Nicht wirklich. Ich stecke sie in Schubladen, in die sie sich selber steckten, oder in die sie vom Staat gesteckt wurden. Ich benutze die korrekten Beschreibungen dieser Minderheiten. Wenn ich einen Homosexuellen als homosexuell bezeichne, dann stecke ich ihn damit in keine Schublade hinein in der er nicht schon steckt, und selbiges gilt auch für Flüchtlinge.
Also warte mal, du glaubst also mit "Schubladen" ist sowas wie "Flüchtling" oder "Homosexuell" gemeint? Das sind Personengruppen, aber keine Schubladen in diesem Sinne.
Wenn du etwas sagst wie "Flüchtlinge sind gewaltbereit" (ja, ich weiß, hast du nie gesagt, will ich dir auch nicht unterstellen. Ist nur ein Beispiel), dann steckst du die Personengruppe "Flüchtlinge" in die Schublade "Gewaltbereit". So besser verstanden?
Würdest du es etwa auch als "flamebare Diskriminierungen" werten, wenn ich dir nun sagen würde, dass ich mit einigen Saturn-Verkäufern aufgrund deren Inkompetenz schlechte Erfahrungen machen musste? Würdest du daraus nun ebenfalls schließen, dass ich ein Problem mit "allen" Saturn-Verkäufern habe? Falls ja: Wo steht, das ich alle Saturn-Verkäufer kritisierte? Nirgends! Selbiges gilt für Flüchtlinge etc., man kritisiert Angehörige einer Minderheit, damit kritisiert man aber nicht gleich die gesamte Minderheit..
Was'n nicer Vergleich.
Ok, ein Saturn-Mitarbeiter vertritt sein Unternehmen. Wenn du nun also allen Leuten sagst, dass du schlechte Erfahrungen mit Saturn-Mitarbeitern gemacht hast, oder verkürzt: schlechte Erfahrungen mit Saturn, so wird später niemand auf die Idee kommen, Saturn-Mitarbeiter als Menschen zu diskriminieren. Weil man sieht diesen Leuten ja in ihrer Freizeit nicht an, für welche Firma sie arbeiten. Und wir können ja mal den hypothetischen Fall annehmen, dass in der Gesellschaft alle Saturn-Mitarbeiter als Abschaum angesehen werden. Wie werden diese Leute das Image im Zweifelsfall los? Sie wechseln den Job und alles ist wieder super.
Nun während Mitarbeiter ihr Unternehmen repräsentieren, ist es leider auch irgendwie für viele so, dass einzelne Flüchtlinge jeweils ihre komplette Minderheit vertreten. Während das eine aber noch irgendwo klar geht, weil sie sich selbst für das Unternehmen entschieden haben und es theoretisch jederzeit wechseln können, ist das andere absoluter Bullshit. Du vertrittst schließlich auch nicht jederzeit alle Deutschen.