Meine größten Ängste sind Thalassophobie (Angst vor offenen Gewässern), Klaustrophobie (Platzangst), Taphephobie (Angst als Scheintotet lebendig begraben zu werden) und eine situative Sozialphobie.
Die Thalassophobie ist schon extrem ausgeprägt, ich habe z.B mal in GTA V versucht im offenen Meer den Hai zu suchen und hatte dabei schon Angst. Auf Boote/Schiffe verzichte ich wenn möglich komplett, solange man aber in Ufernähe bleibt ist es noch in Ordnung.
Am Strand gehe ich aber z.B. nie weiter ins Wasser als ich stehen kann.
Die Klaustrophobie ist etwas weniger extrem ausgeprägt. Kleine Räume wir Fahrstühle sind z.B. kein Problem, aber durch enge Tunnel robben in denen ich mich nicht drehen kann, oder mich aus Jux in einem Kofferraum einsperren lassen führen bei mir relativ schnell zu Panik.
Die Tapephobie ist relativ einfach zu handhaben: Jede Person, die irgendwann mal darüber entscheiden könnte, was nach meinem Tod mit mir passiert, weiß, dass ich verbrannt werden will. Außerdem dürfen meine Organe gespendet werden, und kürzlich habe ich sogar davon gehört, dass man seinen Körper nach dem Ableben an die Wissenschaft zur Forschunh spenden kann.
Alles Gute Wege um sicher zu gehen, dass man nicht auf einmal in einer Kiste aufwacht.
...trotzdem krieg ich bei Filmen immer ein sehr unwohles Gefühl dabei, wenn Leute lebendig begraben sind/werden.
Meine Sozialphobie war früher sehr extrem. Ich bin z.B. mal eine halbe Stunde mit der Bahn zu einem Amt gefahren, rein gegangen, und hab nicht auf Anhieb gesehen wo man eine Nummer ziehen kann. Weil da aber viele Leute gewartet haben war es mir unangenehm zu suchen, also bin ich wieder nach Hause gefahren und am nächsten Tag wieder gekommen. Zuvor hatte ich noch bei Google nach Bildern des Innenraums des Amts gegooglet, um mich diesmal besser zurecht zu finden.
Auch Telefonieren war bei mir früher extrem. Hätte mit jemand angeboten mir eine Pizza auszugeben, wenn ich sie telefonisch bestelle, hätte ich abgelehnt. Als es irgendwann Lieferando gab, war das ein Traum für mich, weil ich endlich problemlos Pizza bestellen konnte.
Mittlerweile ist die Sozialphobie nicht mehr so stark ausgeprägt.
Ich bekomme beim Telefonieren mit Leuten die ich nicht kenne zwar immer noch starke Schweißausbrüche, und gehe bei Nummern die ich nicht kenne auch grundsätzlich nicht ans Telefon, aber früher bin ich sogar bei Nummern die ich kannte nicht rangegangen, wenn die Person nicht vorher bei WhatsApp geschrieben hatte, dass sie anruft und warum. Das mit dem Telefonieren ist durch meinen Job besser geworden, da ich dort zwangsläufig häufig telefonieren muss.
Der Rest der Sozialphobie ist mit der Zeit einfach besser geworden, wodurch weiß ich auch nicht genau. Ich bin fremden Menschen gegenüber zwar immer nocj sehr scheu, und viele Situationen in der Öffentlichkeit sind mir noch immer unangenehm, aber meistens ziehe ich es mittlerweile einfach durch. Hat vielleicht was mit dem Erwachsenwerden zu tun, keine Ahnung.
Achso, außerdem find ich alle Tiere die mehr als vier Beine haben super eklig. Das ist jetzt nicht unbedingt eine Phobie, sondern wirklich eher Ekel, so wie man sich vor Hundescheiße ekelt, würde ich sagen.