zu meinem Glück aber schien man dennoch schnell zu verstehen was ich ihnen zu sagen versuchte - und die beiden Kämpfer stürmten heran um den Dämonen mit schwingender Klinge Einhalt zu gebieten.
    Offenbar hatte man also wohl wenigstens noch keine Fahndungsfotos von mir gedruckt, was mir sehr Recht war. Genauso wie es den Anschein machte, das die Schattenhyänen damit begannen ihren Zangenangriff gegen mich aufzulösen um dem Waldding zu Hilfe zu kommen, welches gerade durch einen der Kämpfer einen seiner verästelten Arme einbüsste.
    Während der andere der Beiden mit einem satten Hieb gleich drei Schattenhyänen auf einmal den Kopf vom Rumpf trennte. Einen Moment lang schien mir etwas an diesem Kampfstil seltsam bekannt vorzukommen, aber ich verfolgte die Überlegung nicht weiter, als der Kämpfer mir auffordernd zuwinkte mich zügig in seine Nähe zu begeben.


    Im Moment war mir nichts lieber als mich erstmal in seiner Nähe in Sicherheit zu bringen. So stürzte ich auf die kleine Anhöhe zu, auf die der Typ gezeigt hatte während er sich ebenso darauf zubewegte - als mich etwas von der Seite rammte. Ich überschlug mich und blieb in einer kleinen Senke liegen wo ich panisch realisierte was mich getroffen hatte.
    Denn über mir machte die Schattenhyäne die mich zu Fall gebracht hatte im Schwung kehrt - und schoss nun mit weit aufgerissenen Maul auf mich zu. Am Boden liegend riss ich noch mein Schwert aus der Scheide und hielt es dem Dämon erschrocken entgegen - der direkt mit dem Maul in die Klinge sprang! Nun steckte es in seinem Rachen, während der verlertzte Dämon rasend vor Wut und Schmerz mit den Krallen im Kiesel schabte um sich mir weiter zu nähern und mit dem Schwert in seinem Rachen wie von Sinnen in die Klinge in meinen Händen biss um sie zu zerbrechen.

    Er kreischte ohrenbetäubend, während seine Zähne wild und wütend mit dem Klang eines Schmiedehammers auf die Klinge niederfuhren und mir bei jedem Mal aus seinem Maul ein Gemisch aus stinkendem Atem, klebrigem Speichel und schwarzem Blut aus seiner Wunde im Rachen ins Gesicht spritzte.
    Ich versuchte, dem Dämon meine Klinge wieder zu entreissen - oder sie ihm weiter in den Körper zu schieben, aber sie steckte fest! Sie musste sich durch den Rachen hindurch in seine Halswirbelsäule gebohrt haben. Panisch nahm ich bei dieser Erkenntnis all meine Kraft zusammen und drehte mit beiden Händen am Heft meiner Klinge während sich mein Blick keinen Moment lang von dem Gebiss voller messerscharfe Zähne in welches ich immerzu blickte lösen konnte. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit spürte ich die Klinge nachgeben, die keilförmige Spitze des Schwertes hatte die beiden Halswirbel zwischen denen sie eingeklemmt lag mit einem krachenden Geräusch auseinandergesprengt - und dem Dämon so das Genick gebrochen.

    Wie wenn man ihm den Stecker gezogen hätte sackte das rasende Ding plötzlich kraftlos über mir zusammen. Ich stiess das leblose Ding zur Seite, rappelte mich mechanisch auf um nicht von der Übelkeit übermannt zu werden, die mich gerade befiel und erreichte die Anhöhe, unter welcher sich eine Vertiefung verbarg. Dort ging ich in die Knie und musste mich an der Wand abstützen. Was nicht freiwillig geschah, sondern lediglich dem Versuch geschuldet wieder durch die Nase zu atmen, denn der Gestank von Dämonenblut, gemischt mit der Anstrengung und der Todesangst hatte mir die letzte Kraft aus den Gliedern gesaugt.

    Mit zittriger Hand versuchte ich mir das Zeug etwas aus dem Gesicht zu wischen, als mein Blick auf ein paar Stiefel vor mir fiel. Richtig ja, der Typ von vorhin war ja auch noch da - und während ich den Blick hob und mir schonmal überlegte wie ich meine Unzufriedenheit über das was soeben passiert war gebührend zum Ausdruck bringen konnte traf mich fast der Schlag!
    Ungläubig kniff ich die Augen zusammen und musterte den Kämpfer - oder besser gesagt die Kämpferin erstaunt und unsicher.
    "Flora..?!" stammelte ich zögerlich "Wie..? Was machst du denn hier? - in dem Aufzug? " und deutete dann mit dem Zeigefinger kurz an ihrer Kleidung auf und ab, denn ich kannte sie ja nur in der Ausrüstung, die sie in der Basis getragen hatte und wollte mich nun natürlich auch so damit rechtfertigen sie nicht eher erkannt zu haben.

    Harry - Am Flussufer im Wald, auf halbem Wege zwischen der Ostschleuse und dem Kliff

    Ich nahm mir nicht die Zeit, um mich nach dem Baumkraken hinter mir umzusehen während ich weiter über Stock und Stein floh. Denn jedes wütende Gröhlen dieser Kreatur hinter mir verriet mir auch so sein rasches näherkommen - und veranlasste meinen Körper dazu, eiligst einen neuen Eimer voll Adrenalin in meine Blutbahnen zu kippen! Und die um mich her huschenden schwarzen Silhouetten dieser Schattenhyänen trugen auch nicht grade zu meiner Belustigung bei, wobei ich mich in einem Augenblick des Fatalismus fragte, warum diese sich nicht einfach auf mich stürzten und dem Kasperletheater ein Ende machten. Schliesslich mangelte es ihnen nicht an Gelegenheiten überlegte ich, als gerade wieder einer dieser Schattenhyänen aus dem Gebüsch zu meiner Rechten geschossen kam, sich mir quer stellte, und mir so den Weg abzuschneiden versuchte.


    Bedauerlicherweise für den Dämon aber kam die Aktion einfach etwas zu spät für einen Richtungswechsel meinerseits, der Dämon stand keine zwei Meter vor mir, ich hätte selbst wenn ich wollte nicht mehr abbremsen oder einen Haken schlagen können! Mit all dem Mut der Verzweiflung, den ich zusammenkratzen konnte lies ich mich deshalb in vollem Lauf seitlich etwas zu Boden gehen in dem ich meine Beine anzog und mich mit der linken Hand, die am Waldboden entlangschliff abstützte. Unmittelbar vor dem Dämon stiess ich mich mit der Hand ab, zielte mit meinem rechten Bein in Richtung dessen, was bei einer normalen Hyäne wohl der Brustkorb gewesen wäre - und liess dieses nur einen Sekundenbruchteil vor dem Zusammenprall mit aller Kraft vorschnellen. Durch den Schwung meines Laufs, das Gewicht meines Körpers und der Federkraft meins Beins traf das Besagte sein Ziel mit der Wucht eines kleinen Rammbocks. Begleitet von einem geräuschvollen Knacken unter seiner schwarzen Haut, dem ein überraschtes, jaulendes Winseln folgte überschlug sich die Schattenhyäne einige Male während ich parallel dazu über ihren Körper hinwegschleifte und kurz zu stolpern drohte - ehe ich ein paar Meter darauf tatsächlich stolperte, da ich im noch unsicheren, unrythmischen Laufschritt unerwarteter Weise auf eine Ansammlung losen Gerölls am Boden trat.


    Also tat ich es der Schattenhyäne gleich, ich überschlug mich einige Male und stürzte jaulend zu Boden...
    Aber selbst mir war in diesem Moment sehr klar, das dies hier weder der richtige Zeitpunkt zum heulen, noch zum ausruhen war.
    Erschöpft stöhnend rappelte ich mich eilig auf und entschied mich dazu, mit dem weiterlaufen nicht darauf zu warten bis auch meine Orientierung zurück kam. Diese fand ich später wieder - während ich mir die Moosreste aus dem Gesicht wischte und die Walderde ausspieh, die durch den Sturz in meinen Mund geraten war.
    Mit aller Erleichterung die ich in diesem Moment aufbringen konnte stellte ich fest, dass zumindest die Laufrichtung noch einigermassen stimmte. Ich lief noch immer von den Dämonen davon - und nicht zu ihnen hin. Ein Fehler in dieser Sache wäre schliesslich nur allzu fatal gewesen!


    Jedoch folgte dieser Erleichterung augenblicklich blankes Entsetzen als ich erkannte, worauf ich mich zubewegte. Ich krabbelte wohl wirklich nur aus einem Loch um gleich wieder in ein anderes zu fallen, ging es mir durch den Kopf als ich vor mir einen verdammten Fluss erblickte!
    Wenn ich ins Wasser ging war ich erledigt, denn selbst wenn ich in dieser Rüstung nicht absauffen sollte wie ein Stein würde ich das meiste meiner Kraft dafür aufwenden müssen überhaupt über Wasser zu bleiben, da blieb nicht viel fürs schnelle voranzukommen; Ich war doch schliesslich nicht dieser Typ aus dieser alten Religion, der übers Wasser laufen konnte, fluchte ich innerlich!
    Hatte ich diese Dämonen unterschätzt?! kam es mir in den Sinn.
    Waren die Biester so gerissen, dass ich ihnen gerade dadurch in die Falle ging, weil ich ihnen nicht in die Falle gehen wollte?
    Wenig erfolgreich damit, die durch diese Erkenntnis hervorgerufene, in mir aufsteigende Panik zu unterdrücken sah ich mich hektisch nach einem Ausweg um, irgend einen Strohhalm, an den ich mich klammern könnte. Aber da war nichts! Flussaufwärts wie flussabwärts, nur der Wald, das steinige Ufer, einige bewaffnete Männer, Wasser, noch mehr Steine, etwas Treibholz...


    ...Moment Mal!!


    Eilig riss man im Gefechtsstand meines Oberstübchen nochmals am Hebel des Augenperiskops und schwenkte den Blick hastig zurück zu den Typen am Ufer, etwa vierzig, fünfzig Meter von mir entfernt.

    Im Unterschied zu mir schien sie mein Anblick weniger zu überraschen als es umgekehrt der Fall war. Die beiden Männer blickten aufmerksam in meine Richtung und hatten ihre Waffen gezogen. Während sie in meine Richtung deuteten und sich wegen irgendwas abzusprechen schienen, was zu meinem Unverständnis so etwas wie Vorfreude in ihren Gesichtern aufflackern lies. Und einen Augenblick lang keimte die Hoffnung auf etwas Unterstützung in mir auf - zumindest bis ich auch ihre andere Ausrüstung und Bekleidung realisierte.
    Die Typen gehörten zum verdammten Militär! Einen Augenblick lang flehte meine Verzweiflung mich an, dass ich doch einfach nach Canossa gehen sollte und die Typen bitten mir zu helfen! Aber ich knirschte mit den Zähnen; Da lies ich mich lieber von Dämonen fressen!
    Ausserdem was dann? Dieser Wakeyashi hatte meine Aktion wahrscheinlich schon an die grosse Glocke gehängt, von daher schafften mir die Kerle die Dämonen höchstens nur vom Hals um mir nur kuz nachher selbst den Strick um eben jenen zu legen.


    Allerdings... Zeit war im Moment ein entscheidender Faktor, deshalb beschloss ich anhand einer Überlegung die mir kam, meinen Lauf doch in ihre Richtung zu lenken.
    "Sorry wenn ich die Party störe..!" rief ich ihnen im Rennen zu, und musste für den nächsten Satz erstmal neu Luft holen. "Aber kann ich bei euch mal telefonieren?! Ich brauch dringend nen Kammerjäger!"
    Dabei sah ich hinter mich und stellte fest, dass die Dämonen hinter mir zwar einen Augenblick gezögert hatten als auch sie das Ufer erreichten, nun aber in wütendem Zorn wieder herangestürmt kamen.
    Mist. Hätten sie sich zurückgezogen hätte auch ich mich wieder aus dem Staub machen können - nun musste ich meine Hoffnungen gut aus der Sache rauszukommen auf meine Überlegung von vorhin setzen:
    Dass die Typen und die Dämonen sich gegenseitig fertig machten.

    Harry - Etwa auf halbem Weg zwischen der Waldgrenze an welcher er sich von den anderen abgesetzt hat und der Ostschleuse


    Mittlerweile hatte ich ein gutes Stück des Weges zur Ostschleuse zuückgelegt. Sicherlich wäre ich sogar noch etwas schneller gewesen, hätte mich nicht jedes knackende Ästchen und jeder Windstoss nervös zusammen zucken lassen. Was dazu führte, dass ich mich erst jedesmal gut umsehen musste ehe ich weiterging, denn wohl war mir in diesem Wäldchen nicht, schliesslich war ja irgendwie nun alles und jeder hinter mir her.
    Warum mussten - (Sorry Nike.... xD") - die schlimmen Dinge auch immer mir passieren? fragte ich deshalb mein Selbstmitleid, meinen einzigen treuen Gefährten in dieser Gegend, als ich mürrisch gegen einen seltsam geformten Stein trat.


    Zu meiner Überraschung jedoch entfuhr dem Ding kein felsiges Klacken als es zwei Meter von mir entfernt gegen einen toten Baumstumpf schlug; Das Ding zerbarst in mehrere Teile, was meine Erwartungshaltung sehr überraschte - und mein Interesse weckte. Also näherte ich mich und griff nach den Überresten. Offenbar verbarg sich in der kugelförmigen, etwas stacheligen Hülle ein bräunlich glänzender Gegenstand, den ich vor langer Zeit irgendwo schonmal gesehen hatte... Ich begutachtete und betastete die glatte Frucht sorgsam und nachdenklich - und nach einer gefühlten Ewigkeit fiel der Groschen auch! Das war kein Stein! Das war eine Kastanie!


    Ich hatte seit meiner Kindheit keine mehr gesehen, geschweige denn gegessen, seit dem selbstverschuldeten sozialen Abstieg meiner Eltern. Klar, dass ich eine Weile brauchte, für die Erkenntnis was mir da in die Hände gefallen war - die Dinger waren nichts für niederen Abschaum und Mienenarbeiter; Wenn es heute überhaupt noch Kastanien gab, dann verschwanden die, genauso wie schon damals, allein in Animus´ fettesten und reichsten Mägen


    So gluckste nicht nur mein Ego vor Freude angesichts dieser Genugtuung! Denn anders als die wenigen mageren und überreifen Blaubeeren und harten Wurzeln auf die ich bisher gestossen war waren Kastanien überaus nahrhaft und für eine ganze Weile haltbar, und wenn ich es schaffte sie irgendwie zu rösten noch dazu überaus schmackhaft! Sorgsam und guter Dinge steckte ich also meinen aus der Schale befreiten Fund in die Manteltasche und prüfte meine Umgebung. Da! Nur ein paar Schritte von mir entfernt lag noch eine! Und dort noch eine!


    Hier und dort lag eine weitere verstreut, und ich bemühte mich gedankenverloren sie im mageren Gras des Waldbodens auszumachen, und obwohl ich oft nur noch auf leere Hüllen und Bäume stiess, da sich offenbar auch die Tiere etwas den Dingern machten war ich angesichts der Ausbeute, die kaum noch in meine Taschen passte guter Dinge. Vielleicht war ja noch nicht der ganze Tag verloren freute ich mich, während mich mit dem fortschreiten der Sammelaktion eine andere Frage umzutreiben begann.


    Und die betraf natürlich das Rösten der Kastanien; Würde ich es wohl schaffen ein Feuer zu machen? Ja, mit etwas Glück schon, an etwas dürrem Holz und trockenen Gräsern, die ich als Zunder nutzen konnte mangelte es durch Schutz der Baumkronen trotz des Regens von vorgestern Abend nicht.
    Blos... ob es auch klug war ein Feuer anzumachen?
    Ich knirschte mit den Zähnen, angesichts einer Überlegung die mir übelst auf die Vorfreude schlug. Ein offenes Feuer, mitten in einem Wald voller Schattenhyänen? Dämonen machten ja wohl keine Lagerfeuer - zumindest hatte ich noch nie davon gehört, und das bedeutete dass ich mit einem offenen Feuer ein hohes Risiko einging mich selbst auf den Grill zu befördern. Denn wenn nur Menschen Feuer machten, dann war der Rückschluss dass man dort wo es Feuer gab auch Menschen fand sicher Teil des kleinen Dämonen-eins-mal-eins.


    Mit einem durch diesen Gedanken merklich angesäuerten Gesichtsausdruck bückte ich mich nach einem weiteren Stück dieser Gottesgeschenke, welches sich aber zu meiner Überraschung etwas sonderbar anfühlte. Prüfend betrachtete ich die Stachelkugel in meiner Hand, die sich etwas härter und spitzer anfühlte als üblich. Prüfend versuchte ich die Kastanie, die wohl noch nicht ganz reif war aus ihrer Hülle zu puhlen, als das Ding mit einem Klacken aufsprang und ich im Kern keine Kastanie erblickte - sondern eine Art Auge! Von blutigen Äderchen durchzogen wirkte es, wie das Auge einer geschlachteten Kuh, die rotgelbe Iris jedoch, die ihren Blick wild und stechend in der gräulich weissen Substanz des Augenkörpers umherwarf lies mich erkennen, dass das Ding alles andere als tot war!


    Entsetzt zuckte ich zusammen und lies das Ding fallen, während ich einen Satz nach hinten tat, und voller Überraschung und Ekel betrachtete ich, wie es am Boden aufschlug, sich wieder zur Kugel schloss und es gemeinsam mit einem halben Dutzend anderer falscher Kastanien eine Anhöhe hinter mir hinauf schob, wo sie über dem gewaltigen Baumstamm, der am Boden lag und den Hügel abschloss aus meinem Blickfeld verschwanden!


    Was zum Teufel war das denn?! fragte ich mich erschrocken, aber nach einer Antwort zu suchen, dafür blieb mir keine Zeit. Denn nicht nur, dass diese Kastanien keine Kastanien waren, die Anhöhe war auch keine Anhöhe - und der Baumstamm kein Baumstamm! Denn dieser spaltete sich plötzlich krachend der Länge nach entzwei, und gab mit einem tiefen Gröhlen den Blick frei auf einen schleimtriefenden Rachen aus ocker, schwarz und rot! So tief wie der Schlund der Hölle und zu beiden Seiten bewehrt mit Zähnen, die wie zerbrochene Baumrinde aussahen! Und dann dieser Gestank!

    Ich fiel entsetz einen Schritt zurück und kämpfte damit weder zu Erbrechen, noch das Gleichgewicht nzu verlieren, während ich schockiert mit ansah wie sich die stacheligen Augen zu beiden Seiten des Stammes sammelten, und sich von schlangenartigen, schwarzen Ästen packen liessen. Und etwa einen halben Meter in die Höhe bringen, wo sie nun wild an den Enden der Äste taumelten und unregelmässig mit ihren Augenlidern klackten während sie nacheinander ihren Blick auf mich fokusierten.


    Ich stand wie festgefroren da in meinem Entsetzen! Was zur Hölle war das? fragte ich mich, während etwas versuchte meine Beine zu umklammern. Reflexartig zuckte ich zur Seite und blickte zu Boden, aus welchem Ranken schossen wie verwunschene Sprösslinge einer Fichte und sich um meine Stiefel zu schliessen versuchten, aber dort wo sie das Metall berührten lies sie ein Zischen, das so klang wie verdampfende Wassertropfen auf einer Herdplatten plötzlich zurück zucken.
    Doch auch von der Seite schloss sich nunmehr das lebendig gewordene Dickicht an mich heran, wie eine Zange schien es mich vor dem Schlund dieses Dings einkesseln zu wollen und ich spürte, wie sich ein daumendicker Ast, den ich vor einem Moment noch für tot und morsch gehalten hatte plötzlich um meinen Hals zu legen versuchte, während die Spitze des Astes nach einem Weg durch meinen Mantelkragen durch hin zur Halsschlagader suchte!


    Ich spürte schon, wie die Spitze die Haut durchstach als meine Hand es endlich schaffte den Weg hinab zu meinem Schwert zu finden. Ein paar panische Schnitte später traf einer der Schläge die Ranke, die mich angsichts meines Widerstandes plötzlich zu würgen versuchte und der abgeschlagene Teil fiel von mir ab und kräuselte sich unkontrolliert vor mir am Boden.
    In Panik tauchte ich nach unten Weg, als unter einem gequältem Gröhlen dieses Dings ein weiterer armdicker, verzweigter Ast nach mir packen wollte um zu beenden, was angefangen war und ich stürzte einige Meter von dem Ding weg, ehe ich mich mit dem Schwert in der Hand aufrappelte und mein Selbsterhaltungstrieb die Kontrolle übernahm.


    Dieser beschloss eiligst Fersengeld zu geben, angesichts dessen dass sich dieses Ding, das mindestens aus der Hälfte dessen bestand was ich vor einer Minute noch für den Waldboden gehalten hatte raunend und gröhlend in Bewegung setzte, während die stacheligen Augen dieses Dings, die wie zu gross geratene Hagebutten wirkten mich trotz ihres tänzelns fest im Blick hielten, während sich an den Flanken des Dämons ein Dutzend Schattenhyänen in Stellung gebracht hatten.
    Ihre Schreie wirkten so wütend und enttäuscht, als entgingen ihnen gerade die Reste des Aases, die der grössere Dämon vielleicht übrig lies.
    Ich stürzte einige Meter ziellos voran, während das Geschöpf aus der Hölle mir nach zu setzen begann während seine zunächst noch etwas steifen Bewegungen schneller und geschmeidiger wurden - und die Schattenhyänen mich einzukesseln versuchten.


    Meine Gedanken rasten und waren nicht im Stande dem puren Reflex der Flucht etwas entgegen zu setzten, ich lief so schnell mich meine Beine trugen und versuchte mich der Richtung entgegen zu setzen in die man mich zu treiben versuchte. Im Zickzack stürzte ich voran, in Richtung des Flusses von dem mich das Waldding immer wieder forttreiben wollte. Warum es dies tat? Ich wusste es nicht, und ich kam auch nicht auf die Idee seine Motive zu hinterfragen - ich versuchte lediglich nicht zu stolpern. Es wäre mein sicheres Ende.

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    Sorry wegen des Dämons, der gar nicht im Lexikon steht; Eine genauere Beschreibung reiche ich bei Bedarf gern nach, aber was sein Aussehen betrifft muss ich ihn leider eurer Fantasie überlassen. Es sei denn ich finde mal was passendes - oder aber jemand meldet sich freiwillig dazu bereit, mir seine zeichnerische Kunstfertigkeit zur Verfügung zu stellen... =3

    Kacke, bin ich heut - zur Abwechslung mal - annähernd gut gelaunt, also mal zur Seite mit Tom Waits, Nick Cave, Fabrizio de Andre und den alten Orgelrequien; Heute hab ich Lust auf was modernes, frisches...!! :panda:

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    Harry - Etwa fünfzehn Minuten vom vorherigen Aufenthaltsort in der Nähe des Kliffs entfernt, in Richtung der Wälder.


    Ich war in flottem Sprint davongelaufen, nun aber verlangsamte ich mein Tempo nachdem ich einige Male zurückgebklickt hatte und mit einer gewissen Erleichterung feststellte, das die anderen keine offensichtlichen Anstalten machten, mich wieder einzusacken. Mittlerweile hatte ich den Rand jenes Waldes erreicht, den wir zuvor passiert hatten. Besonders froh über die zusätzlichen Möglichkeiten mich zu verstecken war ich jedoch nicht, denn was sich noch so alles zwischen Ästen, Blättern, Sträuchen und Bäumen tummelte wusste nur der Teufel. Und wenn ich Schreiern oder Schattenhyänen oder was auch immer begegnete dann würde sie der tapfere Edelmut, den ich ihren Jungen gegenüber brachte wenig beeindrucken. Sie würden mich mit Freuden in meine Einzelteile zerlegen.


    Ich lehnte mich mit dem Hintern an einen Baumstamm während ich, mit meinen Händen auf meinen übersäuerten Oberschenkeln abgestützt, keuchend Atem holte und dabei nur den Kopf schütteln konnte, bei dem was mir durch den Kopf ging.
    Warum verdammt nochmal musste ich immer gleich an die Decke gehen?! Hätte es nicht gereicht irgendwie Protest einzulegen oder darauf zu Bestehen meine Bedenken ins Protokoll zu nehmen? Zumal sich nun überhaupt nichts verändert hatte; Das Nest würde man trotzdem niedermähen, warum auch immer. Auch wenn ich den Grund dafür nicht verstand warum man einem Drachen oder Drachenjungen den Kopf abschlagen sollte wenn man sich nicht sicher war, das ihm dadurch nicht zwei neue aus dem Hals wuchsen würden - das Militär stellte sich solche Fragen ohnehin nicht, war schliesslich nicht seine Art.
    Von daher war die Mission wohl mit ziemlicher Sicherheit von höherer Stelle abgesegnet, und selbst wenn nicht würden Wakeyashi, Leala, Kioshi und die anderen Fanatiker sicherlich nicht gleich tränenreiche Geständnisse erbrechen, wenn ein stadtbekannter Betrüger und Strolch sie anklagte.


    Und seit wann lag mir überhaupt soviel an meinen Überzeugungen, zum Kuckuck! Ich klang schon bald wie meine lächerlichen Alten und meine naive Schwester, aber vielleicht lag die Idiotie bei uns ja wirklich in den Genen. Das gute war, überlegte ich und lächelte dabei sarkastisch, wie sich zeigte waren wir ja gut darin uns selbst zu zerstören, drei Rowlands lagen schon in der Kiste und der Letzte stand mit einem Bein im Grab - die Evolution korrigierte sich also offenbar wirklich selbst.


    Ich atmete noch einmal tief durch, so als wollte ich diese Gedanken aus meinem Kopf blasen wie Tabakrauch aus einer Lunge, richtete mich dann auf und sah mich ratlos um.
    "Und was nun..?" murmelte ich nachdenklich zu mir selbst.


    Es war mittlerweile später Vormittag,

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    schätz ich mal anhand dessen, das wir zeitig von der AR Basis aufbrachen und eigentlich ja nur den Wald zufuss durchqueren mussten.
    Sollte daran aber was nicht stimmen änder ichs gern!


    einige Stunden blieben mir noch bis zum Abend, sofern ich nicht als jemandes Mittagessen endete. Und es war mittlerweile Ende August, ich würde vielleicht nicht erfrieren, aber die Nächte konnten draussen schon arschkalt werden.
    Und einfach zur Ostschleuse spazieren, am Tor klingeln und behaupten das ich was vergessen hätte, die Option hatte ich mir ja selbst die Toilette runter gespült. Zwar hatte ich den anderen gesagt ich würde nach Norden gehen, aber der Köder war zu schwach als das ich mich darauf verlassen könnte das man die Ostschleuse nicht darüber informiert hatte dass ich mich von der Truppe abgesetzt hatte. Und das ich vielleicht entgegen meiner Behauptund doch dort auftauchen könnte.


    Das man die Ostschleuse benachrichtigen konnte war schliesslich möglich, genauso wie wir im Wald kontaktiert wurden. Der leichte Weg war also wohl mal wieder Essig, dennoch rechnete ich mir die Ostschleuse momentan als beste Möglichkeit aus um an irgendwas zu kommen das mir weiterhelfen konnte. Und da ich ja nun aufgrund meiner sagenhaften Eigenschaften nicht mehr gerade viel besass, nämlich neben dem was ich bei mir trug nichtmal mehr das Recht mich frei zu bewegen, würde so gut wie alles zu gebrauchen sein.


    Ich seufzte müde bei all den Komplikationen und Gefahren, die ich mir bei der Vorstellung mich in die Nähe der Ostschleuse zu begeben in den Sinn kamen und trottete dann doch lustlos in die Richtung aus der wir heute morgen gekommen waren - wenn auch zur Vorsicht etwas abseits des Pfades, den wir genommen hatten.

    Harry - In der Nähe des Kliffs

    Auf meinen Zwergenaufstand hin verharrte Wakeyashi zwar einen Augenblick lang überrascht und nachdenklich, dann aber entschied er sich dazu mir mit fester Stimme die Leviten zu lesen, was mir doch merklich den Wind aus den Segeln nahm.

    "Junger Rekrut, WAS sagtest du da gerade? Stellst du etwa die Autorität deines Vorgesetzten und somit auch des Militärs in Frage? fragte er, und fügte dann noch "Ich hoffe für dich, dass ich mich verhört habe, denn ansonsten hat das ernste Konsequenzen. Disziplinlosigkeiten werden nicht geduldet! Es sei denn ihr wollt den Weg zur AR-Basis gerne Laufen." hinzu.


    Einen Moment lang fragte ich mich wirklich, was in mich gefahren war und ob ich mir im Klaren darüber war, was ich hier tat. Denn in Gedanken las ich mir die Anklageliste dessen vor, was man mir hierfür vorwerfen konnte:
    Befehlsverweigerung, Fahnenflucht - und angesichts dessen das man mir mein Verhalten so auslegen konnte das ich im Begriff war Dämonen zu schützen sogar Hochverrat!


    Wenn ich nicht einlenkte und diesem Weg weiter folgte würde ich Animus nie wieder sehen. Zumindest nicht lebendig - oder als freier Mann...
    Aber der Nachhall von Wakeyashis Worten, der mir in den Ohren klang schürte meine Wut und meine Überzeugung. Wie immer steckte nicht ein Körnchen von einer Spur von einer Erklärung in den Worten dieser Militärtypen, die jede Frage und jeden Einwand mit einer harschen Drohung abtaten!
    Und als er sich darauf hin an die anderen wandte um auch sicher zu gehen dass nicht noch jemand anders auf die Idee kam die Sache zu hinterfragen stand mein Entschluss fest. Früher oder später würde es ohnehin geschehen, ganz besonders dann, wenn ich mich irrte und das hier wirklich eine offizielle Mission war!
    Denn ich würde niemals blind gehorchen oder Befehle von Leuten annehmen, die ich nicht respektierte. Morgen, Übermorgen oder in einer Woche würde man mir wieder drohen - mich wieder zwingen meine Überzeugungen zu verraten.
    Am Ende kam es auf das Selbe raus, da konnte ich mein Schicksal auch gleich heute besiegeln.


    Ich schloss die Augen einen Moment lang und atmete tief durch um meinen rasenden Puls zur Ruhe zu bringen ehe ich mich an Wakeyashi wandte.
    "Haargenau..." begann ich flüsternd, während ich aus den Augenwinkeln erstaunt mit ansah, wie Bart, jener eher ruhige rothaarige junge Mann mit dem ich bisher nicht viele Worte gewechselt hatte sich plötzlich an meine Seite und damit den anderen in den Weg stellte.


    "Er hat recht, es ist nicht die feine Art einfach etwas vernichten zu wollen ohne Indiz!"
    wandte er darauf hin ein und auch wenn ich es nie offen eingestanden hätte - seine Ansicht und die Tatsache das er mich verteidigte fühlte sich doch wie etwas Balsam auf meiner Seele an. Offenbar war ich zumindest wohl nicht verrückt geworden oder hatte den Bezug zur Realität verloren.


    Ich entschloss aber der Geste abseits eines dankbaren Blickes nicht zuviel Aufmerksamkeit zu schenken, denn das was jetzt kam würde Konsequenzen haben - Konsequenzen, mit denen ich meinen Fürsprecher zu meinem Komplizen machen konnte wenn ich ihm verbrüdernd auf die Schulter klopfte. Und sogar ich verstand, das sowas kein angemessener Dank für Barts Beistand gewesen wäre.


    Ich musste mich durch Barts überraschende Aktion kurz sammeln um den Faden wiederzufinden, ehe ich an Wakeyashi gewand fortfuhr.
    "Ja, ich stelle Ihre Autorität in Frage, und die des Militärs sowieso!" sagte ich so fest es meine etwas trockene Stimme zulies, während mein Blick auf Katsuro fiel, der mich schweigsam betrachtete, wobei seine Blicke allerdings Bände sprachen - und mich sorgfältig darauf achten ob er seine Schwerter bei sich behalten würde.
    "Denn die Sache hier stinkt zum Himmel. Wir sollen töten, worauf immer man mit dem Finger zeigt, egal ob Bedrohung oder nicht? Und das noch ohne Fragen zu stellen?" fuhr ich fort.
    "Dann holt euch doch ein paar Söldner oder Trophäenjäger, die würden sich über den Job freuen - aber bei allem Respekt, Sir..." ich hielt kurz inne, um mich wenig stramm vor Wakeyashi hinzustellen und lapidar zu salutieren "...ich verpisse mich!"


    Einen Moment lang herrschte überraschte Schweigsamkeit, während ich den Blick zu den anderen wandern lies und mir in dem Moment der Stille erst selbst wirklich bewusst wurde, was ich getan hatte. Naito, Scarlet, Sharon, Olette, Spy... von diesem Moment an waren wir wohl Feinde - oder ich zumindest Freiwild für sie.
    Ich schluckte kurz und zwang mich Kraft in meine Beine fliessen zu lassen, denn die würde ich gleich brauchen. Vor allem wenn ich noch länger mit dem abhauen zögerte und ich den anderen dadurch Zeit lies ebenso zu dieser Erkenntnis zu gelangen.
    Also ging ich ein paar Schritte rückwärts von der Gruppe weg, und während ich ihnen noch "Na dann, machts gut - und noch eine ruhmreiche Jagd! Ich versuche im Norden mein Glück!" zurief wandte ich mich auf der Verse um und beschleunigte meinen Lauf in Richtung der Wälder.
    Wohin ich verschwinden sollte, darüber hatte ich mir natürlich klugerweise noch keine Gedanken gemacht lobte ich mich spöttisch. Aber eines war klar. Keinesfalls nach Norden...