Konnichiwa Anne - Before Green Gables

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    Genre: Historisches Alltagsdrama
    Episoden: 39
    Jahr: 2009
    Regie: Katsuyoshi Yatabe
    Musik: Yasuharu Takanashi, Hiromi Mizutani, Kenji Fujisawa
    Studio: Nippon Animation

    Der Anime erzählt die Vorgeschichte von Anne Shirley, bevor sie zur Prinz-Edward-Insel übersetzt und bei den Cuthberts wohnt. Dabei lernt sie schon von klein auf, mit den Mühen des Alltags umzugehen. Trotz der Schwierigkeiten die ein Waisenkind zu tragen hat, bewahrt sie sich auch immer einen Funken Hoffnung und lernt neue Freunde kennen.

    Meinung: Nippon Animation hat sich erneut der Aufgabe angenommen, über Anne's Leben zu berichten. Und als großer Freund der Originalserie, ist die Vorgeschichte natürlich Pflichtprogramm.

    Beide Serien nehmen auf einander Bezug und somit wurden Parallelen im Handlungsablauf geschaffen. Auch wenn hier natürlich einige kleine Abweichungen vorhanden sind, welche in "Anne mit den roten Haaren" anders, aber auch nur kurz, präsentiert wurden. Dieser Anime ist hingegen sehr ausführlich. Grob gesehen kann man ihn in zwei Hälften teilen, denn die Hauptprotagonistin bleibt nicht die ganze Zeit bei der Thomas-Familie, die sie aufnahm nachdem Anne's Eltern verstorben waren. Was anfangs noch mehr nach einem relativ monotonen, aber doch in freundlicher Atmosphäre gepackten, Anime aussieht, wird später wesentlich düsterer. Dem Mädchen wird in ihrer blühenden Fantasie und Lebensfreude hin und wieder auch ein Strich durch die Rechnung gemacht. Zu Beginn ist die Serie leichte Kost, doch im Verlauf wird es richtig hart mit anzusehen und ich als Zuschauer habe mitgelitten. Wahrlich herzzerbrechende Momente sorgten im letzten Drittel für richtiges Drama. Das kann auch nicht mehr durch den fröhlich klingenden Vorspann heruntergespielt werden.

    Wo ich gerade bei Musik bin - der Soundtrack lässt sich echt hören. Zumal Yasuharu Takanashi, der Schöpfer des legendären Fairy Tail-Soundtracks, mitgearbeitet hat. Zeichnungen und Animationen sind hingegen nur durchschnittlich.

    Anfängliche Probleme mit der Serie

    Ich hatte jedoch massive Probleme mit dem Anime. Ende April habe ich angefangen und bin nun fertig. Aber nur, weil ich mich in den letzten Tagen zusammen gerissen habe und zwanzig Episoden durchzog. Das war auf jeden Fall eine gute Entscheidung. Denn so konnte ich den "spannenden" Teil der Serie besser fassen. Zuvor habe ich mir die Episoden stückchenweise angetan, wodurch schnell die Lust verging, die nächste anzuschauen. Ständig dieses "Anne kümmert sich um den Haushalt, schreiende Kinder, wütende Mutter, trinkender Vater". Dieser monotone Ablauf hatte schon fast was vom Nachmittagsprogramm auf RTL II. Bis die erste Person gestorben war. Dann wurde es abwechslungsreicher und auch pessimistischer. Da mich besonders schwere Schicksale dieser Art interessieren, gefiel mir die zweite Hälfte der Serie besser. Am Anfang musste ich mich echt durchkauen, aber abbrechen wollte ich auch nicht. Es war jedenfalls richtig, weiter zu machen.

    Zartbesaitete sollten sich wirklich Taschentücher beiseite stellen, denn die Schicksalsschläge werden kommen. Der Anime ergänzt das Original ansonsten ganz gut, wenn vielleicht auch ein wenig zu lang. Wer also heiß auf mehr "Abenteuer" der liebenswerten Anne ist, der kann sich dieser Verfilmung ruhig annehmen.

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