Vanitas no Karte

    • Offizieller Beitrag

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    Titel Vanitas no Karte
    Synonym The Case Study of Vanitas
    Release 03. 07. 2021
    Studio Bones
    Genre Historical, Fantasy, Supernatural, Shonen, Vampire

    Plot

    Wir befinden uns im ausgehenden 19ten Jahrhundert. Vampir Noé reist mit einem Luftschiff nach Paris und wird just Zeuge eines vampirischen Amoklaufes!


    Vampire? Luftschiffe und Dampfantriebe? Jun Mochizuki zeigt ihren Lesern nach PANDORAHEARTS eine aufregende Steampunk-Fantasywelt, wunderbar zu Leben erweckt mit ihrem detaillierten Artwork!


    Eine Welt, in der Vampire und Menschen koexistieren können, denn der moderne Vampir dürstet nicht nach Blut. Nur wenn der Fluch des Blauen Mondes einen Vampir trifft, weckt er den Blutrausch in ihnen! Angeblich gibt es kein Mittel, diese vom Fluch befallenen Vampire aufzuhalten und ihre Krankheit zu heilen.


    Doch dann tritt ein menschlicher Arzt namens Vanitas auf den Plan, der mit Hilfe eines Buches vermag, den Blutrausch dieser Vampire zu stoppen! Er behauptet, er habe den Namen "Vanitas" und sein mystisches Buch geerbt und seine Pflicht sei es, den leidenden Vampiren zu helfen. Doch stimmt seine Geschichte? Schließlich war es der Legende nach der Vampir VANITAS, der mit seinem Zauberbuch den anderen Vampiren den Fluch aufzwang...


    Trailer

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    Fazit

    Seit langer Zeit mal wieder ein "Vampir-Anime" der sich schon alleine durch die gute Animation und den Plot abhebt. Mein Favorit von neuen Animes diese Season. Die Folgen sind interessant und man hat Lust weiterzuschauen und zu sehen was passiert. Wer sowas wie Serpah of the End gekreuzt mit Kekkai Sensen mag, sollte den Anime mal testen.

  • Und gerade hab ich mir die erste Volume aus den USA gekauft. Aber immerhin fast 30 € billiger als die deutsche Ausgabe. Hoffentlich gibt's nicht noch einen Schuber dazu, dann ärgere ich mich wirklich.

  • Es kommt ja immer darauf an, mit welchem Wissen und welcher Erwartungshaltung man an einen Anime herangeht. In meinem Fall habe ich den Manga bereits gelesen gehabt und war schlichtweg begeistert. Deshalb war ich auch umso neugieriger, wie das dann in bewegten Bildern umgesetzt wurde.

    Ich glaube, hätte ich den Manga vorher nicht gekannt, wäre The Case Study of Vanitas zu einer meiner absoluten Lieblingsserien geworden. So habe ich Anime und Manga jedoch unterbewusst unentwegt verglichen und schwanke nun zwischen einer immer noch vorhandenen Begeisterung für die Handlung und die Charaktere und einer gewissen Enttäuschung darüber, wie mit der visuellen Brillianz der Vorlage umgegangen wurde.

    Natürlich ist mir klar, dass ein gewisses Budget vorhanden sein muss, um die detailverliebten Zeichnungen von Jun Mochizuki auch nur ansatzweise umzusetzen. Aber angesichts der aufwändig gestalteten Kämpfe und der fließenden Bewegungen der Figuren hat es daran gewiss nicht gemangelt. Es war wohl einfach eine kreative Entscheidung der Produzenten, die visuelle Intensität nicht einfach übertragen zu können und durch viele bunte Farben zu ersetzen, durch die sich an vielen wichtigen Stellen nicht die passende Atmosphäre entwickeln will.

    Und obwohl man der Adaption zugutehalten muss, dass sie sich mit der Erzählungen der Geschichte Zeit lässt und gerade die entspannten Zwischenhandlungen mit Vanitas und Noè mit Ruhe und Sorgfalt erzählt, sind einige Details auf der Strecke geblieben, die mich etwas zweifelnd zurücklassen:

    Spoiler anzeigen

    - Gleich am Anfang fehlt eine Szene zwischen Noè und Riche in den Katakomben. Nichts weltbewegendes, aber ich mag Riche und diese kleine Anekdote wurde im Manga ziemlich süß dargestellt.

    - Ein netter Slice of Life-Moment fehlt im Anime ebenfalls, denn in der Vorlage backt Vanitas Noè eine Tarte Tartin, von der er schlichtweg begeistert ist.

    - Die Rolle von Astolfo wurde im Anime drastisch reduziert, was zur Folge hat, dass sein Assisstent Marco kaum mehr als ein Dress Extra bildet. Man kann nur schwach erahnen, was die beiden verbindet. Außerdem wurde Astolfos Verbindung zu Roland stark vereinfacht und auf ein absolutes Minimum reduziert.

    - Mein größtes Problem ist jedoch der Umgang mit Mikhail. Im Manga finden sich noch einige weitere Teaser, die sein Auftauchen ankündigen. Diese wurden im Anime entweder ganz weggelassen (Vanitas' Flashback, als er Jeanne verspricht, sie zu töten) oder erst nachträglich eingefügt (Mikhails und Dominiques Begegnung nach Jeannes Date). Dadurch wirkt der letzte Arc wie etwas krampfhaft ans Ende angefügt und weniger rund, beinahe wie bei einer Light Novel-Adaption.

    Ich will aber nicht alles schlechtreden, denn insgesamt hat man schon gemerkt, dass das Produktionsteam sich Mühe gegeben hat, den Charakteren und ihrer mitreißenden Story Leben einzuhauchen. Der manchmal schräge Humor aus dem Manga wurde auch sehr passend umgesetzt, ebenso wie die besondere Beziehung von Vanitas und Noè sowie Vanitas' und Jeannes Romanze.

    Als Fan des Manga bin ich trotzdem hin- und hergerissen, was ich von der Umsetzung halten soll.