Danke für deine Offenheit, Johnnii360
Ich denke es ist ganz normal, dass gerade Kinder und Jugendliche sich etwas suchen, woran sie festhalten können und womit es ihnen gelingt mit Angst, Stress, schwierigen Situationen, usw. fertig zu werden. Wenn das eine Serie oder Musik ist, halte ich persönlich es für was gutes und sehe es nicht kritisch.
Fiktive Werke und Musik können meiner Meinung nach auf jeden Fall ein großer Trost, eine Stütze, sein. Also natürlich auch Anime und die Musik dazu. Sie entstehen ja nicht aus dem Nichts heraus, sondern jemand hat sie sich ausgedacht und viele Menschen haben sich zusammengetan, um sie zu gestalten. So kann es auf jeden Fall zu einer Verbindung zwischen AutorInnen und Fans kommen. Aber auch zu den Charakteren und den Geschichten selbst kann eine Beziehung entstehen, die ich nicht unterschätzen möchte. Ein Charakter, der ähnliches erlebt hat, jemand, der es aus einer scheinbar aussichtslosen Situation schafft oder jemand, der nach langer Zeit ein Ziel erreicht können inspirieren, aufheitern, Mut machen. Auch ich denke da an Werke wir "Attack on Titan" und "Neon Genesis Evangelion", aber auch zum Beispiel "JoJo's Bizarre Adventure" (vor allem Part 3 und 6).
Selbstverständlich gibt es auch den ungesunden Eskapismus, immer öfter liest man beispielsweise von Menschen, die sich in KI-Chatbots verlieben. Aber ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren, man müsste da wirklich jeden Fall einzeln betrachten.