Mieruko-Chan

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  • Originaltitel
    見える子ちゃん
    Erscheinungsjahr
    2018 - ? (Japan)
    Anzahl Bände
    10
    Abgeschlossen?
    Nein
    Genre
    Comedy
    Horror
    Verlag
    Manga Cult
    Autor/Mangaka
    Tomoki Izumi

    Mieruko.jpg

    Inhalt:

    Die Oberschülerin Miko Yotsuya plagt sich seit einiger Zeit mit einer furchteinflößenden Fähigkeit herum: Sie ist in der Lage, Geister und andere Kreaturen wahrzunehmen, die für die meisten anderen Menschen unsichtbar sind. Zudem versuchen diese Geschöpfe ständig, Kontakt zu ihr aufzunehmen, was Miko nur verhindern kann, indem sie sie ignoriert. Doch die Erscheinungen scheinen von Tag zu Tag aufdringlicher und zudem von ihrer besten Freundin, der meist nur an die nächste süße Mahlzeit oder den Umfang ihrer Brüste denkenden Hana Yurikawa, magisch angezogen zu werden.

    Selbst eine Wahrsagerin ist mit Mikos Fähigkeiten überfordert. Unterstützung erhält sie jedoch von der ebenfalls "sehenden" Mitschülerin Yuria Niguredu, die Miko jedoch für eine mächtige Exorzistin hält und dementsprechend von einem Missverständnis ins Nächste läuft. Und schließlich ist da noch Mikos unheimlicher neuer Klassenlehrer, der von einer Schar tierischer Totenseelen umgeben wird ...

    Meine Meinung:

    Um ehrlich zu sein, wollte ich diese Serie eigentlich schon nach der ersten Ausgabe aufgeben. Das Artwork mag - besonders bei den Geistwesen - sehr aufwendig, detailreich und schaurig sein und insbesondere Mikos beste Freundin Hana sorgt durch ihre hirnlose, von Süßigkeiten besessenen , gleichzeitig aber auch leicht zu ängstigenden Art für einige Lacher, andererseits besteht der Auftakt nur aus einer Aneinanderreihung unzusammenhängender Geistererscheinungen, eine durchgehende Story existiert zunächst nicht. Seltsamerweise gibt es am Ende eine interessante Entwicklung, als auch noch Mikos toter Vater auftaucht, welcher dann aber in den beiden Nachfolgebänden überhaupt nicht mehr in Erscheinung tritt.

    Band 2 bietet da schon eine leichte Steigerung, was vor allem an der Einführung der von Fliegenpilzen besessenen Mitschülerin Yuria liegt, die durch ihre Eigenart, sich von Miko ständig ein völlig falsches Bild zu machen, den Humor-Level deutlich in die Höhe treibt. Außerdem entwickelt sich in Sachen Geister scheinbar ein erster Roter Faden in Form einer Gottheit und zwei mysteriösen Helfern, die Miko vor angreifenden Monstern retten. Und auch Zen, eine unheimliche Nebenfigur aus dem ersten Band, taucht wieder auf. Daneben bietet der Manga allerdings auch wieder zahlreiche in keinem wirklichen Zusammenhang stehenden Erscheinungen, die die Handlung eher ausbremsen als voranbringen.

    Im dritten Band, der für mich das bisherige Highlight der Serie darstellt, gibt es zunächst ein Wiedersehen mit Yuria, die gemeinsam mit Miko und Hana ein Geisterbahn-Labyrinth überstehen muss, um zwanzig Gratis-Donuts zu gewinnen. Das schräge Zusammenspiel der drei Mädchen ist ein echter Gewinn für die Serie, deshalb darf Yuria dann auch immer öfter auftauchen. Zudem bietet diese Ausgabe endlich einmal eine durchgehende Handlung, bei der der neue Klassenlehrer Zen Tohno in den Mittelpunkt rückt. Dieser erscheint zunächst als den Tod anziehender Psychopath, bis Miko eines Besseren belehrt wird. Scheinbar zumindest, denn am Ende wendet sich das Blatt noch einmal ...

    Wer (wie ich) den Auftakt der Serie eher etwas einschläfernd findet, sollte "Mieruko-Chan" auf jeden Fall noch eine Chance geben. Die Handlung entwickelt sich Stück für Stück weiter, als hätte der Autor sich erst einmal selbst in sein Konzept hineinfinden müssen. Mal sehen, wohin das alles noch führt, ich bin auf jeden Fall gespannt.

  • RafaelM 12. Februar 2024 um 18:24

    Hat das Label Horror hinzugefügt.
  • RafaelM 12. Februar 2024 um 18:24

    Hat das Label Comedy hinzugefügt.
  • Mittlerweile bin ich schon drei Bände weiter, und ich muss sagen, inzwischen ist die Serie echt gereift bzw. hat ihren Rhythmus gefunden.

    Band 4

    Spoiler anzeigen

    Nun wird also die Haupt-(?)Handlung fortgeführt. Mizuke, die "Patin von Downtown", die im ersten Band frustriert ihr Geschäft aufgegeben hat, kehrt zurück, um Miko zu unterstützen. Diese wird weiterhin von allerlei Geistern verfolgt, selbst im Kino, wo ihr ein Monstrum die Sicht auf den Film versperrt. Anschließend lernt sie den geheimnisvolle Romm Shindo kennen, der ebenfalls Geister sehen und sie auch bekämpfen kann. Dieser scheint seine eigenen Pläne haben, und, wie sich am Ende herausstellt, kennen Mizue und er sich bereits.

    Daneben wird Miko von den dämonischen Schreinmädchen verfolgt, die sie bereits einige Male vor bösen Geistern verfolgt haben. Der Tempel, in dem sie sie einst versehentlich beschworen hat, ist allerdings verschwunden und erweist sich als unheimlicher Wald und Tummelplatz unheimlicher Gestalten. Ihr Versuch, die Schreinmädchen mit einer Opfergabe (ein Teller frittierter Tofu, da würde ich glaube ich auch sauer werden!!!) zu besänftigen, geht gründlich nach hinten los. Glücklicherweise wird sie von Mizue vor dem Zorn dieser Gestalten gerettet.

    Man merkt, wie sich die Serie immer weiterentwickelt und sich eine größere Handlung aufbaut. Die Zeichnungen der Monstrositäten sind wie immer sehr detailreich und schwankend von abstoßend-unheimlich bis zum Schmunzeln anregend. Überhaupt regt jede Szene, in der Hana auftaucht, genau dazu an, ihr Charakter ist für mich inzwischen das Salz in der Suppe. Gleiches kann man von Yuria behaupten, die leider diesmal nur einen kleinen Auftritt erhält.

    8,5/10 Punkte

    Band 5

    Spoiler anzeigen

    So, Romm Shindo ist also ein ehemaliger Lehrling der Patin, die auf diesen allerdings nicht so gut zu sprechen ist. Derweil muss sich Miko in der Schule mit einem Geisterkoch herumschlagen, der andere Kreaturen vor ihren Augen verarbeitet, während Hana und sie Kochunterricht haben. Später rettet Hana den Talisman eines Jungen aus einem Fluss, fängt sich dabei aber nicht nur eine Erkältung, sondern auch ein monströses Geschöpf ein, das ihr bis nach Hause folgt und langsam die Energie entzieht.

    Als Miko davon erfährt, nimmt sie kurzerhand Yuria mit zu Hana, wo sie gemeinsam ihre Freundin so sehr zum Essen bringen, dass das Geschöpf von Hanas Aura stark geschwächt wird. Schließlich tauchen sogar die Schreinmädchen und der unheimliche Berggott aus Band 2 auf und attackieren die Mädchen, werden aber von Hanas Aura vertrieben.

    Um dieser Gestalten Herr zu werden, nimmt sich Romm Shindo Miko an und nimmt sie mit zurück zu dem Berg, wo sich der Tempel des Berggottes befindet. Doch Mizue, seine Lehrmeisterin, hat etwas dagegen ...

    Für mich stellt dieser Band der bisherige Höhepunkt der Serie dar. Besonders, weil Hana im Mittelpunkt der Handlung stehen darf und als unfreiwillige Heldin, verunglückte Köchin oder krank im Schlafanzug einfach immer eine knuffige Figur macht. Allein schon die Szene, in der sie von einem Jungen aus dem Fluss gerettet wird, indem sie in ein Baguette beißt, das er ihr hingehalten hat, hat es in sich, ebenso ihre Fressorgie, bei der Reisbrei, Äpfel, Donuts und diverses andere dran glauben muss.

    Auch Romm Shindo ist eine interessante Figur, einerseits ein Betrüger, andererseits jemand, der über gewisse Fähigkeiten verfügt und Miko aus unerfindlichen Gründen helfen will. So geht es bei der Handlung um den Berggott langsam in die entscheidende Phase.

    Die Mischung aus Horror, Comedy und Mystery hat sich nach den eher unzusammenhängenden Einzelgeschichten am Anfang der Serie (abgesehen davon, dass der "Es juckt"-Geist hier nochmal einen Kurzauftritt hat) echt gemausert.

    09/10 Punkte

    Band 6

    Spoiler anzeigen

    Auf dem Tempelberg kommt es zum Showdown zwischen Miko, Mizue und Romm auf der einen sowie dem Berggott und den Schreinmädchen auf der anderen Seite. Dabei nimmt Miko die Rolle des Lockvogels ein und wird unter anderem von der monströsen Kreatur verschlungen, die sich schließlich als abstoßend grinsendes Geschöpf mit Glöckchen-Augen entpuppt.

    Daneben erfährt man noch einiges aus Romms und Mizues gemeinsamer Vergangenheit und wie sie ihren heutigen Charakter erhalten haben. Zudem tritt nun auch Mizues Lehrmeistern Towako Oka auf den Plan, die Mizue und Romm vor Jahren schon einmal vor dem Berggott gerettet hat und sich anschließend in ein Monster verwandelt hat - genauer gesagt in eines der Schreinmädchen, die dem Berggott dienen. Romm will sie nun unbedingt befreien ...

    Da die Haupthandlung diesmal - abgesehen von Mikos Outfit, als sie dem Berggott gegenübertritt und der bizarren Gestalt dieser Kreatur - fast gänzlich ohne den üblichen Humor auskommt, gibt es am Ende noch ein lustiges Bonuskapitel, indem sich Hana auf die Suche nach Miko macht, dann aber Yuria und Kyosuke zu Mrs. Donut "verschleppt". Yuria versteht natürlich wieder einmal alles falsch und glaubt, in Mikos Bruder einen mächtigen Geistervernichter zu erkennen.

    Ja, das war schon etwas ungewöhnlich. Statt dem typischen schrägen Humor der letzten Bände wird hier viel Wert auf Erklärungen, Charakterentwicklung und Dramatik gesetzt. Mizue und Romm sind zwar interessante Figuren, aber (fast) ohne Hana und Yuria hat dieser Ausgabe das gewisse Etwas gefehlt. Dennoch finde ich es toll, wie sich die Handlung entwickelt hat und dass die Schreinmädchen nicht einfach nur böse Dienerkreaturen sind.

    Das schräg-lustige Bonuskapitel entschädigt dann in Sachen Humor ein wenig.

    08/10 Punkte

  • Da jetzt Band 9 erschienen ist, lese ich nochmal nach einer längeren Pause ab Band 4 (sozusagen direkt nach dem Ende der Anime-Adaption). Ich finde die Serie inzwischen auch richtig gelungen. Nur schade, dass so selten neue Bände erscheinen. Auf eine deutsche Version von Band 10 werden wir wohl schätzungsweise noch ein Jahr warten müssen.

    Kleiner Nachtrag: Laut Vorankündigung soll Band 10 doch schon Anfang Oktober erscheinen. Na mal sehen, ob es dabei bleibt.