9. Niedersächsisches Community Treffen

Community Update 6
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  • Wenn ich mal so fragen dürfte, wie war euer CT Treffen in Hannover eigentlich so und gibt es für die (wie mich leider) wo halt nicht konnten Fotos zu bestaunen? :unsure:

    Nun sei doch nicht so ungeduldig^^

    Weißte wie viele Fotos wir gemacht haben.

    Figuren und Choreographie wir an diesen Tag durch gespielt haben,

    damit nur die WIRKLICH ALLER ALLER besten Bilder hier ins Forum rein kommen,

    um zu Zeigen wie UNFASSBAR geil dieser Verdammte Tag war:hanaji:

    Also einfach das nächste mal mitkommen dann sparst du dir das Warten wie auf

    Amazon Pakete oder eine neu Staffel bei Netflix.
    :mrcool:

    Hör mal,
    dein Leben steht auf dem Spiel.
    Wenn jemand eine Pistole auf mich richtet, steht sein Leben auf dem Spiel.

    Das ist keine leere Drohung mein lieber.
    Das ist traurige Realität!

  • Akihito nicht schlimm, ich werde versuchen beim nächsten mal dabei zu sein und Danke für die Fotos nochmal. (': So wie ich das gesehen habe, hattet ihr eine Menge Spaß trotz des miesen Wetters? :biggrin:

  • doch kann man, ich war in Gedanken bei dem Treffen während ich in den Staaten war.

    Ach so dann warst du auch nicht dabei und belehrst mich auch noch... oh Mann so jemand wie dich habe ich gerne...:thumbdown:

    Ich wollte gerade sagen... und das von einem der uns immer wieder versetzt hat.

    " Muss noch mal dahin.."

    "Sry muss nochmal ne Schraube am Nordpol nach ziehen"

    " Sry ein Kunde in den Rocky Mountains brauch noch mal Hilfe weil seine Mikrowelle sich Falsch rum dreht..."

    Ja ja mein lieber Pass auf wohin hier die Steine fliegen 8o

    Denk an BERND Masaiasau!

    Ich Schwur dir ey!:bam1::bam2:

    Hör mal,
    dein Leben steht auf dem Spiel.
    Wenn jemand eine Pistole auf mich richtet, steht sein Leben auf dem Spiel.

    Das ist keine leere Drohung mein lieber.
    Das ist traurige Realität!

  • Sag der, der von Batman aufgehalten wurde ????

  • Boah weißte wie Gefährlich diese Scheiß Fledermaus in der Wohnung war????:nuu:

    Und seid dem habe ich mich sehr bemüht bei allem dabei zu sein...?(


    Akihito ich sollte die wohl beide nicht so ernst nehmen hm? :unsure:

    Ach Lass ernst mal zu hause, musst mal schauen wie es im Chat abgeht dann Merkst du schnell wie bekloppt wir alle sind :ugly::ugly:

    Aber wir haben uns alle lieb:verliebt:

    Hör mal,
    dein Leben steht auf dem Spiel.
    Wenn jemand eine Pistole auf mich richtet, steht sein Leben auf dem Spiel.

    Das ist keine leere Drohung mein lieber.
    Das ist traurige Realität!

  • Hallo. Ich bin es, Ginpachi-sensei. Auch bekannt als der Idiot, der sich im Rausch der Euphorie wieder freiwillig dazu gemeldet hat, den CT-Bericht zu schreiben, obwohl alle wissen, dass er so faul ist, dass er bei der Wahl zum Bürgermeister von Lazy Town einstimmig gewinnen würde. Ich habe mich also mit meiner feinsten Gerorge R. R. Martin-Arbeitsmoral hingesetzt und überlegt, wie ich das Geschehene und meine Emotionen am Besten in Worte kleide. Lange, kalte Nächte habe ich vor dem tristen Licht des Computerbildschirms verbracht und überlegt, was ich schreiben soll. Doch eines schönen Abends brach es plötzlich aus mir heraus. Es bahnte sich einen Weg aus dem Inneren meines Herzens. Ähnlich eines Kükens, dass mit der strahlenden Kraft seiner Jugend die Schale vom Ei zerbricht und sich einen Weg ins Leben erkämpft. Die Augen stets aufs Licht gerichtet. So flossen meine Worte dann aufs Papier, während mir die Tränen der Freude die Wangen hinunterliefen.

    Naja, lange Rede, gar kein Sinn, was ich eigentlich nur sagen wollte, ist, dass hier nun der CT-Bericht für das letzte Hannover CT des Jahres folgt. Tatsächlich hab ich sogar zwei geschrieben. Einen kurzen und knappen Text und einen etwas ausführlicheren und pathetischeren Text. Entscheidet selbst, welcher euch besser gefällt.

    Viel Spaß.

    Kurzer Bericht


    Wir waren in Hannover. War cool.

    Ende

    Ausführlicher Bericht

    Auf den ersten Blick handelte es sich beim 14.12.2019 um einen ganz gewöhnlichen Samstag. Ein Samstag der auf einen Freitag folgt. So wie es ein Samstag im Allgemeinen zu tun pflegt. Doch etwas war anders an diesem speziellen Samstag. Etwas war besonders. Denn an diesem vorweihnachtlichen Samstag sollte das letzte große CT des Jahres in der heilige Hauptstadt Hannover zelebriert werden. Dementsprechend hatte ich diesem Tag entgegengefiebert wie ein kleines Kind, dass voller Sehnsucht auf den Heiligabend wartet. Ich strahlte bereits nach dem Aufstehen vor reiner unbändiger Freude. Wie eine 10000 Watt Glühbirne, die kurz vor dem Durchbrennen ist. Selbst das eher mäßige Wetter an diesem recht herbstlich wirkenden Morgen vermochte meinen irren Frohsinn nicht zu trüben. Voll unbändigem Tatendrang kurz vor dem Zerbersten stehend, machte ich mich also fertig für die lange Reise zum Ort des Geschehens. Wie bereits erwähnt, hatte das Wetter an diesem Tag eher etwas herbstliches. Als ich mich in meinem Auto auf den Weg zum Bahnhof in Hamburg machte, nieselte leichter Regen vom grauen und wolkenverhangenen Himmel, der die Straßen mit einer dünnen schillernden Wasserschicht bedeckte. Doch ich lies mich davon auch weiterhin nicht deprimieren und glaubte fest daran, dass sich das Wetter noch zu unseren Gunsten verbessern würde. Wer weiß, vielleicht würde meine positive, von purer Freude durchsetzte Aura ja dafür sorgen, dass die Regenwolken wie durch einen magischen Windstoß davon geweht werden. Möglich ist ja bekanntlich so ziemlich alles. Außer den eigenen Kopf zu verspeisen. Dies ist wahrlich unmöglich. In meinem Optimismus kein Stück beeinträchtigt erreichte ich also den Bahnhof in Hamburg, der das erste Ziel meiner Reise darstellte. Doch das Ziel einer Reise ist immer auch der Beginn einer neuen Reise. So wie das ganze Leben im Grunde eine große Reise ist. Um also für die nächste Reise - die Reise nach Hannover - ausreichend gewappnet zu sein, besorgte ich mir am Bahnhof erst einmal etwas Nahrung, bevor ich mich auf den Weg zu meinem Zug machte.

    Da wir uns in der finalen Phase der Vorweihnachtszeit befanden, war der Zug - wie ich zu meinem Leidwesen feststellen musste - natürlich gut gefüllt. Und so kam es schließlich dazu, dass ich die knapp über eine Stunde Fahrt im stehenden Zustand verbringen durfte. Glücklicherweise sind meine Beine jedoch kräftig wie die muskulösen Beine eines Pferdes, dass in wildem Tempo durch die sonnige Prärie galoppiert, sodass ich die Reise problemlos überstehen konnte und letztendlich sicher und pünktlich an mein Ziel kam.

    Sobald ich aus dem Zug ausgestiegen war und meine Lunge wieder die köstliche und frische Luft der Freiheit atmen konnte, machte ich mich auf den Weg zum vorgegebenen Treffpunkt vor dem Hauptbahnhof. Als ich den Hauptbahnhof verließ, erwartete mich auch sogleich die erste wunderbare Überraschung. Während meiner standhaften Zugfahrt hatte sich der Regen verzogen und sogar die Sonne brach gelegentlich durch die dichte Wolkendecke und berührte mich mit ihrem wohltuenden Licht. Mein positives Denken hatte sich also tatsächlich bezahlt gemacht. Durch dieses wunderbare Ereignis bis in die Haarspitzen euphorisiert, legte ich die letzten paar Meter bis zum Treffpunkt zurück, wo ich, da es bis zum offiziellen Beginn noch etwas dauern würde, vermeintlich der Erste war. Wie sich herausstellte war dies jedoch ein Irrtum, denn am Glühweinstand ganz in der Nähe des Treffpunkts erblickte ich den furchtlosen Hobbyfledermausjäger Doerty . Nach einer freudigen Begrüßung und einem kurzen Gespräch über die neusten Neuigkeiten, warteten wir gemeinsam auf die restlichen Mitstreiter. Zur selben Zeit wartete separat und nur wenige Meter von uns entfernt auch Gainsy darauf, dass sich die Gruppe versammelt. Dasselbe Schicksal teilten wenige Meter von ihr entfernt auch Ze46 und sein treuer Freund Dennis. Da wir uns leider noch nicht kannten und alle zu schüchtern waren, einfach wildfremde Leute anzusprechen, warteten wir weiterhin getrennt voneinander, bis der große Veranstalter dieser zauberhaften Veranstaltung – Urazoe Iona – endlich auftauchte. Im Schlepptau hatte er die Gefährtenschaft aus dem traumhaften Bremen, bestehend aus Babysitterin Akihito , dem legendären Munoga , Robal und Yimari . Nachdem wir uns durch das Eintreffen des großen Anführers endlich gefunden hatten, begrüßten sich alle freudig und amüsierten sich über das eben geschehene. Doch die Gruppe war noch immer nicht komplett. Und wie wir alle wissen, kann eine Gruppe ihr wahres Potential erst vollständig ausschöpfen, wenn alle Mitglieder der Gruppe vereint sind. Man stelle sich nur einmal vor, bei den Power Rangers würde ein Mitglied fehlen und dem Megazord würde dadurch plötzlich ein Körperteil fehlen. Eine grauenhafte Vorstellung, die einen um den Schlaf bringen kann. So warteten wir also auf unseren letzten Gefährten, Kage Otoko , der auch sogleich erschien und das Team vervollständigte. Nun also endlich komplett, kam natürlich sogleich die Frage auf, wie wir diesen zauberhaft schönen, einmaligen Tag verbringen wollen. Oder genauer gesagt, was wir zuerst machen sollen. Da einige Mitglieder bereits mit vor Gier leuchtenden Augen nach Glühwein lechzten, wurde relativ schnell beschlossen, dass unsere erste Station der Glühweinstand sein würde, der nur wenige Meter von unserer Position entfernt lag. Nachdem alle mit den Heißgetränken ihrer Träume versorgt waren, begannen auch sogleich die ersten hitzigen Gespräche über die neusten Animes, Serien und das literarische Werk von Franz Kafka. Da die Zeit dieses magischen Tages aber leider nur begrenzt war, beschlossen wir, nachdem alle ihre Getränke geleert hatten, dass es an der Zeit war weiterzuziehen und den Weihnachtsmarkt in der zuckersüßen Stadt Hannover zu erkunden. Vorher allerdings verspürten einige Mitglieder der Gruppe noch ein nicht zu ignorierendes Hungergefühl und begaben sich flink auf die Jagd nach etwas Essbarem. Hier schlug nun die große Stunde des Cherry Teachers, der die Lage rasch analysierte und einen wasserdichten Plan aufstellte, wie man die Nahrung am effizientesten erlegen könnte. So konnte der Hunger dann auch recht schnell gestillt werden und unsere Gefährtenschaft machte sich vereint auf den Weg in die Stadt, wo der Weihnachtsmarkt bereits auf uns wartete.

    Der Weihnachtsmarkt zog sich wie ein strahlendes Band aus leuchtenden Buden und Verkaufsständen durch die ganze Stadt und zog uns sofort in seinen weihnachtlichen Bann. Benommen vom Duft von Glühwein, gebrannten Mandeln und anderen zuckersüßen Leckereien bewegten wir uns im Sog der Menschenmassen dicht aneinandergedrängt und mit den trägen Schritten eines Schlafwandlers von Stand zu Stand. Manch einer würde es vielleicht als unangenehm empfinden, sich dicht gedrängt in einer Masse aus fremden Menschen zu befinden und von allen Seiten von diesen berührt und angestoßen zu werden. Wirklich weise Menschen wissen jedoch, dass man sich erst dann als Teil der Menschheit – oder besser gesagt als Teil der Einheit Mensch – fühlen kann, wenn man dieses wegweisende Erlebnis mindestens einmal hinter sich gebracht hat. Geprägt durch dieses Gefühl der Weisheit und des Miteinanders liesen wir uns also weitertreiben, fühlten uns schwerelos, auf dem Weg zum nächsten Glühweinstand, der markant aus dem Gewimmel herausstach, wie ein Obelisk aus purem Licht. Dort wurde eine weitere Rast mit weiteren warmen Getränken gemacht, die unseren inzwischen etwas abgekühlten Körpern neues Leben einhauchte. Und auch während dieser Rast gab es wieder erquickende und höchst intellektuelle Diskussionen über Animes, die japanische Sprache und das philosophische Werk Friedrich Nietzsches. Nachdem alle Getränke verzehrt waren und sich alle fühlten, als wären sie soeben neu geboren worden, beschlossen wir, dass es an der Zeit war, das nächste Ziel unserer Pilgerreise anzusteuern. Dabei sollte es sich um das legendäre Comix handeln.

    Beim Comix handelt es sich – für alle, die es nicht wissen – um einen Tempel der modernen popkulturellen Kunst. Von Animes und Mangas über Comics bis hin zu Büchern, gibt es hier neben anderem Merchandise alles, was das Herz eines Nerds dazu bringen könnte, vor Freude zu explodieren. Und dies sollte also unsere nächste Anlaufstelle sein. Wir sahen das Comix schon von weitem, da es sich mit seinem strahlenden Glanz vom Rest der tristen, grauen Szenerie abhob. Ähnlich eines leuchtend bunten Farbkleckses, den man in einem Akt des Rebellentums auf eine leb- und farblose Oberfläche geklatscht hat, um der Freudlosigkeit und dem Spießertum offen ins Gesicht zu lachen. Was uns letztendlich jedoch erwartete, als wir durch die gläsernen Tore schritten, war mehr, als wir uns in unseren kühnsten Träumen hätten ausmalen können. Hier gab es wirklich für jeden etwas, was die Augen zum Leuchten und den Herzschlag zum Beschleunigen brachte. Wir tauchten ein in die mannigfaltigen Welten von Mangas, Comics, Filmen und Serien. Wir verloren uns darin wie Sterne, die sich in einem kosmischen Wirbel mit der Unendlichkeit vermengten. Eins mit unseren Träumen und Sehnsüchten. Als wir uns nach gefühlten Stunden wieder aus diesem traumähnlichen Zustand der Schwelgerei befreit hatten und jeder einen individuellen Schatz gefunden hatte, der es Wert war an dem hellsten Platz in der Kathedrale des Herzen aufbewahrt zu werden, beschlossen wir, dass es langsam an der Zeit war, dieses Paradies der Geborgenheit zu verlassen und weiterzuziehen. Da unsere Babysitterin Akihito bedauerlicherweise ein bestimmtes Kunstwerk, das sie in ihren Träumen verfolgte und um den Schlaf brachte, nicht im Comix bekam, war unser nächstes Ziel eine traditionelle Buchhandlung. Auf dem Höhepunkt des vorweihnachtlichen Konsumgewimmels machten wir uns dort auf die Suche nach dem Objekt der Begierde, das unserer geliebten Aufpasserin den wohlverdienten Schlaf in der Nacht gewähren sollte. Zu unserem Schrecken mussten wir allerdings feststellen, dass wir auch hier nicht fündig werden würden. So musste sich Akihito leider mit der traurigen und bitteren Realität abfinden und mit vor Scham und Enttäuschung gesenkten Blicken und hängenden Schultern verließen wir diesen Tempel der Literatur und warfen uns draußen erneut in das fröhliche Getümmel vor dem pittoresken Hintergrund des hannoverschen Weihnachtsmarktes. Dort verbrachten wir die verbleibende Zeit damit, weitere Eindrücke in uns aufzunehmen, bis es dann endlich an der Zeit war, den diesmaligen Ort der Verköstigung aufzusuchen. Wir machten uns mit knurrenden Mägen und wässrigen Mündern – gleich einer Horde ausgehungerter Wilder – auf den Weg zur Kenibo Ramen Bar.

    Bei der Kenibo Ramen Bar handelte es sich um einen wirklich fantastischen Laden. Von außen betrachtet auf den ersten Blick klein und unscheinbar, entfaltete der Laden im Inneren seine wahre Magie und Größe. Gleich einer Tardis war der Innenraum des Ladens sehr viel größer und geräumiger, als es den Anschein machte. Leider waren wir jedoch ein paar Minuten zu früh und da dieser edle Premiumladen stets sehr gut gefüllt ist, mussten wir noch ein paar Minuten draußen warten, bis der für uns reservierte Tisch von den vorherigen Gästen geräumt wurde. Sehnsuchtsvoll und mit großen Augen blickten wir durch das große Fenster an der Front des exquisiten Etablissements und warteten mit brüllenden Mägen darauf, dass die Besucher an unserem Tisch sich erheben würden. Als dies dann endlich geschah, gab es kein Halten mehr und wir strömten, durch gieriges Verlangen getrieben, zu unseren Plätzen. Nachdem alle Platz genommen hatten, wurden mit heiliger Erwartung die Speisekarten – auch bekannt unter dem Namen Kenibo Ramen Bar Bibel – entgegengenommen und anschließend mit wachem, aufmerksamem Blick studiert. Es dauerte eine Weile, aber letztendlich konnte sich jeder für etwas entscheiden, dass den jeweiligen Vorstellungen gerecht wurde. Mit der Aufnahme der Bestellung begann leider auch die grausame Phase des Wartens, in der man voll unbändiger Erwartung nach seinem zukünftigen Essen schmachtet, dass man vor dem geistigen Auge bereits dampfend vor sich stehen sieht, nur um dann festzustellen, dass es sich lediglich um eine Fantasie handelte. Wir versuchten daher diese unsägliche Zeit mit entsprechend sinnigen Dingen zu füllen. So kam es abermals zu vielen heiteren Gesprächen und nebenbei wurden viele Bilder gemacht, um diesen prachtvollen Tag für alle Zeit festzuhalten. Denn was ist ein Bild schließlich anderes, als eine Erinnerung. Ein schöner Moment, gebannt für die Ewigkeit. Und so verging die Zeit auch im Nu. Eh wir uns versahen, kamen die freundlichen Angestellten der Ramen Bar mit unseren schmackhaften Speisen herbeigeeilt, nur darauf wartend, unsere strahlenden Gesichter zu erblicken. Und diese Freude blieb ihnen natürlich nicht verwehrt. Sobald die traumhaften Gerichte vor uns standen, flossen uns heiße Tränen der Freude die glühenden Wangen hinunter. Freudentränen, die aus purem Zuckerwasser bestanden und in unseren Augen glitzerten wie der schönste Diamant, wenn sich das warme Sonnenlicht in ihm bricht. Es dauerte tatsächlich einen kurzen Moment, bis wir uns aus diesem Zustand der völligen Ekstase wieder befreien konnten, aber es gelang und wir machten uns gierig über das uns servierte Glück in Nahrungsform her. Jeder Bissen fühlte sich wie eine kleine kulinarische Explosion der Geschmacksnerven an und verleitete einen dazu, einen weiteren Bissen zu sich zu nehmen. Ein verzweifelter Versuch dafür zu sorgen, dass dieses Glücksgefühl nie aufhörte. Doch alles findet bekanntlich irgendwann ein Ende und bedauerlicherweise war dies auch hier der Fall. Irgendwann waren nämlich alle Speisen verzehrt und alle Mägen gefüllt. Dazu kam, dass unsere reservierte Zeit in der heiligen Ramen Bar dem Ende zuging. Uns blieb also nichts anderes übrig, als uns unter Tränen und mit einem gigantischen Trinkgeld bei dem engelsgleichen Personal zu bedanken, dass uns so liebevoll behandelt hatte. Anschließend verließen wir satt, zufrieden, aber leicht wehmütig den Laden und entschwanden in die kalte Abendluft.

    Da es nun schon Abend war, kam es bedauerlicherweise dazu, dass sich die ersten Gefährten verabschieden mussten. Ze46 und Dennis hatten noch wichtige Pflichten, denen sie nachkommen mussten und Gainsy verlor durch das viele Konversieren allmählich ihre Stimme. Natürlich ist ein solcher Abschied immer traurig, doch wir beschlossen der Trauer in diesem Fall keinen Raum zu geben. Schließlich hatten wir all die schönen Erinnerungen. Glitzernde Fragmente, an die wir uns in der Dunkelheit klammern konnten. So machten wir übrigen uns also mit positiven Gedanken und Gefühlen auf, um auf dem Weg zum Hauptbahnhof ein letztes Mal über den zauberhaften Weihnachtsmarkt zu flanieren.

    Auf unserem Weg in Richtung Hauptbahnhof erkundeten wir einen Teil des Weihnachtsmarktes, der uns bis zu diesem Zeitpunkt verborgen geblieben war. Einen Teil, der von seiner Inszenierung sehr mittelalterlich anmutete und uns mit seiner Atmosphäre sofort in seinen Bann zog. Urazoe Iona – aufgrund seiner feurigen Haarfarbe und seiner meisterlichen Fähigkeiten im Bogenschießen von uns auch liebevoll Redniss Everdeen genannt – steuerte sofort einen Bogenschießstand an, um uns zu demonstrieren, wie ein wahrer Meister seinen Bogen zu führen hat. Von dieser grandiosen Zurschaustellung von Talent schier geblendet, setzten wir unseren Weg fort, immer eifrig auf der Suche nach der nächsten aufregenden Attraktion. Diese fand sich wenig später in Form einer spektakulären Feuershow, bei der unsere Babysitterin unbedingt zuschauen wollte. Wir stellten uns also zu den anderen erwartungsvollen Menschen in die Masse und warteten voller Spannung darauf, dass es losging. Just in dem Moment, als es losging und die Leute mit vor Spannung geweiteten Augen das feurige Spektakel betrachteten, verließ uns allerdings unser treues Glück mit dem Wetter. Plötzlich schien der Himmel über uns zusammenzubrechen und auf uns herabzustürzen. Kalter, alles durchnässender Regen prasselte auf unsere erstaunten Häupter hernieder und sorgte dafür, dass die Feuershow ein schnelles Ende fand. Wieder einmal hatte die erbarmungslose Natur gesiegt. Bedauerlicherweise machte der Regen auch keine Anstalten in nächster Zeit abzuklingen. So beschlossen wir also, dass wir es wagen mussten und auf unserem Weg zurück zum Bahnhof dem Regen, der mittlerweile auch durch starken Wind ergänzt wurde, furchtlos entgegenzutreten. Diese Furchtlosigkeit endete damit, dass wir letztendlich pünktlich, aber komplett durchnässt das Ziel unseres Fußmarsches erreichten. Tatsächlich waren wir sogar früher, als pünktlich. So hatten wir noch ein paar Minuten Zeit, um uns in der kleinen, gemütlichen Gaststube „Zum güldenen M“ ein wenig aufzuwärmen und unsere triefende Kleidung zu trocknen. Doch wie immer vergeht die Zeit mit guten Freunden viel zu schnell und die Minuten kamen uns lediglich wie flüchtige Sekunden vor. Es war also auch für mich an der Zeit, mich zu verabschieden. Gemeinsam mit Doerty machte ich mich auf den Weg zu den Zügen. Und hier musste ich mich leider auch von ihm verabschieden, da sein Zug auf einem anderen Gleis fuhr als meiner. Unter Tränen schworen wir uns, dass wir uns bald wiedersehen würden und nachdem ich die Fassung zurückerlangt hatte, machte ich mich auf den Weg zum sagenumwobenen Bahnsteig 6 2/5, an dem mein Zug nach Hamburg bereits pünktlich auf mich wartete. Nachdem der Zug abgefahren war und sich seinen Weg durch die Dunkelheit bahnte, schloss ich noch einmal die Augen, um mir all die strahlenden Erinnerungsfragmente noch einmal ins Gedächtnis zu rufen und den Tag im Traum nochmal Revue passieren zu lassen. Denn genauso fühlte sich dieser Tag an. Wie ein Traum. Ein Traum, bei dem man hofft, dass er niemals enden möge. Ein Traum, der die dunkelste Dunkelheit mit gleißendem Licht erhellte. Und doch war es Realität. Und dieser Traum kann für jeden zur Realität werden. Alles, was dafür zu tun ist, ist sich beim nächsten Community Treffen anzumelden. Also, wir sehen uns beim nächsten CT.

  • Ginpachi-sensei dein Humor ist köstlich wegen dem kurzen CT Bericht. :biggrin: Ach so du hättest Geschichten schreiben sollen, wenn du es nicht schon im Geheimen tust? :unsure:

    Wie ich gelesen habe, hattet ihr also eine Menge Spaß, nun denn dann versuche ich 2020 auch mal zum CT nach Hannover zu erscheinen, hoffentlich kommt mir dann auch nix dazwischen. :unsure: (':

  • Kalitrax 22. Juni 2020 um 18:47

    Hat das Thema geschlossen.