Da schliess ich mich doch glatt an! ^_^V
Alles Gute zum Geburtstag - und mögest du so alt werden, wie ich aussehe!
Da schliess ich mich doch glatt an! ^_^V
Alles Gute zum Geburtstag - und mögest du so alt werden, wie ich aussehe!
Kurz und knapp, aber durchaus was Wahres dran... :D
sofern man die Umstände versteht, was ich doch mal stark annehmen möchte 
Ich hab geduldig gewartet, auf den Ruf des Waldes... Ohne zu vergessen. Und ich will weiter geduldig warten.
Auf dich, Katsu... 
Harry
Ich beobachte schweigend, wie Scarlet sich dazu bereit erklärte auf Naitomeā Vorschlag einzugehen und wusste nicht recht ob ich ihr Vertrauen in Naitomeā als bemerkenswert oder naiv betrachten sollte.
Zumal ich persönlich die Erfahrung gemacht hatte bei Tauschgeschäften immer auf der Hut zu sein, und ganz besonders dann, wenn auch noch windige Halbdämonen die Finger im Spiel hatten!
Scarlet allerdings hegte diese Zweifel nicht - oder aber hielt weitaus grössere Stücke auf Naitomeās Gesinnung als ich selbst.
So ganz sicher schien er sich seiner Sache schliesslich nicht, überlegte ich, während ich aufmerksam seinen Worten folgte.
"...nicht weis wie viel es ist, wie schwer oder wie leicht sich sie sich entziehen lässt kann es durchaus passieren... könnte sich etwas von meiner Wind und Feuermagie auf sie übertragen...würden vielleicht etwas stärker werden, andere schneller..."
Zumindest der Konjunktiv war stark, in ihm.
Scarlet wirkte nachdenklich und wechselte einige Blicke mit Joker, erklärte sich aber dazu bereit es versuchen zu wollen, nachdem dieser unterstützend seine Hand auf ihre Schulter gelegt hatte.
Nun wurde es interessant. Offenbar schien Naitomeās Sense über das Blut aus Scarlets kleiner Schnittwunde einen Zugang zu ihren Kräften hergestellt zu haben und entzog sie ihr wie ein trockener Schwamm. Nach und nach schienen Eis und Kälte aus ihrem Körper zu entweichen und ihre Gesichtsfarbe wurde etwas rosiger. Zumindest zunächst, denn als das schillernde Rote glühen von Naitomeās Sense zu weiss wechselte, und dann zu einem kühlem Blau wirkte auch Scarlet mit einem Mal blasser.
Naitomeā erkannte es ebenfalls und beendete die schneidige Behandlung. Ich war doch ziemlich beeindruckt und auch voller Fragen; Hat die Sense Scarlets Magie und Kraft dauerhaft entzogen? Was passierte mit diesen Kräften? Blieben sie in der Sense gespeichert? Funktionierte das auch umgekehrt? Aus welchem Metall, wenn nicht aus Deridium war die Klinge wohl geschmiedet um diese Eigenschaften zu haben - und vor allen Dingen, was würde das Ding auf dem Schwarzmarkt wert sein?
Fragen, die mich derart beschäftigten, dass ich nicht einmal bemerkte, dass ich sie laut ausgesprochen hatte...
Harry
"Ja...Gibt einen ziemlich blöden Vorfall in meiner Familie der dafür gesorgt hat das man mich über einige Jahre für einen Dämon gehalten hat." antwortete Scarlet mir.
"Du meinst, du bist gar keiner?" fragte ich interessiert, während ich nebenbei sorgfältig prüfte, wie das Messer eigentlich so in der Hand lag...
"Ich muss dir gestehen, angesichts dessen was du so drauf hast kann man schnell einen falschen Schluss ziehen." Ich hatte dabei lächelnd Scarlets Blick gesucht und deutete mit einem Kopfnicken auf das Nadelkissen von Schreier am Waldrand, um zu vermeiden, dass die Bemerkung als Beleidigung aufgefasst wurde - ich hatte zum Zweck der eigenen Selbsterhaltung schliesslich keine Lust darauf Löwen zu kitzeln; Sprich, Scarlet übermässig zu reizen.
Scarlet aber wies mich lediglich darauf hin, dass dieses Messer alles sei, was sie mir als Ersatzwaffe anbieten könne und entschuldigte sich gleichzeitig dafür. Ich war mir allerdings nicht sehr sicher ob diese Entschuldigung annähernd ernst gemeint war - oder aber eine Bemerkung darstellte, die ihre Verärgerung über meine Undankbarkeit zum Ausdruck bringen sollte. Ich tippte auf das zweite.
Na und?! Mir - Harry Rowland! - gab man schliesslich keine Almosen die man auch noch mit Auflagen servierte!
...
Behalten würde ich das Ding dennoch...
Ich verstaute es vorsichtig indem ich es zwischen zwei Riemen am Schaft meines Stiefels schob und befürchtete einen Moment lang, die Klinge würde irgendwo an das Leder stossen, da meine Fusssohle plötzlich seltsam erkaltete.
Mein Blick fiel dann allerdings auf den Untergrund, der plötzlich eine sonderbare Blässe und ein Glitzern aufwies. Ich tat einen erschrocken Satz zur Seite und trat dabei auf ein Büschel Gras, welches klirrend unter meinem Schritt zerbarst.
Der Boden war offenbar stocksteifgefrohren - und ein Augenblick verging, ehe ich die Ursache dieses Phänomens erkannte. Es war Scarlet.
Sie war zu Boden gesunken, und in einer kreisförmigen Fläche um ihr war der Boden irgendwie schockgefrostet worden.
Sie war gerade dabei sich wieder aufzurichten, wobei sie seltsam benommen wirkte als Naitomeā, der aus seiner erhöhten Position herabgerutscht kam, mit einer flapsigen Bemerkung auf sich aufmerksam machte.
Ich schwieg jedoch und schenkte ihm lediglich einen stechenden, halb zugekniffenen Blick - schliesslich hatte es ihm bei mir keine Sympathiepunkte eingebracht, mir die Sense unters Kinn gehalten zu haben.
Dann wandte er sich allerdings an Scarlet und bat sie zu sich heran. Diese folgte seiner Bitte, wenn auch mit wenig Begeisterung. Vielleicht lag es daran, dass sie plötzlich sonderbar erschöpft wirkte, oder als hätte sie heftige Kopfschmerzen.
Naitomeā schien sie beobachtet zu haben, und er machte den Anschein, als würde er die Ursache für Scarlets Zustand kennen. Er redete davon Energie abzuzapfen oder so. Ich verstand nur Bahnhof.
Dennoch machte ich einen Schritt auf die Beiden zu und beschloss der Unterhaltung aufmerksam zu folgen und die Ohren zu spitzen, denn ich hatte mittlerweile begriffen dass ich viel zu wenig verstand, von Dämonen, Halbdämonen und dem ganzen Zauberkram.
Ich wusste viel zu wenig über dessen Stärken, dessen Eigenschaften - und vor allen Dingen: dessen Schwächen...
Harry
"Hey..." begann ich protestierend, als Scarlet mir vorwarf dass ich ihr etwas vorgespielt hätte um die Handschellen loszuwerden.
"...zum einen sind hinter dem Rücken gefesselte Hände nicht gerade hilfreich, wenn man angegriffen wird - und zum andern auf Dauer auch alles andere als angenehm, dass kannst du mir glauben!"
Scarlet richtete sich auf, befreite ihre Kleidung von einigen Büscheln angefrorenen Grases und streckte sich, wobei mir auffiel dass bei der Bewegung eine hauchdünne Schicht aus Rauhreif von ihrem ganzen Körper abfiel. Wie von einem durchgefrorenen, blattlosen Baum, an welchem eine Windböe rüttelte.
Sie erklärte mir daraufhin die Umstände ihres Hierseins, und überreichte mir ein Messer aus purem Eis - allerdings nicht dabei ohne auf gewisse Einschränkungen dieses Dings hinzuweisen.
Meine Stimmung allerdings hatte sich innerhalb der letzten Minute schlagartig verdunkelt, was ich einem Gefühl aus völligem Unverständnis und zutiefst gekränktem Stolz verdankte.
Denn grundsätzlich war es so, dass man Harry Rowland nichts schenke! Was er wollte, das NAHM er sich!
Und dann war das Ding nicht etwa ein mächtiger Raketenwerfer, es war ein etwa 25 Zentimeter langes Messer und trotzdem hielt das Mädel es für nötig es mit Auflagen zu versehen die ihr Misstrauen mir Gegenüber deutlich zum Ausdruck brachten.
Ein Mädel, das es sich in seiner Arroganz leisten konnte sich aus einer Mischung aus bloser Langeweile und Abenteuerlust mit dem Militär abzugeben!
"Danke für die Warnung..." erwiderte ich, wobei ich eine Augenbraue hochzog und mir keine Mühe darum machte, den Zynismus in diesem Satz grossartig zu verbergen. Ich befühlte die Klinge und bemerkte, dass das sich das Heft des Messers erstaunlicherweise keineswegs kalt anfühlte; Als ich jedoch mit dem Daumen prüfend die Klinge entlang streichen wollte lies ein eigentümlicher Schmerz mich augenblicklich zurück zucken.
Erstaunt warf ich einen Blick auf meine Fingerkuppe und bemerkte, dass die oberste Hautschicht völlig durchgefroren war.
Noch in Gedanken darüber wand ich mich Scarlet zu. "Familiengeschichten also..." begann ich, da ich den Punkt mit der Langeweile als zu aufwühlend empfand um ein Gespräch darüber anzufangen welches nicht dazu führte mir einen mächtigen Feind zu schaffen. Und zu erwähnen was ich vom Militär hielt schien mir inmitten einer Militärbasis ebenfalls einigermassen unklug.
"Darf ich raten? Es geht um eure Eltern, hm?" fuhr ich fort und lies in der Frage die Erkenntnis mitschwingen dass hier meiner Einschätzung nach Dämonenblut im Spiel war.
Harry
"Also gab es doch einen Grund für die Handschellen." erwiderte Scarlet breit grinsend und ich fühlte mich so ertappt bei der Bemerkung dass ich fühlte, wie meine Ohren heiss wurden. Ich überlegte hastig, ob ich ihr die selbe Geschichte auftischen sollte die ich schon Naitomea andrehen hatte wollen, entschied mich aber dagegen.
Die Story zog einfach nicht; Nie und nimmer würde man sich für einen Undercoveragenten entscheiden, der offensichtlich nicht mal ein Ei in ein Omelett verwandeln konnte.
"Äh... das das war blos ein kleines Missverständnis..." stammelte ich und untermalte die Bemerkung mit übertriebender Heiterkeit und einer abwinkenden Geste während ich beobachten konnte, wie sich Scarlet seelenruhig in das trockene Gras niederlies und mit ihren Handflächen den Untergrund zu befühlen schien.
Ich stutzte. Wollte sie sich etwa ausruhen?! Es lag mir auf der Zunge, sie danach zu fragen, ob ihr klar war dass sie grade nicht an einem Strand oder im Park befand, allerdings erschloss sich mir der wahre Sinn ihres Handelns nur einen Augenblick später.
Mit weit geöffneten Augen betrachtete ich das Schauspiel am Waldrand und war mir ziemlich sicher, dass der Schreier schon tot sein musste, ehe er auch nur eine Ahnung von dem haben konnte was ihn erwischt hatte. Wär das Ding nicht so versessen darauf gewesen irgendwem - oder schlimmer noch, mir! - die Haut vom Fleisch zu schälen, man hätte glatt Mitleid mit ihm kriegen können.
"Nur ein klein wenig Schaustellermagie."
Ich wand den Kopf vorsichtig zu Scarlet um und brauchte noch einen Moment ehe sich die Anspannung löste womit es den Augenlidern erlaubt war, sich in ihre natürliche Position absenken zu dürfen.
Ein klein wenig Schaustellermagie?! Der war gut.
"Ich bin beeindruckt..." begann ich und versuchte dabei den Satz möglichst rational klingen zu lassen um mir vor ihr nicht völlig die Blösse meiner eigenen Unzulänglichkeiten geben zu müssen.
"...solltest du mal nen Anfängerkurs geben würde ich mich glatt einschreiben. Aber ich habe das Gefühl, dafür bist du nicht hier, oder?" Ich überlegte einen Moment lang, und musterte Scarlet und deren Begleitung flüchtig.
"Ich nehme an, ihr gehört zum Militär...?"
Ich denke, es ist wohl nicht möglich die reine Story zu hundert Prozent objektiv zu bewerten, bei Fragen des Humors oder der eigenen Vorlieben zum Beispiel kann man schlecht von völliger Objektivität sprechen. Und es kommt auch darauf an, welchen Anspruch die Story an den Leser oder Zuschauer hat und umgekehrt. Warten auf Godot, zum Beispiel. Auch wenn man nur die reine Story betrachtet bleibt es für die einen ein Meisterwerk - und für andere ein Grund, den Saal nach der Hälfte entnervt und gelangweilt zu verlassen. :D
Aber ich glaub schon, dass es an einer Story auch so ein paar handwerkliche Sachen gibt, die man halbwegs objektiv ins Auge fassen kann. Wenn die Logik in der Geschichte so voller Löcher ist wie ein schweizer Käse ist das nicht wirklich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Oder die Charaktere platt und farblos, oder wenn alle fünf Minuten der Gott aus der Maschine nachhelfen muss um die Story aus einer Sackgasse zu holen xD
Harry
Es war mir etwas peinlich, als Scarlet mich darauf hinwies dass sie meinen Namen schon kennen würde. Sie war wohl in meiner Nähe als ich mich Bestia vorstellte, doch hatte ich sie schlichtweg nicht bemerkt! Jedoch schien sie mir diese Unachtsamkeit nicht in beängstigender Weise übel zu nehmen, da ihr der Hinweis doch mit einem Lächeln von den Lippen ging während sie sich nach weiteren Dämonen umsah.
Denn ihren Zorn auf mich zu ziehen, das wollte ich angesichts der Tatsache, welches Schicksal dem Schreier unweit von mir gerade widerfuhr dann doch lieber vermeiden...
"Welche Waffe bevorzugst du nun eigentlich? Diese Frage ging leider vorhin etwas unter."
"Huh..?" stammelte ich zunächst nur, da mich die Frage doch überraschte und ich keine rechte Antwort parat hatte. Bis auf ein Springmesser waren Klingen und dergleichen eigentlich bisher keine Option für mich gewesen. Sie waren einfach zu schwer, zu auffällig und zu unhandlich für meine Zwecke - bei einem Fluchtsprint durch die Hinterhöfe und Gässchen der Stadt zählte schliesslich jedes Kilo! Und mit meiner 9 Millimeter hatte ich zwar ein paar Mal auf Bierdosen gefeuert und den Lauf auch mal jemandem vor die Nase gehalten um meine Haut zu retten, aber ansonsten...
Ich versuchte abzulenken und deutete auf die vom Dämon übrig gebliebenen Crushed Ice - Würfel.
"Also, Magie von diesem Kaliber auf alle Fälle nicht..!" antwortete ich dann, und bemühte mich angestrengt um ein unverkrampftes Lächeln.
Macht nichts, ist eh schon veraltet; Ich hab mir schon gedacht dass du was ausbrütest, mit dem was da so mysteriös schmatzt und knackt, da wollte ich dir diesmal nicht in die Quere kommen xD
Am Hintern kratzen; Ich muss auch so schon genug Unannehmlichkeiten im Leben erdulden :D"
Milka oder Ritter Sport?
Emm... *Auf die Uhr guckt* gute Fahrt in dem Fall :D Und ich schätze das kriegen wir schon hin, ausserdem, grossartig was passieren wird eh nicht, eher wohl nur etwas Geplänkel, da wir ja auch ohnehin noch nicht alle so wirklich bei der Basis angekommen sind xD
Edit: Und falls jemandem langweilig sein sollte während man auf neue Befehle wartet; In Doubt würden auch immer Leute gebraucht... ;___;
Da mich das neueste Kapitel deiner Digimon Fic nicht lange aufgehalten hat und ich doch Lust hatte noch etwas mehr von Dir zu lesen hab ich mir auch noch rasch diese Geschichte einverleibt - zumal der Anfang, mit der Beschreibung der Umgebung, dem Wind, der Sonne, dem Meer und der MS Azuria so verdammt einladend war, dass ich selbst Lust hätte Urlaub zu machen... xD
Und zwar gilt auch hier, das ich mit Pokemon nicht mehr ganz auf der Höhe bin, aber es hat mir doch Spass gemacht der Geschichte zu folgen. Ich find die Erzählweise kurzweilig und trotzdem fällt es leicht sich im Kopfkino der stickigen, heissen Luft und dem schweren Grummeln von ölfeuchtenSchiffsmotoren hinzugeben - oder in das bunte Treiben am Hafen von Waterside Town einzutauchen.
Ich fand auch die Geschehnisse auf der Brücke des Schiffs ganz amüsant, und den mysteriösen, aber aufgeknöpften und redseeligen Owein ziemlich Pokemon-like :D
Allerdings fühlt man doch - oder zumindest ich - etwas ernsteres, düsteres an der Geschichte mitschwingen, was mir auch gut gefällt und mich neugierig gemacht hätte. Von daher, wenn du die Fic eines Tages fortsetzen möchtest, ich würde dich nicht davon abhalten wollen.
Auch wenn ich diesmal *strike!* einen Fehler gefunden hab.
In Waterside Town, kurz nach Rafes Telefonat mit Aryl wird er von Hinoko gefragt, ob Rai noch nicht da wäre.
Wie kann das sein, dass Hinoko seinen Namen kennt, obwohl sie sich einander an keiner Stelle vorgestellt haben, hm?!? 
...
Nun gut. Da die Gruppe ja doch einige Zeit gemeinsam unterwegs war könnte das mal beiläufig bei einer Gelegenheit geschehen sein, die nicht in die Geschichte einfloss - aber trotzdem... wo ich mich schon so bemühte darauf zu achten (was nicht einfach war, durch die lockeren und ungezwungenen Unterhaltungen im Laufe ihrer Begegnungen) wollte ichs auch erwähnen! 
xD
Harry
Um ein Haar wäre ich auf ihn drauf getreten, den jungen Mann in Uniform der MP, der reglos und blutüberströmt am Boden lag. Nicht, dass ich ihn nicht bemerkt hatte - ich war nur der Annahme, er hätte es schon hinter sich...
Also zog ich den Fuss erschrocken zurück, als er unvermittelt tief Luft holte und sich ächzend auf alle Viere aufrichtete. Denn seine Haare waren zwar von Blut und Schweiss verklebt, und seine Kleidung von scharrenden Kratzern übersäht, aber ansonsten schien noch alles an ihm dran zu sein, wie ich durch einen etwas genaueren Blick feststellte. Entweder war die Anstrenung zu viel für ihn gewesen, oder aber er hatte ordentlich was auf den Kopf gekriegt.
Ich vermutete das Zweite, da er ziemlich weggetreten schien, als ich ihn fragte, ob mit ihm alles in Ordnung sei.
Er sah mich nur mit grossen Augen an und wirkte ziemlich durch den Wind, also nutzte ich die Gelegenheit und machte mich mal auf Druck nützlich - ehe es noch jemandem auffiel, dass ich blos rumstand.
Ich schnappte mir also kurzerhand seinen Arm, half ihm auf dich wackeligen Beine und bewegte ihn, seinen Arm über meine Schulter gelegt in Richtung der Basis.
Beziehungsweise zerrte ich ihn dorthin, ob er nun wollte oder nicht. Dort konnte ich ihn auch gleich an ein paar Sanitäter abgeben, also machte ich mich ohne grosse Eile wieder auf die Suche nach meinem nächsten Opfer...
Den Fokus meiner Aufmerksamkeit darauf gerichtet bemerkte ich gar nicht, wie die junge Frau mit Zylinder an mich herangetreten war und sich mir als Scarlet Airay vorstellte - nicht ohne sich für ihre Unhöflichkeit zu entschuldigen, dies nicht schon eher getan zu haben. Und der junge Mann in Violett war wie ich erfuhr ihr Bruder Joker.
Mein Blick noch auf ihren Bruder gerichtet bemerkte ich auch den Schreier nicht, dem es gelungen war in unsere Nähe zu gelangen. Er fiel mir erst auf, als er von einem gequälten Winseln begleitet hart an der Eiswand aufgeschlagen war, welche Scarlet in aller Eile errichtet hatte. Dann wandte sie sich wieder mir zu:
"Ich werde einfach hier vorne bleiben und hier helfen, Joker macht das dort schon."
"Öhm..." stammelte ich erstaunt von ihren Fähigkeiten "Also ich hab da bestimmt nichts dagegen!
Ich bin übrigens Harry und naja; Danke... wegen vorhin..." druckste ich etwas unsicher hervor, schliesslich war es nicht meine Art mich zu bedanken. Aber naja, die Handschellen losgeworden zu sein war doch sehr angenehm gewesen.
Harry
Bestias Frage, warum ich ihm denn Geld schulden sollte verwirrte mich sehr. Schliesslich wäre dies einer der wenigen Gründe, weshalb ICH jemandes Leben retten würde - Tote könnten ihre Schulden schliesslich nicht mehr abbezahlen!
Allerdings, da das Motiv dafür, weswegen er mich vor dem möglichen Tod durch die Sense bewahrt hatte für mich weder mit finanziellen, noch gesellschaftlichen Verpflichtungen einhergingen war ich durchaus zufrieden damit. Genauso wie mit der Tatsache, dass er sich wieder der jungen Frau mit Zylinder zuwandte, welche sich gemeinsam mit ihren Begleitern über das weitere Vorgehen beriet.
Man gewährte mir sogar Nachsicht, was meine Kampfbereitschaft betraf und ich stimmte nickend zu. Nicht ohne eine Spur gekünstelten Bedauerns in meinen Blick zu legen, der vermitteln sollte wie ach-so-Leid es mir doch täte nicht an vorderster Front mitzumischen...
Also beschränkte ich mich darauf etwas die Linien freizuhalten, welche Sanitäter und Heiler dazu benutzten die Verwundeten einzusammeln und sie zum Eingang der Basis und somit in Sicherheit zu bringen. Was auch nicht besonders schwierig war, denn wenn Verwundete Schreier auch die Gefährlichsten waren - die wenigen, die es tatsächlich schafften die Verteidigungslinien in meiner Nähe zu durchbrechen waren ohnehin schon mehr tot als lebendig - zudem hatte sich, wie mir auffiel das Mädchen mit dem Zylinder, dessen Namen ich nach wie vor nicht in Erfahrung gebracht hatte ebenfalls zum Eingang gesellt. Wohl als Barriere für eventuell durchbrechende Schreier, wie ich vermutete.
Harry
Während ich noch da stand und auf die Antwort des Fremden wartete, was seinen Namen und sein Blut betraf ergriff die junge Frau mit dem Zylinder, die die Szene zunächst noch beobachtet hatte nun überraschend das Wort.
"Bestia hat recht, wir können uns dieses Misstrauen im Moment nicht leisten."
Und während sie mein Blick traf und ich noch daran dachte, dass das Mädchen den Fremden offenbar zu kennen schien, kam dieses mit einigen Schritten auf mich zu und entledigte mich meiner Fesseln mit einem gekonnten Handgriff. Ein verdammt guter Trick, wie ich fand. Zu Schade, dass ich keine Augen auf dem Hinterkopf hatte, den hätte ich mir zu gerne abgekupfert, überlegte ich.
Es war zunächst schmerzhaft meine halb eingeschlafenen Arme wieder bewegen zu können aber zu fühlen, wie sich die Muskeln allmählich entkrampften und frisches Blut in jede Ader meiner Arme und Hände zurückkehrte, war eine göttliche Wohltat.
"Endlich..." flüsterte ich, was aber unterging da dass Mädchen mich kurz fragte ob ich denn eine Waffe hatte, sich dann allerdings wieder ihrem Begleiter mit dem violetten Umhang zuwandte.
"Ähmm..." stammelte ich nur, ehe sich das Mädchen wieder entfernte, da ich noch in Gedanken war. Konnte man das Trainingsschwert, dass ich am Halfter um die Hüfte trug denn als Waffe bezeichnen? Dass schartige, schwere, schlecht ausbalancierte Ding war schliesslich mehr Knüppel als Schwert. Und auch wenn ich durch die Prügelorgien der letzten Wochen zumindest gelernt hatte mich damit wenigstens nicht selbst zu verletzen - mich damit mehr als einem lahmen, zahnlosen Kanninchen entgegen stellen zu wollen wäre mehr als lächerlich.
Ich liess meinen Blick zwischen dem Fremden und der jungen Frau wandern und überlegte weiter, denn der Fremde und der Typ mit der Sense hatte mit einigem von dem vorüber sie sprachen und was ich so ungefähr mitbekommen hatte nicht völlig unrecht gehabt.
Natürlich hatte sich der Typ mit der Sense völlig und gänzlich in dem geirrt was meinen Charakter, meine edle Gesinnung und meine Fähigkeiten betraf!
Nur... nun da ich frei und es mir wahrscheinlich möglich, mich in den Wald zu verdrücken - besonders klug wäre dies wohl tatsächlich nicht.
Denn mich zu Fuss und ohne weitere Ausrüstung, nur mit diesem Schwert bewaffnet durch diese mir unbekannte Gegend schlagen zu wollen brächte mich entweder wieder in Gefangenschaft oder aber ins Grab.
Ich wandte den Blick dem Fremden zu. Er schien etwas älter zu sein als meine drei neuesten Bekanntschaften und stand reglos da, während ihm Teile seines etwa schulterlangen dunklen Haares ins Gesicht hingen. Seine Körperhaltung, seine Ruhe und seine gelassene Art bildeten den Kontrast zu seinen klaren, wachen Augen und ich fragte mich was ihn wohl dazu bewegt hatte sich vorhin und nun wieder für mich einzusetzen.
Schliesslich war ich alles andere als wohlhabend, berühmt oder einflussreich, und auch was er in Sachen Kampf und Beschwörung auf dem Kasten hatte durfte ich vorhin mit eigenen Augen sehen. Auch da würde ich ihm nicht das Wasser reichen können.
Es wäre also weder nötig noch profitabel mir zu helfen - und in einem unbeherrschten Moment überkam mich doch das aufrichtige Bedürfnis, ihm meine Hand entgegen zu strecken.
Auch wenn ich im Hinterkopf schon wieder die Optionen überschlagen hatte. Der Wald würde mich im Moment nicht voranbringen. Nur, was man von mir in dieser Basis wollte war mir ebenfalls nach wie vor unheimlich. Aber auch wenn ich nicht vorhatte mich gross in das Kampfgetümmel zu stürzen... was wäre, wenn ich etwas nett spielte, nun da ich frei war?
Also einfach ein bisschen so tun, als würde mich wirklich noch was anderes interessieren als meine eigenen vier Buchstaben?
Denn den Mann, welchen das Mädel Bestia nannte - und das Mädel selbst - konnte ich eh leiden. Und der Mann in Violett war mir zwar noch ein Rätsel und der Sensentyp... naja, er verstand sich offenbar zumindest mit der jungen Frau und aufs Kämpfen.
Vielleicht wäre es nicht das Schlechteste es mir nicht mit ihnen zu verscherzen - denn falls man hier in der Basis vorhatte mir das Fell abzuziehen wären mir einige kampfstarke Fürsprecher vielleicht noch von grossem Nutzen...
"Bestia?!" begann ich fragend und suchte mit der noch ausgestreckten Hand den Blick des Fremden.
"Ich bin Harry..." sagte ich vorsichtig und liess einen Augenblick verstreichen.
"...und ich erinnere mich zwar nicht daran ob ich dir vielleicht noch Geld schulde oder so, aber warum auch immer du mir geholfen hast - Ich danke dir, Mann..."
Zexion: Üch zum Beispiel hab das noch nieeeeee gemacht... xD""
Und Katsu: Wenn das so ist;
....

:D
Edit: Und ich hoffe auch ich stell mir das gerade richtig vor. Stimmt es, dass Bestia, Joker und Naitomea (auch wenn er angeschlagen ist) doch eher in die Offensive gehen, oder verzettel ich mich grade?
Und Katsuro, Harrys spezielle Bekanntschaft :D dürfte sich nicht allzuweit von ihm entfernt aufhalten, vielleicht nen Steinwurf oder so?
Harry
Die Sache lief irgendwie aus dem Ruder, soviel zumindest wusste ich mit Gewissheit, als der Typ die Spitze seiner Sense sorgsam unter meinem Kinn plazierte und die Szene mit Worten unterlegte die doch erheblich an meinem Ego kratzten.
Ich könnte ihn doch etwas seiner eigenen Medizin kosten lassen, so sagte ich mir, in dem ich auf die bisherigen Lügen einfach noch ne gute Schippe drauflegte. Das war schliesslich MEINE Superkraft! Und er sagte ja, er wäre neu; Dann könnte ich ja behaupten, ich wäre Offizier und er solle sich für seine Frechheiten entschuldigen und augenblicklich die Sense wegpacken. Sonst würde ich ihn vors Kriegsgericht bringen und dafür sorgen dass er in einem so gottverlassenen Loch landet, dass er vor Hunger den Putz von den Wänden nagen wird. Und zwar, im Besten Falle.
Meinen Impuls den Mund aufzumachen vereitelte aber eine Männerstimme, die sich an den Kerl vor mir richtete, während mir seine Hand mit ruhigem Griff auch die Sense etwas vom Hals schaffte.
Ich atmete durch, und war nun auch immens froh nicht zum Sprechen gekommen zu sein. Der Kerl vor mir hatte die spitzen Eckzähne schliesslich bestimmt nicht vom Zahnarzt, eher war der Kerl ein Halbdämon und ich hatte schon des öfteren die Erfahrung gemacht, dass diese ein überaus sprunghaftes Gemüt haben konnten.
Es wäre alles andere als klug gewesen ihm zu drohen wenn ich am Leben bleiben wollte. Denn wenn ihm durch die Drohung eine Sicherung durchgebrannt wäre, dann hätte mein Körper im nächsten Moment so leblos an seiner Sense gebaumelt wie ein Würstchen an einem Stock.
Ich war im Moment noch zu sehr in meine Gedanken vertieft gewesen um der Unterhaltung der Beiden zu folgen. Was ich bedauerte, da man über mich zu sprechen schien - wenn auch nur in der dritten Person, während die Frau mit Zylinder und der Kerl in Violett die Sache im Moment noch wortlos aber interessiert verfolgten.
"Wie heißt du eigentlich? Du bist doch auch ein Halbdämon oder?" hörte ich dann aber den ...Sensenmann... vor mir fragen. Aha, also ist der Typ tatsächlich ein Halbdämon, notierte ich mir geistig, wandte dann aber ebenfalls den Blick zu jenen Mann, der mir gerade den Hintern gerettet haben dürfte. Erstaunt erkannte ich in ihm den Fremden, der mir eben schon helfen hatte wollen. Und Ich stellte für mich fest: Ich mochte den Kerl!
@Katsu: sorry, irgend eine dämliche Verballhornung lag mir im Sinn da Harry den Brief ja schliesslich kaum gelesen hat aber was besseres fiel mir nicht ein ^^"
Zexion: Man kann sich ja absprechen, ich denke mal mit ein bisschen Rücksicht klappt das schon!
(und mein Urlaub neigt sich ja auch langsam wieder dem Ende...
)
Harry
Na das klappte doch wieder herrlich! Das Misstrauen, dass mir von den beiden entgegenschlug reihte sich elegant ein, in das vertraute Spektrum zwischen offener Antipathie und blanker Verachtung mit welchem ich mich schon rumschlug, seid ich irgendwas mit dem Militär zu tun hatte.
Ich knirschte mit den Zähnen. Ich war zwar ein Freund fester Gewohnheiten, aber in dieser Sache wäre mir mal etwas Abwechslung doch lieb gewesen.
Aber wenn es schon nicht sein sollte, es würde mich nicht vom Versuch abhalten meine Haut zu retten.
Ich rollte genervt die Augen, darum bemüht, dass diese Geste auch ausreichend Zeit hatte um deutlich zu bemerken zu sein. Dann beugte ich mich vor und flüsterte geheimniskrämerisch.
"Na klar spiel ich euch was vor! " begann ich, und bezog mich dabei auf die Frage der jungen Frau.
"Euch und allen hier. Ich bin nämlich Mitglied einer Spezialeinheit; Von..." ich überlegte angestrengt und versuchte mir den Brief in Erinnerung zu rufen. "...von ähm... Arctic Reverse!"
Ich schluckte kurz bei der Erkenntnis, dass die Worte zwar noch nicht mal einen Sinn ergaben, aber nun war das Pferd schon aus dem Stall und mich jetzt zu korrigieren würde meiner Geschichte nicht helfen; Also weiter.
"Und ich sollte eigentlich als Gefangener getarnt undercover in die Basis gelangen, deshalb die Nummer von vorhin. Ich musste ja schliesslich glaubwürdig erscheinen!
Aber der Schreierangriff war nunmal so gar kein Teil des Plans. Jetzt hat die Verteidigung der Leute und der Basis oberste Priorität!"
Einen Moment lang hielt ich inne um in den Blicken der beiden nach Anzeichen zu suchen ob sie mir zumindest etwas an der Geschichte abkauften. Viel daraus zu deuten gelang mir jedoch nicht, also beschloss ich fortzufahren.
"Nur ist Magie oder Beschwörung leider nicht mein Fachgebiet, also wär ich euch wirklich sehr verbunden, wenn ihr mir behilflich sein könntet die Handschellen loszuwerden - es lässt sich verdammt schlecht kämpfen mit den Dingern!"