Naja, was Lemura und mich angeht. Ich denke dieses Szenario ist überaus umfangreich und offen, was grosses Potenzial bietet wenn es um interessante, spannende Handlungen und abenteuerliche Aktionen geht.
Aber der Umfang des Konzeptes ist auch eine grosse Schwäche da es sehr viel Zeit, Rücksicht, Disziplin und Einfallsreichtum sowohl von Seiten der Spielleitung als auch von den Mitspielern verlangt.
Ein weiterer Aspekt ist in meinen Augen die Vielzahl von Möglichkeiten, die der Einsatz von übernatürlichen oder magischen Fähigkeiten erlaubt. Das kann ein RPG duchaus noch weiter bereichern, aber es erfordert eben auch eine sehr umsichtigen und gewissenhaften Einsatz dieser Dinge, da man sich sonst leicht damit vergaloppiert was schnell ein grosses Ungleichgewicht der Möglichkeiten und dadurch auch Frust erzeugt.
Und vor allen Dingen steht in jedem RPG die Story! Würde man für Lemura eine ungefähre Richtung entwerfen die es aber dennoch erlaubt, dass Spieler nicht dem Spielleiter Malen nach Zahlen mässig von A über B nach C folgen müssen, sondern dass das RPG sich durch die Handlungen der Spieler in verschiedenste Richtungen entwickeln kann könnte mit der Story und all ihren Optionen nicht nur ein Buch füllen, sondern ein ganzes Bücherregal...
Und ich fürchte eben, dass dieser Schuh für Gelegenheitsrpgler doch etwas zu gross ist.
Aber ein Rollenspiel an sich ist eine tolle Sache und ein Versuch schadet nie. Allerdings würde ich für den Anfang eher zum Backen von kleinen Brötchen raten.
Also, keine Magie; Keine Superkräfte, keine in den Hosentaschen zusammengefalteten Raktetenwerfer oder automatische Gewehre.
Epoche: Die Neuzeit. Ist zwar nicht besonders aufregend, aber sofern sich unter den Mitspielern keine Mumien, Zeitreisende oder viele Jahrhunderte alte Vampire befinden nunmal eben jene Umgebung mit der man sich am besten auskennt und umgehen kann.
Genre: Krimi, Thriller, oder Horror.
Es ist ziemlich schwer in diesen Bereichen etwas noch nie dagewesenes zu erleben, aber dass muss nicht zwingend ein Nachteil sein. Wenn man am Üben ist und in Situationen gerät, in welchen man so gar keinen Plan hat was man tun oder wie es weitergehen könnte ist es besser man klaut leiht... sich mal wo was aus als das man frustriert die Segel streicht :D
Und der andere Vorteil dieser Genres; Man spielt in einer relativ übersichtlichen Umgebung und ausserdem ist es ein natürlicher Instinkt, dass Menschen bei Unsicherheit oder Gefahr eher die Sicherheit der Gesellschaft suchen und sich zusammenrotten. Das wäre durchaus nützlich um die Interaktion der Spieler zu stärken und um zu vermeiden, dass jemand im Abseits verloren geht.
Zusammenfassend würde ich also sagen, bei was kleinerem wäre ich schon dabei; Auch wenns drum ginge was zu entwerfen, wenn es auch nicht von heute auf morgen gehen würde.
Aber was Lemura betrifft. Ich zumindest würde zwar mitspielen - aber von der Spielleitung werde ich die Finger lassen solange ich nicht wirklich überzeugt davon bin, dass ausreichend langfristige Motivation vorhanden ist.

