Wie
@Raikah bereits angesprochen hatte, Femizide sind Morde an Frauen, weil sie Frauen sind. Weil sie selbstbestimmt leben und sich trennen wollen. Das sind keine Einzelfälle, sondern ein strukturelles, gesellschaftliches Problem. Hinter jeder dieser Geschichten stecken Macht, Kontrolle, Eifersucht, Besitzansprüche und Angst. Es ist höchste Zeit, dass wir anfangen, diese Taten als das zu benennen, was sie wirklich sind, keine Beziehungsdramen oder Ehrenmorde, die die Tat verharmlost darstellen, sondern gezielte Tötungen an Frauen, weil sie Frauen sind.
Ich habe selbst erlebt, wie gefährlich es werden kann, wenn man sich aus einer Beziehung lösen will. Als ich mich von meinem Ex-Partner trennen wollte, hat er mich nicht in Ruhe gelassen. Ich habe Morddrohungen bekommen, nach dem Motto: „Wenn ich sie nicht haben kann, dann soll sie niemand haben.“
Solche Situationen sind leider keine Ausnahme. Viele Frauen erleben genau das und oft wird erst gehandelt, wenn es schon zu spät ist. Es ist wichtig, dass wir anfangen, genauer hinzuschauen, zuzuhören und Betroffene ernst nehmen. Wenn eine Frau Beweise liefert, werden diese trotzdem angezweifelt. Niemand sollte Angst davor haben müssen, eine Beziehung zu beenden oder einfach frei und selbstbestimmt zu leben. Victimblaming ist ebenfalls ein großes Problem und der Grund, warum viele Frauen Angst haben, sich jemandem anzuvertrauen.