Beiträge von Haggard

    Harry - Arrestzelle


    Eine Weile war es auf meine Frage hin still geblieben.
    "Hmh, meine Rolle?.... ...Ich bin der, der unter deinem Schwachsinn leiden muss." antwortete der Typ mir dann jedoch, und ich ich konnte mir einen kühlen Zwerchfelllacher nicht verkneifen als ich mir dabei der Gedanke Oh, das tut mir aber Leid, du armer... durch den Kopf ging.


    Er schien der Bemerkung noch etwas hinzufügen zu wollen, hielt aber mitten im Satz inne, und den Grund dafür bemerkte auch ich einen Augenblick später.
    Denn Colonel Martinez war aufgekreuzt - den ich noch vom... Trainingslager... kannte - und warf mir einen flüchtigen Blick zu ehe der sich an den Typen in der Nebenzelle wandte.


    "Katsuro Masayoshi hast du mit diese Attentat was damit zu tun? So beantworte dein ehrliche Meinungen"


    Ich staunte nicht schlecht, als ich das Gefühl hatte, ich könnte fast hören wie der Typ neben mir zackig die Hacken aneinanderschlug um hab Acht zu stehen. In seinem "Jawohl, Sir," fand sich zumindest nichts mehr von dem überheblicheren Unterton den er bis eben noch mitschwingen lies.
    Und auch der Rest der Unterhaltung war darauf ausgelegt die Wogen zu glätten, wobei ich es interessant fand, dass seine Argumentation in Teilen und in gewisser Weise beinahe nach Fürsprache für mich klang. Wollte er mich milde stimmen damit ich ihm nicht die Tour vermasselte? Na meinetwegen dachte ich, sollte das unterwürfige Würstchen doch seine Haut retten.


    Und nachdem der Dialog etwas hin und her gegangen war schien Katsuro sein Ziel erreicht zu haben, den Colonel Martinez befahl einem Soldaten ihn freizulassen.
    Eine Tatsache, die für mich nicht gelten sollte, wie ich hörte, ehe sich der Colonel mit den Worten:
    "Was es an dich angeht bekommst du Strafe dafür das du verdächtig warst, fast ein Wesen getötet hast, dafür gesorgt hast das hier Panik herrscht und alles andere die du hier veranstaltet hast"


    Ich blieb stur und erwiderte seinen Blick nicht, obwohl mir das Wort Strafe gar nicht gefiel und mein Verstand mit mir haderte. Denn gänzlich unschuldig an allem war ich ja nun nicht, überlegte ich. Nicht nur wenn man meine gestohlene Rüstung betrachtete.
    Von daher wäre der schnellste und einfachste Weg - der, den ich doch auch sonst immer wählte! - für mich hier raus eine paar Entschuldigungen runter zu leiern, und ein paar Lippenbekenntnisse und geküsste Füsse später wär die Sache erledigt! Würde mich nicht mal was kosten.


    Aber ich konnte nicht. Es war, als würde dieser Weg von einem Felsen aus Wut, Ohnmacht, Schmerz und Verachtung versperrt.
    Und wenn ich an Lealas Worte dachte, oder an Kioshis, der wohl auch einen Meister darstellte - oder auch die des Colonels fühlte es sich an würde er seit ich in dieser Zelle steckte war bei jeder Begegnung mit einem von ihnen um eine mondlose Nacht schwärzer, einen Himmel höher und eine Hölle heisser werden.

    Harry - Arrestzelle

    "Herrje, ich hab ihn verletzt!" maulte ich darauf hin. "Du hast das Ding doch gesehen! Das war ein verdammter Geist oder Dschinn oder was auch immer; Ich wusste ja noch nichtmal, ob der Dolch überhaupt etwas dagegen ausrichten würde."
    Ich schwieg einen Augenblick lang nachdenklich.
    "Und warum stellte sie ihn mir auch vor die Nase während man mit Schwertern nach mir schmeisst?! Wenn der aufgeblasene Schluck Wasser nichtmal einen kleinen Piekser in den Arm aushält hätte Leala ihn im Kinderwagen lassen sollen."
    Und noch eine Pause später:
    "Aber daran hat Madame Meisterin wohl nicht mehr gedacht, als sie ihrem Hoshi-Schnucki" - wobei ich darauf achtete das Wort Schnucki gezielt überbetont auszusprechen - "um den Hals fiel."
    "Meisterin..." wiederholte ich dann. "Würd mich interessieren ob man für die Stelle eigentlich auch ein Reifezeugnis braucht - aber wenn es stimmt was du sagst und die spätpubertierende Göre tatsächlich eine Meisterin ist, dann wohl eher nicht."


    Als ich den Satz beendete erkannte ich erst, das meiner Zunge grade irgendwie der Gaul durchgegangen war, und ich bereute meine impulsive Reaktion. Noch immer war ich mir schliesslich nicht sicher, was ich von dem Typen in der Nachbarzelle halten sollte. Allerdings schien er doch eine gewisse Intelligenz und Selbstsicherheit zu haben - eine spöttische Bemerkung reichte immerhin allem Anschein nach nicht aus, um ihn gleich aus der Fassung zu bringen.


    Ich schwieg einen Augenblick lang und rieb mir mit dem Handrücken die Nase, wobei ich beide Hände benutzen musste. Durch die simple Tatsache bedingt, dass die Fessel dies erforderte.


    Dabei kam mir die Erkenntnis, das ich nun doch fürs Erste genug von mir erzählt hatte und entschied, die Angel doch wieder in seine Richtung auszuwerfen. Aber mit Bedacht, deshalb hiess es erstmal vorsichtig und schön weit in den See rausrudern und unspezifisch bleiben. Denn wenn ich gleich gezielt nach Details fischen würde könnte dass das Misstrauen schüren, deshalb brauchte ich eine Frage, die man vielseitig auslegen konnte.


    "Aber meinetwegen; Und was ist dann eigentlich deine Rolle in diesem Spiel..?"

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    Nochmals sorry im Voraus dafür, dass ich auf das Auftauchen des Colonels im Moment nicht werde eingehen können. Zum einen dürfte ja doch, sofern keine Teleporter im Spiel sind etwas Zeit vergehen, von dem Punkt als Kioshi das Gefängnis verlässt, nach Scarlet sucht, zur Krankenstation geht, dem Colonol Bericht erstattet und dieser zum Gefängnis gegangen ist. Und zum anderen möchte ich Harry eben schon etwas runterkommen und ein Gespräch mit Katsuro versuchen lassen.
    Wobei das nicht dazu führen muss das sich die Beiden am Ende freundschaftlich in die Arme fallen, aber eben um sich ein wenig einschätzen zu können und ein paar Sachen doch mal aufzuklären - ehe Harrys Paranoia völlig am Rad dreht... xD

    Harry - Arrestzelle


    Eine Weile blieb es ruhig, während ich angestrengt der Stille lauschte und mir zweifel kamen ob sein Schweigen daran lag dass er mich doch nicht gehört hatte - oder ob er einfach keinen Bock hatte auf meine Bemerkung einzugehen.
    Meine Gedanken begannen schon abzuschweifen und versuchten angestrengt die Ereignisse im Arsenal irgendwie zu rekonstruieren. Denn während meiner Begegnung mit Set hatte ich diesen für einen raffinierten Spitzel gehalten. Aber diese Leala hatte doch, nachdem sie mir den Witz von Rüstung brachte behauptet, sie wollte mich nicht vor ihm und den anderen auffliegen lassen da wir irgendwie einer gemeinsamen Einheit angehörten. Und Set hatte auch gleich auf sie gehört, als Leala ihn fortschickte. Von daher war sie entweder auch Teil der Einheit, oder eine Vorgesetzte, aber...


    "Ich..." kam es dann zögerlich aus der benachbarten Zelle.
    "Ich hatte nicht vor dich umzulegen."
    Meine Augen weiteten sich bei dieser Aussage erstaunt und überrascht. Schliesslich hatte ich bisher das starke Gefühl gehabt, es wäre dem Typen doch genau darum gegangen.


    "Obwohl du es verdient hättest." - schob er aber dem Satz dann noch hinterher.


    Jaja, immer ich..! überlegte ich in einem Anflug von Selbstmitleid, aber es interessierte mich doch welche Gründe er dafür wohl haben mochte. Ob ich ihn danach fragen sollte? Und was, wenn er mir doch nur einen Bären aufband? Und lies mich das nicht schwach erscheinen? Denn bei der Vorstellung wie der Typ in seiner Zelle hockte, mir Lügen auftischte und sich in sein Fäustchen lachte, während ich weinerlich und verzweifelt an seinen Lippen hing, da stellten sich meinem Ego die Nackenhaare auf!


    ich beschloss, das Pferd anders aufzusatteln.


    "Achja!? Und darf man auch den Grund dafür erfahren?" begann ich dann, und versuchte gleichgültig zu klingen.


    "Denn wenns nur daran liegt, dass ich dem Seargent, der mich für dich vermöbeln sollte Mist über dich erzählt habe - dann solltest du mal darüber nachdenken ob du nicht vielleicht ein kleiiiiiiines Aggressionsbewältigungsproblem hast."

    Harry - Arrestzelle

    Gerade war ein Militärpolizist an diesen Kioshi herangetreten und fuchtelte mit einem Plastikbeutel mit den Überresten meines Eisdolches vor seinen Augen herum. Und als ich nochmals das Geräusch des sich öffnenden Tores im Eingangsbereich des Zellentrakts vernahm fragte ich mich doch allmählich etwas beunruhigt, wer mir wohl noch alles seine Aufwartung machen würde - stets in der Hoffnung, dass ich es nicht tatsächlich noch mit einem Folterknecht zu tun bekam.


    Allerdings klangen die Schritte nicht nach einer, sondern mehreren Personen, und waren auch viel zu unregelmässig für zwei oder drei Leute, die den Trakt schön in militärisch gedrillter Gleichschrittmanier runter kämen. Eher klang es so, als würde beim Gehen viel gemault - und als ob mindenstens einer von ihnen nur sehr wenig Interesse daran hatte hier her zu kommen...


    Und als ich den weisshaarigen Attentätertypen in Begleitung der Soldaten sah, die ihn wenig zuvorkommend in die Zelle neben mir stiessen, da wollten mir doch glatt die Augen aus den Höhlen fallen! Was macht DER den hier?! überlegte ich überrascht, während der Kerl mit etwas zittriger Stimme protestierte, dass man das nicht machen könne. Wobei er der Bemerkung dadurch Nachdruck verlieh, dass er einen Moment lang seinen Arm durch die Gittertüre streckte als versuchte er den sich von ihm abwenden Soldaten damit irgendwie zum umkehren zu bewegen. Allerdings blieb die Reaktion darauf genauso aus, wie die Antwort auf seine Frage nach der Möglichkeit einer Dusche.


    Resignierend senkte er daraufhin Arm und Haupt und lehnte sich müde mit der Stirn gegen die Gittertür, kurz darauf wand er sich um, warf mir einen Moment lang einen Blick zu den ich nicht wirklich deuten konnte - und verschwand in den hinteren Bereich seiner Zelle. Und damit auch aus meinem Blickfeld.


    Ich war von dem, was sich da abspielte sehr verwirrt gewesen und hatte diesem Kioshi nicht mehr zugehört, aber nun sprach er davon, dass er jeden hier nach diesem Dolch befragen wollte. Ich überschlug gedanklich die ungefähre Anzahl der Leute, die sich wohl auf dem ganzen Misthaufen von Basis hier befanden und wünschte angesichts dessen, dass meine geschätzte Zahl kilometerweit über einem blossem Dutzend lag, Kioshi in Gedanken viel Spass dabei.
    Davon amüsiert betrachtete ich wie er sich zum Gehen abwandte und rief ihm hämisch: "Vergiss nicht mir die Nummer vom Zimmerservice dazulassen!" hinterher.


    Aber er beachtete mich nicht weiter und verliess den Zellentrakt, in dem nur einige Wachen, der Typ in der Zelle neben mir, ich selbst und das gleichmässige, leiser Surren der Beleuchtung zurückblieben.


    Ich atmete tief durch und versuchte mich etwas auszustrecken um frisches Blut in Arme und Beine zu kriegen, was mein Knie zwar mit dumpf schmerzendem Protest quittierte, aber die Muskulatur dankte mir den Nachschub an Sauerstoff doch mit der angenehmen Empfindung zurückkehrenden Gefühls in Fingern und Zehen.


    Dabei überlegte ich angestrengt, wie es wohl dazu gekommen war, das man den Typ neben mir auch in eine Zelle gesteckt hatte, konnte mir aber keinen Reim darauf machen. Nicht, dass ich es als falsch empfand! Der Typ hatte mir einen neuen Scheitel gezogen - und ich konnte noch von Glück reden; Ich hatte Haare gelassen, aber hätte er mir den Schädel gespalten wäre dies ein Umstand, der sich nicht notfalls einfach mit Extensions wieder hinkriegen lassen würde . Und mich gruselte bei der Vorstellung, dass das letzte was ich in meinem Leben gesehen hätte eine schimmernde Klinge gewesen wäre die mir aus der Stirn ragte.


    Aber was sollte das alles, wer war der Typ, was wollte er, und vor allem, warum trachtete er mir nach dem Leben...?!, fragte ich mich, und beschloss der Sache etwas auf den Grund zu gehen, nun, da ich wohl im Moment eh nichts besseres vorhatte.


    "Hast dir wohl erhofft das man dir für die Aktion einen Orden ansteckt, was?!" fragte ich laut genug, um sicherzugehen, dass er mich wohl hören würde und lachte dabei spöttisch um mir nicht durch meine verborgene Unsicherheit und Angst vor ihm die Blösse zu geben.
    "Aber so wies aussieht kriegt man den wohl nur wenn mans auch tatsächlich schafft mich umzulegen! So ein Pech für dich!"

    Harry - Arrestzelle



    "Du wirst noch dafür büssen, was du Juno angetan hast..." fuhr mich Leala wütend und den Tränen nahe an, als sie sich zum gehen umwandte nachdem eine weitere Frau hinzugekommen war und zu ihr meinte, dass Juno nach ihr geschickt hätte.


    Offenbar war mit Juno wohl dieses Wasserwesen gemeint, überlegte ich, während ich Leala ansah.
    "Da hab ich wohl nicht aufgepasst..." flüsterte ich dann und versuchte meine Stimme entschuldigend klingen zu lassen, ehe ich den Kopf zu ihr wand, fest ihren Blick suchte und ihr mit zorndonnernder Stimme: "denn ich hatte eigentlich auf sein Herz gezielt!" entgegenkrächzte.


    Ich sah sie bei der Bemerkung zusammenzucken und ein Teil von mir empfand in diesem Moment Genugtuung bei ihrem Anblick. Ich wusste nicht, ob es der Wahrheit entsprach und ich wiklich auf das Herz gezielt hatte, es ging alles zu schnell und ich war zu durcheinander um irgendwas bewusst getan zu haben.
    Ich erkannte nur, das ihr dieses Wasserwesen wohl sehr viel bedeutete und ich war wütend auf Sie, auf Spyridon, auf das Militär, auf mich - und auf die ganze Welt.
    Und da ich mich, gefesselt und gefangen, Leala unterlegen sah wählte ich das einzige zur Waffe, was mir in meiner Lage zur Verfügung stand - und womit sie verletzen konnte...


    Einen Moment lang starrte sie mich an, während ihr die Blässe auf die Wangen trat, dann aber ging sie wortlos von der Zelle weg und verliess den Trakt. Den Bruchteil einer Sekunde lang hatte ein Hauch von Scham in mir aufgeflammt als sie gegeangen war und ich über meine Worte und ihren Gesichtsausdruck nachdachte. Aber Trotz und Zorn gewannen rasch wieder die Überhand, schliesslich sprach sie ja schliesslich von "ich würds noch büssen!" und auch dieser Kioshi schien nicht die Absicht zu haben sich ebenfalls zu verkrümeln.


    Er schien auch so ein Grosskotz zu sein und stellte mir allerhand Fragen, zu dem Kram, den ich noch anhatte. Und auch wo ich den Dolch herhätte, da er nicht aus dem Bestand des Militärs stammte.
    Ich hörte zwar aufmerksam zu, tat aber desinteressiert und schwieg eisern, auch wenn ich mir überlegte ob ich einen Vorteil daraus ziehen könnte Scarlet da mit rein zu ziehen.
    Ich entschied mich aber dagegen, denn was sollte mir das im Moment bringen? Und ausserdem rief mir mein Gedächtnis die Bilder der Szene in Erinnerung, in welcher auch Scarlet dafür war, dass ich nicht von Naitos Sense aufgeschlitzt werden sollte. Und dass sie es war, die mich der Handschellen entledigt hatte. Den ersten des heutigen Tages, jedenfalls.


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    Der Post ist zeitlich leider noch vor Katsuros Ankunft in seiner Zelle datiert, aber diese Ereignisse folgen im nächsten Post, sonst wirds einfach zu lang ^^

    Von mir aus wär beides okay, da beides Vor- und Nachteile hat. Gitterstäbe erleichtern die Unterhaltung - sind aber aufgrund des Blickkontaktes auch... ähm... emotionsgeladener... xD

    Wände machens schwerer zu unterscheiden was ernst gemeint ist, und was weniger - aber der Vorteil liegt darin dass man ohne Blickkontakt leichter das Gesicht wahren kann. :D

    Ne kurze Anmerkung, weil mir grade was einfiel. Wenn ihr möchtet könntet ihr Trotzkopf-Harry gerne auch mal etwas Zeit geben um runter zu kommen und über seine Situation nach zu denken; Zumal er ja mit Katsuro nen Zellennachbar kriegt, der auf Harry momentan auch nicht gut zu sprechen sein könnte, möglicherweise.... :D Vielleicht wär ja der Knast doch mal ne ganz gute Gelegenheit damit sich die beiden mal etwas aussprechen könnten... xD"

    Aber falls ihr grade am Schreiben seid oder euch der Sinn nach was anderem steht (aber bitte, lasst Folter wenns geht doch weg, das ist für mich nicht mal in nem RPG witzig o_o) dann ignoriert diesen Post einfach!

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    Ups, die aus dem Arsenal kommenden Wasserkrieger nochmals zu erwähnen hab ich bei Harrys Gefangennahme durch Spyridon ganz verschwitzt x_x" Sagen wir einfach mal, sie kamen nicht mehr dazu ihre Klingen an ihm zu wetzen, da Harry bereits hopps genommen wurde :D Aber sollte ich wirklich mal was übersehen/übergehen das euch wichtig erscheint, erwähnt es bitte, denn sowas ist keine Absicht - aber kann mir leicht mal passieren!


    Und dann noch ein sorry vorneweg... Harry ist vielleicht aufgrund der Umstände etwas aggro im Moment... xD"

    Harry - Arrestzelle

    Ich zuckte bei der Erkenntnis, das ich mir die Sache mit meinem Knie wohl doch irgendwie hatte anmerken lassen, denn plötzlich zeigte sich Spyridon unglaubwürdig freundlicher und appelierte an meine Ehrlichkeit, mit welcher ich mich meiner Fesseln entledigen könnte.


    War das so eine Art guter Bulle, böser Bulle - Spiel?! Dachte der Typ wirklich, ich würde nach der Nummer einfach so einen Kniefall vor ihm hinlegen - bildlich gesprochen jedenfalls, wenn ich grade meine unnatürlich eingeschränkte Körperhaltung betrachtete.
    Eher würde ich mir mein Bein absägen als in der Schuld dieses Kerls zu stehen schwor ich mir grantig. Und irgendwas eingestehen, das würde ich schon erst Recht nicht, denn ich hatte genug über Hexenprozesse gelesen um zu wissen das ich komplett verloren sein würde wenn ich erst damit anfing irgendwas einzuräumen!


    Ich blickte verstohlen zu Spyridon, der sich mit dieser Leala und Kioshi - den ich nach den Ereignissen in der Umkleidekabine in Gedanken wenig charmant kurzerhand als ihren Lover betitelte - vor der Gefängniszelle unterhielt und äffte Spyridon heimlich nach als ich zuhörte, wie er den Beiden jedes haarkleine Detail unserer Unterhaltung brühwarm auftischte. Braves Schosshündchen, überlegte ich, und fand es Schade dass Spyridon keinen Schweif hätte. Es hätte mich amüsiert mit anzusehen, wie aufgeregt dieser gerade wedeln würde, als er von Leala und Kioshi sein Lobesleckerli bekam und freudig von dannen dackelte.


    "Und wir beide werden erst mal um dieser Häftling kümmern"


    Soso, überlegte ich als zähneknirschenden Versuch, mir trotzigen Mut zu zusprechen, dann lasst mal hören wie ihr euch um mich kümmern wollt...

    Harry - Arrestzelle

    Ich überspielte meine Besorgnis über seine Bemerkung, die mich schaudernd an die Möglichkeit bevor stehende Folter denken lies und zog die Beine etwas an meinem Körper um sie abzuwinkeln, darum bemüht, dass sich der pochende Schmerz der dabei in meinem Bein aufflammte sich nicht auf meine Mimik auswirkte.
    Die Genugtuung zu merken dass ich Schmerzen hatte wollte ich ihm keinesfalls geben.
    "Wenn du wirklich nichts besseres zu tun hast..." begann ich dann, und lachte dabei bitter ohne seinen Blick zu erwindern, "dann könnten wir doch auch die Plätze tauschen. Denn das wird bestimmt ne Weile dauern, und ich möchte mein Date so ungern absagen."

    Harry - Arsenal -> Arrestzelle


    Ich dachte nicht darüber nach inwiefern sich meine Lage überhaupt verbessern sollte wenn ichs tatsächlich auf Dach schaffen würde - ich wollte nur hier weg! Also packte ich nach dem Rohr um daran hochzuklettern, aber als ich mit den Füssen nach zu stossen versuchte durchfuhr mein Bein ein so stechender Schmerz, das mir schwarz vor Augen wurde.
    Kraftlos lies ich das Rohr los und rieb mir stattdessen massierend mein Knie, das ich mir bei meinem hastigem Sprung vom Obergeschoss wohl zu übel verstaucht hatte, als dass klettern damit heute noch in Frage kam.
    Dabei hielt ich den Kopf gesenkt, und mein Blick fiel dadurch an meinem Knie vorbei auf das Gitterrost am Boden, durch welches das Wasser aus der Regenrinne hindurch lief und plätschernd in der Dunkelheit des Schachtes verschwand. Hastig überschlug ich den Gedanken, der mir dabei kam und schätzte das Gitter knapp gross genug um hindurch schlüpfen zu können, also beugte ich mich eilig hin und rüttelte verzweifelt daran. Doch lies es sich nicht aus der Verankerung lösen. Ich bräuchte soetwas wie einen Hebel, dachte ich, und überlegte im selben Atemzug welch glücklicher Umstand es doch war, dass ich das einzige Werkzeug, das noch am ehesten dazu geeignet gewesen wäre vor ein paar Minuten diesem Türsteherwasserwesen in den Arm gerammt hatte!


    Ich seufzte vor Unmut während ich mich keuchend aufrichtete um verzweifelt nach einem Strohhalm Ausschau zu halten der mich irgendwie aus dieser ganzen Grütze retten konnte, als sich plötzlich eine Art kalter Schauer über meinen Körper legte und ich voller Entsetzten betrachtete, wie sich aus dem Nichts Metall um meine Hand - und Fussgelenke bildete. Das Metall schien wie flüssig und verband sich zu Fesseln, wie ich panisch realisierte; Ich wandt und wehrte ich mich dagegen, aber vergebens, ich kam nicht mehr vom Fleck.


    Entgeistert bemerkte ich den Grund dafür, eine schwere Eisenkugel war mit den Fussfesseln verbunden, aber noch ehe ich wirklich begriff was da eben passierte fühlte ich, wie mich jemand grob am Arm packte.


    Ich hob den Blick und erkannte in Sypridon den Urheber dieser Tatsache. Er faselte irgendwas von Pech gehabt, Spionen und nannte mich dabei Freundchen, aber ich war zu verwirrt und aufgewühlt um ein Wort rauszubringen. Dann übergab er mich einem Trupp Soldaten die arrogant grinsten und ihre Waffen präsentierten. Vielleicht hatte ein einzelner von ihnen nicht mal das Zeug um einen Eimer Wasser warm machen zu können überlegte ich, aber in der Gruppe schienen sie es sichtlich zu geniessen den an Händen und Füssen gefesselten und unbewaffneten Typen spüren zu lassen wer hier grade am längeren Hebel sass.


    Der Weg führte zu hinter die Krankenstation, zu einem niedrigen, aber massiven Gebäude dessen Züge an zwei neben hintereinander stehende, bienenwabenförmige Bunker erinnerten. Ein Anblick der mich wenig begeisterte...
    Man führte mich hinein, die Gänge entlang durch Sicherheitsschleusen und schwere Türen und stiess mich am Ende in eine etwa zehn Quadratmeter grosse von kaltem Neonlicht erleuchtete Zelle. Und als ich das schwere Geräuch einer ins Schloss ratternde Gittertür hinter mir vernahm konnte ich mich nicht mehr gegen die Erkenntnis wehren dass die Dinge irgendwie so gar nicht so gelaufen waren wie ich mir das vor einer Stunde noch vorgestellt hatte....


    Ich schlurfte müde in eine Ecke des Raumes und lies mich an der Wand zu Boden sinken, während ich ich in der Stille dem Surren der Lampen lauschte und versuchte, die beiden Wachen, die sich schweigend von mir abgewand vor der Zellentür postiert hatten mit Blicken zu töten.


    Kurz darauf - ich war gerade dabei mich in einer Mischung aus Zorn, Selbstmitleid und Deprimierung zu suhlen - hörte ich das Geräusch sich nacheinander öffnender und wieder schliessender Türen und bemerkte Spyridon vor meiner Zelle auftauchen. Skeptisch beäugte er mich und hielt mir einen verwirrenden Monolog, von dem ich die eine Hälfte nicht verstand - die andere jedoch liess mich vor Wut kochen.
    Erst nagelte mich der Mistkerl fest und überliess mich den Soldaten - und jetzt wollte er mir auch noch eine mit unterschwelligen Drohungen gewürzte Predigt halten?! Die Gedanken und Gefühle in meinen Kopf flogen bei seinen Worten drunter und drüber und blieben nie lange genug an einer Stelle als dass ich mich auf das Gespräch hätte einlassen können, ich war im Moment nur voller Zorn, und voller Verachtung für sein autoritäres Gehabe.
    Ich wandte Spyridon den Kopf zu, nachdem er wohl auf eine Antwort wartete und warf ihm aus zu Schlitzen verengten Augen einen wutglühenden Blick zu, ehe ich ihm ein "Tu mir einen Gefallen; Scher dich zum Teufel...!" zuzischte...

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    Zero: Bitte die Bemerkung nicht persönlich nehmen. Nur ist Harry eben nicht als grosser Freund von Beichten oder Autoritäten konzipiert, und zumal sein Gemüt zurzeit ja auch eher sehr erhitzt ist wärs doch eher unlogisch dass er einfach so klein bei gibt, und sich einsichtig und handzahm verhält ^^"

    Harry - Arsenal

    Mit Mühe hatte ich es zum Ausgang des Arsenals geschafft und stützte mich nun mit einer Hand an der Aussenmauer ab, während ich keuchend und in panischer Eile den Blick wild über das Basisareal jagte. Ein paar Militärfahrzeuge standen abgestellt bei einem Gebäude, welches dem Arsenal gegenüber lag, aber was die mir nützen sollten oder wie ich damit gar aus der Basis kommen sollte, die Überlegung konnte ich mir schenken. Denn bis zu dem Gebäude waren es wohl an die hundert Meter, und bei all den Soldaten und Militärpolizisten, die sich auf dem Areal tummelten würde ich es keine fünfzig schaffen!
    Denn die Leute im Arsenal mochten einen Augenblick verwundert gewesen sein von der Aktion mit dem Sprung vom Obergeschoss und hatten mich blos gross angeguckt während ich in Richtung des Ausgangs taumelte, aber damit hatte ich dann auch meine zwei Minuten gehabt! Wenn diese blauhaarige Schreckschraube Alarm gab und nach mir suchen liess würden ich es mit einer Meute dieser Typen zu tun haben!

    Und kaum hatte ich diesen Gedanken beendet, da drang auch schon ein seltsames Klacken aus dem Inneren des Arsenals. Metallisch, schwer - und als wäre das noch nicht genug nahm auch die Lautstärke in einer beängstigen Geschwindigkeit zu. Ich humpelte eilig der Mauer entlang, in Richtung der Gebäudeecke, die das Flutlicht etwas schlechter erwischte und bog um sie, um wenigstens dem direkten Blickfeld dessen zu entgehen, was gleich durchs Tor kommen würde.
    Dort krallte ich mich mit dem Rücken an der Wand fest und lauschte dem näher kommenden Klirren von Rüstungen, meinem keuchendem Atem, dem schweren Pochen meines Herzens und dem leisen Plätschern von Wassers.

    ...Wasser?

    Ich wandte den Kopf schlagartig zur linken wo mein Blick auf ein faustdickes Rohr fiel, das die Wand hochführte. Die Regenrinne, in welchem seit der Regen nachgelassen hatte das letzte kleine Rinnsal Wasser herunterlief, das noch vom Dach des Arsenal abtropfte.

    Mmm... naja, anbeten kann man ja vieles. Geld, Fitness, Popsternchen, Smartphones... xD


    Und ich schliesse mich da nicht aus, aber ich denke letztendlich ist die Welt wohl das, was man selbst draus macht, auch wenns schön wär manchmal Entscheidungen an eine höhere Macht abgeben zu können. (Und ganz besonders die Verantwortung für die Konsequenzen, die sich daraus ergben.)


    Und was nach diesem Leben kommt, keine Ahnung. Irgend ein Leben danach wär wohl vielleicht tröstlich, aber an der Sache mit der Wiedergeburt, da stimmt in meinen Augen rechnerisch was nicht (Wenn man mal bedenkt, dass sich die Weltbevölkerung allein in den letzten hundert Jahren schon mehr als verdoppelt hat... Und auch wenn Mikroben und alles zählt, was kreucht und fleucht und es je tat - heut gibts doch deutlich mehr davon als vor einer Milliarde Jahren.) Und die Himmel/Hölle Idee ist, wenn man sich mal ein paar Gedanken drüber macht auch wenig plausibel. Gut und Böse ist eine menschliche Definition - und wo liegt die Grenze? Ist es noch Insekten zu plätten? Falls nicht, schaffts keiner in den Himmel der jemals etwas gefahren hat, dass einen Kühlergrill oder eine Windschutzscheibe hat...
    Und trifft man im Himmel auch Leute die keineswegs schlechter waren als man selbst - nur eben unsympathisch? Und würde man nicht auch im schönsten Schlaraffenland irgendwann den Verstand verlieren, wenn man EWIG dort sein muss?
    Und die Hölle als Idee einer Strafe ist auch ohne jede Logik, wenn es ohnehin die letzte Endstation ist.


    Von daher, weder spreche ich jemandem seinen Glauben ab, noch bilde ich mir nein das Universum zu verstehen - schliesslich tue ich mich schon bei mancher Gebrauchsanweisung schwer genug.
    Und es ist ja auch nicht so, als würde mich so furchtbar viel genetischer Code von einem Affen oder einer Made unterscheiden, deswegen werde ich mich auch hüten, dass was jetzt kommt als Wahrheit anzupreisen. xD
    Aber ich halte es schon für möglich, dass ich nach meinem abkratzen ganz einfach nichts mehr mitkriege. Und erstaunlicherweise wirds mich wahrscheinlich gar nicht mal besonders stören.
    VOR meiner Geburt war mir ja auch alles herzlich egal... ^^

    So, ich bins mal wieder, und hab - nach langer Zeit mal wieder - was im Gepäck, dass sich wohl nicht so eignet für einen Frühsommerlichen Maisonntag, der es einem schwer macht eine ganze Stunde lang vor nem Bildschirm zu kleben.

    Aber falls ihr irgendwann mal Zeit habt und euch mal so wie ich fragen solltet, warum mir Welt, Poliik und Gesellschaft grösstenteils am Allerwertesten vorbeigehen und warum auch eigentlich all der ganze Antiterror und Sicherheitskram irgendwie nicht dazu führt, dass sich die Leute auch sicherer fühlen, dann nehmt doch wenn ihr mögt mal Platz bei Rainer Mausfelds, um zu hören woran dies womöglich liegen könnte.

    Rainer Mausfeld - Warum schweigen die Lämmer?


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    Ist vielleicht ein bisschen billig geworden wie Harry Katsuros Klinge entkommt (sofern er das Schwert den dann auch tatsächlich warf - was ja auch nirgendwo geschrieben steht x_x) aber ich dachte, ein Schwert im Schädel sollte dann vielleicht doch eine Verletzung bleiben, bei der auch ein Heiler nur noch resignierend den Kopf schütteln kann... ^^"

    Mach dir keinen Stress.


    Keine Sorge, mach ich mir nie!

    Harry - Arsenal, Umkleidebereich


    Vor einem Moment war ich noch zornig gewesen. So zornig wie eine Katze die man zu ihrer Überraschung plötzlich in einem Pappkarton gefangen hatte. Und die darin fauchte und tobte obwohl sie wohl wusste das sich die Lage damit nicht verbesserte. Aber Zorn war nunmal für Katzen vielleicht das Mittel Nummer 1 um Angst zu vertreiben...
    Für Katzen, wie gesagt; Und mich!


    Nun allerdings war ich weder mehr zornig noch ängstlich. Ich spürte nur noch wie sich meine Arme kraftlos senkten und hörte das metallische Scheppern des zu Boden fallenden Helmes, den ich kurz zuvor abgezogen und noch in der Hand gehalten hatte.


    Denn während der Helm noch kraftlos einen Meter weiter rollte fühlte ich nur noch Verwunderung. Denn was sich da gerade vor meinen Augen abspielte, das entzog sich meinem Verständnis völlig.
    Nicht nur, dass Naito aufgetaucht war und sich um eine Bemerkung bemühte die fast schon nach Fürsprache für mich klang. Aber gemäss meiner eigenen Erinnerung auch nach einer so masslosen Übertreibung dass es eigentlich schon eine Lüge war. Eine Tatsache, die Naito wohl ebenfalls klar war. Log er also für mich? Und warum?
    Und dann die Frau in Blau; Die, die mich eben noch mit strengem Blicken bedacht hatte schien wie ausgewechselt, als ein Typ mit Kaputze auftauchte und ihr ein "Hi Laela schön dich wieder zu sehen" entgegen lächelte.
    Die Frau in Blau, - Laela, wie sie genannt wurde - schien einen Moment erstaunt, ehe sie dem Typen um den Hals fiel, den sie Kioshi nannte.
    Wobei sie aber nicht auf mich vergass, denn an ihre Stelle war eine Art halbdurchsichtes, mannshohes Wesen getreten, dessen Körper wabbelte und schwappte wie Wasser in einem riesen Plastikbeutel.
    Das Ding schien zwar keine Augen zu haben, aber irgendwie wars dennoch zu einer Mimik fähig die exakt jener eines schlecht gelaunten Türstehergorillas entsprach.


    Mein Blick schwenkte zu der Frau, die sich in freudigem Plauderton mit Kioshi weiterunterhielt nach dem sie Naito mit den Worten fortgeschickt hatte, dass sich Kioshi und sie um mich kümmern wollten...
    Ich betrachtete wie die Frau mit dem Typen rumalberte als wäre sie ein Teenager, obwohl ihre Fähigkeiten, wie das Wasserding vor mir bewies offensichtlich keineswegs mehr in den Kinderschuhen steckten.
    Was meint die damit..? Sich um mich zu k-ü-m-m-e-r-n? überlegte ich beunruhigt und verwundert, wobei sich mein Kopf unwillkürlich zur Schulter hin neigte.


    Einen Augenblick später nur erkannte ich aus den Augenwinkeln ein metallisches Funkeln das auf mich zuraste und mit einem zischendem Geräusch, dem ein kräftiger Luftzug folgte knapp an meinem Kopf vorbei schoss. So knapp, dass ich zusehen konnte, wie all mein Haar auf der rechten Kopfseite in einem Augenblick abrasiert wurde.


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    (Stellt euch an der Stelle zum besseren Verständnis von Harrys neuer asymetrischer Frisur einfach Cindy Lauper in den 80igern vor... xD)


    Ich wandte mich um, nur ruckweise allerdings, etwas anderes lies die Schreckstarre nicht zu, und bemerkte ein Schwert dass hinter mir, von der Wucht des Aufschlags noch wackelnd, in einer der Kabinentüren steckte.
    Entgeistert folgte mein Blick der Flugbahn vom Ziel zurück zur Quelle und fiel auf den jungen Mann mit den weissen Haaren, meinen Nemesis von heute mittag, der mich kreidebleich und mit grossen Augen anstarrte, während er noch in der Pose verharrte die mich annähernd begreifen liess, wie ein Schwert mit solcher Wucht geschleudert werden konnte.


    Ich war unfähig einen klaren Gedanken fassen zu können - eine Tatsache, die mein Oberstübchen einmal mehr den roten Knopf drücken liess. Nie zuvor war mein Leben an einem einzigen Tag öfter in Gefahr gewesen als heute in diesem Irrenhaus! Was immer auch die Konsequenzen sein mochten - ich musste hier raus!


    Ich schluckte kurz während sich die höheren Hirnfunktionen zu ihren Rettungsbooten flüchteten und die Kommandozentrale, in den tosenden Fluten des Adrenalins treibend, sich selbst überliessen.
    Und dann spürte ich nur noch wie meine Hand in Richtung des Stiefles wanderte. Sie riss in Windeseile Scarlets Eisdolch aus dem Schaft darin und rammte ihn einen Augenblick später in den Oberarm des Wasserwesens. Dieses kreischte plätschernd vor Schmerz und Erstaunen während Arm- und Schulterpartie vom Dolch ausgehend, der im Oberarm steckte, kreisförmig zu Eis gefror und krachend in Stücke brach als ich mich dagegen warf als wollte ich eine Türe einstossen.


    Dann tat ich einen Satz nach vorne und trat mit voller Wucht gegen den am Boden liegenden Helm, der in Richtung des weisshaarigen Kerls davonspritzte. Ich sah mich nicht um, weder nach ihm, noch nach Laela und Kioshi, - und ich würde mich auch nicht aufhalten lassen. ich visierte nur die Brüstung des Obergeschosses an. So schnell ich konnte stürzte ich nach dem Tritt gegen den Helm darauf zu und sprang, ohne erst zu versuchen mich auf ein abrollen am Boden vorzubereiten. Also landete ich wenig stilvoll, aber mit grossem Krachen auf dem Boden des Erdgeschosses. Dort rappelte mich eilig auf - und humpelte hastig in Richtung des Gebäudeausgangs, auch wenn die Zielsicherheit nach meinem Auschlag am Boden etwas zu wünschen übrig lies.

    Sorry, ich hatte eigentlich vorgehabt heut zum Schreiben zu kommen - aber mir kam ein Problemchen dazwischen bei dessen Lösung ich nach Stunden kaum 5 Mikrometer weiter bin. Und ich bin deswegen blos noch TOTAL FRUSTRIERT!!! @_&
    Also setz ich meine Hoffnungen mal auf die Meinzelmännchen und geh Schlafen xD

    Aber ich hoffe bis morgen Abend klappts auch mit dem Post! Möcht ja nicht, das Harry Leala, Kioshi und Katsuro zu lange warten lässt ^^

    Ich weiss nicht was du hast, liest sich doch herrlich (und ebenso amüsant!)
    Und ich hab auch ne Idee gekriegt, wies weitergehen könnte; Eher turbulent - obwohl ja tatsächlich ja auch eine Lobotomie drin wäre...
    Ob ich mal ausprobieren sollte WIE gut die Heiler in diesem RPG tatsächlich sind..? :D

    Harry - Arsenal

    Eine Weile hatte ich mich ruhig im Umkleidebereich aufgehalten, aber allmählich machte mich die Warterei nervös; Wo steckte die Frau? Vielleicht wäre es doch besser gewesen, mich auf eigene Faust umzusehen, überlegte ich unsicher, während ich damit begonnen hatte unruhig ein paar Schritte auf und ab zu laufen.
    Unsicher deshalb, weil ich mich ja im Arsenal noch sehr schlecht auskannte. Und wenn ich in der geklauten Rüstung eines wahrscheinlich hier stationierten und mit dem Arsenal gut vertrauten Gladiators alleine und allzu ziellos umherirrte würde ich bestimmt irgendwann schiefe Blicke ernten.
    "So ein Mist..." hörte ich mich ungeduldig murmeln, als ich mich einmal mehr auf der Verse umwandte, jedoch lies mich dabei etwas aufhorchen. Und als ich genauer hinhörte bemerkte ich, dass sich die Frau in Blau in einiger Entfernung anscheinend gerade mit jemandem unterhielt. Ich brauchte einen Moment um die männliche Stimme zuordnen zu können, aber offenbar handelte es sich bei ihrem Gesprächspartner um diesen Nan... Nai... Naito... um diesen Sensenmann mit dem Tiger im Gepäck.


    "Hast du vielleicht vor kurzem irgendeinen Gegenstand an dich genommen der dir nicht gehört? Außerhalb des Arsenals meine ich."


    Ich spitze die Ohren bei diesen Worten. Naito? Ein Dieb? überlegte ich sorgenvoll. Denn zwar wusste ich, dass ich selbst nicht das Recht hatte einen ehrenvollerer Titel für mich zu beanspruchen. Aber nur weil ich ein Dieb war hiess das nicht, dass ich andere Diebe mochte.
    Konkurrenz ist schliesslich ausgesprochen schlecht fürs Diebesgeschäft.


    Ich konnte nicht hören, was Naito ihr antwortete, und ich verstand auch nur Bahnhof als sie ihm kurz darauf:
    "Da haben wir ja den Ursprung" antwortete; Aber die Frau klang nicht besorgt oder gar verärgert - und diese Tatsache half mir nur noch weniger dabei, mir einen Reim darauf machen zu können was da passierte oder worüber die Beiden redeten.
    Ein Weile lauschte ich noch angestrengt, aber mehr liess sich nicht herausfinden ehe ich leise Schritte vernahm, die sich mir näherten. Also setzte ich mich rasch hin um bemühte mich, brave Geduld und scheinheilige Gelassenheit auszustrahlen.


    "So. Hat etwas gedauert, aber da bin ich wieder."
    Ich hob den Kopf und mein Blick fiel auf die Frau in Blau, die mit einem Bündel unter dem Arm auf mich zutrat.
    Ich stand auf und nahm es erleichtert entgegen, aber mein "Ah! Vielen D..." blieb mir im Halse stecken als mein Blick auf das Zeug fiel. Das war keine nagelneue Rüstung! Das waren hauptsächlich grünbraune Baumwollkleidung und alte Lederriemen mit einigen nachgebesserten Kohlefaserplatten! Und ein dünner Stahlhelm dessen originaler Zustand durch all die Schweissnähte und Nieten mit denen man ihn geflickt hatte gar nicht mehr auszumachen war!

    Spoiler anzeigen


    Die "Rüstung" in etwa, nur halt RPG-geschichtlich teilweise eben etwas neumodischer... o_O" - und die Hose mit Ledergeschirr zwecks Schwerthalterung oder so

    Voller Entsetzen wechselte mein Blick von dem Haufen Schrott in meinen Händen zu der Frau, die über mein Erstaunen keine Miene zu verziehen schien.
    "Ahhh! Jetzt versteh ich;" begann ich dann und zwang mich unsicher zu ein paar gezwungenen Lachern, während ich ihr die Teile zur Betrachtung entgegenhob.
    "Echt guter Witz! Einen Moment lang dachte ich wirklich dass..."


    "Oh, das ist keineswegs ein Scherz, ich meine es sehr ernst... Harry."
    Ihre Worte trafen mich wie ein Blitz und mir fiel nichts besseres ein als schockiert und verdrossen: "W..wie... was? - WAS?! Das muss ein Irrtum sein!" zu stammeln.


    Aber die Frau wirkte davon wenig beeindruckt.
    "Da Set Fei und du der selben Einheit zugeteilt sind wollte ich vermeiden dass er dich vor der ganzen Basis entlarvt..." begann sie dann und wirkte dabei zwar ruhig - aber so kühl, dass es mich bei ihrem Anblick fröstelte.
    "denn jeder von euch wird für die anstehende Mission gebraucht. Und es wäre wenig hilfreich für die Einheit, die Mission und vor allem für dich wenn man wüsste was du getan hast."


    Ich stand da wie ein begossener Pudel, den man gerade dabei ertappt hatte wie er sein Häufchen ins Erdbeerbeet setzte und spürte irgendwie sowas wie Peinlichkeit und Scham in mir aufsteigen. Aber da sich diese Gefühle erstmal an meinem angekratzten Riesenego vorbei zwängen mussten raspelten sie sich an ihm ab und was übrig blieb, das war der Zorn eines Kindes; Eines, das grade dabei war mit seinem scheiternden Plan auch all seine schönen Felle davon schwimmen zu sehen;


    "Schön!" schnaubte ich und riss mir wütend den Helm vom Kopf. Spielte ja ohnehin keine Rolle mehr. "Und was habe ich bitteschön getan?" keifte ich, da ich nicht glauben konnte dass man mir, dem grossen Harry Rowland so einfach auf die Schliche gekommen war. "Und" - denn ich war ja doch sehr überrascht wie sie von Set und den anderen wissen konnte - "wer zum Kukuck sind Sie überhaupt?"