Happy Sugar Life

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  • Originaltitel
    ハッピーシュガーライフ / Happī Shugā Raifu
    Erscheinungsjahr
    2015 - 2022 (Japan)
    Anzahl Bände
    11
    Abgeschlossen?
    Ja
    Genre
    Girls Love
    Horror
    Psychological
    Verlag
    Andere
    Autor/Mangaka
    Tomiyaki Kagisora

    Happy.jpg

    Inhalt:

    Satou Matsuzaka, Schülerin der 1. Jahrgangsstufe an der Maki High School, hat sich den Ruf erarbeitet,

    zahlreiche Jungen verführt zu haben und niemals nein zu sagen. Seit kurzer Zeit hat sie von diesem Ver-

    halten jedoch Abstand genommen und gibt ihrer Freundin Shouko gegenüber an, ihre große Liebe

    gefunden zu haben und mit dieser zusammen zu wohnen.

    Das entspricht allerdings nur der halben Wahrheit: Die Person, in die sie sich verliebt hat, ist ein Mädchen

    namens Shio, das sie den ganzen Tag in einer Wohnung einsperrt, deren frühere Besitzer sie offenbar er-

    mordet hat. Sie liebt Shio abgöttisch, bildet das Leben mit ihr doch ihre Fluchtburg vor all den Gefahren der

    Außenwelt und ihre traumatischen Erinnerungen an ihre Tante.

    Gleichzeitig muss sich Satou immer wieder kranken Menschen in ihrem Umfeld erwehren - ihrem psychotischen

    Lehrer, dem von seiner früheren Chefin missbrauchten und krankhaft in Shio (die er nur von einem Vermissten-

    Plakat kennt) verliebten Vorgesetzten, einer von ihr besessen Arbeitskollegin und schließlich auch einem mysteriösen

    Jugendlichen, der verzweifelt nach Shio sucht ...

    Meine Meinung:

    Es ist zwar erst ungefähr ein halbes Jahr her, dass ich angefangen habe, Mangas zu lesen, aber bisher hat mich keine

    Serie von der ersten Seite an so "geflasht" wie Happy Sugar Life. Man ahnt schnell, dass mit Sakou etwas nicht stimmt,

    doch von Seite zu Seite tun sich immer neue menschliche Abgründe auf, ohne dass alle Geheimnisse der Charaktere

    offenbart werden.

    Trotz aller unterschwelligen Brutalität wird der wahre Horror stets nur angedeutet, gleichzeitig wird einem klar vor Augen

    geführt, dass es in dieser Welt kein Gut und kein Böse gibt. Immer wieder wird Sakou mit kranken Psychen konfrontiert,

    kann sich zwar immer wieder durchsetzen, wird aber durch ihren verzweifelten Kampf um Shios Liebe immer tiefer in den

    Abgrund geführt. Dabei erhalten alle Figuren eine Tiefe, die man bei vielen Serien sonst vergeblich sucht.

    Der Zeichenstil ist voll auf die Figuren und ihre teils heftigen, unter die Haut gehenden Reaktionen ausgerichtet. Gleichzeitig

    wird auch das 'zuckersüße Leben', das sich Sakou mit Shio erhofft, durch verträumte Bilder der beiden in den Vordergrund

    gestellt.

    Gerade ärgere ich mich ein wenig, zur Probe nur die ersten drei Bände bestellt zu haben - den Rest sollte ich dringend nach-

    holen. Wer auf Psycho-Horror steht, der ist bei dieser Serie auf jeden Fall richtig!

  • Ich habe mal eine Frage. Wird im Manga zu Anfang bereits das Ende der Geschichte angeteasert? In der Anime-Adaption ist das leider der Fall, wodurch ich sofort ahnen konnte, was für Ausmaße die Geschichte annehmen wird :(

    Freigeist

    Nein, glücklicherweise nicht.

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    Man sieht auf der ersten Seite eine halbnackte, lächelnde Satou mit blutbefleckter Kleidung, sozusagen als Teaser darauf, wohin der erste Band führt. Mehr aber auch nicht.

    Den Anime habe ich allerdings noch nicht gesehen. Und wenn ich sowas lese, ist das wahrscheinlich auch besser so - zumindest bis ich alle Mangas durch hab.

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    Man sieht auf der ersten Seite eine halbnackte, lächelnde Satou mit blutbefleckter Kleidung, sozusagen als Teaser darauf, wohin der erste Band führt. Mehr aber auch nicht.

    Den Anime habe ich allerdings noch nicht gesehen. Und wenn ich sowas lese, ist das wahrscheinlich auch besser so - zumindest bis ich alle Mangas durch hab.

    Ok, im Manga wird das, was du beschrieben hast, aber auch noch eine Rolle spielen T_T Das ist aber noch nicht das endgültige Ende der Geschichte, das ich sah. Du kannst ja berichten, wenn du weiter bist mit Lesen.

  • Ok, im Manga wird das, was du beschrieben hast, aber auch noch eine Rolle spielen T_T Das ist aber noch nicht das endgültige Ende der Geschichte, das ich sah. Du kannst ja berichten, wenn du weiter bist mit Lesen.

    Ich bin jetzt an der Stelle im Manga angelangt, an der dieses Bild aufgelöst wird:

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    In Band 5 erfährt man, dass Satou von dem Bewohner der Wohnung über ihr portraitiert wurde und sie eines nachts Shio zu ihm gebracht hat. Als der Mann eifersüchtig wurde, hat er versucht, Shio zu erwürgen, woraufhin er von Satou erschlagen wurde. Anschließend hat sie ihn zerstückelt, weshalb sie so blutüberströmt war.

    Auf jeden Fall bin ich immer noch ziemlich begeistert von der Serie, auch, weil die Nebencharaktere immer mehr Tiefe erhalten und nie so etwas wie Ruhe und Leichtigkeit einkehrt.

  • Ja, diese ständige Anspannung, weil alle irgendeinen Knacks haben und sie ihre Geheimnisse oder Gelüste vor anderen verstecken ist schon gut gemacht. Ich will zwar keine Einzelheiten verraten, aber es wird nicht nur eine Leiche geben.

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    Hat nicht lange gedauert, bis sich das bestätigt hat. ;-)

    Wobei ich mit Shouko echt mitgelitten hab...

  • Jetzt bin ich mit der Serie fertig geworden. Ich glaube, so mitgerissen wie "Happy Sugar Life" hat mich noch keine andere Manga-Serie, wobei ich es interessant fand, wie sehr sich meine Eindrücke von den Charakteren im Verlauf der Serie gewandelt haben.

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    Anfangs sah es ja so aus, als hätte Satou Shio entführt und Shio wäre ein etwas zurückgebliebenes, kleines Mädchen, das gar nicht versteht, was mit ihm geschieht und von Satou als eine Art lebende Puppe gehalten wird (ein Blickpunkt, den Shio im Verlauf der Serie selbst erwähnt). Bis zum Ende hat sich besonders Shio stark weiterentwickelt, teilweise wirkte sie sogar erwachsener als Satou.

    Gerade zum Schluss wusste ich gar nicht mehr, auf wessen Seite ich eigentlich stehen sollte, wenngleich ich mir irgendwie trotzdem gewünscht habe, Satou und Shio könnten angesichts ihrer besonderen, sicher für manche vielleicht sogar abstoßenden Liebe für immer zusammen bleiben. Aber auch Asahi hätte es verdient gehabt, gemeinsam mit Shio und seiner Mutter ein neues Leben zu beginnen.

    Satous Tante war schließlich so ein Charakter, bei dem ich jedesmal, wenn er aufgetaucht ist, eine Gänsehaut bekommen habe. Durch ihren Wahnsinn (anders kann man es wohl nicht bezeichnen) war sie überhaupt nicht einzuschätzen, und dass sie auch noch über Mitsuboshi hergefallen ist ...

    Am Ende habe ich dann auch verstanden, was Freigeist damit gemeint war, dass am Anfang des Animes das Ende angeteasert wird - bzw., ich habe es dann mal nachgelesen. Bei dem Sturz vom Dach hatte ich wirklich Tränen in den Augen, was mir beim Mangas-Lesen eher selten passiert. Irgendwie habe ich die ganze Zeit gehofft, es würde noch etwas passieren und Satou nicht sterben, aber leider gab es keine Rettung mehr.

    Dass Shio den Sturz überlebt hat, ist natürlich ein wenig schwer zu glauben, wenngleich auch nicht absolut unrealistisch, weil man so etwas immer mal von Kindern liest. Ihre letzte Begegnung mit Asahi war wiederum schwer zu schlucken, ebenso die Vorstellung, dass sie im Geiste für immer mit Satou verbunden bleiben wird.

    Auch wenn die Serie stellenweise ganz schön wehgetan hat, hat sie mich eigentlich von Anfang bis Ende begeistert.

    Was ich nur schade finde, ist, dass der 11. Band nie ins Englische übersetzt wurde und wohl nach so langer Zeit nicht mehr wird. Da soll es ja noch mit einem gewissen Charakter ein wenig weitergehen.

  • Bin da gleicher Meinung. Eine Geschichte, die von seinen Charakteren lebt und wo die Opfer-und Täterrollen auch mal schnell gedreht werden. Was mich auch so fasziniert ist, dass sich das Geschehen bis zu einem irreversiblen Punkt hochschaukelt. Ich verstehe aber nicht, wieso man das im Anime schon vorweg nehmen muss. Klar kann man zunächst noch nicht viel damit anfangen. Aber so dumm ist der Zuschauer ja auch nicht.

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    Der Epilog zeigt auch, dass Shio von Satou schon ziemlich gehirngewaschen war. Fragt sich nur, wie es im elften Band weitergeht. Aber eigentlich bin ich mit dem jetzigen Abschluss ganz zufrieden.

    Was mich am meisten mitgenommen hat, ist immer noch Shouko's Tod. Zwar hatte sie auch schon tiefere Gefühle für Satou entwickelt, doch sie war von allen Nebencharakteren die sympathischste und normalste. Der Moment, als sie die geheime Beziehung ihrer Freundin herausfand, war traurigerweise ihr Todesurteil. Diesen Schockmoment habe ich richtig gefühlt, auch wenn ich kein Kidnapper bin.

    Und bei Satou's Mutter weiß ich nicht genau, was mit ihr nicht stimmt. Jedenfalls ist es wohl eine ganze Menge. Obwohl das Mutter-Tochter-Verhältnis ziemlich kalt war, hat sie Satou bei der "Beweisvernichtung" scheinbar sehr gern geholfen. Ich bin nicht ganz sicher, was sie davon hat. Vielleicht war ihr wohl zu langweilig in ihrer verdreckten Wohnung.