Beiträge von Tsukimi

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    DareMo Vorweg ich mochte den Anime sehr. ABER ich glaube, hier werden zwei ziemlich unterschiedliche Dinge miteinander vermischt...

    Die Kritik an der Sexualisierung von Marin lautet doch nicht "Frauen und Mädchen dürfen sich nicht aufreizend kleiden." Dagegen wäre dein Argument völlig richtig. Eine reale Frau kann sich anziehen, wie sie möchte, und sie ist nicht dafür verantwortlich, welche sexuellen Gedanken irgendein Mann dabei bekommt.

    Bei Marin geht es aber um etwas anderes. Sie ist innerhalb der Geschichte 15 Jahre alt und wird vom Anime selbst teilweise sexualisiert inszeniert. Das ist keine Frage dessen, was "die Frau" trägt, sondern eine Frage dessen, wie das Werk sie dem Zuschauer präsentiert.

    Nehmen wir beispielsweise die Succubus Cosplay Szene. Da geht es nicht nur darum, dass Marin ein freizügiges Kostüm trägt. Die Inszenierung entscheidet sich zusätzlich dafür, ihren Körper entsprechend in Szene zu setzen. Die Kamera schwenkt gezielt auf ihre Intimzone, während sie auf Gojo sitzt. Das ist eine bewusste Entscheidung der Regie bzw. Inszenierung, dem Zuschauer genau diesen Blick anzubieten.

    Und genau deshalb funktioniert auch das Argument "Dann schau halt weg" hier nicht wirklich. Der Zuschauer kann nicht verhindern, dass der Anime diese Perspektive verwendet. Man kann selbstverständlich sagen "Mich stört das nicht" oder "Ich finde die Szene nicht problematisch". Das ist eine legitime persönliche Bewertung. Aber damit ist die Kritik an der Inszenierung noch lange nicht widerlegt.

    Auch dein Satz "Wer hat denn die sexuellen Hintergedanken? Die Männer!" greift deshalb am eigentlichen Punkt vorbei. Es geht nicht darum, dass Männer Marin attraktiv finden oder sich von einer Figur erregen lassen. Sexualisierung bedeutet nicht einfach, dass jemand sexuell attraktiv wirkt. Es geht auch darum, wie eine Person bzw. Figur durch Kamera, Perspektive, Pose, Dialog und Inszenierung auf ihren sexuellen Reiz reduziert oder dieser besonders hervorgehoben wird.

    Und bei einer erwachsenen Figur kann man darüber bereits diskutieren. Bei einer Figur, die laut ihrer Charakterbiografie 15 ist, bekommt diese Diskussion eben noch einmal eine andere Dimension.

    Du schreibst außerdem, man solle nicht "irgendwelche Makel hineininterpretieren, die gar nicht Thema sind". Für dich ist diese Ebene offenbar nicht relevant, für andere schon. Wenn jemand sagt "Ich möchte diesen Anime einfach genießen und diese Inszenierung stört mich nicht", ist das normalerweise vollkommen in Ordnung(bzw. einfach dein Ding). Was ich allerdings schwierig finde, ist daraus abzuleiten, dass die Kritik selbst lächerlich, konservativ oder sogar mit Taliban bzw. fundamentalistischen Christen vergleichbar sei.

    Man kann nämlich gleichzeitig sagen:

    "Ich mag My Dress Up Darling sehr und finde die Cosplay Thematik interessant."

    und

    "Ich finde es problematisch, wie eine 15 jährige Figur teilweise sexualisiert inszeniert wird."

    Das sind keine widersprüchlichen Aussagen.

    Und noch ein wichtiger Punkt: "In der Realität dürfen sich Mädchen so anziehen, wie sie wollen" ist eigentlich ein völlig anderes Argument als "Deshalb darf ein Anime eine 15 jährige Figur auf diese Weise sexualisiert darstellen". Aus dem ersten folgt das zweite nicht automatisch.

    Die eigentliche Frage im Raum ist deshalb... Kritisiert hier tatsächlich jemand das Outfit eines Mädchens oder einer jungen Frau? Oder kritisiert er die Entscheidung eines Werkes, eine minderjährige Figur auf eine bestimmte Weise für den Zuschauer zu inszenieren?

    Bleiben die Awards erhalten wenn man in die Chips umtauscht / einlöst oder ist das so wie mit den Pokémon Sammlungen, dass man sie dauerhaft behalten muss damit der Award bestehen bleibt?

    Screenshot_20260912_063945_Brave.jpg


    Edit: Die Frage wurde mir freundlicherweise in einer PN beantwortet. Ich habe den Teil (Screenshot unterhalb) nicht gesehen und nur die Award-Beschreibung gelesen.
    image.png

    Hatte mich für den Playtest angemeldet. Ich bin erst 40 min drin aber es hat schon Spaß gemacht. Nur an der Steuerung muss noch geschraubt werden. Die Tastenbelegung im Allgemeinen ist auch nicht so das Wahre, aber das Spielprinzip ist cool.

    Wildaria bei Steam
    Tame any creature. Ride them into battle. Challenge the Animal Gods. Explore an infinite, procedurally generated fantasy world where every creature can become…
    store.steampowered.com

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    City Pop darf ruhig wiederkommen, ich liebe diesen Vibe. Auch der Anime-Kunststil aus der Zeit … es soll ja nicht jeder so sein, aber wenn ab und an mal wieder einer in dem Stil erscheinen würde, wäre das schon mega.

    Habe Kapitel 420 erst gestern Abend gelesen. Was für ein Auftritt von … Hat mir sehr gut gefallen und nach so vielen Informationen war es auch einfach mal wieder schön, ein solches Kapitel zu haben.

    Btw. bei mir war es auch die Banzai. Entsprechende Magazine habe ich sogar noch.

    Edit: Ok, mein Hirn wollte nun keine Ruhe mehr geben und daher musste ich die älteste Ausgabe herauskramen, die ich noch habe … und die ist tatsächlich direkt nach dem Turm (Kapitel 64). Ich hätte zwar schwören können, dass ich auch beim Turm angefangen habe, aber so ist das halt mit den Erinnerungen.

    Spoiler anzeigen

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    Der Eröffnungspost erklärt es eigentlich schon ganz gut, aber ich möchte es noch einmal etwas näher erläutern, weil ich glaube, dass hier ein kleines Missverständnis vorliegt.

    Bei "Post-Anime Depression" geht es nicht unbedingt darum, dass ein Anime ein Drama ist oder dass einen die Handlung während des Schauens traurig oder emotional fertig macht. Das kann natürlich vorkommen, ist aber nicht zwingend der Auslöser.

    Dieses Gefühl kann durch ganz unterschiedliche Dinge entstehen. Zum Beispiel durch eine Romanze, bei der man dieses wohlige Gefühl bekommt und sieht, wie eine Beziehung genau so läuft, wie man es sich für das eigene Leben vielleicht wünschen würde, nur mit dem Unterschied, dass es im eigenen Leben eben nicht so ist. Oder durch eine Fantasy-Welt, in die man während des Schauens regelrecht eintaucht und sich vorstellt, selbst solche Abenteuer erleben zu können, während das eigene Leben im Vergleich dazu vielleicht ziemlich eintönig erscheint.

    Man kann sich auch stark mit einem Charakter identifizieren, eine besondere Bindung zu ihm aufbauen oder sich sogar zu ihm hingezogen fühlen. Und dann sind plötzlich 12, 24 oder 100 Episoden vorbei. Die Geschichte ist zu Ende, diese Welt existiert für einen selbst erst einmal nicht mehr und man wird mehr oder weniger abrupt wieder aus dieser kleinen Blase herausgerissen. Und dann ist da wieder der ganz normale Alltag.

    Genau diese Diskrepanz kann dieses Gefühl von Leere oder Niedergeschlagenheit hervorrufen. Man vermisst nicht unbedingt die traurige Handlung, sondern vielmehr das Gefühl, das einem diese Welt und ihre Charaktere während des Schauens gegeben haben.

    Und ich finde, man darf sich durchaus auch einfach mal in eine solche Welt fallen lassen und vollkommen darin aufgehen. Dafür schaut man schließlich Geschichten. Es ist doch eigentlich etwas Schönes, wenn ein Werk einen so sehr erreichen kann, dass man auch nach dem Ende noch darüber nachdenkt oder die Charaktere und die Welt vermisst.

    Problematisch wird es meiner Meinung nach eher dann, wenn man dieses Gefühl nach praktisch jedem zweiten Anime bekommt oder der reale Alltag einem dauerhaft so leer und unbefriedigend vorkommt, dass man immer stärker in solche fiktiven Welten flüchtet. Dann sollte man sich vielleicht tatsächlich einmal fragen, ob es nicht Dinge im eigenen Leben gibt, die man verändern könnte. Und wenn die Niedergeschlagenheit sehr stark oder dauerhaft ist, kann es natürlich auch sinnvoll sein, sich professionelle Hilfe zu suchen.

    Und zu deiner letzten Frage... Ich sehe deshalb keinen Widerspruch darin, einen Anime zu schauen, von dem man weiß, dass er einen emotional mitnehmen wird. Manchmal weiß man vorher sogar genau, dass das Ende weh tun wird, aber man nimmt diese Erfahrung trotzdem gerne mit. Man investiert die Zeit ja nicht trotz der Emotionen, sondern gerade auch wegen ihnen.

    Ich hatte heute mal wieder Lust auf ein Weltraumabenteuer. Also habe ich mir Project Hail Mary (deutscher Titel: Der Astronaut) auf Amazon Prime angesehen. Der Film hat auf IMDb und Rotten Tomatoes kaum negative Bewertungen. Normalerweise kann ich mich darauf meistens verlassen, dass er mir dann auch gefällt. Diesmal war das aber so rein gar nicht der Fall.

    Was für ein selten bescheuerter Film. Ich kann nicht einmal dem sonst guten Schauspiel von Ryan Gosling etwas abgewinnen. Zugegeben, ich für meinen Teil bin Fan von Hard Science Fiction, und das möchte der Film auch gar nicht sein. Aber abgesehen davon ist der Film an so vielen Ecken und Enden einfach schwachsinnig.

    Das beginnt spätestens an der Stelle, an der man ihn, einem Physiklehrer, mit Proben einer dem Film die Handlung gebenden, sonnenauslöschenden Spezies allein lässt, ohne richtiges Labor, ohne Sicherheitsprotokolle und ohne professionelle Überwachung. Und nein: Karl ist keine professionelle Überwachung.

    Ich habe nicht einmal Lust, die weiteren Punkte aufzuzählen, die mich an dem Film gestört haben, weil er es einfach nicht wert ist.

    2–3 Szenen gab es, in denen auch ich lachen musste. Rocky ist ja schon ein ziemlich witziges Wesen. Aber alles in allem sehe ich das als 2,5 Stunden verschenkte Lebenszeit an.