Ach weißt du jedem das Seine. Wenn ein Tattoo richtig gestochen wurde das hoch professionell gibt es kaum bis keine Probleme. Du findest in jedem Bereich tattoowierte Menschen. Ärzte, Pfleger, Pfarrer, ITler usw. Denkst du die machen sich deswegen Gedanken? Wenn du ein Tattoo willst sollte man natürlich nicht zu jemanden gehen der dir für 50 Euro deinen kompletten Rücken tattowiert. Aber es als Verunstaltung des menschlichen Körpers zu sehen ist zu hart geschrieben. 1) Mache ich als Mensch mit meinem Körper was ich will, da hat kein anderer Mensch da reinzureden, 2) ist es auch Kunst und hat eine Bedeutung. Du siehst, tattowierte und nicht tattowierte haben ihre Meinungen und dies sollte man respektieren.
Ob es gesundheitliche Risiken/Nebenwirkungen gibt, hängt nicht unbedingt vom Tätowierer ab. Es geht nicht nur um die Infektionen, die man sich beim Stechen holen kann - da sollte man besseren Studios sicherlich vertrauen können. Sondern zum einen um die Wundheilung und zum anderen um die Auswirkungen der Farbe auf den Körper. Ohne seine Links angeschaut zu haben, habe ich auch schon gelesen, dass es wohl häufiger so ist, dass wenn die Leute Probleme bei der Wundheilung hatten, es zu chronischen Schmerzen/Anschwellungen oder Knoten unter der Haut kommen kann. Darauf hat der Tätowierer wenig Einfluss.
Und das Problem bei den Farben soll zum einen sein, dass viele der Pigmente sich durch die Lymphe und dem Blutstrom im Körper verteilen können, und aufgrund mancher enthaltener Substanzen deswegen Krebserregend sein können. Dabei sind wohl die schwachen Vorschriften für die Inhaltsstoffe der Farben das Problem, sodass in vielen Farben wohl Schwermetalle wie Quecksilber oder andere giftige Stoffe enthalten sind. Natürlich kann man auch da argumentieren, dass n gutes Studio bessere Farben benutzt, aber um sicher zu gehen, müsste man sich theorethisch erst darüber informieren - deswegen finde ich den Einwand, dass die Farben schädlich sein können, gar nicht so doof. Viele, die sich tätowieren lassen (wollen) wissen das sicherlich nicht, wobei man das wohl schon bei seiner Entscheidung berücksichtigen sollte.
Also waren seine ersten zwei Sätze doof ausgedrückt, aber dass er mit Quellen auf Risiken hinwirkt, ist doch gut.
Ach ja: Ich hatte mal n Lippenpiercing, habe es aber vor 3 Jahren oder so rausgenommen, weil es mir nicht mehr gefiel.
Bei Tattoos bin ich hin- und hergerissen. Einerseits finde ich manche Tattoos ziemlich cool und finde auch, dass sie bei den Leuten gut aussehen. Andererseits frage ich mich, ob ich Tattoos nicht in ein paar Jahren nicht mehr mag. Aber da ich eh die nächsten paar Jahre keine Kohle für sowas haben werde, wird mir meine Entscheidung vorerst sowieso abgenommen.