Etwas Offtopic, aber mir ist mal aufgefallen, das viele direkt an Kindersendungen oder an Hentais denken wenn man sagt das man Animes schaut
Lässt sich recht plausibel erklären...
Da in westlichen Ländern das Medium des Trick- und Animationsfilms vor allem zur Familien- und Kinderunterhaltung genutzt wurde bzw. immer noch genutzt wird (siehe u.a. Pixar), brannte sich dieses in die Köpfe vieler und das bis heute. Anime = Zeichentrick = Kinderkram. Man gibt dem Animationsfilm nur gewisse Spielräume... Themen wie Gewalt, sexuelle Inhalte oder andere Erwachsenen-Themen sind da mehr oder weniger Tabu. "Æon Flux" wäre anbei eine der wenigen Ausnahmen...
In Japan ist der Animationsfilm hingegen ein ganz normales Filmmedium, was für jede nur erdenkliche Zielgruppe offen steht. Daher gibt es auch viele Anime, die sich ausschließlich an Erwachsene richten. Als der große Anime-Boom in den USA wie eine Bombe einschlug, waren es vor allem Klassiker wie "Akira", "Urotsukidoji", "Fist of the North Star" und etwas später "Ghost in the Shell", welche auf breite Begeisterung und Anerkennung (aber auch kontroverse Kritiken) stießen und dem Westen mehr oder weniger die Augen öffneten, dass Zeichentrickfilme durchaus anspruchsvolle Kost für Erwachsene bieten können. Natürlich kam nun auch die Erotik-Branche frühzeitig auf Anime zu sprechen und viele der ersten Anime-VHS-Kassetten, die man in den Videotheken einst ausleihen konnte, waren Hentai. Auch wurden Mitte der 90er Jahre viele Anime mit erotischem Touch auf den deutschen Markt geworfen (u.a. Plastic Little, Devil Hunter Yohko...), welche auf viele Eltern wohl eher befremdlich wirkten... Hinzu kamen noch diverse schlecht recherchierte Artikel in Zeitungen und Zeitschriften und voilá... Japanischer Zeichentrickfilm = Zeichentrickporno...