Das möchte ich bezweifeln.Es gibt auf beiden Seiten gewaltbereite Idioten, bei denen der Hang zu Gewalt eine größere Rolle spielt, als die politische Ideologie - keine Frage. Aber an der Stelle würde ich die schlicht nicht mehr nach links-rechts unterscheiden.
Man mag vielleicht sogar ein paar Gruppen finden, die sowohl von Linken, als auch Rechten gehasst werden - vielleicht bis auf den Tod. Aber dass beide Seiten Gewalt ausüben, ist nicht ausreichend, um zu sagen, sie seien gleich.
Das Problem mit der Kreishypothese ist, dass sie in erster Linie rechte Gewalt verharmlost, weil dann eingeworfen wird, dass die Linken angeblich genauso seien und es sowieso kein rechts oder links gäbe...
Die Metapher mit dem Kreis kam von mir.
Hatte das aber gar nicht unbedingt auf Gewalt bezogen, das ist mMn einer der wenigen Punkte, wo sich rechter und linker Extremismus (noch?) sehr stark unterscheiden.
Es war eher so gemeint, dass Rechtsextreme wie auch Linksextreme irgendwann so sehr in ihrer eigenen Welt leben, dass sie Fakten vollkommen ausblenden, und auf faschistische Art und Weise jede Person die ein anderes Weltbild hat, als den Feind ansieht der mit allen Mitteln bekämpft werden muss.
Beispiel: Rechtsextremist, Asylgegner - "Jeder, der nicht gegen (muslimische, dunkelhäutige) Flüchtlinge ist, ist der Feind. Diffamierung, aufs Maul!"
Beispiel: Linksextremist, Feminist - "Jeder, der keine (heterosexuellen, weißen) Männer hasst, ist der Feind. Diffamierung, aufs Maul!"
Die Gemeinsamkeiten (Rassimus, Sexismus, Xenophobie, Faschismus) werden im extremen Spektrum von beiden Seiten geteilt, der einzige Unterschied ist nur das Feindbild.