Ex4mp1e:
"Schuluniformen symbolisieren für mich einen totalitären Staat der die Bildung des Individuums verhindern möchte."
Das ist schon starker Tobak, doch was hat der Staat damit zu tun? Klar es wird oft sofort auf den Staat geschimpft und klingt immer gut wenn man das als Parole raushauen kann, doch kannst Du auch erklären was Du damit genau meinst?
Warum sollte das Individuum eingeschränkt sein, wenn man in der Schule eine Uniform trägt? Weißt Du denn was totalitärer Staat eigentlich ist? Es gibt in vielen Ländern Schuluniformen ( z.B. Großbritannien, Schweiz, Japan, USA, Australien,... ) und ich wüsste nicht, das diese Nationen zu einer diktatorischen Form der Herrschaft gehören, welche versuchen bis ins kleinste Detail ihrer Gesellschaft hineinzuregieren! Dein Vergleich ist mehr als an den Haaren herbeigezogen, wenn man Schuluniformen spricht und das dann gleichsetzt als würde man damit auch gleich die Menschenrechte abschaffen wollen und die Leute dazu zwingen würde in einem Überwachungsstaat zu leben!
Natürlich gibt es auch Ausnahmen wie z.B. Nord-Korea oder China aber du kannst nicht alles über einen Kamm scheren. Hier ging es doch im Kern um Schuluniformen und wie es bei uns denkbar wäre. Nicht um totalitäre Regime.
Nun Dir gefallen Uniformen nicht wenn sie nicht schwarz oder grau sind. Ok und wenn doch? Trifft also die Einschränkung des Individuums also nur zu wenn dir die Farbe oder Hemdart nicht gefällt? Das ist nämlich die Aussage was ich aus Deinem Beitrag rauslese. Daher macht es für mich sehr unglaubwürdig das es Dir um das Individuum und seiner Entfaltungsmöglichkeit geht. Sondern vielmehr es immer gut klingt, wenn der Staat jemand etwas "aufdrücken" möchte und man deswegen dagegen ist, anstatt zuzugeben, dass man einfach nur keine andersfarbige Kleidung tragen möchte, welche man bisher getragen hat? 
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Okay, ich formuliere meinen Satz für dich um. Dachte "für mich" signalisiert bereits, dass das mein subjektives empfinden ist.
Aber besser ausdrücken was ich eigentlich meinte tut folgende Formulierung:
"Schuluniformen assoziiere ich mit einem totalitären Staat der die Bildung des Individuums verhindern möchte."
Zur weiteren Erläuterung: Nein, es geht mir nicht rein darum, dass ich ungerne andere Dinge als schwarz trage.
Es geht darum, dass Jugendliche sich in der Pubertät verstärkt in Subkulturen organisieren um sich von den Erwachsenen oder ihren Eltern abzugrenzen.
Dieser Prozess ist wichtig und ich finde es gut, dass er in Deutschland so stark zugelassen wird.
Während wir Leute in der Klasse hatten, die z.B. die neuste Mode und den neusten Style tragen wollten, hatten wir auch Leute dabei, die einfach gemütliche Klamotten wie Jogginghosen oder weite Hoodies tragen wollten. Wir hatten Hopper, wir hatten Metaler, wir hatten Punks, wir hatten Emos.
Jeder konnte seine Kreativität und seinen Individualismus zelebrieren ohne eingeschränkt zu werden und konnte so eine Persönlichkeit entwickeln.
Jeder konnte genau das tragen, in dem er sich wohl fühlte.
Und das finde ich wichtig.
Subkulturen grenzen sich neben der gehörten Musik eben vor allem durch ihre Outfits voneinander ab. Und das würden Schuluniformen vollkommen unterbinden.
Uuuuund, um zu meinem Anfangssatz zurück zu kommen: Einem totalitären Staat geht es darum, dass es möglichst wenig Individualismus und Rebellen in der Bevölkerung gibt. Das Volk soll möglichst gleich und hörig sein. Eine große graue Masse.
-> Und daran erinnern mich Schuluniformen eben.
Vielleicht hab ich da auch schon wieder den Aluhut auf, aber Freiheit und Individualismus sind für mich die beiden höchsten Güter, und daher reagiere ich bei Einschränkungen dieser eventuell auch etwas über.