Seit 2 bis 3 Monaten bin ich bissl überdrüssig was Freunde angeht und ziehe mich gerne zurück und jedes Treffen is anstrengend für mich. Aber denke sone Phase hat jeder mal und darf man sich auch erlauben. Hat bei mir auch was mit Corona zutun.
Fühle das sehr - bei mir liegt es eher daran, dass ich dank Mann und Kids eben nie wirklich mal "allein" sein kann und das zehrt doch so an meinen Kräften, dass ich wenig Motivation auf ausschweifende Treffen habe. Ausnahme bildet hier meine beste Freundin mit der ich einfach gerne zusammenhocke und quatsche oder mal zum Kopfausschalten ein Spiel spiele; hier ist aber auch die Erwartung bei einem Treffen nicht so hoch was "Gescheites" zu machen weil wir uns einfach sehen wollen, so dass ich da entspannt rangehen kann. Bei einer anderen Freundin hab ich immer das Gefühl, dass sie von mir beschäftigt werden will (und das hab ich zu genüge mit meinen Kids xD) oder zumindest mit der Erwartungshaltung kommt, dass man was sinnvolles macht (zeichnen, (Brett)Spiel bei dem man viel denken muss etc.) da fehlt mir dann schon der Elan mich überhaupt zu treffen. Oft hab ich deswegen ein schlechtes Gewissen, aber neben den Kids kann ich eh nicht in Ruhe ein Spiel spielen, ohne dass die reingrätschen würden und für Spiele- oder Filmabende ist mir im Moment meine Freizeit auch zu wertvoll - klingt fies, weil ich meine persönliche Zeit über die Zeit mit Freunden stelle, aber das ist meine persönliche quality time in der ich mich vom Tag erhole und einfach mache, was ich möchte 
Corona ist da natürlich auch noch ein Punkt, da ich nicht immer weiß mit wie vielen Leuten die eine oder andere Person so verkehrt und ob mir dann was in's Haus geschleift wird; zumal die eine Freundin das nicht so ernst nimmt obwohl bereits eine gemeinsame Freundin (plus deren Mann und 2jährige Tochter) bereits Corona hatte, wenn auch mit vergleichsweise schwachem Verlauf. Aber gerade deswegen bin ich auch so erpicht darauf nur den nötigsten Kontakt zu Menschen zu haben (hasse schon den wöchentlichen Einkauf wie die Pest
)
Vielleicht bin ich aber auch durch die eigene Familie inzwischen so ausgelaugt, dass ich kaum Energie für Freundschaften hab 
Klingt schon etwas komisch aber verständlich, jeder gestaltet seine Freizeit am liebsten so, wie man das will.
Ich denke, dass das u.a. auch damit zu tun hat in welche Richtung man geht, extrovertiert oder introvertiert oder ambivertiert mit Abstufungen zu den jeweiligen Richtungen.
Für mich persönlich ist Freizeit auch die Zeit, wo ich mit anderen Leuten abseits der Arbeit zu tun habe. 😛
Das war bei mir früher nicht anders, da hatte ich aber auch "nur" Arbeit und Freizeit, da kam ich heim und hatte Zeit und Lust was mit anderen zu machen (da gab's auch schon mal den umgekehrten Fall, dass eine Freundin mich monatelang - eigentlich sogar jahrelang - immer wieder abgeblockt hat, weil sie andere Prios und deswegen keine Zeit für mich hatte).
Seit die Kinder da sind läuft einfach alles anders - die zehren an meinen Kräften und ich wünsch mich oft mal allein auf ne einsame Insel xD Als Introvertiert würde ich mich nämlich nicht gerade beschreiben, also kann man es nicht darauf zurückführen ;)
Keine Ahnung wie alt Du bist und wie Dein Leben so verläuft, aber bei mir hat sich da viel geändert in den letzten zehn Jahren, das kommt halt mal vor, ändert sich sicher auch wieder, wenn die Kinder mal etwas "selbstständiger" werden und man als Elternteil nicht das schlechte Gewissen haben muss, dass man mal Freizeit für sich möchte; deswegen fordere ich diese Freizeit eben anderweitig ein und das trifft dann halt die weiter entfernte Verwandtschaft und Freunde.