Beiträge von Incubus

    Auch (das ist wiederum meine persönliche Befürchtung) könnte das tragen solcher Kostüme auf Personen die sich noch nicht/oder nur sehr oberflächlich mit dem Thema LGBTQ auseinander gesetzt haben eher abschreckend wirken anstatt Intresse zu erwecken.

    LGBTQ hat ja erstmal gar nichts mit Fetischen zu tun. Wer sich aufgrund von Fetisch-Outfits auf dem CSD von queeren Menschen abgescheckt fühlt, dem ist ohenhin nicht mehr zu helfen.

    Vor allem aber gehört das Thema sexuelle Freizügigkeit / Freiheit ja zum Kernthema sexuelle Selbstbestimmung und Toleranz dazu. So wie ich das begreife, geht es ja beim CSD nicht primär darum, Homophobe umzustimmen oder "weniger abzuschrecken". Immerhin ist der CSD ein Kampftag und weniger eine große Bitte an die bürgerliche Bigotterie.

    Einfach die Schnauze halten wäre angemessener, ehrlich gesagt. Auf der einen Seite Queerfeindlichkeit leben, aber dann in so einem Moment Verbundenheit heucheln ist ekelhaft.

    Das betrifft ja nur einige der Politiker*innen, die sich geäußert haben.

    Wie Ruza bereits erwähnt hat sind ausgelebte Fetische (z.B. Lack & Leder) etwas worüber man diskutieren kann und gegebenenfalls auch sollte, da es fragwürdig ist inwiefern solche Kostüme das eigentliche Anliegen hinter dem CSD unterstützen.

    Anders gefragt: Inwiefern stört das denn das eigentliche Anliegen des CSD?

    Es war mal wieder ein vorbestrafter Gewalttäter aus bekannten kreisen, die nicht gerade für Weltoffenheit bekannt sind, geschweige den gleiche Rechte für alle.

    Soviel dazu.

    Was auch sonst? Ein Täter, der aus Kreisen kommt, die für Weltoffenheit bekannt sind, wäre auch ziemlich merkwürdig.

    Die Kommerzialisierung ist halt wie bei allem, sobald sich Geld rausquetschen lässt, wird es Leute geben die sich ihren Profit sichern wollen, seien es nur Leute die für 1 Euro Lgbtq Flaggen verkaufen.

    Ob das jetzt der richtige Moment ist, den CSD und dazugehörigen Strukturen in dieser Weise zu kritisieren? Ich weiß ja nicht. Worauf willst du mit dieser Aussage denn überhaupt hinaus?

    Schlussendlich bin ich es leidd die andauernden Standart Floskeln "unserer" Politiker zu hören, wie leid es ihnen doch tut, und das eine schnelle Aufklärung, bla bla bla.

    Was sollen sie denen deiner Meinung nach sonst in diesem Moment sagen?

    Ich bin selber mal in die Untiefen dieses Unterforums eingetaucht und mir ist dabei aber etwas anderes als kontroverse Meinung aufgefallen:

    Dieses Forum hatte (?) ein echtes Problem mit rechtsextremen und teils verfassungsfeindlichen Positionen, die noch immer problemlos auffindbar sind. Das ist schon schockierend, aus heutiger Sicht und in der heutigen Lage, die ja eine besondere ist.

    Eine Meinung, die ich im Forum geäußert habe (2019) und die ich heute nicht mehr so äußern würde: "Das Grundgesetz kann und muss in der Not mit der Waffe verteidigt werden." - - ich bin heute deutlich pazifistischer und sehe das nicht mehr so.

    Okey, wenn ich das nächste mal ein Zitat finde das mein Standpunkt belegt werde ich es präsentieren. Bis dahin lassen wir das vorerst auf sich beruhen da wir uns (wie letztes) wieder im Kreis drehen. Es sei denn Du bist hier anderer Meinung.

    Alles gut. Ich halte es nur für wichtig, hier genau zu sein. Das ist ja eine starke Unterstellung gewesen, die eben nicht richtig war. Das Thema ist hoch sensibel, von daher hier lieber weniger drastisch und mehr faktisch werden.

    Zum zweiten Punkt: "Keine Sonne auf der Sonnenalle" - gemeint ist ein bekanntes Berliner Neuköln Viertel, mit einer großen muslimisch arabischen Community. Dieses Viertel wird gerne als "arabische Straße" bezeichnet. Da die Sonnenalle in den Medien (wie Spiegel) immer mal wieder mit Clan Kriminalität in Verbindung gebracht wird ohne auf Statistiken einzugehen und in solchen Dokumentationen eher selten auf die kulturelle Vielfalt eingegangen wird, bedient diese Textzeile solch ein Klischee da es ja "immer zu düster auf der arabischen Straße zugeht."

    Auch haben nicht wenige Berliner Taxifahrer einen Migrationshintergrund (laut K.I. etwas mehr als 40%) was die Textzeile "Mein Taxifahrer redet wie ein Nazi ..." aus meiner Sicht problematisch macht.

    Ja. Aber

    Aber Palästinenser deswegen per se einfach allgemein als Nazis zu bezeichnen

    ist nicht korrekt. Deine Zitate und Deutungen geben das nicht her. Und:

    Wieso Strohmann? Im von mir geposteten Song (Oktober in Europa) wird dieser Vergleich gestellt.

    Nein. Eben nicht. Und deine überspitzte Darstellung (der angeblich hergestellte Vergleich) ist ein Strohmann, da du sie für deine Argumente nutzt.

    Nochmals zu deiner Frage: tatsächlich wird in sozialen Medien Kritik an Israels Politik gerne schnell als Antisemitismus eingestuft und man selbst wird dafür als "Pro Hamas" bezeichnet und das obwohl ich beides verurteilte.

    Dann lebst du wohl in einer Parallelwelt. Oder ich. Alles, was ich sehe, sind Pro-Palästina-Aussagen, im Grunde überall und immer.

    Wieso Strohmann? Im von mir geposteten Song (Oktober in Europa) wird dieser Vergleich gestellt.

    Wo genau wird das gemacht? Ich kenne den Song und stehe gerade auf dem Schlauch.


    P.S.:

    Es ist nicht automatisch Antisemitismus sich kritisch gegenüber Israel zu äußern. Die Wortwahl macht es. Und es ist nicht vertretbar alle Palästinenser für die Verbrechen des 7. Oktober verantwortlich zu machen (das habe ich wahrscheinlich undeutlich formuliert.)

    Das ist nicht kontrovers.

    Während viele von ihnen gegen Antisemitismus sind, so ist (wahrscheinlich die Minderheit) wiederum gegen Israel und sieht in diesem Staat nichts anderes als eine imperialistische Besatzungsmacht.

    Es ist nicht die Minderheit, sondern leider die Mehrheit, die "gegen Israel" ist.

    Aber Palästinenser deswegen per se einfach allgemein als Nazis zu bezeichnen würde der Sache nicht gerecht werden und das Synonym verharmlosen.

    Wer macht sowas denn? Das ist ein ziemlicher Strohmann deinerseits.

    Aber:

    Wo oder was ist jetzt deine kontroverse Meinung?

    aut Internet scheint diese Theorie stellvertretend für gewisse diktatorische Systeme zu stehen.

    ???
    Ich bin nicht sicher, ob du den von dir verbreiteten Link der KAS überhaupt verstanden hast.

    Da steht im Grunde, dass "Faschismus" als Begriff nur für den historischen italienischen Faschismus genutzt werden sollte, da die Anwendung auf das NS-Regime bestimmte Merkmale unbeleuchten lassen würde. Na gut. Aber dann werden plötzlich NS-Regime (im Text "Faschismus") und Bolschewismus hinsichtlich ihrer politischen Ausprägungen miteinander verglichen. Hier entpuppt sich das ganze als totalitarismustheoretischer Ansatz, und das passt ja auch ganz gut zu deiner Position, dass linke Antifas und rechtsextreme Neonazis beide faschistisch seien, sofern sie nur Gewalt als politische Waffe einsetzen, was, wie bereits ausgeführt, eine wirklich merkwürdige und kaum haltbare Position ist.

    Ich hab zwar keine Ahnung, worauf du mit dem KAS-Text hinaus wolltest, aber ich finde den nicht sehr überzeugend und typisch CDU.

    Hast Du eine Quelle zu der Aussage das die Konrad Adenauer Stiftung sich für Totalitarismus einsetzt? Habe das Institut bisher für weder rechts noch links orientiert empfunden. Darum die Frage.

    Totalitarismustheorie ist etwas anderes als sich für Totalitarismus einzusetzen. Ich dachte, du würdest das, was der von dir zitierte Link aussagt, auch vertreten? Verwirrung pur.

    Wer Gewalt als politische Waffe einsetzt widerspricht dem Verständnis von Demokratie. Von daher spielt es keine Rolle ob die eigene Ideologie dem Kommunismus, Nationalsozialismus/Nationalismus oder sonstiges zuzuordnen ist. Sollte eigentlich selbsterklärend sein.

    Mein Demokratieverständnis kennt auch keine legitime physische Gewalt gegen politische Gegner*innen, aber weder ist es egal, ob jemand Kommunist oder Nationalisozialistin ist, noch ist irgendetwas davon selbsterklärend. Es ging ja darum, ob jeder, der physische Gewalt gegen politische Gegner*innen anwendet, Faschist sei, was nicht der Fall ist. Ich denke aber auch nicht, dass man dadurch sofort zum Antidemokraten wird. Die Welt ist doch etwas komplexer.

    Soweit ich es verstehe, zeichnet sich Faschismus vor allem durch autoritäre Strukturen, Nationalismus, Unterdrückung von Bevölkerungsgruppen (z.B. Antisemitismus) sowie die Ablehnung der liberalen Demokratie aus. Gewalt wird von Faschisten zwar häufig als legitimes Mittel eingesetzt und ist strukturell wohl auch mit der Ideologie verknüpft, aber nicht alle Faschisten sind zwangsläufig auch gewaltbereit. Ich bin kein Politikwissenschaftler, aber von dem, was ich darüber gelesen habe, wäre Faschismus selbst ohne Gewalt immer noch Faschismus. (Lasse mich hier aber gerne korrigieren)

    Und vor allem: Menschen, die Gewalt als legitimes politisches Mittel betrachten, müssen wiederum selbsterklärend nicht zwingend nationalistisch oder rassistisch sein, oder einen starken Führer wollen.

    Nein, ich habe behauptet das jene die zu Gewalt greifen um politische Gegner zu verfolgen etc. Faschisten sind. Genau so wie es oben steht. Würdest Du sagen das man sich als Antifaschist bezeichnen kann und zugleich Jagd auf Neonazis machen kann?

    Etwas weniger suggestiv umformuliert: Ja, Gewalt gegenüber politischen Gegner*innen auszuüben allein macht noch keine Faschist*innen. Das wäre eine absolut untaugliche Definition, die das Konzept 'Faschismus' völlig entgrenzt.

    Ich wüsste nicht behauptet zu haben das jeder der zur Gewalt greift automatisch Faschist ist.

    Wer meint er müsse politische Gegner mit Gewalt bekämpfen ist der Definition nach Faschist, das gilt auch für gewaltbereite Antifaschisten.

    Naja. Du hast das schon behauptet. Aber offenbar hast du es nicht so gemeint. Zu den von dir geposteten Merkmalen des Faschismus, die die KI zusammengestellt hat, gehören aber ohnehin diverse weitere, die sehr viele linkspolitische Gruppen nicht aufweisen, von daher.

    Humor ist mega subjektiv, ich mag schwarzen Humor, dreckigen Humor, bin maximal Schadenfreudig und empfinde das für mich als genau richtig, aus dem simplen Grund das ich erstens Ebenso entspannt bin wenn jemand über mich lacht und zweitens, nicht andauernd fremde Probleme zu meinen mache, oder uberl alles heule oder depris schiebe weil in China ein Sack Reis umgefallen ist.

    Jeder geht mit dem Thema Humor änderst um und das ist auch gut so, ich habe auch meine Grenzen.

    Das ist zwar keine Begründung, sondern eher erneut eine Schlussfolgerung, die am Ende einer Begründungskette steht, aber nun gut. Offen bleiben halt meine Fragen. Belassen wir es dabei, war ja auch nur aus Interesse gefragt.