Beiträge von Erika

    Ok, das sind zwei ganz verschiedene Themen.

    Zur ersten Frage:

    Warum muss man vegane Produkte nach einem eigentlichen Fleischprodukt benennen? Und warum ist es vielen Veganern anscheinend so wichtig etwas zu essen, das aussieht und heißt wie die entsprechende Fleischvariante?

    Es macht durchaus Sinn, solche Sachen nach dem jeweiligen Produkt zu benennen, das es ersetzen soll. Einfach deshalb, damit sich der Kunde sofort zurechtfindet. Die Produkte werden ja auch ganz klar mit einem "Vegan"-Kennzeichen bedruckt. Nicht-Veganer brauchen da also keine Sorge haben, dass sie aus Versehen etwas Veganes kaufen^^

    Zu deiner anderen Frage:

    Und warum ist es vielen Veganern anscheinend so wichtig etwas zu essen, das aussieht und heißt wie die entsprechende Fleischvariante?

    Um seine Gewohnheiten beizubehalten, aber mit besserem Gewissen dabei? Für die Optik? Oder um den Übergang zur veganen Ernährung einfacher zu gestalten? Also ich selbst esse keine künstliche Pampe mit etlichen E-Nummern in den Inhaltsstoffen. Finde sowas abstoßend. Nur alle paar Wochen mal veganen Käse, da ist aber auch nix "Schlimmes" drin und dieser besteht auch nur aus sehr wenigen Zutaten. Der Geschmack erinnert noch nicht einmal an Käse, aber ist ja egal, er schmeckt mir. Aber so grundsätzlich brauche ich Ersatzprodukte nicht und esse diese daher, wie erwähnt nur selten. Gebe dir da vollkommen Recht, dass es genug Alternativen abseits der nachgemachten Produkte gibt.

    Ich war nie im Cosplay dort, hatte kein Bedürfnis danach. Bin entweder in normaler Kleidung hingegangen oder im Yukata (einen echten aus Japan, kein nachgemachter fake Billigscheiß). Und ich muss schon sagen, diese Dinger sind ultra bequem, wollte den am liebsten gar nicht mehr ausziehen :fangirl:

    Puh, also ich habe wirklich lange hin und her überlegt, aber ich glaube, man kann mich für diese Art von Conventions nicht mehr begeistern (war das letzte Mal 2019 dort). Ich finde die Eintrittspreise heftig. Keine Ahnung wie ihr das empfindet, aber da fühle ich mich quasi fast dazu gezwungen viel zu kaufen, damit es sich auch "lohnt", diesen Eintrittspreis gezahlt zu haben. Der Preis mag durchaus berechtigt sein, aber ich denke, so wichtig sind mir Conventions dann doch nicht.

    Werde aber stattdessen sehr wahrscheinlich wieder auf den Japan-Tag gehen. Dieser spricht mich thematisch mehr an und ist kostenlos.

    Darüber lache und schüttel ich den Kopf schon länger, aber heute auch wieder: Dass gefühlt jedes zweite Game als "soulslike" bezeichnet wird, nur weil sich vielleicht ein bis zwei Elemente mit den Dark Souls-Spielen überschneiden. Als hätte diese Reihe irgendetwas erfunden und man müsste nun ein eigenes Genre daraus machen. Man bezeichnet doch zB auch nicht jeden FPS mit Kriegsszenario, oder noch besser, jedes Game in denen Schusswaffen existieren, als call of duty like...

    Außer dadurch, dass es schon einfach viele Tiere gibt, die wir ja unmöglich alle einfach umbringen können.

    Davon war ja keine Rede. Wenn wenigstens keine Tiere mehr gekauft/nachgekauft würden.... Wird aber nicht passieren. Nachdem Hund/Katze/Maus abgekratzt ist, muss Ersatz her.

    aber wenn bereits existenten Tieren ein würdevolles und gutes Leben ermöglicht werden kann, abseits aller Tierheime, dann ist das doch eine gute Sache.

    Ich weiß, nicht wie "würdevoll" und "gutes Leben" mit zB "einsperren" zusammenpassen könnten. Nur weil die Haltung bei den Menschen zu Hause im Durchschnitt besser ist, macht es das nicht würdevoll oder gut.

    Allerdings, so ganz alles und alle möchte ich dann doch nicht über einen Kamm geschert sehen.

    Das habe ich ja auch nicht getan, auch wenn's zugegebenermaßen nur am Rande erwähnt wurde. Mich stört da einfach die allgemeine Einstellung des Menschen gegenüber Tieren. Es gilt als normal oder sogar erstrebenswert, ein Haustier zu halten, obwohl sowas verpönt sein sollte. Man besucht jemanden, der ein Haustier hält und findet das Tier nur süß, statt Mitleid mit ihm zu empfinden.

    Meinen Erfahrungen nach gibt es doch auch Leute, die obwohl sie natürlich von den Tieren leben sie doch auch mit Respekt halten und pflegen. Gerade Kleinbauern sind da meinen Erfahrungen nach schon manchmal etwas geerdeter.

    Es mag sein, dass die Haltung von Tieren auf einem Bauernhof "besser" sein kann, als die Haltung in einer Wohnung. Und ich behaupte sogar, die meisten Menschen würden von sich sagen, sie behandeln ihre Tiere mit Respekt. Das entspricht dann aber wieder nur den eigenen Vorstellungen von Respekt und was das Tier, der eigenen Interpretation nach, möchte und braucht.

    Mag zum Beispiel gut sein, dass es auch etwas mit antrainiertem Verhalten zu tun hat, aber Hühner begeben sich abends ganz gerne wieder auf die Stangen ihrer Ställe; Und dann wird, ohne jede Aufregung, halt die Tür zugemacht.

    Du siehst dieses Tür zumachen vielleicht unspektakulär, aber ich kann das wirklich nicht relativieren. Die Tür müsste nicht zugemacht werden, wird aber trotzdem getan, weil man nicht möchte, dass das Eigentum weglaufen könnte.

    Eigentlich immer noch Demon's Souls und Assassin's Creed Nexus. Läuft aber ziemlich schleppend. Bei Demon's Souls, weil ich einen Boss auf eine ganz bestimmte Weise besiegen will und nicht einfach so. Und das habe ich noch nicht geschafft^^

    Bei Assassin's Creed Nexus liegt's daran, dass ich nur kurze Sessions spielen kann. Nicht wegen Motion Sickness (die ist zum Glück vollständig verschwunden), sondern weil's auf irgendeine andere weirde Weise sehr anstrengend ist speziell dieses Spiel in VR zu zocken. Weiß nicht genau, woran es konkret liegt.

    Letztens habe ich endlich mal The Last of Us (Part I) gespielt, habe mir Zeit gelassen, alles erkundet, auch den Zusatz "Left Behind" abgeschlossen. Aber muss letztendlich sagen, dass es ziemlich überbewertet ist. Die Story ist richtig gut, aber man merkt, dass das eigentliche Spiel nur Mittel zum Zweck ist und nichts wirklich gut macht. Es geht nur darum, von einer Schießerei zur nächsten zu gelangen. Das wäre an sich nicht das Problem, wenn das Gameplay nicht so undynamisch und generisch wäre. Es spielt sich alles gleich, daran ändert auch die Stealth-Funktion nicht viel. Ähnlich wie bei Uncharted (ist ja vom selben Entwickler) können die menschlichen Gegner auch hier durch Wände gucken und schießen und auch hier ist die Steuerung insgesamt einfach zu träge. The Last of Us macht alles ein bisschen -Action, Survival, Horror, Stealth-, aber nichts konsequent oder halbwegs ausgereift. Es besteht für mich daher Grund, dieses Spiel zu replayen. Ich merke immer mehr, dass es nicht die wirklich schlechten Spiele sind, die mich enttäuschen, sondern die, die überall in den Himmel gelobt und dadurch viel zu hohe Erwartungen geschürt werden.

    Ich werde demnächst trotzdem Part II spielen. Ich habe es sowieso hier liegen, außerdem besteht durchaus die Hoffnung, dass das Gameplay verbessert wurde und mich interessiert schon, wie die Story weitergeht und würde das gerne selbst erleben, statt die Cutscenes einfach auf YouTube zu schauen^^

    Es sollte nicht kontrovers sein, aber anscheinend ist es das:

    Das Verhalten von Menschen gegenüber Tieren sollte sich radikal ändern, da dieses sehr stark narzisstisch geprägt ist, insbesondere durch Machtausübung in Form von Ausbeutung und das Bestimmen über den Lebens- und Bewegungsspielraum sowie über die Reproduktion.

    Meine Meinung über die Haltung von Tieren in Zoos und zu einer veganen Lebensweise habe ich bereits an anderer Stelle kundgetan. Das sind wichtige Themen, aber was leider oft unter den Teppich gekehrt wird, ist die ganz grundsätzliche Einstellung des Menschen gegenüber den Tieren, die sich insbesondere in der Haltung von Haustieren äußert. Es ist ja nunmal so, dass zwischen Mensch und Tier keine direkte Kommunikation, also kein direkter Austausch von Gedanken und Gefühlen, stattfindet. Daher können wir Tiere nur aufgrund des Sichtbaren einschätzen, und da das der einzige Anhaltspunkt ist, ist nunmal auch das Verständnis begrenzt. Dass wir so nicht wissen können, was in den Tieren vorgeht, ist eine Sache. Hinzu kommt aber, dass der Mensch nunmal nicht neutral ist und alles interpretiert, da er sein Innerstes auf die Umwelt und somit auch in diese Tiere projiziert. So kommt es eben oft zu solchen Aussagen wie "Mein Hund/Katze/Maus liebt mich" oder "Mein Hund/Katze/Maus mag es, bei mir zu leben, das merke ich einfach". Solche Aussagen kann man nicht treffen. Und nur, weil ein Tier sich am Bauch kraulen lässt, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass es das möchte. Vielleicht lässt es das nur über sich ergehen.

    Natürlich kommt es auch unter Menschen vor, dass der eine etwas duldet, das er nicht mag, oder sich dagegen entscheidet, zB seine Gedanken zu kommunizieren. Da aber eine direkte Kommunikation und ein Abgleich von Gedanken, usw zumindest theoretisch möglich wäre, ist dieser Umgang nicht mit dem zwischen Mensch und Tier zu vergleichen, wo das bereits von Vornherein ausgeschlossen ist.

    Eine weitere Sache: Ich denke mal, "jeder" würde zustimmen, dass ein Mensch, der ein Tier quält, dies früher oder später auch mit Menschen tun würde. Aber warum soll dieses Prinzip plötzlich nicht gelten, wenn es um andere Verhaltensweisen gegenüber Tieren geht, die die Allgemeinheit zwar nicht im engeren Sinne als Quälerei bezeichnet (was btw ebenfalls zu hinterfragen ist), die aber dennoch sehr fragwürdig sind? Wie bereits erwähnt, ist das Verhalten von Menschen gegenüber Tieren stark narzisstisch gefärbt in Form von Kontrolle und das Bestimmen darüber, wie sich das Tier zu verhalten hat oder was mit ihm geschehen soll. Hellhörig werde ich insbesondere, wenn jemand Aussagen trifft wie zB, dass "Tiere die besseren Menschen" seien. Ach ja? Weil Tiere im Gegensatz zu Menschen alles mit sich machen lassen müssen und sie einem meist völlig wehrlos ausgeliefert sind? Oder weil sie eine so tolle Projektionsfläche für die eigenen Bedürfnisse bieten, ohne, dass diese Illusion zerstört werden kann?

    Egal, wie ich es drehe und wende, die Haltung von Haustieren ist durch nichts zu rechtfertigen. Ich kenne einige Haustierbesitzer und natürlich gibt es unter ihnen welche, die sich -so vermute ich- wirklich nichts Böses dabei denken. Bei manchen jedoch merkt man mMn sehr deutlich, dass die ledigliche Haltung von Tieren und die Rechtfertigung des Umgangs mit ihnen wohl nur die Spitze des Eisbergs ist.

    Ich sehe es so: So lange wir nicht wissen, welche Bedürfnisse Tiere abseits von Fressen-Schlafen-Kacken haben, und so lange kein Austausch und Abgleich von Gedanken und Gefühlen stattfinden kann, haben wir kein Recht darauf, Tiere zu töten, essen, kaufen, besitzen, über sie zu bestimmen, sie einzusperren und und und. Selbst wer sein Tier nicht "einsperrt", geht dann aber sofort auf Suchaktion, wenn es sich nicht mehr blicken lässt. Weil... es "gehört" einem ja. Und man hat schließlich viel Geld dafür bezahlt. Und es liebt einen so abgöttisch, da kann es nicht sein, dass das Tier einfach nicht mehr zurückkehren will. Da wären wir wieder beim Projizieren des Innenlebens auf ein unschuldiges Tier.

    Es kann echt nicht sein, dass der Mensch dermaßen über Tiere verfügt, und sich sogar über die Natur stellt. Die Steuerung der Fortpflanzung beispielsweise ist eigentlich der Natur vorbehalten, aber der Mensch übt Macht aus, um durch Manipulation bestehender Dinge (Zucht), eine gezielte Realität zu erschaffen. Dass dann u.a. Rassen entstehen, die gesundheitliche Probleme haben, interessiert niemanden.

    Und warum sind diese Schönheitswettbewerbe für Tiere eigentlich noch erlaubt? Der einzige, der einen Nutzen daraus zieht, ist der Mensch. Er benutzt Tiere um sich mit anderen zu messen und zwar darin, wie gut er ein anderes Lebewesen manipulieren kann. Ganz große Klasse :clap: