Beiträge von Akihito

    Hiko Namuri

    Ich höre Karma aufmerksam zu und halte dabei den Karton in der Hand. Seine letzte Frage irritiert mich ein bisschen. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es direkt so sehr auffallen würde. "Ja, ein bisschen. Da lag Schminke im Badezimmer und mir war danach." antworte ich ihm wieder etwas fröhlicher. "Du bastelst Rauchbomben? Sind die nicht auch gefährlich für uns? Und können die Zombies uns nicht auch riechen?" frage ich ihn und erinnere mich an dabei an einen der Zombiefilme, den ich mal gesehen hatte. "Hab ich zumindest mal gesehen in nem Film." rechtfertige ich meine Aussage zusätzlich.

    Benjiro Misaki

    "Danke, es ist etwas komisch aber mir gefällts. Freut mich auch das es dir gefällt." antwortet Jun mir und schaut erst einmal in den Topf. "Es ist nicht komisch." betone ich und schau ihr zu, bis sie mir antwortet, dass wir nach draußen gehen können. Jun lobt mich und ich werde leicht rot. "Danke, ich hoffe es schmeckt auch." sage ich doch ein wenig verlegen. Ich öffne die Tür nach draußen und lasse sie raus. Dann schließe ich die Tür wieder und wir setzen uns auf die Treppenstufen. Die Sonne steht schon etwas tiefer, so dass sie uns ein wenig ins Gesicht scheint. Ich schließe für einen Augenblick die Augen, lass mich von der Sonne wärmen und genieß die Ruhe um uns herum. Niemand, der etwas sagt, keine Autos die Lärm verursachen, nicht einmal ein Vogel ist zu hören. Lediglich das Rauschen der Blätter in den Bäumen, mit denen der Herbstwind spielt. Ich schaue zu Jun rüber. Die Sonnenstrahlen lassen ihr Haare leuchten und ihr frisch gewaschenes Gesicht strahlen. Der Glanz der Sonne lässt Jun in meinen Augen wie einen kleinen Engel aussehen. Ich fühl mich direkt wohl, rutsche ein Stück an sie ran und lege meinen Arm um sie, wie vor ein paar Tagen beim Haus von Refinas Eltern. Ihr Nähe gibt mir Sicherheit und ihre Wärme, die sich auch auf meinen Körper überträgt, fühlt sich einfach gut an. Ich ziehe sie ein wenig dichter an mich und drücke sie leicht. Mein Herz schlägt schneller und ich bekomme das Gefühl nervös zu werden. Aber es ist nicht die Nervosität, die ich verspüre, wenn ich Angst habe, sondern eine Art Kribbeln was sich in meinem ganzen Körper verteilt. Kein negatives Gefühl wie sonst, sondern einfach schön. In diesem Augenblick bin ich einfach froh, dass sie trotz allem immer noch bei mir ist. "Geht es Dir so weit gut?" frage ich sie dann leise.

    Benjiro Misaki

    Nachdem ich alles, was wir zum Essen brauchen auf den Tisch gestellt habe, werfe ich nochmal einen kurzen Blick in den Topf. [5 min sollten reichen...] Ich lege den Löffel beiseite und schau mich in der Küche um. [Wem sag ich das jetzt?...] Unsicher stehe ich einfach nur da. [Es reicht auch, wenn ich in 5 min Bescheid sage... Ich will hier raus...] Ich beschließe für mich, meinen Plan von vorhin umzusetzen und mich auf die Treppen vor der Haustür zu setzen. [Vielleicht hilft es ein bisschen...] Mit einem Seufzen gehe auf den Flur. Als ich mich zur Seite in Richtung Wohnzimmer drehe, steht Jun auf einmal vor mir. [Huch... Wo kommt sie denn plötzlich her...] In Gedanken ist einfach alles an mir vorbei gegangen, was derzeit passiert ist. [Sie sieht anders aus...] Ich schaue auf ihre neuen Sachen, die sie noch weiblicher aussehen lassen, als die vorherigen. [Das steht ihr richtig gut...] Ich lächel ein bisschen und schau ihr in die Augen. "Die neuen Sachen... Also die Klamotten... Du siehst..." Ich werde rot und räusper mich schnell. "Sieht... Sieht hübsch aus." sage ich verlegen und fahre mir mit der Hand am Hinterkopf durch die Haare. "Das... Essen braucht noch 5 min... Ich wollte gerade raus. W-willst Du mit?" frage ich sie vorsichtig und deute auf die Tür.

    Hiko Namuri

    Jun kommt aus der Dusche und ihre Antwort holt mich etwas auf den Boden der Tatsachen zurück. [Ganz Unrecht hat sie nicht. Aber ich hatte gerade so viel Spaß.] Ich schau ein bisschen traurig in den Spiegel und seufze ein bisschen. Mein Blick geht nochmal auf das Make up. [Egal, ich lass mir den Spaß nicht verderben. Ich freu mich darüber und warum auch nicht.] Dann wende ich mich wieder an Jun. "Weißt Du, der Sinn darin liegt einfach, ein bisschen Spaß zu haben trotz allem. Den Moment, den man genießen kann, sollte man gerade in dieser Welt auch nutzen. Warum sollten wir nicht ein bisschen Spaß haben, wenn wir gerade die Möglichkeit dazu haben? Und warum nicht mal etwas neues versuchen? Genieß einfach mal den Moment Jun. Die Zombies sehen wir früh genug wieder." sage ich recht ernst, beende meine Worte aber mit einem Lächeln. Ich lege das Make up beiseite und nehme einen Gürtel vom Haken, der mir im Augenwinkel aufgefallen war. Ich beuge mich zu Jun runter, binde ihr den Gürtel locker und etwas schräg, um den Bauch, so dass er den Pulli etwas tailliert. Danach schau ich ihr in die Augen. "Sieht super aus." sage ich mit einem Augenzwinkern. "Denk mal über meine Worte nach und wenn Du doch Lust, weißt Du ja, wo Du mich findest." füge ich mit einem weiteren Lächeln hinzu, nehm Jun an die Hand und öffne die Tür. "Komm, wir zeigen uns mal den anderen." Ich gehe auf den Flur und schau mich kurz um. Takeru, Karma und Inyong sind im Wohnzimmer und jemand scheint in der Küche zu sein. Zumindest kommen von dort Geräusche. [Könnte Benjiro sein.] Ich lasse Jun wieder los und drehe mich hinter sie. "Schau mal, ob Du Deinen Freund findest und stell Dich ihm vor. Die Klamotten gefallen ihm sicher." Ich schiebe sie ein Stückchen weiter in Richtung der Küche, dann lächel ich sie an und gehe ins Wohnzimmer. "Hey!" rufe ich in die Runde und gehe zu Takeru rüber, der den Tisch frei zu räumen scheint. "Ich helf Dir." Ich greif mir einen Karton, der recht leicht zu sein scheint und stelle ihn beiseite. Im Augenwinkel sehe ich die Flaschen und den anderen Kram, den Karma verteilt hat. "Was machst Du da?" frage ich ihn neugierig, während ich eine weitere Schachtel vom Tisch zur Seite stelle.