Der 1942 berechnete Kostenvoranschlag für den Bau des ersten Krematoriums in Auschwitz-Birkenau betrug 133 756,65 RM.
Beiträge von Chojin
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Endlich eingetroffen:
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Auch ist es aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich das viele der Auktionatoren aus Nächstenliebe von den möglichen Profit absehen würden. Schließlich geht es um den größten Krieg der Menschheitsgeschichte, da dürfte es doch genügend Interessenten geben um es mal kühl zu formulieren.
Hierzu kam vor wenigen Tagen folgender Artikel heraus:
Griechenland Neu entdeckte Fotos sollen Hinrichtungen durch die Nazis zeigen200 Griechen, ermordet als Vergeltung für den Tod von vier Wehrmachtssoldaten: Bislang war von diesem NS-Verbrechen aus dem Jahr 1944 kein Bildmaterial…www.spiegel.deOb die Bilder nun an Griechenland übergeben werden, steht zwar noch nicht fest, aber der Anbieter scheint auf Anfrage der griechischen Behörden doch eingelenkt zu haben. Kann also durchaus Sinn machen, bei solchen Anbietern anzufragen. Mag unter Umständen aber auch nur ein Einzelfall sein?
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Vor einigen Tagen erschien eine recht interessante Reportage darüber, wie mit Fotografien und Dokumenten (in diesem Falle Häftlings-Briefe aus Konzentrations- und Vernichtungslagern) welche schon seit Jahren immer wieder auf Ebay zum Kauf angeboten werden, umgegangen werden soll?
Ist es moral-ethisch vertretbar, solche Relikte als Privatperson zu verkaufen und zu kaufen?
Welches Klientel hegt daran ein Interesse?
Sollten solche nicht eher in Museen, Gedenkstätten oder Archiven Einzug halten, als bei Privatpersonen?
Hier das Video:
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Laut dem in der Reportage zu Wort kommenden Gedenkstätten-Leiter des KZ-Buchenwald ist diese Problematik wohl schon seit vielen Jahren bekannt und bis jetzt auch ungelöst. Das ihn das aktuelle Ausmaß an solchen Auktionen überrascht, verwundert mich doch ein wenig... Wenn ein Problem schon seit Jahren bekannt ist, sollte man dann nicht regelmäßig oder noch besser ein durchweg wachsames Auge darauf haben, gerade wenn es sich um KZ-Briefe oder andere -Relikte aus besagten Lagern handelt?
Das solche Gedenkstätten diese nicht käuflich erwerben, macht wohl dahingehend Sinn, das man solche Händler oder den Markt allgemein nicht finanziell unterstützen möchte. Kann ich verstehen. Solche Institutionen sind in der Regel eher auf Schenkungen angewiesen. Doch da frage ich mich wiederum: Wieso keinen Kontakt zum jeweiligen Verkäufer suchen, um ihn eventuell von einer Schenkung an die jeweilig betreffende Gedenkstätte zu überzeugen?
Solche Angebote auf Ebay löschen lassen? Eine Möglichkeit, aber das Problem besteht weiter - und wenn die Artefakte nicht auf Ebay unter den Hammer kommen, dann wo anders. Militaria-Händler und -Shops sowie andere Online-Auktionen gibt's wie Sand am mehr.
Ist der Handel mit solchen allgemein verboten? Nein - jedoch bestehen strenge Regularien für Händler, die mit Artefakten aus der NS-Zeit Handel treiben. Hier geht es aber vor allem um die Einhaltung des §86 StGB.
Das man im Video die Käufer solcher Gegenstände nur in die Kategorie A: >>Die sich einen "Schauer" verschaffen wollen<< oder B: >>Weil man "Anhänger" dieser Verbrechen ist.<< steckt, halte ich für recht befangen.
Aus rein geschichtlichem Interesse kann dies nicht geschehen?
Klar, es gibt unzähliche Bücher, Schriften, Dokumentationen uvm zum Holocaust - aber auch diese sind selbst nach über 80 Jahren der Forschung nicht lückenlos. Es kommen immer wieder neue Erkenntnisse, Fotografien, Dokumente usw. aus der Versenkung empor (zumeist eben aus Privathaushalten), die meiner Ansicht nach auf Menschen, die sich ausgiebig mit dieser Thematik auseinandersetzen - ich beziehe mich hier in erster Linie auf Privatpersonen - eine so große Faszination ausüben, das wohlmöglich der Wissensdurst die moralischen Bedenken überwiegt. Auch mag der Aspekt, etwas aus dieser Zeit in Händen zu halten, eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Eben ein Stück Zeitgeschichte.
Was ich eher kritisch sehe ist nicht der Käufer selbst, sondern sein vorhandenes Wissen über diese Verbrechen, jene Zeit und wie er diese zu nutzen weiß.
Durchweg sind offizielle Lager-Briefe - ganz gleich ob aus Auschwitz I, Dachau, Buchenwald, usw. sehr positiv verfasst - dem Häftling geht's gut, er ist bei bester Gesundheit, die Versorgung und Behandlung ist human - da könnte mancher Kleingeist auf den Trichter kommen: "Ha, so schlimm war es wohl doch nicht - schau, ich hab es hier schwarz auf weiß mit dem Brief aus Auschwitz!" - Das diese Briefe einer strengen Post-Zensur unterstanden, muss man immer im Hinterkopf behalten. Hier könnten eben bei fehlendem Wissen falsche Eindrücke entstehen, die es zu vermeiden gilt. Gerade bei der jüngeren Generation scheint das allgemeine Wissen zum Holocaust eh mehr und mehr zu verwässern...
Immerhin braucht man sich bei den Menschen, die sich solche Briefe oder Fotos käuflich erwerben, keine Sorgen darüber zu machen, dass sie auf fiktive KI-generierten Holocaust-Bilder, wie sie seit Kurzem zu Hauf in den sozialen Netzwerken kursieren, hereinfallen, doch das ist wieder eine andere Geschichte.
Aber wie seht ihr das?
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Neuzugänge der letzten Tage und Wochen:
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"Arbeitsdienst für die weibliche Jugend - Antworten nach 40 Jahren"
"Mädchen in RAD-Uniform - Erinnerungen einer Österreicherin an den Reichsarbeitsdienst und die Zeit danach"
"Die Bagatelle - Als Arbeitsmaid im Reichsarbeitsdienst"
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Naja, klassische Neonazis und extremistische Islamisten haben durchaus diverse Überschneidungen. In manchen Regionen Deutschlands gibt es sogar Allianzen zwischen beiden Gruppen.
Und wenn man ehrlich ist: Hass gegen andere Bevölkerungsgruppen; Hass und Gewalt aufgrund von Herkunft, sexueller Orientierung oder Religion; konservative Frauen- und Familienbilder; ... sofern man weiterhin an der rechts/links-Begrifflichkeit festhalten möchte, dann sind Islamisten definitiv rechtsextrem, und nicht linksextrem oder irgendwo in der Mitte anzusiedeln. 😅Mir geht es hierbei weniger um die Überschneidungen oder Gemeinsamkeiten, als mehr um die Definition selbst.
Kurz und bündig: "Islamist" steht schon für sich allein für einen Anhänger extremistischer Strömungen innerhalb des Islam. Wieso noch ein "rechtsextrem" beifügen? Ist genauso wie wenn man sagen würde: "Ein rechtsextremer Neonazi" - Neonazismus schließt das Rechtsextreme schon mit ein. Und es gibt doch noch so manchen Unterschied zwischen den beiden Ideologien.
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als auch durch rechtsextreme Islamisten
Das erste Mal, dass ich von "rechtsextremen" Islamisten lese...

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Es gibt wortwörtlich hunderte von unterschiedlichen Linken, Sozialistischen und sogar Kommunistischen Gruppen. Diese alle in eine Schublade zu packen und dazu noch als gewaltbereites Pack abzutun ist sehr vereinfacht.
Genauso verhält es sich mit den Rechten oder dem, was heutzutage alles als "rechts" angesehen bzw. gebrandmarkt wird. Werden diese aus linker Sicht nicht auch alle in ein und denselben Topf geworfen?
Wenn es um linken Extremismus geht wird immer gezielt differenziert: "Ja Moment, das eine sind Kommunisten, Stalinisten, Leninisten, Maoisten, und wie sie alle heißen. Die haben mit den heutigen friedliebenden Linken wenig am Hut..."
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Außerdem Morden Linksextreme nicht...
Also sind die 33 RAF-Morde ein Hirngespinnst in der deutschen Nachkriegsgeschichte?
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Und wer leidet unter den Maßnahmen, die Bevölkerung, nicht nur in Berlin.
Das verbuchen die dann wohl unter: "Wo gehobelt wird, fallen Späne."
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Das passt doch ganz gut zu deren ideologischen Vorbildern, dort wurde doch auch das Idealbild eines arischen Menschen so geschrieben:
"Blonde Haare, blaue Augen und eine gesunder Körper". Die Jugend sollte: "Flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl" sein.
Es ist doch etwas komplexer. Um es kurz zu machen: Der ideologische Grundpfeiler im NS-Staat lag vollends im Blut, welches rein gehalten werden sollte. Haar und Augenfarbe waren da mehr ein Klassenfaktor, welcher einem einen Vorteil verschaffen konnte. Gab genügend Reichsdeutsche, die braune Haare oder braune Augen hatten und dennoch als arisch galten. Blond und blauäugig war bezogen auf die nordische Rasse der Idealtypus. Und das Hitler-Zitat bezog sich auf "den deutschen Junge der Zukunft", also so, wie er einmal in Zukunft sein sollte.
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Roddy "Rowdy" Piper (RIP) - "I have come here to chew bubblegum and kick ass. And I’m all out of bubblegum!"
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Ich finde es immer wieder wunderlich, wie so mancher Pappkamerad bei den Rechten auftritt. Beispielsweise im obigen Video jener mit den Gesichtstätowierungen. Im Dritten Reich hätten ihm diese wohl eher einen schwarzen Winkel und einen Aufenthalt in Dachau eingebracht, anstatt eine Uniform zu erhalten. Ebenso das martialische posieren mit Reichskriegsflagge und Sturmhauben. Mir ist noch keine historische Abbildung begegnet, wo zur Zeit des Nationalsozialismus ein SA- oder SS-Mann sein Gesicht verdeckt hätte - erst recht nicht bei Gruppenfotos. Im Nachkriegsdeutschland - beispielsweise bei NS-Kriegsverbrecherprozessen - kann man das schon eher sehen. Ebenso witzig finde ich immer deren Aufmärsche. Wo ist da die Ordnung, die Disziplin beim marschieren? Von der Art und Weise, die deutsche Sprache auszusprechen ganz zu schweigen.
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Hefte von Auschwitz 9 (u.a. Pery Broad - KZ-Auschwitz: Erinnerungen eines SS-Mannes der Politischen Abteilung, Das Nebenlager Golleschau, Das Nebenlager Rajsko, Das Nebenlager Lagischa)
Erinnerungen Auschwitzer Häftlinge
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Arbeitsmaiden am Werk
Wo Ihr seid, soll die Sonne scheinen! - Weiblicher Arbeitsdienst
Arbeitsmaiden - Tagebücher von Waltraut Bellingrath aus dem RAD-Lager in Stommeln und dem Kriegshilfsdienst in Engelskirchen 1944/45
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dass Hitler Sozialist war, da das Wort Sozialismus im Worte Nationalismus steckt.
Nur kurz zum Verständnis: Meinst du nicht eher "Nationalsozialismus"?
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Überaus sehenswert!
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Diese Vielfalt schätze ich im realen Leben und fände es genauso bereichernd, sie auch in Animes stärker wiederzufinden.
Ein interessanter Aspekt. Ich denke mal, die Kontoverse ergibt sich aus dem jeweiligen Blickwinkel auf Diversität, Vielfalt und dergleichen - also wie man diese für sich selbst wahrnimmt. Die einen finden darin durchaus eine Bereicherung, andere wiederum einen Missstand. Wenn ich durch meine Arbeit bedingt tagtäglich durch Frankfurts Innenstadt fahre, erlebe ich mehr als genug Diversität, das ich doch sehr froh darüber bin, das im Medium Anime nicht die gleichen Verhältnisse dargestellt werden. Ich denke auch, das Japans recht homogene Gesellschaft einen bedeutenden Anteil hierbei einnimmt - letztlich wurden und werden auch weiterhin die meisten Anime für den japanischen Markt produziert. Da liegt es auch auf der Hand, das zum Beispiel Anime, die in Japans Gegenwart angesiedelt sind, eben keine bzw. wenig Menschen mit dunklerer Haut darstellen - obgleich es auch genug Japaner mit dunklerem Hautteint gibt. Darüber hinaus sind die Menschen meist eher für das empfänglich, was sie kennen oder womit sie sich selbst identifizieren können. Wäre aber bestimmt interessant zu erfahren, wie die Japaner selbst zu diesem Thema stehen?
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Vermeintliche Holocaust-Dokumentationen auf Youtube, die KI-generierte Titelbilder verwenden, deren Darstellungen an Abstrusität nicht zu überbieten sind und das Geschehene in keinster Weise wahrheitsgetreu wiedergeben. Gibt genug historisches Fotomaterial, was man nutzen könnte.
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Ist es möglicherweise "Prinzessin Mononoke"? Die Szene mit dem Tier passt, das Alter auch ungefähr
Wohl eher unwahrscheinlich... Prinzessin Mononoke erschien 1997 in Japan und erst 2000 in Deutschland auf DVD. Der Sichtungszeitraum ist mit 30-35 Jahren angegeben, also zwischen 1991 bis 1996...
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Neuer Lesestoff...
"Das SS-Ahnenerbe und die "Straßburger Schädelsammlung" - Fritz Bauers letzter Fall"
Hefte von Auschwitz 13 - Sonderheft 1 "Inmitten des grauenvollen Verbrechens - Handschriften von Mitgliedern des Sonderkommandos"
"Auschwitz - Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde - Ein Personenlexikon"
"Vernichtung durch Arbeit - Rüstung im Bergwerk" (KL Kochendorf)
"Die letzten Zeugen" (KL Katzbach, Adlerwerke)
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