Natürlich ist der Wunsch nach einer angemessenen Work-Life-Balance durchaus berechtigt aber ich finde ein 40Std. Woche mit 30 Tage Urlaub und 36k brutto ist für einen Berufsanfänger schon eine sehr gute Ausgangslage.
Ein Betrag von 36.000 Euro macht wirklich nicht viel her.
In einer Großstadt als Single zu leben, lässt von diesem Geld nicht viel übrig. Hinzu kommt, dass die meisten Studierenden entweder mit Studentenkrediten oder Bafög jonglieren müssen, die sie später zurückzahlen sollen, wie im Video erwähnt.
Wenn sowohl die Mieten exorbitant hoch sind als auch alles andere ins Geld geht, ist es nicht verwunderlich, dass sich eine Arbeitnehmerin darüber ärgert, nach dem Studium trotzdem knapp bei Kasse zu sein.
Insgesamt hat sie ihrer Generation geschadet, allen arbeiten Menschen, die nicht so viel verdienen und länger arbeiten müssen und dann noch sich selbst. Ich habe mit allen Generationen in meinem Arbeitsumfeld zu tun, Babyboomer, Generation X, Millennials und Generation Z.
Du arbeitest gerne mit Extremen und Hyperbolen, oder?
Es hat zwar jeder das Recht seine Meinung frei zu äußern, aber man sollte von Erwachsenen, auch wenn sie noch jung sind, erwarten können, dass sie nicht nur an sich selbst denken, sondern auch daran, was sowas bei anderen auslösen könnte.
Arbeitsrechtliche Beschwerden sind in jeder Generation aufgetreten und haben maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Arbeitsbedingungen deutlich verbessert wurden, selbst im Vergleich zu vor 20 Jahren.
Viele Unternehmen arbeiten auch daran, aber irgendwo ist auch eine Grenze erreicht.
Ist das wirklich so?
Während die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft, wird für den durchschnittlichen Bürger plötzlich eine Grenze bei den Arbeitsbedingungen gezogen?
Warum scheint es, als gäbe es anderswo keine endgültigen Grenzen, während hier eine erreicht wurde?
Noch vor drei Jahren galt Homeoffice als herausragender Vorteil, den die meisten noch nicht einmal auf dem Schirm hatten.
Erst jetzt wird dies aktiv als Möglichkeit angeboten.

