Beiträge von Nyan-Kun

    Welche Erfahrung habt Ihr bereits mit dem Umzug gemacht?

    Als Kind waren die zwei Umzüge die ich erlebt hatte nicht wirklich ein großes Ding gewesen, da sich meine Eltern in erster Linie damit beschäftigt hatten. Als Gewohnheitsmensch hänge ich aber immer an meiner gewohnten Umgebung, sodass ich diese Umzüge zu Anfang nicht so toll finde und oftmals mit einer gewissen Wehmut auf mein bisheriges zu Hause blicke. Nach einiger Zeit hab ich mich aber schnell an mein neues zu Hause gewohnt.

    Wann war für euch der Zeitpunkt gekommen eine eigene Wohnung zu suchen?

    Wie bei den meisten wohl zu Studienbeginn. Meine Eltern wäre es natürlich lieber gewesen, dass ich bei ihnen geblieben wäre, aber in meiner Heimatstadt stand mir der NC im Wege. Also musste ich mich nach einer anderen Uni umschauen. Am Ende hatte ich was in einer Kleinstadt gefunden, die mir auch sehr gefiel und ich mag auch die eher kleine Uni. Als eingefleischter Großstädter hab ich mich nach einem etwas ruhigern Fleckchen gesehnt und das war genau das richtige für mich gewesen.

    Seid Ihr ggf. schon öfters umgezogen und seht einen Umug eher locker an?

    Umzüge finde ich immer nervig. Wie gesagt hänge ich sehr an gewohntem. Für mich ist das somit immer mit Stress verbunden. Sei es nun alles einzupacken, zu gucken wie man das zum neuen Wohnort transportiert. Die alte Wohnung abwickeln und herrichten usw.. Wenn ich nicht umziehen müsste im Leben würde ich es auch nicht tun. Anders würde es wohl aussehen wenn ich reich wäre und in mein an meinem Wunschort gebautes Wunschhaus umziehen würde. Das wäre aber dann auch mein letzter Umzug in meinem Leben. ^.^

    Was haltet Ihr von WG's?

    Nicht viel. Mittlerweile fühle ich mich schon beengt, wenn ich mal wieder bei meiner Familie zu Besuch bin und einige Zeit da übernachte. Eine eigene Wohnung zu haben ist gelebte Freiheit und für mich natürlich auch ein Luxus, der an meinem derzeitigen Wohnort zum Glück auch bezahlbar ist. Darauf hatte ich bei meiner Studienortswahl im übrigen auch geachtet.

    Ich hatte mir auch bei meiner Wohnungssuche WG's angeschaut, aber wirklich glücklich war ich mit diesen nicht. Gegen eine nüchterne Zweck-WG hätte ich nichts einzuwenden gehabt, wenn sich keine eigene bezahlbare Wohnung hätte finden lassen können, aber selbst das war bei meiner Suche kaum gegeben. Die WG's bei denen ich vorbeigeschaut hatte machten schon den Eindruck als wären sie gemeinschaftlich mehr miteinander verflochten. Bei einer wurde gar erwartet, dass man sich auch entsprechend einbringt und auch mal bei Gruppenaktivitäten mit gemacht wird. Sowas ist für mich als Eigenbrötler, der meist seine Ruhe haben möchte ein Graus.

    Gegen etwas Gesellschaft oder einen gemütlichen Abend zusammen hab ich nichts einzuwenden und macht dann auch Spaß, aber ich brauche auch einen Rückzugsort und das ist eben mein zu Hause, wo ich ganz ich selbst sein kann ohne irgendwelche Zwänge.

    Wie war es für euch das erste Mal umzuziehen? (Hattet Ihr Probleme euch einzugewöhnen (Essen/Wäsche/Einkäufe)

    An meinen ersten Umzug als ich so 3-4 Jahre alt war kann ich mich kaum erinnern. Deshalb möchte ich da mehr auf meinen ersten richtigen Umzug in eine eigene Wohnung eingehen. Es war Stress pur. Erst einmal musste mein Hab & Gut zum neuen zu Hause geschafft werden. Das war noch der einfachste Teil. Die Beschaffung von ein paar Möbeln ging auch noch gut. Die Wohnung so herzurichten damit man das auch ein zu Hause nennen konnte war schon deutlich stressiger. Ohne meinen Vater wäre ich da auch aufgeschmissen gewesen. Fing mit dem Aufbau der Möbel an, die Vorrichtungen für die Vorhänge und Lampen bis hin zur Küche über. So wurde aus der Anfangs nackten Wohnung eine nett eingerichtete Wohnung. Dafür hatten wir beide mehrere Tage für gebraucht.

    Hinzu kam noch, dass ich mich noch um den Stromanbieter, Internetanbieter usw. kümmern musste. Hatte auch etwas gedauert bis diese Versorgung geregelt war.

    Da ich mich an meinem neuen Wohn- und Studienort Pudelwohl fühlte hatte ich keinerlein Eingewöhnungsprobleme. Nach ein paar Tagen wo ich mit dem Fahrrad herumgefahren war war ich auch mit der Stadt gut vertraut. Glück hab ich auch, dass alles was ich brauche direkt in meiner Nachbarschaft ist. Supermärkte/Discounter, Postfiliale, Bank, Packstation, Fitnessstudios (auch wenn ich die selber nicht nutze), Dönerimbisse. Alles da. Für Media Markt, den nächsten Baumarkt und die Buchhandlung muss ich dann wiederum 10 Minuten mit dem Fahrrad hinfahren, aber das ist auch kein Problem.

    Hab da insofern richtig großes Glück und weiß auch, dass sowas nicht selbstverständlich ist.

    Ich hatte mir auch die US-Präsidentschaftsdebatte mal angeschaut.

    Viel will ich dazu auch gar nicht sagen, weil überall schon mehr als genug gesagt wurde und ich dem nichts neues hinzuzufügen habe.

    Nur eine Sache wunderte mich etwas und zwar das Moderator Chris Wallace scheinbar gar nicht damit gerechnet hatte, dass das ganze so ausarten würde und dementsprechend mental gar nicht darauf vorbereitet war. Entsprechend hilflos wirkte er über gewisse Strecken Trump im Zaun zu halten. Das Trump sich für nichts zu schade ist und nach dem Motto "Was interessiert mich das Geschwätz von gestern" handelt ist nun wirklich nichts neues. Insofern ist ihm alles zuzutrauen.

    Ich kenne die Weihnachtsmärkte in Hamburg und da war es immer dicht und vollgepackt. Beengt natürlich auch wegen den ganzen Ständen. Auf einer Demo kann man mehr Abstand halten als inmitten eines Weihnachtsmarktes. In kleineren Ortschaften könnte es nicht so heftig sein. Jedenfalls ist das die Normalität von Weihnachtsmärkten die ich so kenne und das wird unter den Corona Umständen schwierig. Bin daher mal gespannt wie das am Ende in Bayern und Thüringen so aussehen wird.

    Heute wieder in den Nachrichten gelesen: Der Regenwald in Brasilien brennt mehr und mehr ab und Bolsonaro kürzt sogleich noch mehr die Mitteln für die Umweltschutzbehörde. Für ihn kommen die Brände wirklich sehr gelegen. Dann gibt es mehr Ackerflächen für Soja usw.. :cursing:

    So etwas widert mich an. Den Regenwald gibt es nur einmal und ist kein Geld der Welt Wert es einfach für mehr Profite niederbrennen zu lassen. Das erkennen Leute wie Bolsonaro natürlich nicht.

    In Brasilien brennt es überall und keiner der weltweiten Regierungen unternimmt etwas.

    Was sollen die "weltweiten Regierungen" machen, wenn Bolsonaro die entsprechenden Mittel streicht und alles blockiert?

    Die finanziellen Mittel für Löschflugzeuge aus internationalen Fördermitteln werden etwa ebenfalls zurückgehalten. Mehr als "internationalen Druck" ausüben kann man nicht. Brasilien ist immer noch ein autonomer und anerkannter Staat, wo das Staatsoberhaupt das Recht wahrnehmen kann internationale Hilfe abzulehnen. Kritisiert wurde Bolsonaro übrigens für seine Politik schon in einer Tour. Geht ihm alles sonst wo vorbei. Der vertritt nur seine eigenen Interessen.

    Und zu Kalifornien kann man auch nichts mehr sagen, aber es gibt ja anscheinend wirklich nur noch Corona. :cookie:

    Stimmt nicht. Das ist auch eines von diversen großen Nachrichtenthema neben den Flüchtlingen, die in Moria festsitzen (dafür ist der Libanon wieder in der Versenkung verschwunden). In den USA selbst sind die Brände in Kalifornien natürlich auch Dauerthema.

    Sind aber natürlich auch so Themen wo man sich richtig drüber aufregen kann. Beinharte ignorante Menschen wie Bolsonaro regen mich da selber schon ziemlich auf.

    Meiner Meinung nach sollten alle Politiker die im Bundes oder einem Landtag sitzen, dafür auch reichlich Geld kassieren für die Dauer ihrer dortigen Tätigkeit und wenn sie anschließend Pensionen beziehen für die Dauer dieser Pensionen auf "Nebentätigkeiten" verzichten müssen.

    Da müsste man erst einmal mit den Millionengehältern und sonstigen nicht-monetären Annehmlichkeiten der Wirtschaft konkurrieren können. Da kommt man im öffentlichen Sektor schnell an die Grenzen und stößt bei der Bevölkerung wohl auf wenig Akzeptanz.

    Und was den "Hoffnungsträger" Amthor betrifft...der hat eine besonders große Klappe.

    Ist dann auch die Frage für wen Amthor überhaupt der "Hoffnungsträger" ist. Würde da eher für den konservativen Teil der CDU sagen, weil es mit Amthor jemand "jüngeres" gibt, der diese Positionen vertritt. Da kommt er auch gut an soweit ich in ein paar Reportagen über ihn gesehen habe.

    Es wird schon fast langweilig, so extrem wird der Fetisch von Lalatina aka Darkness gemolken.

    Darkness Fetisch werde ich selber auch schon ziemlich überdrüssig. Ist für mich aber die einzige Schwäche.

    Für mich kann die 2. Staffel von Konosuba immer noch gut unterhalten und es gab auch so ein paar Dinge, über die ich mich köstlich amüsiert habe.

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    Nach einiger Zeit habe ich ja wieder mal Golden Kamuy weiter geschaut. Es ist dann für mich doch leider eine Serie geworden wo ich mit den beiden Extremen immer weniger klar komme. Die Comedy wird immer abgedrehter und überzeichneter, während die Brüche zu den ernsten Stellen abrupter werden. Mit den homoerotischen Anhimmelungen bezüglich Tsurumi fremdle ich auch ziemlich.

    Die ernsten Hintergründe mag ich umso mehr. Die Vorgeschichten der Protagonisten hatten mich emotional berührt und wussten sehr zu überzeugen. Entsprechend zwiegespalten ist meine Meinung zu dieser Serie. Ich kann nur soviel sagen, dass die Wechsel zwischen Comedy und Drama spätestens mitte der offiziellen "2. Staffel" nicht mehr wirklich gut funktioniert. Beide Seiten stehen sich selber nun im Weg. Die überzeichnete Comedy fühlt sich an wie ein Fremdkörper inmitten des ernsten Hintergrundes und die guten Drama Abschnitte verlieren durch eben diese Comedy Nummern an Kraft und Nahbarkeit. So wirkt auch die Comedy "cringe",wie man heutzutage dazu sagt.

    Hätte mir bei Golden Kamuy einen etwas subtileren Humor gewünscht. Hätte dem ganzen gut getan. Den gibt es in der Serie sogar auch hin und wieder.

    Aber ich hatte trotzdem ein Gefühl das er vielleicht eine neue "Epoche" für die Politik der CDU CSU bringen könnte. Seine Rhetorik alleine wie er so viele Politiker zerfetzt hat mich vielleicht leichtgläubig werden lassen :DDD

    Die AFD zerfetzen konnte er schon sehr gut rhetorisch und ich rechne ihm auch seinen Arbeitseifer hoch an.

    Ansonsten wandelt er eher auf den Spuren anderer altgedienter CDU Granden. Wenn man sich die politische Laufbahn manch konservativer CDU Politiker so anschaut hat man in etwa den Karrieweg Amthors raus. Einiges hatte er sogar schon früher geschafft wie etwa seinen ersten großen Korruptionsskandal. Hat bei der CDU auch eine gewisse Tradition.

    Ich hab gedacht mit Amthor würde da frischer neuer Wind in die Politik der CDU / CSU kommen, aber der hat halt leicht verkackt wegen seiner " Agustus Intelligence " Affäre. Deshalb hat er sich ja leider etwas zurück gezogen.

    Also vom Auftreten und der politischen Einstellung war bei Amthor "neuer Wind" nie wirklich in Sicht gewesen. Würde soweit gehen zu sagen, dass ältere CDU Leute wie Laschet progressiver sind als Amthor.

    Ich beobachte immer , dass manche Autofahrer bei grün zu gelb noch mal richtig Gas geben( 60km/h in einer 30er Zone) , dann wird man geblitzt und man wird zur Kasse gebeten. ja es leider Abzocke.

    Für ein solches Verhalten wird man auch zu Recht zur Kasse gebeten. Wenn die Ampel schon auf Gelb fällt sollte man nicht nochmal extra schnell rausbeschleunigen, um noch mal schnell durchzuflutschen. Wenn man das schon machen muss ist das schon an der Schwelle zu rot oder eigentlich schon rot, je nachdem wie weit man von der Ampel entfernt ist.

    Will hier nicht die illegalen Seiten verteidigen sondern nur drauf hinweisen, das mir die Sache merkwürdig vorkommt

    Verteidigen vielleicht nicht, aber dein Kommentar liest sich schon so als würdest du die Schließung dieser Seiten bedauern und es blöd finden, dass die Inhalte nun auf einer Streamingseite sind für die man zahlen muss. Netflix zahlt wie hier von @Thylraz und @KurosakiFritz schon gesagt Geld für die Lizenzen und hat so die Erlaubnis von den Rechteinhaber deren Filme und Serien zu zeigen. Das macht den Unterschied aus. Netflix da auf eine Stufe mit Streamkiste zu stellen ist an Ahnungslosigkeit kaum zu überbieten.

    Und was daran merkwürdig sein soll sehe ich auch nicht. Aber man sieht da schon ganz gut, dass Ahnungslosigkeit u.a. ein guter Nährboden für Verschwörungstheorien ist.

    Hätte ich um ehrlich zu sein kein Problem mit, wenn das hinter einer Paywall steht, viele haben sich das schon gewünscht, dass es dann einfach zu Pay-TV wird.

    Dann hätte man so etwas ähnliches wie in den USA.

    Man sollte nicht vergessen, dass der Anteil an investigativen Reportagen, Dokus, Magazinen usw. ungleich höher ist als bei den Privaten. RTL macht hin und wieder auch mal was in der Richtung, aber das wird da deutlich "sensationsgeiler" aufgeladen und dramatisiert. Wenn all das hinter einer Paywall wäre würden ärmere Leute kaum Zugang dazu bekommen. Den Rundfunkbeitrag kann man sich in vielen Fällen befreien lassen wie etwa wenn man Hart 4 Empfänger ist. Das kann man bei Pay-TV nicht.

    Würde das also nicht gleich schwarz/weiß sehen. Für mich gehört das ganze System der Öffentlich-rechtlichen reformiert und generalüberholt und nicht gleich abgeschafft bzw. als Pay-TV/Privatsender entlassen.

    Wäre auch dafür, dass die Leute, die Fernsehen gucken GEZ zahlen sollen und alle anderen die es nicht wollen, sollten dafür auch kein Geld zahlen, vor allem wenn man keine Glotze in der Wohnung hat oder kein Kabel...😅

    Problem dabei ist nur, dass die öffentlich-rechtlichen sich mittlerweile überall breit gemacht haben. Im Internet und vor allem auf Youtube sind die auch sehr aktiv. Und an diese Sachen kommt man heute nicht drumherum.

    Man könnte das alles natürlich hinter einer richtigen Paywall stellen, aber dann wäre das eben Pay-TV.

    Bin ja eher ein Freund davon, dass ganze öffentlich-rechtliche Sendernetz auf die qualitativ guten Sachen runterzudampfen, insbesondere auf die Sachen, die die Privaten Sender oder auch Streamingdienste so nie anbieten würden, weil sich das schlicht nicht rentiert. Dann wäre der Rundfunkbeitrag auch günstiger.

    Das die Zeit des linearen Fernsehens sich dem Ende zuneigt haben im übrigen auch die TV-Sender erkannt und investieren massiv in den Streamingmarkt. Das wird das "neue" Fernsehen sein. Aktuell sprechen mich die Angebote bei Joyn oder etwa TV Now (noch) nicht wirklich an.

    Was mir bei diesem Thema immer wieder auffällt: Es hat für mich durchaus was kindisches an sich, wenn man meint, dass man mit was doch aufhören sollte oder aufhören wird, weil man doch erwachsen ist.

    Meine Erfahrung ist, dass man mit gewissen Dingen von sich aus schon durchaus aufhört. Nicht weil man eben Erwachsen ist, sondern bedingt durch die veränderten Lebensumstände in seinem Erwachsenenleben. Kann so kommen, muss aber nicht. Oftmals macht man die Dinge, die man in seiner Jugend gerne mal gemacht hat nicht mehr so oft wie früher.

    Videospiele zocke ich kaum noch, weil ich mich um andere Dinge kümmern muss und ich mich dazu entschieden habe meine reduzierte Freizeit mit was anderem zu verbringen wie eben Animes gucken bzw. allgemein Filme/Serien und noch ein paar andere Dinge. Auch Geschmäcker können sich im laufe des Lebens ändern.

    Gänzlich desinteressiert bin ich an Videospielen jedoch nicht. Hin und wieder schaue ich mal einen Twitch Stream oder vereinzelte Let's Plays. Merke da aber schon, dass ich bei dem Thema nicht mehr so ganz auf dem laufenden bin.

    Und ich bezog mich vorwiegend auf die Wortwahl in vielen deutsch nachsynchronisierten Animes. Wo gesagt wird "Da werde ich "fuchsteufels Wild" und das wäre auch mit "Da werde ich wütend/Sauer" geholfen. Manches kann man sicher nicht anders formulieren, wie du es hervorragend an deinem Beispiel festgemacht hast. Dagegen kann man auch nix sagen, außer man findet eine bessere Methode, was nahezu unmöglich ist.


    Die Dub stört mich dahingehend das manchmal statt zb wütend oder sauer wie im Beispiel angeführt, sehr altertümliche Wörter gesprochen werden, statt etwas gängiges. Also wie ich schon erwähnte meine Meinung steht so, bei Klassikern gerne Deutsch, bei aber neueren Animes bin ich eher Anhänger des Originalen Tones.

    Scheint so als wärst du mit einigen Umsetzungen mancher Dialoge im Deutschen unzufrieden.

    Jeder Dialogbuchautor hat so seine eigene Art wie er das ins deutsche übertragen möchte und muss dabei auch auf die Lippensynchronität achten. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn man bei den Dialogen vom Original abweicht. Es muss natürlich zum Setting und den Charakteren passen.

    Ich bin sogar tendenziell dagegen etwas blutleer 1-zu-1 wortgemäß ins deutsche umzusetzen. Ich habe schon Synchros gehört wo man sowas gemacht hatte und immer kam das total steif und trocken rüber, sodass man eher dazu neigt zum O-Ton zu wechseln. Man muss natürlich berücksichtigen, dass die deutschen Synchros eher für die Leute gemacht sind, die sowieso lieber die deutsche Fassung sich ansehen wollen. Wenn die in sich stimmig ist dann geht das schon in Ordnung. Man sollte dabei aber natürlich ein gewisses Maß halten und nicht zu weit mit der künstlerischen Freiheit gehen. "Schnodderdeutsch"-Synchros a la Rainer Brandt, wo die Dialoge von Sinn und Bedeutung her kaum noch was mit dem Original sind heutzutage auch gar nicht mehr erwünscht und widersprechen da an sich auch dem eigentlichen Zweck einer Synchronisation.

    Neuere Synchros müssen auch nicht automatisch schlechter sein als ältere Synchros. Man muss da aber natürlich schon mehr selektieren als früher, weil eben im Gegensatz zu früher viel mehr synchronisiert wird und nicht bei jedem Projekt alles tiptop gemacht wird. Das man da den Eindruck bekommt früher wäre alles besser ist da nur nachvollziehbar.

    Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich könnte es mir jetzt ganz einfach machen und sagen, dass es bei der englischen Sprache ähnliche Probleme geben muss.

    Bei englisch hat man eher den umgekehrten Fall, dass deutsch (theoretisch) etwas komplexer ist. Ein klassisches Beispiel ist da die Frage wann nun gedutzt oder gesiezt wird. Oftmals muss man das versuchen aus dem Kontext heraus zu ermitteln, wo im O-Ton immer nur "you" gesagt wird. Geht mal einfacher, mal schwerer und auch da gab es im Synchron schon mal Entscheidungen, wo die Zuschauer eher der Ansicht waren, dass sich die entsprechenden Personen da eher duzen als sich zu siezen.

    Was Comedy anbelangt ist das tatsächlich sowohl aus dem englischen als auch aus dem japanischen nicht wirklich leicht ins deutsche umzusetzen. Ich habe da auch immer viel Respekt vor den Dialogbuchautoren, die es tatsächlich schaffen das zu meistern und im deutschen die Szene genauso lustig ist wie im O-Ton. Jeweils auf ihre eigene Art und Weise.

    Bei Synchronisationen wird ebenfalls problematisch, falls man da nur von vorneherein mit großen "Kompromissen" herangeht. Das kann man am Aufnahmetag nicht mehr retten.

    Da ist vor allem die Übersetzung dann das Problem. Im Animebereich wird da auch gerne mal gespart was dann die Dialogbuchautoren ausbaden müssen. Wenn der Dialogbuchautor auch noch schlecht ist und diese Rohübersetzung weitestgehend übernimmt schiebt er das dann wiederum an die Regie und die Sprecher ab, die das dann wiederum irgendwie ausbaden müssen.

    Früher hatte ich mal die naive Vorstellung gehabt, dass Übersetzungen von Animes stets von professionellen Übersetzern und/oder Japanologen durchgeführt werden.

    Denn manche Wörter welche in deutschen Anime synrochs verwendet werden sich richtig cringe und unangenehm.

    Aus Neugier würden mich mal da ein paar Beispiele interessieren damit ich das besser einordnen kann.

    Cringe finde ich vor allem, wenn einige Dialogbuchautoren im deutschen einfach die japanischen Suffixe 1-zu-1 übernehmen. Das funktioniert teilweise in bestimmten Animes, aber nicht überall.

    Teils sind deutsche Übersetzungen natürlich schwierig, weil die japanische Sprache deutlich komplexer ist als das deutsche und die Japaner sehr gerne mit ihren Schriftzeichen herumspielen. In einem Manga kann man dann einfach dies und jenes so belassen und irgendwo unten eine Anmerkung zu schreiben. Das geht in einem Anime nicht so gut. In "Made in Abyss" gab es etwa diese Problematik mit den Personalpronomen, wo Marulk (der sehr feminin ist und in einem Maid-Kostüm steckt) über sich in der männlichen Ich-Form spricht, sodass Reg auf den Trichter kommt, dass Marulk nicht doch ein Junge ist. Im deutschen gibt es eben nur das eine geschlechtsneutrale "Ich". Wie Reg dann so darauf kommt, dass Marulk männlich sein könnte erschließt sich da dem deutschen Zuschauer kaum und einfach so das japanische Wort zu übernehmen bringt da auch nichts, weil nicht jeder weiß was das zu bedeuten hat.

    Mir wäre für diese Stelle im deutschen auch kaum eine gute Lösung eingefallen.

    Naja, was heißt in dem Sinne "anderen Scheiß sehen oder machen"? Ok, eine gewisse Verrohung der jüngeren Generationen hab ich auch festgestellt, einfach auch weil es viel einfacher und normaler geworden ist an alle Formen von Medien heranzukommen. Aber (oaaar, wie ich diesen Satz eigentlich hasse...), mir als Mutter fällt dazu nur der Gedanke ein, wie wenig sich manche Eltern darum zu scheren scheinen, was ihre Kinder konsumieren. Denn sonst wäre die Zahl der Kids sicher kleiner, die eben solche Animes kennen. Dabei geht es mir gar nicht mal um den offensichtlichen Gewaltteil, oder das Blut, sondern eher um die psychische Komponente. Wenn die Eltern schon nicht wissen was die Kinder schauen, wie sollen sie manche Dinge daraus mit ihren Kindern "besprechen" können?

    Das war damals doch auch kaum anders gewesen. Früher kannte ich auch schon "Hellsing" oder mal den einen oder anderen Horrorfilm. Die Grand Theft Auto Spiele hatte ich das erste mal gezockt da war ich 10. Aus mir ist trotzdem ein anständiger Erwachsener geworden mit normal ausgebildeten Emotionen und Empathie.

    Kommt natürlich auch auf die Erziehungsarbeit der Eltern an, also das man auch mit den Kindern über die ein oder anderen Dinge redet. Also in dem Sinne fürsorgliche Eltern, die für einen da sind und an deren Wohl interessiert sind.

    Ich will da jetzt keinen Streit vom Zaun brechen, aber für mich steht der sub klar vor dem dub.

    Wenn man so lange den japanischen O-Ton gewohnt ist wird einem die deutsche Fassung wohl immer schlechter oder befremdlicher vorkommen. Daran wird sich in der Hinsicht wohl nur schwer was ändern lassen.

    Man muss da natürlich akzeptieren, dass das zwei gänzlich verschiedene Dinge sind.

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das auch eine reine Gewohnheitssache ist und mit was man als erstes Kontakt hatte. Wenn man da von Anfang an auf japanisch fixiert ist wird man da ohnehin deutsch ablehnen, weil es wie gesagt nicht dasselbe ist.

    Das eine deutsche Synchro richtig schlecht oder dürftig ist mache ich vor allem daran fest, dass ich mich frage wie wohl das ganze auf japanisch ist. Wäre die deutsche Synchro gut würde sich mir diese Frage gar nicht erst stellen bzw. ich würde den japanischen O-Ton gar nicht wirklich vermissen.

    Als ich drei Jahre alt war hatte ich mal aus kindlicher Neugier an der Tabakpfeife meines Großvaters gesaugt. War nicht so toll gewesen. Sporadisch zu bestimmten Anlässen hatte ich mal ein Bier mitgetrunken. War aber nie wirklich mein Ding gewesen.

    Das war es aber auch schon und ich habe auch nicht vor meinen Erfahrungshorizont in der Hinsicht weiter auszuweiten.