Beiträge von Incubus

    Soweit ich es verstehe, zeichnet sich Faschismus vor allem durch autoritäre Strukturen, Nationalismus, Unterdrückung von Bevölkerungsgruppen (z.B. Antisemitismus) sowie die Ablehnung der liberalen Demokratie aus. Gewalt wird von Faschisten zwar häufig als legitimes Mittel eingesetzt und ist strukturell wohl auch mit der Ideologie verknüpft, aber nicht alle Faschisten sind zwangsläufig auch gewaltbereit. Ich bin kein Politikwissenschaftler, aber von dem, was ich darüber gelesen habe, wäre Faschismus selbst ohne Gewalt immer noch Faschismus. (Lasse mich hier aber gerne korrigieren)

    Und vor allem: Menschen, die Gewalt als legitimes politisches Mittel betrachten, müssen wiederum selbsterklärend nicht zwingend nationalistisch oder rassistisch sein, oder einen starken Führer wollen.

    Nein, ich habe behauptet das jene die zu Gewalt greifen um politische Gegner zu verfolgen etc. Faschisten sind. Genau so wie es oben steht. Würdest Du sagen das man sich als Antifaschist bezeichnen kann und zugleich Jagd auf Neonazis machen kann?

    Etwas weniger suggestiv umformuliert: Ja, Gewalt gegenüber politischen Gegner*innen auszuüben allein macht noch keine Faschist*innen. Das wäre eine absolut untaugliche Definition, die das Konzept 'Faschismus' völlig entgrenzt.

    Ich wüsste nicht behauptet zu haben das jeder der zur Gewalt greift automatisch Faschist ist.

    Wer meint er müsse politische Gegner mit Gewalt bekämpfen ist der Definition nach Faschist, das gilt auch für gewaltbereite Antifaschisten.

    Naja. Du hast das schon behauptet. Aber offenbar hast du es nicht so gemeint. Zu den von dir geposteten Merkmalen des Faschismus, die die KI zusammengestellt hat, gehören aber ohnehin diverse weitere, die sehr viele linkspolitische Gruppen nicht aufweisen, von daher.

    Humor ist mega subjektiv, ich mag schwarzen Humor, dreckigen Humor, bin maximal Schadenfreudig und empfinde das für mich als genau richtig, aus dem simplen Grund das ich erstens Ebenso entspannt bin wenn jemand über mich lacht und zweitens, nicht andauernd fremde Probleme zu meinen mache, oder uberl alles heule oder depris schiebe weil in China ein Sack Reis umgefallen ist.

    Jeder geht mit dem Thema Humor änderst um und das ist auch gut so, ich habe auch meine Grenzen.

    Das ist zwar keine Begründung, sondern eher erneut eine Schlussfolgerung, die am Ende einer Begründungskette steht, aber nun gut. Offen bleiben halt meine Fragen. Belassen wir es dabei, war ja auch nur aus Interesse gefragt.

    Weil Humor meines Erachtens mit das geilste ist was es gibt.

    Achso, ja klar, geschenkt. Aber die Frage zielte darauf ab, wie du es begründest, dass man über alles und jeden Witze machen darf, wenn sowas halt Ungerechtigkeit, Trauer, Verbitterung oder Wut auslösen kann. Das sind ja negative Gefühle, mal abseits davon, dass die Frage offen bleibt, was genau daran witzig sein kann, wenn man sich beispielsweise über Opfer von Gewalt lustig macht. Ich interessiere mich für deine Perspektive dazu.

    Daher blieb es bisher bei einem sehr unangenehmen schweigen oder seltsamen Nicken meinerseits. xD Ich verstehe es einfach nicht, was in dem Moment die richtige Reaktion wäre.

    Du sagst einfach "Jo, ebenfalls" oder "Dir auch!". Dahinter steckt, dass die Leute nur nicht einfach den Raum betreten wollen, in dem du dich bereits befindest, ohne irgendwie anzuerkennen, dass du da bist - das wäre nämlich für wiederum für sie merkwürdig. Andersherum gilt das auch für dich: Wenn sie dort bereits sitzen, und du kommst neu dazu, erwarten sie vielleicht ebenfalls eine kurze Geste. In den meisten Fällen bist du damit aus dem Schneider und keiner will mehr was von dir. Das ist halt einfach ein Sozialprotokoll, ähnlich wie ein Programm, nur für die echte Welt. Der Sinn: einer vor Ewigkeiten ausgehandelten Konvention folgen.

    Ich würde noch etwas weiter gehen und behaupten das Patriotismus/Nationalismus (nicht gleichzusetzen mit Nationalsozialismus) per se überflüssig ist, da alle Menschen weltweit zu 99,9% die gleichen Gene haben. Eigentlich sollte diese einfach Wahrheit alleine schon Kriege und Rassismus überflüssig machen.

    Patriotismus und Nationalismus haben ja zunächst nichts mit irgendwelchen Genen zu tun. Staaten sind soziale Konstrukte. Ich bin mir auch nicht sicher, inwiefern das weiter geht als meine Aussage. Trotzdem sind ein glühender Patriotismus oder Nationalismus keine wünschenswerten Phänomene, das sehe ich auch so.

    Soziale Geschlechter stehen einer guten Gesellschaft im Weg und müssen als Kategorien überwunden werden. Ihre positiven Seiten können nicht ohne die negativen Seiten gedacht werden: Wer das Gute kauft, kauft auch das Schlechte. Eine Gesellschaft ohne soziale Geschlechter ist interessanter, freier, offener.

    Musik als Kunstform soll ruhig provozieren, wie jede andere Kunstform auch.

    Wenn das Kunst ist, worüber wir hier reden, dann gute Nacht, liebe Welt. Ich weiß, dass rechtlich die Kunstfreiheit greift, aber der juristische Begriff von Kunst ist sicherlich nicht der eine Kunstbegriff, der außerhalb der Rechtswelt anerkannt ist. Kurz: Das ist keine Kunst, worüber wir hier reden. Wir behandeln es nur juristisch wie Kunst.

    Welcher Fraktion soll Ich mich anschließen?

    Berserker: Technik verachtende und konservative Gruppierung.

    Kleriker: Technik offene und religiöse Gruppierung.

    Outlaws: Gesetzeslose eben. Bei ihnen zählt nur das Recht des Stärkeren und Sie machen mit jedem Geschäfte, sofern es sich lohnt.

    Das klingt alles wenig.. einladend. Aber ich denke, "Kleriker" ist das kleinste Übel, was?