Ist vermutlich derselbe Grund, wieso nicht öffentlich bekannt ist, wieso man ausgerechnet Hamburg mit seiner stark aktiven linken Szene als Austragungsort gewählt hat und nicht etwa (wie wohl seit einigen Jahren angestrebt) einen abgelegeneren, ruhigen Ort - einen, der vielleicht auch einfacher zu sichern ist.
Vermutlich will man einfach keine Schwäche zeigen. Den Gipfel in ein ruhiges Örtchen zu verlegen, wäre sicherlich Anlass für Kritik. Einerseits reiten jetzt die Türken wieder darauf rum, wie eine Ausschreitung dieser Art bei ihnen verurteilt und bei uns kleingeredet wird. Andererseits ist die Türkei gerade, politisch gesehen, eh nicht am Drücker. Vermutlich war das daher eine rein politische und nicht logische Entscheidung.
Analog gibt es vielleicht auch einen einfachen Grund, wieso es keine Statistiken zu linken Krawallen gibt... so einfach wie "Es ist nicht möglich die Taten Einzelpersonen, geschweige denn politischen Motivationen zuzuordnen und daher können sie unmöglich dem linken Spektrum zugeordnet werden, nur weil sie im Rahmen von linken Demonstrationen geschehen". Keine Ahnung ob das der Grund ist - aber rein wegen Rechtsstaat kann man niemanden für eine Tat verurteilen, wenn man keine eindeutigen Indizien hat.
Das kann natürlich sein, in diesem Sinn ist es aber definitiv einfacher, für eine vergleichbare Tat direkt in die rechte Ecke geschoben zu werden.
Du benutzt einen ganz klar subjektiv geprägten Begriff von "Schaden".
Ansonsten darfst du gerne nach Quellen fragen, wenn du der Meinung bist, ich würde haltlose Behauptungen aufstellen.
Aber an sich argumentiere ich die meiste Zeit mit Logik, weil es keine objektiven Zahlen dafür gibt, wie viel Sachschaden einem Mord entspricht. Und weil ich davon ausgehe, dass die Fakten die ich behaupte, weitgehend Allgemeinwissen sind - da dort niemand nachfragt.
Ich rechne nicht nur mit Geld, nur ist Geld ein sehr angenehmer Faktor, um über Sachschäden zu diskutieren. Ich rechne mit dem Einfluss. Mord hat einen Einfluss, Körperverletzung und Sachschäden ebenso. Die Anzahl der Menschen zu bestimmen, auf die etwas ein Einfluss hat, ist definitiv nicht unmöglich. Das habe ich versucht und meine Sicht dazu dargelegt. Hast du eine andere Meinung dazu, die man auf irgendwas stützen kann? Es ist natürlich eine sehr angenehme Position, Informationen als Fakt zu verkaufen und dann der Gegenseite die Bestätigung dieser zu überlassen. Du willst mich überzeugen und ohne ein bisschen Aufwand und wenigstens ein paar Zahlen ist das eine sehr sportliche Aufgabe.
Der Sachwert muss "irgendeine" Höhe haben, damit die Vorfahrtsdelikte nicht zählen, aber eingeworfene Scheiben schon. Und Betroffenheit gilt nur für das direkte Umfeld.
Vorfahrtsdelikte können zu Schäden führen, oder auch nicht. Gibt es einen Unfall, gibt es psychischen Stress oder sogar Verletzungen, dann würde ich das definitiv als Schaden zählen. Genau so ist das Einwerfen einer Scheibe eines verlassenen Gebäudes prinzipiell auch kein wirklicher Schaden. Die Betroffenheit für Todesfälle und Morde, die einen nicht betreffen, halte ich für Heuchelei (vergleiche mal Nomen und Verb). Man predigt Mitleid für die Opfer und Zorn gegenüber einem möglichen Täter, aber vergisst es innerhalb von 2 Tagen wieder. Das ist meiner Meinung nach einfach nur ein Haschen nach Aufmerksamkeit und die eigene Darstellung als guten Menschen, der effektiv aber nur das Unglück anderer ausnutzt, um sich selbst in ein gutes Licht zu stellen. Sowas kann und will ich nicht als Schaden zählen, weil es absolut unverschämt wäre.
Deiner "objektiven" Sichtweise nach sind Morde an sich kein schlimmes Verbrechen, weil es ja insgesamt zu sehr wenigen Morden kommt. Das ist leider eine extrem naive Betrachtung von Objektivität, weil dabei völlig aus dem Blick gerät, wozu man das Ding hat. Im Rahmen der Ethik soll es subjektive Urteile über Gefühle ausblenden - nicht aber Gefühle. Gefühle sollen objektiviert werden und so soll zum Beispiel soll auch der emotionale Schaden von Opfern und Angehörigen erfasst und betrachtet werden. Das blendest du vollkommen aus. Ob eingeworfene Scheibe oder ermordeter Freund - Gefühle betrachtest du nicht als Schaden. Das kannst du machen, weil das irgendwie objektiv ist - aber die WAHL dieser Ansicht ist NICHT objektiv.
Natürlich blende ich das nicht aus, der Schaden eines Mordes, alle Angehörigen einbezogen, ist enorm. Daher habe ich zuvor für 2 Morde etwa 50 Personen angerechnet, die direkt und schwer betroffen sind. Nehmen wir jetzt die Krawalle am G20-Gipfel: Bisher mindestens 160 verletze Ordnungskräfte und finanzielle Schäden jenseits von Gut und Böse. Diese 160 Verletzten (Tendenz steigend) haben also etwa 4000 nahe Angehörige, die dadurch betroffen werden. Der finanzielle Schaden trifft jeden Deutschen. Der emotionale und individuell geringere Schaden von 4000 Personen und der finanzielle Schaden von jedem zusammen sind also weniger Schaden, als der schwerere Schaden von nur 50 Personen? Mach dich nicht lächerlich.
Dazu ist zu beachten, dass es sich hier nur um EINE ausgeartete Demo in diesem Jahr handelt, es aber durchaus mehrere gibt und geben wird und die zwei Morde sogar aufgerundet wurden.
Du wählst einen möglichen objektiven Standart nach subjektiven Kriterien. Ein Standart, der wesentliche Informationen ausblendet. Du kannst also aufhören, ständig von Objektivität zu reden. Insbesondere, wenn das nicht einmal deine persönliche Ansicht ist - was soll das dann? "Objektive" Betrachtungen dienen dazu, subjektive Ansichten zu bestärken, indem man aufzeigt, dass störende Einflussfaktoren herausgerechnet werden können und man immernoch zu einem ähnlichen Ergebnis kommt.
Es macht keinen Sinn, eine objektive Betrachtung zu generieren, die nicht deinen persönlichen Ansichten entspricht - entweder du wählst einen Maßstab, der dir passt ODER du änderst deine Ansicht zugunsten des Maßstabes (weil du ja indirekt sagst, Objektivität sei gut) ODER du hörst auf über Objektivität zu reden.
Was du aber machst ist, einen objektiven Standart zu nehmen und explizit zu sahen, dass er nicht dein eigener ist. Das ist absurd.
Natürlich kann kein Individuum alleine eine objektive Meinung erstellen. Ich trenne mich aber von meiner persönlichen Sicht so weit ich nur kann und versuche mich auf eine allgemeine Sicht zu beschränken, soweit es mir möglich ist. Tust du das ebenfalls? Ich glaube nicht.
Ich vertrete diese Position, weil ich es nicht mit ansehen kann, wie derart falsche Ansichten stehen gelassen werden. Rechtsextremisten sind kein Stück besser als Linksextremisten, aber trotzdem sind die Linken einfach eine größere Plage. Diese Tatsache einzusehen, könnte vielleicht ein paar vernunftbegabten Fehlgeleiteten bewusst machen, was sie da eigentlich treiben.
Ich kann zum Beispiel einige Motive der Linksextremen durchaus nachvollziehen, im Gegensatz zu den meisten Motiven der Rechtsextremen, aber das spielt objektiv keine Rolle. Genauso könnte ich auch manche Taten gut- bzw schlechtreden, das bringt uns aber auch nicht weiter. Was zählt sind Zahlen: Werte, die man vergleichen kann. Meine persönliche Meinung zu denen spielt absolut keine Rolle, sondern nur diese neutral zu betrachten. Das ist auch das einzige, halbwegs geeignete Mittel, um jemanden zu überzeugen. Eine subjektive Sicht trifft nur auf Gegenwehr, damit kommt man nicht weit.
Wenn auf die Linkesextremen in erster Linie Sachbeschädigungen und die Verletzung von Polizisten fällt und bei den Rechtsextremen Körperverletzungen und Mord - dann sind ganz klar die Rechtsextremen gefährlicher - zu mindestens solange ich weder Polizist noch Rechtsextrem bin.
Auch Sachbeschädigungen von Linken betreffen abgesehen von Ausschreitungen wie in Hamburg, in erster Linie Polizisten und vielleicht Schmierereien. Auch da hält sich der Schaden eigentlich in Grenzen - insbesondere für die normale Bevölkerung.
Das ist es ja, du betrachtest die Situation wieder nur von der Seite einer bestimmten Position. Wenn man eine solche positionsbedingte Ansicht annimmt, dann sind "äußerlich" deutsche Bürger, welche noch immer einen Großteil ausmachen, absolut sicher vor Rechtsextremismus. Hast du die aktuellen Videos gesehen? Der Schaden für die "normale" Bevölkerung ist definitiv nicht "in Grenzen". Die Polizisten sind, streng genommen, auch nur Privatpersonen, die zu solchen Einsätzen kommen müssen. Wer weiß, ob sie nicht privat sogar selbst stark-linke Ansichten haben, oder den Gipfel gut heißen.
Ich weiß nicht, ob du diesen Link überhaupt angeschaut hast, aber Linke begehen definitiv mehr Gewaltdelikte, mit Sachbeschädigung will ich gar nicht erst anfangen. Tendenz steigend.
https://conservo.wordpress.com/2017/03/14/str…e-waechst-mehr/
Zugegeben, Propaganda und Hetze sind ekelhaft, schaden aber niemandem direkt; beziehungsweise sind die daraus resultierenden Taten immer noch geringer, als die der Linken.