Nun zu meinem Fazit. Es ist viel zu kurz.
Alle drei Episoden sind vom Zeichenstil und Handlung recht unterschiedlich. Dabei gefiel mir die erste am besten. Ich mag dieses surreale sehr und der Kater Cicero hat mich irgendwie an einen Disneyfilm erinnert. Als dann die Zirkusvorstellung losging, war der Film scheinbar auch schon zu Ende und die anderen Episoden folgten dann. Sollten die etwa als eine Art Vorstellung fungieren? Jedenfalls fand ich es gut, dass die Geschichte am Ende nochmal aufgegriffen wird. Allerdings wirkten die riesigen Zirkusgestalten ziemlich unheimlich, anstatt "lustig". Sinn und Epilog der Reise in den Spiegel habe ich auch nicht wirklich erkennen können. Warum schien das ganze eigentlich in einem antiken Tempel im Dschungel zu sein?
Die zweite Episode war actionreich, allerdings mit sehr eintöniger Handlung. Es wird wenig gesprochen und gefühlt die Hälfte des Filmchens besteht aus dem Todesengel, wie er in seinem Stöhnen telekinetische Kräfte anwendet. Am Ende hat er alle Konkurrenten ausgeschaltet und fährt gegen die Geisterfahrer weiter. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Ein großer Kontrast bietet wieder der Baustopp-Befehl, welcher fast schon ulkig, aber auch dramatisch ist. Maschinen, die "die Welt übernehmen" und der Bauleiter ist der einzige, der den Wahnsinn noch stoppen kann. Allerdings wird das Ende nicht aufgelöst. Optisch ist es abermals ein Augenschmaus.
Manie Manie ist ein Animationsfest der obersten Liga. Jedoch lassen die kurze Laufzeit viel Handlungspielraum und Potenzial aus. Eine gute halbe Stunde wäre für jede Episode angebrachter gewesen. Daher fand ich Memories doch etwas besser.

