Beiträge von Haggard

    Harry - Arrestzelle

    Eine Weile blieb es ruhig, während ich auf der Pritsche liegend an die Decke starrte und dem leisen Surren der Beleuchtung lauschte.

    "Dass du ein kleiner Fisch bist." kam es dann, ohne grosse Begeisterung aus der Zelle neben mir.

    Halb erbost und halb belustigt über seine Worte drehte ich mich zur Seite und stellte mir Katsuros Gesichtsausdruck vor, an dem Tag, an dem ihm der kleine Fisch das Fell abziehen würde.
    Aber im Moment konnte ich wohl nicht viel unternehmen, und auch die Unterhaltung mit Katsuro schien mir zu wenig Früchte zu tragen als das sie den Ärger wert war. Und während ich darüber nachdachte was ich ihm antworten sollte fühlte ich doch die Müdigkeit zurückkehren.


    Vielleicht war es wirklich das Klügste mir etwas Schlaf zu gönnen, überlegte ich. Ich käme dadurch wieder etwas zu Kräften - und dem Typ neben mir gab es die Gelegenheit ein paar Stunden im eigenen Saft zu schmoren. Vielleicht kochte ihn das ja etwas weicher.


    "Hör mal, ...Kobayashi..." begann ich nach einer Weile, und schmatzte dabei übertrieben schläfrig.
    "So gern ich mich auch mit dir unterhalte - aber ich doch etwas erschöpft, merke ich gerade; Also, wenn du möchtest können wir uns ja gern morgen Früh weiter unterhalten, aber es wär echt nett von dir wenn du mich jetzt in Ruhe lässt, okay?"


    Natürlich stand dieser Satz in keinem Zusammenhang mit der Tatsache, dass ich mit dem Gesrpäch angefangen hatte. Aber das ignorierte ich völlig bewusst; Ich würde den Teufel tun, und mir vor ihm in irgend einer Weise die Blösse geben.

    Harry - Arrestzelle



    "Wie es weiter geht wird noch besprochen und mit dein Anwalt zu unterhalten wird es nicht möglich sein" antwortete mir Kioshi kühl.


    Ich konnte nicht behaupten, dass ich von der Verweigerung eines Anwaltes überrascht gewesen wäre - es war bestimmt ein Grundsatz der Militärdoktrin blos niemals irgendwas zu hinterfragen. Ich tat enttäuscht und senkte den Kopf, während ich mich wortlos umwandte und auf die nicht besonders komfortable Zellenpritsche fallen lies.


    "Gut wenn sonst kein weitere Fragen sind dann brauchen wir nicht weiter zu diskutieren" kam es darauf hin noch von Kioshi. Was aber wohl eher eine rein rhetorische Frage war, da er ihr nicht besonders viel Bedenkzeit einräumte ehe er sich daraufhin auf der Ferse umwandte und den Zellentrakt verlies.


    Ich entledigte mich der Metallteile meiner geklauten Rüstung um den Komfort zumindest ein wenig zu erhöhen und riss einen der Ärmel der Unterbekleidung ab. Was trotz der zahlreichen Schnitte gar nicht so einfach war, das Material schien sehr widerstandsfähig.
    Allerdings war die Unterkleidung teilweise vom Regen noch durchnässt und ich wickelte den Ärmel fest um mein verstauchtes Knie um mir durch die kühlende Enge des Umschlages etwass Erleichterung zu verschaffen.


    Zumindest, so hoffte ich jedenfalls, würde an dieser Pfählungsgeschichte wohl doch nichts dran sein. Auch wenn es möglich war, dass die Behauptung "Wie es weiter geht wird noch besprochen..." nur dazu gedacht war, dass ich die Füsse stillhielt.
    Allerdings, wenn ich den Blick wandern lies sah es so aus als bliebe mir im Moment auch nicht viel anderes übrig. Und ich überlegte dass es vielleicht doch von Vorteil war, es mir mit Scalet und Naito nicht gänzlich verscherzt zu haben, wenn die Dinge wirklich hässlich würden.


    Ich seufzte und streckte mich lang auf der Pritsche aus, die Arme hinter dem Kopf verschränkt und erinnerte mich an meinen Zellennachbarn.


    "Entschuldige die Störung, worüber hatten wir nochmal gesprochen?" rief ich also, und lies den Satz absichtlich so klingen, als sässen wir nicht gefangen in einer Zelle, sonder gemütlich in einer Bar.

    Ich hab zwei ältere Brüder und ne jüngere Schwester, und auch wenn ich der ausgesprochene Wirrkopf und Eigenbrötler der Familie bin verstand ich mich mit meinen Geschwistern (mal von den üblichen Kabbeleien) doch immer prima. Und tu es auch heut noch - oder dachte es zumindest...

    Denn erst neulich traf ich meine Schwester, wir unterhielten uns, und sie fragte mich ob ich die Fotos ihrer alten Schulkasse noch hätte, die ich ihr vor ein paar Jahren mal auf für sie auf eine CD brannte. Und sie meinte dabei - ich zitiere: "Damals, als du dich noch für mein Leben interessiert hast..."

    War zwar nur halb ernst gemeint, machte mich aber doch nachdenklich... ^^"

    Sehr gut gemacht ihr Hasen - und gangstastyle-Respect auch an Saito :mrcool:
    Denn Wolf zu sein ist weder die glorreichste noch die einfachste Aufgabe, obwohl sie allein schon ne Menge zu einem guten Spiel beiträgt xD

    Und dann noch ein paar kleine Richtigstellungen in eigener Sache: Ich war NIEMALS ein Crack in diesem Spiel :corner1:
    Aber der Deathcount ist doch nur fast so hoch wie die Anzahl der Spiele; (Denn ich erinnere mich an ein Spiel vor langer Zeit, in dem Kurax und ich im alles entscheidenden Finale gegen SelY den Sieg nach Hause trugen :engel: )

    Harry - Arrestzelle


    "Waaaaaas du kennst ihn nicht? Dabei dachte ich du hättest schon Bekanntschaft mit sämtlichen Militärpolizisten gemacht die es gibt." kam es, ziemlich gestelzt, aus der Zelle gegenüber.

    Militärpolizei also..! dachte ich.


    "Da muss ich dich leider enttäuschen, bis vor kurzem wars mir meistens gelungen, dem Verein aus dem Weg zu gehen." begann ich dann, und überlegte eine Weile.

    "Aber wenn der Kerl seiner Aufmachung nach ein hohes Tier ist, und wie du behauptest noch dazu bei der Militärpolizei, was macht der dann hier? Auch wenn ich es bedauere das sagen zu müssen, aber wegen jemandem wie mir steigt ein Typ wie der ja bestimmt nichtmal aus dem Bett."


    Ich war noch dabei den Satz zu beenden als ich diesen Kioshi, Lealas Lustknaben, den Gang herunterschreiten bemerkte. Wortlos, aber nachdenklich verfolgte ich ihn mit meinen Blick, bis er vor meiner Zellentür stand.
    Er sah mich an, und ich fragte mich schon, was jetzt wohl kommen würde. Aber ich spürte plötzlich ein prickeln und kribbeln an meinen Hand- und Fussgelenken. So ungewohnt, dasses sich zunächst schmerzhaft anfühlte. Bis ich an mir herabsah und bemerkte dass der Schmerz nur daher rührte dass frisches Blut die vom Metall verengten Gefässe wieder erweiterte - dann war es ein sehr angenehmes Gefühl.
    Denn das Metall der Fesseln löste sich Partikel für Partikel, Schicht um Schicht, und rieselte in allen Regenbogenfarben schimmernd lautlos zu Boden, wo es spurlos verschwand.


    "So jetzt brauchst du nicht mehr von diese Metallfesseln zusammen gefesselt sein da du erst mal genug darunter gelitten hast dennoch bleibst du noch drin eingesperrt damit es dir klar ist" meinte dieser Kioshi dann, ehe er sich an Katsuro wandte.


    Ich war froh die Fesseln los zu sein, weniger glücklich war ich darüber, das dieser Kotzbrocken von Kioshi dabei einen auf grossmütig machte. Dafür, dass er dem sprichwörtlichen Hund in seiner Zelle einen kleinen Knochen zugeworfen hatte.
    Ich rappelte mich auf die Beine und unterstützte mich dabei mit meinen Händen, mit denen ich mich an den Gitterstäben hochzog, während ich meinen Groll und meinen Ekel Kioshi gegenüber hinunterschluckte und ein "Danke" murmelte.
    Nicht, dass ich das ansatzweise ernst gemeint hätte, oder gar demütig! Aber es musste sich zumindest so anhöhren - das war schon schwer genug.


    Ich bemerkte, wie dieser Kioshi einen Schritt von den Zellen zurücktrat, wohl um Katsuro und mich gleichzeitig im Blick zu haben.


    "Gibt es sonst irgend welche Fragen?"


    Ich überlegte einen Augenblick, denn nach dieser Pfählungsgeschichte wollte ich mich schon erkundigen, aber einfach nur ´Wollt ihr mich wirklich pfählen?´ zu fragen, das ging schon mal gar nicht. Damit würde ich ihm nur zu verstehen geben, dass er durch meine Angst Macht über mich ausüben konnte.


    "Und wie gehts jetzt weiter?" begann ich also, in gespielter Lässigkeit. "Krieg ich vielleicht mal die Möglichkeit mich mit meinem Anwalt zu unterhalten - oder wollt ihr mich in aller Stille entsorgen, in dem ihr mich in ein Würstchen im Schlafrock verwandelt..?"

    Ich muss gestehen, ich bin manchmal ziemlich schockiert, wenn ich über Gründe lese oder höre warum manche gegen die Todesstrafe sind. Nicht, weil das für sie zum Schutze des Rechtsstaates unbedingt erforderlich ist, sondern vor allem, weil für sie der Tod eine zu milde Strafe wäre um für das richtige Mass an Gerechtigkeit und Genugtuung zu sorgen.
    Dafür ist es vorteilhafter, Verbrecher zu quälen, sie am besten Foltern - und ihnen jedes erdenkliche Leid zuzufügen - so lang wie irgend möglich...


    edit: pronomen vergessen

    @Raluca Ja, (zwar nicht nur, aber auch) dafür dass ich Hasington über den kompletten ersten Post ein Dorf schimpfe hab ich mich schon gefacepalmt... x_x

    Und naja, die ganze Geschichte der Ereignisse basierte leider lose auf sehr frei interpretierten, aus dem Zusammenhang gerissenen und als Mashup-Brei aufgekochten Ereignissen der letzten sechs, sieben Spiele. Denn ich weiss ja, das die Assistentin eigentlich zu den Guten gehört - und durchaus den Mumm hat um Wölfen die Zähne zu zeigen...

    Ich hoffe, ich kriege irgendwann die Gelegenheit mich bei ihr zu revanchieren, und diese Verleumdung richtig zu stellen... :D

    Kleine Warnung, tretet vielleicht besser einen Schritt zurück um vor dem Galgen nicht von einer umfallenden Textmauer erschlagen zu werden o_o"



    Sorgfältig las ich Zeile um Zeile der Schilderungen des alten Frederick, auf der Suche nach satirischen Elementen. Aber ich fand nichts, das die Veröffentlichung auf der Witzseite gerechtfertigt hätte. Im Gegenteil...
    Frederick zufolge war der Sheriff zwar mit seiner Waffe angeschossen worden, doch war er es nicht, der den Abzug betätigt hatte; Davon wäre angeblich auch der Gerichtsmediziner und die Frau des Bürgermeisters überzeugt. Dass Sep dennoch verhaftet wurde - und diese Ungerechtigkeit zu akzeptieren schien musste andere Gründe haben.


    Was war hier im Gange? War es Absicht, das man einen so brisanten Artikel auf diese Weise ins Lächerliche ziehen und unter den Teppich kehren wollte? Wenn es so war, musste diese Intrige bis in die höchsten Kreise reichen.
    Und warum schwieg Sep, wenn er doch unschuldig war? Wurde er vielleicht erpresst?
    Ich schluckte, als mir ein furchtbarer Gedanke kam; Was, wenn Sep Fellicitas schützen wollte?!
    War das auch der Grund für die plötzliche Freundschaft zwischen der Assistentin des Sheriffs und ihr? Schmeichelte sich die Assistentin bewusst bei Fellicitas ein um Sep grausam vor Augen zu führen, in welcher Gefahr sie schwebte, wenn Sep sein Schweigen brechen würde?
    Als Assistentin des Sheriffs wäre sie auch zweifellos in der Lage Seps Waffe für ihre Zwecke zu missbrauchen. War Katsuro deshalb misstrauisch gewesen? Wenn ja würde sie ebenfalls in Gefahr sein!
    Noch verstand ich nicht alle Zusammenhänge in diesem Ränkespiel, denn für den Mord an SelY hatte die Assistentin durch Fellicitas schliesslich ein Alibi; Aber hatte der plötzliche Mord an SelY möglicherweise etwas mit der Tatsache zu tun, dass Sep wieder auf freiem Fuss war?
    Dann musste es einen Hintermann geben - oder jemanden, der zwar nicht auf der Gehaltsliste des Bürgermeisters stand, den man aber gewähren lies, um den Mord an SelY für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren.


    Fredericks Artikel hatte in mir mehr Fragen aufgeworfen als er beantwortet hatte, doch eines schien klar. Was immer hier vorgehen mochte - ich musste Katsuro und Fellicitas warnen!


    Als ich die Tür aufschlug und das Archiv verlies war die Dunkelheit über Hasington hereingebrochen. Die Sterne funkelten in der klaren, lauen Nacht als wäre der Himmel von einem Meer winziger Kerzen erfüllt. Ein wunderschöner, friedlicher Anblick, wie ich ihn den letzten Wochen oft genossen hatte, doch heute lag etwas unheimliches, unheilvolles in der Stille, die mein Herz mit Unruhe erfüllte während ich eilig in Richtung des Marktplatzes lief.
    Auf der Höhe der alten Steinbrücke, die über den nun silbrig schimmernden Fluss führte glaubte ich einen Augenblick lang jemandes Anwesenheit zu spüren, tat es aber als Täuschung ab während mein Blick von der Brücke herab auf die versammelte Menge auf dem Martplatz fiel. Vielleicht waren auch Katsuro und Fellicitas noch dort, hoffte ich und beschleunigte meinen Lauf.


    In der Dunkelheit hatte man Fackeln herangeschafft, die den Platz in flackerndem Licht erhellten, während man sich im Kreis versammlt hatte und wild durcheinander murmelte.
    Doch als man meine Ankunft bemerkte legte sich eine eisige Stille über den Platz, ehe sich die Menge geräuschlos teilte. Zu einer Art Bresche, an deren Ende der Sheriff stand.

    "Wir haben dich schon erwartet, Wolf..." begann dieser und ein Gröhlen ging bei seinen Worten durch die Menge, die den Kreis hinter mir wieder schloss. Erschrocken und verwirrt wich ich einen Schritt vor dem Sheriff zurück doch man packte mich von hinten an den Schultern und hielt mich fest.
    "Sind Sie verrückt geworden?! Was soll das!?" rief ich entsetzt, doch der Sheriff würdigte mich keiner Antwort.
    "Bringt ihn zur Anhöhe!" befahl er. "Dort werden wir ihm zeigen, was wir hier in Hasington mit falschen Hasen machen."


    Ich protestierte während die Furcht in mir aufflammte, versuchte mich los zu reissen, schimpfte abwechselnd über den Wahnsinn, der sich vor meinen Augen offenbarte, beruhigte ich mich wieder und versuchte erklärend auf die Menge einzureden - und liess dann wieder dem Zorn und der Verzweiflung in mir ihren Lauf.

    Doch nichts von alledem hielt den langsamen, aber unaufhaltsamen Mahlstrom von flirrenden Fackeln, wütend gestikulierenden Pfoten und tanzenden Schatten auf finsteren Gesichtern auf, der mich zur Anhöhe zerrte auf dem die Hasen des Sägewerkes um den Galgen standen, den sie in aller Eile dort oben zusammen gezimmert hatten.
    Als der gräubärtige Grismut mich erkannte und sich unsere Blicke trafen sah er mich an, mit einem Ausdruck von Enttäuschung und Verachtung in seinen Augen. Und dieser Anblick umklammerte mein Herz mit erstickendem Kummer.
    Er war der wortkarge Chef des Sägewerkes und auch wenn wir nie viele Worte gewechselt hatten, ich mochte ihn gern und erinnnerte mich daran wie er mich nach manch hartem Tag mit einem sanften Lächeln in der untergehenden Sonne vor dem Sägewerk zu einem Karottenschnaps eingeladen hatte.
    Wie sonderbar es mir nun schien, dass die Bretter der Stufen, welche ich hinaufgeführt wurde noch immer nach frisch geschnittenem Holz dufteten.

    Eine sonderbare Leere erfüllte mein Herz, als ich stumm hier oben stand und den Blick über die Gegend streifen lies, während man mir den Strick um den Hals legte.
    Ein leiser Luftzug trieb sanfte Wogen über die reifen Wiesen, die der aufgehende Mond erleuchtete und die dunklen, satten Wälder mit bleichem Licht schraffierte. Es war eine herrliche Sommernacht, in der ich sterben würde. Und ich dachte daran, wie viel lieber ich im Winter hinab zur Hölle gegangen wäre.
    Denn ich starb nicht für den Mord an SelY. Aber ich starb für meine Ruhmsucht, für meinen Leichtsinn - und für meine Trägheit. Was hier geschah, ich hätte es verhindern müssen.


    Mein Blick fiel hinunter in die schweigsam gewordene Menge, auf den Sheriff, der in sonorem, selbstgerechten Ton die Anklage verlas, auf seine Assistentin, die etwas abseits von ihm stand und mich ausdruckslos anstarrte. Auf die Blicke der Menge. Und auf die Wut, die Trauer, die Neugier und die Ratlosigkeit in ihnen.


    "Nun, noch irgendwelche letzten Worte?" fragte mich der Sheriff nach der Verküdnung des Urteils desinteressiert und kurz angebunden.
    Ich überlegte, während mein Blick noch einmal über die Menge streifte, in dessen Mitte sich SelYs Mörder und meine Henker verbargen.


    "Wenn ich nun also für deine Sünden sterbe, so mögest du es für die meinen tun..."


    Ich schloss die Augen und spürte wie ich fiel. Hinab in die Tiefe der Unendlichkeit.


    E N D E...


    ...endlich! xD
    Etwas überlang und verwirrend geworden vermutlich - und auch etwas arg Dicke aufgetragen, aber es hat Spass gemacht; Mir, auf alle Fälle! :panda:
    Allerdings... hab ich mich in dieser Runde etwas sehr an Ralucasus Kreationen vergriffen und ihnen Sachen angedichtet mit denen ich mich weit aus dem Fenster gelehnt hab, wofür ich mich sehr entschuldigen möchte! :gomen:

    Sacre Bleu..!
    Aber nun ja, wenn man mit Würfeln spielt (oder auch Losen) muss man immer auch bereit sein zu verlieren.

    Bleibt nur noch der Take, in dem auch Reporterhaggy diese Tatsache wird einsehen müssen xD
    Kommt aber morgen später! ^_~

    Ich überflog den Zettel in meiner Hand.
    "..der alte Sep war wieder auf freiem Fuß, auch wenn er seine Flinte nicht zurückbekommen hatte..." murmelte ich vor mich hin.
    Das musste die Stelle sein, die sie gemeint hatte, überlegte ich.
    "Warum die Flinte finden? Was meinen Sie damit?" fragte ich ratlos, und hob den Blick, doch die Pensionswirtin war verschwunden.


    Mittlerweile war auch der Sheriff aufgetaucht, aber anstatt sich SelYs Leiche anzusehen verhängte er das Kriegsrecht über dem Ort und wandte sich an mich.
    "Es gibt einen anonymen Hinweis, dass Sie etwas mit SelYs Tod zu tun haben. Der Sache wird noch nachgegangen, aber versuchen Sie nicht Hasington zu verlassen. Es würde ihr sicherers Ende bedeuten." drohte er mir.


    Was ging hier nur vor?
    Ich versuchte mich gegen den Vorwurf des Sheriffs zu wehren, aber seine gleichgültige Miene verriet mir, das es die reinste Zeitverschwendung war. Er schien an der Wahrheit wenig interessiert - er wollte der Meute einen Schuldigen liefern, und sein Blick machte mir klar das ich vorne lag, in seiner Gunst.


    Warum hatte ich nur nicht auf den Fahrer gehört, fluchte ich, doch nun kam die Reue zu spät. Nur die Wahrheit würde mich jetzt noch retten können.
    Finde die Flinte des alten Sep, der wieder auf freiem Fuss war... ging es mir nochmals durch den Kopf. Sep war wieder auf freiem Fuss; Dass war das Ende der Geschichte - aber was war eigentlich der Anfang? Warum hatte man ihn eingesperrt? Ich hatte den Grund dafür nie erfahren. Wenn die Leute hier doch über Gott und die Welt klatschten und tratschten, warum nicht darüber?
    Ich musste der Hasington Post einen Besuch abstatten, vielleicht hatte ich beim ersten Besuch vor ein paar Wochen etwas übersehen.


    Eine Weile darauf schwand meine Hoffnung im selben Masse, wie der Stapel alter Zeitungen auf dem Lesetisch im Archiv der Hasington Post wuchs. Auch in dieser Ausgabe war ich nicht fündig geworden, und Ich lies mich enttäuscht auf den Stuhl fallen, während ich die Zeitung achtlos auf den Tisch vor mir schleuderte.
    Mein Blick folgte ihr missmutig und fiel dabei auf eine kurze Zeile.
    "Kommt ein Pferd in die Bar. Fragt der Barkeeper, warum so ein langes Gesicht?" las ich laut vor und fügte dann noch ein trockenes und wenig amüsiertes "Ha-ha." hinzu.

    Spoiler anzeigen

    ^ ...sorry dafür x_x


    Ich griff nochmals nach der Zeitung um sarkastisch zu prüfen, ob dieser arthrtische Schenkelklopfer bärtige Freunde haben würde. Es machte den Anschein, denn da war auch noch ein länger Textblock abgedruckt. Wohl ein Witz, der offenbar viele Erklärungen benötigte.


    Doch als ich die Zeilen las traute ich meinen Augen nicht, vor mir lag als offener Brief ein geharnischter Artikel eines gewissen Fredericks von Krummohr, der die Öffentlichkeit über diverse Unzulänglichkeiten des Bürgermeisters informieren wollte, und darüber hinaus proklamierte, dass Seps Festnahme eine grobe Fehlentscheidung war.


    Wie kam dieser Artikel auf die Witzseite?!

    Harry - Arrestzellen


    "Doch du solltest dich freuen, es sieht so aus, als müsstest du nicht so lange hier bleiben, dass das süße Gefängnisleben beginnt dich zu langweilen. Weil ich denke mitbekommen zu haben, dass sie dich pfählen wollen."


    Ich wurde kreidebleich bei diesen Worten. Dass könnte doch unmöglich sein ernst sein! Ich schwieg erschrocken, obwohl die Tatsache, dass sich auch die Militärpolizisten die man zu unserer Bewachung abkommandiert hatten kurz verwunderte Blicke zuwarfen mich doch etwas erleichterte.
    Denn dass auch sie diese Aussage überraschte bedeutete zumindest, das sowas wie Pfählungen ja wohl nicht zur üblichen Tagesordnung gehörten.


    Bestimmt wollte der Kerl mir blos Angst machen, redete ich mir wiederholt ein. So wie ein Mantra, das man solange wiederholt bis man daran glaubt.
    Allerdings konnte ich nicht leugnen, das es ihm durchaus gelungen war mich ordentlich einzuschüchtern.
    Ich beschloss, diese Aussage sehr bewusst zu ignorieren. Mich jetzt darüber aufzuregen würde ihm sicherlich zu verstehen geben, wie sehr mir mein Allerwertester gerade auf Grundeis gegangen war.

    Ich räusperte mich. "Keine Angst, es gibt ganz bestimmte Kriterien nach denen ich meine Freundschaften auswähle - und wenn es dich beruhigt, du bist dabei echt durchs Raster gerauscht. Ich hab den Rest deines Namens nur vorhin nicht ganz mitgekriegt, Mister Katsuro Irgendwer. Aber wenn du es vorziehst, ich kann dich auch einfach weiter Pinocchio nennen."

    Ich schwieg einen Augenblick lang.
    "Und dieser Sadareen... Meinst du damit den Typ mit den Klingen von eben?"

    Ich dachte angestrengt nach und stand etwas Abseits der Menge, den Blick in das Dokument vertieft als jemand mich sanft am Arm berührte. Wie ich erkannte war es meine Pensionswirtin; Eine ältere Hasendame, deren Gefährte sie zu früh verlassen hatte und keine Kinder schenken konnte. Sie hatte mir das Zimmer günstig vermietet und kümmerte sich auf eine so herzliche Art um mich, die mir manchmal schon unangenehm war. Dennoch, wenn es einen Grund für ihr Verhalten gab, so ahnte ich ihn - und freute mich doch auch sehr darüber sie manchmal mit einer belanglosen Unterhaltung erheitern zu können oder sie bei Kaffee und Kuchen fröhlich zu sehen.
    Doch ihr Gesichsaudruck war nun so sonderbar ernst und rätselhaft; Ich erkannte sie kaum wieder. Doch während ich sie noch wortlos anstarrte tippte sie mit der Pfote auf das Blatt Papier in meinen Händen.
    "Finde die Flinte..." raunte sie mir ins Ohr, dann wandte sie sich um und schritt wortlos davon...

    Katsuro zeigte auf Blue , Blue deutete auf Saito, Saito beschuldigte Meow, Meow verdächtigte Electra...
    SelYs Mörder hatte nicht nur ihr Leben geraubt; Es war, als wäre mit SelY viel mehr gestorben, als hätte der Mörder eine Wunde in diesen Ort geschlagen. Eine klaffende Verletzung aus deren Zentrum sich das vergiftete Fieber des Misstrauens über den Ort zu legen begann und die Herzen der Bewohner wie eine Seuche infizierte.
    Das Kinderlachen war hinter den verriegelten Türen besorgter Eltern verschwunden, und nur die leisen Bewegungen der zugezogenen Gardinen und Vorhänge an den Fenstern verrieten ihre heimlichen Blicke, mit denen sie jene beobachteten, die sich bei SelYs Leichnahm eingefunden hatten.


    Mich schauderte. Die Geschichte nach der ich suchte, würde sie so ihren Anfang nehmen?
    Ich fühlte mich schlecht bei dem Gedanken und schüttelte ihn eilig ab, noch würde es nicht zu spät sein. Das... durfte es nicht sein.

    Die Beschuldigungen polterten wild umher, und ich hatte Mühe dem Wirrwarr zu folgen als mein Blick auf Katsuro fiel. Sie hielt eine Art Protokoll in den Pfoten und deutete mit Nachdruck auf eine bestimmte Stelle, während sie sich an Blue wandte. "Sein Rascheln in nahen Buschwerk innehalten lies." zitierte sie daraus, überzeugt davon dass dieses geheimnisvolle Protokoll aus einer Sphäre stammte, die jenseits unserer Wahrnehmung lag - aber die Wahrheit kennen würde, obwohl auch sie vielleicht nicht völlig gegen freudsche Versprecher gefeit war.

    Aber ihrer Argumentation zufolge hätte Blue SelY ermordet um Fellicitas nachstellen zu können. Sicher, auch mir war aufgefallen, das hin und wieder hinter vorgehaltener Hand über Blues unglückliches Verhältnis zu Fellicitas gemunkelt wurde, doch der Grund dafür, weshalb man es tat war vielleicht, das viele Herzen schon den Schmerz einer unerwiderten Liebe erfahren hatten müssen.
    Dennoch wurden wohl nur die wenigsten deshalb zum Mörder. Und selbst wenn, hätte er, wie Katsuro folgerte, SelY wirklich nur getötet, um Fellicitas beobachten zu können? Eher könnte SelY ihn im Wald ertappt haben, nachdem er dabei war nach Fellicitas zu sehen - aber auch dann hätte er sie nicht umgebracht. SelY hätte nichts berichten können, was in Hasington nicht bekannt war. Und auch wenn man sich vor Blue damit zurückhielt, er würde längst gespürt und verstanden haben, was man vor ihm nicht aus zu sprechen wagte.


    Ich trat auf Katsuro zu und bat sie um Einsicht auf das geheimnisvolle Dokument, und sie gewährte mir meine Bitte. Jedoch nicht ohne mir klar zu machen, dass sie mir misstraute, und sich fragte, was der wahre Grund meines Auftauchens in Hasington gewesen sein mochte.

    Ihr Blick war klar und verriet ihren wachen Geist, der mich ihren Verdacht mir gegenüber wortlos akzeptieren lies. Denn es stimmte, ich war fremd hier... wen würde es wundern, wenn diese Tatsache allein meinen Leumund nicht unantastbar machte.


    Dennoch, als sie mir das Protokoll aushändigte berührten sich unwillkürlich unsere Pfoten und ein Schauer durchfuhr mich in diesem Augenblick. Wie ein Deja vú eines Albtraumes aus Kindertagen, der zu vage und verblasst war um vom Verstand erfasst zu werden. Und doch voll mit dem Gefühl von Furcht und Schrecken.
    Ich wandte mich von Katsuro ab und wischte mir mit der Pfote den kalten Schweiss von der Stirn, während ich das Protokoll las.
    Wer war es nur gewesen, wem mochte SelY zum Opfer gefallen sein - und warum? Verzweifelt durchsuchte ich Zeile um Zeile, doch die Lösung fand ich nicht...


    “Qui non habet caballum vadat cum pede…”

    Ich schloss die Augen bei diesem Gedanken, und atmete tief durch während eine Erinnerung den Weg in mein Bewusstsein fand. Denn mit diesen Worten hatte mich während eines Praktikums stets jemand ermahnt, dessen Klugheit ich sehr zu schätzen gelernt hatte: Wer kein Pferd hat, der geht eben zu Fuss.


    Wenn ich den Mörder finden wollte und die Lösung nunmal nicht auf der Hand lag, würde ich mit kleinen Schritten mehr erreichen...

    SelY also... x_x Dann bleibt dir die... peinliche Befragung diesmal wohl erspart...

    Dann also los, es gibt ja ein paar neue Gesichter diesmal, deshalb hoffe ich mal mein komisches RPG-Stil-Spiel, an dem ich mich mal wieder versuche verstört und verschreckt euch nicht gleich wieder ;___; Ansonsten warnt mich bitte früh genug, dann lass ichs bleiben. (Vermutlich fall ich früher oder später sowieso aus der Rolle!)

    "Kurzes" Intro der Ereignisse im Leben des vermutlich mittlerweile nicht mehr fix beschäftigten Furry Guardian - Journalisten Haggy bis zu SelYs Mord.




    Seit meiner Ankunft im Dorf waren nun einige Wochen vergangen, zur Tarnung hatte ich ein kleines Dachbodenzimmer in einer Pension am Dorfrand angemietet und eine Aushilfsstelle als Tagelöhner im örtlichen Sägewerk angenommen.
    Zunächst hatte ich meine Entscheidung bereut, meine weichen Samtpfoten waren körperliche Arbeit schliesslich nicht gewohnt! Allerdings deckte der Job meine Kosten und die rohen, raubärtigen Hasen im Sägewerk, denen Mühe und Wetter zwar das Fell, aber offenbar nicht das Herz gegerbt hatte schätzten getane Arbeit weit mehr als viele Fragen zu stellen.
    So war allmählich der Frühsommer ins Land gezogen, und während die Wärme der Sonne die Wälder rings um das Dorf in saftigem Grün erstrahlen lies und Wiesen und Wege mit einer prächtigen Vielfalt an Blumen und Kräutern säumte fühlte ich mein Misstrauen und meine Besorgnis schwinden.
    Nach meiner Begegnung mit dem Lkw-Fahrer und seiner sonderbaren Warnung war ich voll davon gewesen! Aber dafür guter Dinge, hier auf eine echte Story zu stossen; Zurück in der Stadt würde mir dafür nicht nur der Chefredakteur auf die Schulter klopfen, erträumte ich mir.


    Doch während ich mich zunächst oft noch in der Bibliothek und dem Gemeindearchiv aufgehalten hatte waren meine Besuche dort nun seltener geworden.
    Und auch die Momente, in denen ich abends im blauem Schein des Laptopbildschirms mürrisch die spärlichen Ergebnisse betrachtete, welche mein Recherchen ergeben hatten wichen den Abenden die mein Laptop ausgeschaltet und unberührt auf dem kleinen Schreibtisch vor dem alten, runden Giebelfenster verbrachte.


    Ich ertappte mich bei dem Gedanken, das ich anfangs sehr enttäuscht gewesen war, das die entsetzlichen Legenden über diese Gegend möglicherweise nur aufgebauschte Gruselgeschichten waren, die man sich hier aus blosser Langeweile abends am Feuer erzählte. Anfangs... denn ich musste mir eingestehen, ein Teil von mir hoffte nun, es wären nur Geschichten.


    Doch dann sollte alles anders werden...

    Es war ein schwülheisser Sommertag und die Arbeit im Dorf ruhte in der Nachmittagshitze. Ich hatte mir in der kleinen Cafeteria am Dorfplatz ein Eis gekauft und spazierte damit nun genüsslich in Richtung der kleine Anhöhe, von wo aus man das Dorf überblicken konnte.
    Und während ich mich an der süssen Erfrischung gütlich tat bemerkte ich aus der Entfernung amüsiert die umherflitzenden, winzigen Silhouetten die in der Nähe des Flusses. Die Hasenkinder, die dort unten spielten. Offenbar schätzten auch sie die kühle Luft, mit welcher das noch kalte Schmelzwasser aus den Bergen die drückende Hitze der Ebene durchschnitt.


    Doch plötzlich hallte ein kurzer Schrei die Ruhe im Dorf. Ich konnte seine Richtung zunächst nicht ausmachen, doch ich bemerkte erschrocken, wie man im Dorf aufgeregt in Richtung des mir entgegen gesetzten Waldrandes gestikulierte... Ich sprang auf und eilte die Anhöhe hinuter - und eine halbe Stunde später waren über dem herrlichen Sommertag die finsteren Wolken eines Verbrechens aufgezogen.


    Denn Fellicitas und die Assistentin des Sheriffs hatten bei ihrem Spaziergang SelYs Leiche entdeckt und schilderten der aufgeregten Dorfgemeinschaft das Geschehene, während man nach dem Sheriff schickte.


    Ich bemerkte auch Katsuro und Saito in der Runde. Auch Katsuro schien aufgebracht über SelYs Tod, was ja angesichts der Umstände auch sehr verständlich war. Allerdings auch nicht nur allein darüber, wie es schien. Denn auch ihr schiefer, misstrauischer Blick welchen sie der Assistentin des Sheriffs unverhohlen zuwarf blieb mir nicht verborgen.


    Und Saito... wie ich in den letzten Wochen erfahren hatte war auch er neu im Dorf, und er warf die Frage in die Runde, ob es sich um einen Selbstmord handeln könnte, verwarf sie aber rasch wieder - was ich durchaus nachvollziehen konnte.
    Denn SelY war bekannt für ihre langen Finger, wenn es um Karotten ging. Auch in den Akten stapelten sich seitenweise Indizien für ihre Leidenschaft. Aber so oft ich ihr auch begegnet war - nie machte sie den Eindruck auf mich, als würde sie dieser Makel in ihrer Rechtschaffenheit in irgend einer Weise bedrücken. Im Gegenteil, sie schien ihren Nebenjob sehr zu lieben. Zu sehr für manchen, vielleicht...? überlegte ich.
    Und sofern Fellicitas und die Assistentin die Wahrheit sagten war es ein Geräusch, durch welche sie SelYs Überreste erst entdeckten. Ein Geräusch, das vor ihnen floh...


    Ich war noch in Gedanken, als Saito sich umwandte und mit dem Finger auf Meow zeigte, die er, wie er behauptete aus einem anderen Leben kannte. Aus einem Leben, in dem Meow kein harmloser Neuling in einem friedlichem Dorf war. Sondern sich Hexerei und Beschwörung bediente, und mit grossen Fertigkeiten einem mörderischen Handwerk nachging.


    Misstraute Saito Meow auf Grund seiner Erfahrung so sehr? Oder lag in der dreisten Anschuldigung eine List, die den wahren Mörder in Sicherheit wiegen sollte?
    Ich konnte es nicht sagen. Noch nicht...

    Harry - Arrestzellen

    "Unterschätz mich nicht!" klang es unsanft aus der Zelle neben mir, und der Tonfall amüsierte mich. Denn meine Gesellschaft bereitete dem Typen offenbar keine besonderes Vergnügen - was mir Genugtuung verschaffte, da es mir mit ihm schliesslich auch nicht anders ging.


    Allerdings war ich durch diesen Kommentar leider immer noch nicht klüger geworden was die ganze Situation anging - und wie ich Katsuro einschätzen sollte. Ich würde nachhaken müssen, und versuchen etwas von dem was ich wusste oder vermutete auf die Waagschale zu legen.


    "Dich unterschätzen?!" begann ich mit gespielter Empörung, und fügte dann:
    "Aber nicht doch, Katsuro... sofern das überhaupt dein richtiger Name ist. Ich bin durchaus überzeugt davon, dass dir so gut wie alles zuzutrauen ist." hinzu.
    Wobei ich sehr darauf achtete, meine Worte vielsagend klingen zu lassen, da ich auf sein unberechenbares Verhalten anspielte und sichergehen wollte, dass ihn dieser Zaunpfahl auch wirklich erwischte.


    "Aber was macht denn ein so toller Hecht wie du dann wieder in meiner Nachbarschaft? Wars etwa der ...Manager... von eben, der dir die durchaus rustikalen, aber doch etwas sehr spartanisch eingerichteten Räumlichkeiten hier drinnen empfohlen hat?"
    Wobei ich das Wort Manager sehr bewusst wählte, als Verweis zu den Ereignissen unserer ersten Begegnung und Katsuros beherzten Versuch, mich derbe reinzulegen.

    Als Alice im Wunderland- Fan musste ich mir den zweiten Teil natürlich auch angucken, ging aber nicht mit übertriebenen Erwartungen rein, weil ja doch der meiste Inhalt der Bücher im ersten Teil schon aufgegriffen wurde.

    Und tatsächlich unterscheidet sich Hinter den Spiegeln eben sehr vom ersten Teil; Es fehlt zwar auch hier nicht an reichlich Wortspielchen, die im englischen Orginal sicherlich auch noch mehr zur Geltung kommen, aber das psychedelische und verdrehte, was den ersten Teil so gelungen und unverwechselbar macht fehlte mir eben doch sehr ^^"

    So ist Hinter den Spiegeln für Erwachsene wohl etwas weniger interessant, und der Film macht da auch nicht wirklich einen Hehl daraus. Es geht -

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    und die Botschaft kriegt man dann doch auch zum Ende hin etwas überdeutlich eingebläut, um die Familie(n).
    Aber auch das ist ja nichts schlechtes, man erfährt ziemlich viel über Umstände und Lebensgeschichten in der Königsfamilie und im Hause Hutmachers. ^^
    Leider erlaubt es die diesmal etwas ernstere Hutmacherrolle Johnny Depp nicht, sich so zu köstlich zu entfalten wie im ersten Teil. Und Johnny Depp muss sich von Sacha Baron Cohen (vielleicht besser bekannt als Borat... :D) die Show stehlen lassen.
    Aber nicht zu Unrecht wie ich finde; Als Verkörperung der Zeit machte er seine Sache wirklich gut, fand ich. ^^

    Wie gesagt, man muss akzeptieren, dass die Fortsetzung eher was für jüngeres Publikum ist, aber wenn diese Tatsache mal aussen vor lässt ist der Film an sich in meinen Empfinden weder vom künstlerischen, noch vom handwerklichen Aspekt gesehen wirklich schlecht. Im Gegenteil.